Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
- Jamelek
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Bekväm heißt der Hocker.
Jamelek
Alleinerziehend mit 2 wundervollen Jungs 2000 & 2013
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februarkind16
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Danke für das Foto
Hmm, ein bisschen gefährlich sieht das aber aus... Aber sobald die Kleinen erst mal klettern, muss man sich an solche Anblicke wohl gewöhnen. Danke auf jeden Fall für den Tipp, wenn es bei uns soweit ist, weiß ich, was ich kaufen kann 
Mama mit großem Sohn (02/15) und kleinem Sohn (07/19) und kleinem Sternchen (09/18)
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klecksauge
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Ich muss mal wieder mehr einbinden, vor allem beim Kochen. Am Montag haben wir das Wohnzimmer geputzt. Er hat gesaugt und die Tische abgewischt. Wäsche abhängen macht er auch gerne.
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
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Rettet die Geburtshilfe!
https://mother-hood.de/
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- jiu21
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Such mal nach "Lernturm", das ist dann die Variante mit Geländer. Aber wie Jamelek schon schrieb muss das nicht unbedingt sicherer sein... Das kann schon manchmal zu seltsamen Kletteraktionen führen, trotzdem möchte ich unseren nicht mehr hergebenfebruarkind16 hat geschrieben:Danke für das FotoHmm, ein bisschen gefährlich sieht das aber aus... Aber sobald die Kleinen erst mal klettern, muss man sich an solche Anblicke wohl gewöhnen. Danke auf jeden Fall für den Tipp, wenn es bei uns soweit ist, weiß ich, was ich kaufen kann
mit einem Sohn 08/2014
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Mein Kleiner hilft auch gerne im Haushalt mit: Tisch decken, Wäsche aufhängen oder einräumen, Spülmaschine ausräumen, Backen etc. macht er alles mit Freude.
Wenn er das nicht mehr machen möchte, muss er aber nicht. Ich werde das auch in Zukunft so handhaben: ich bitte um Hilfe, aber er darf auch ablehnen. Ich lese gerade P. Gray (free to learn) und im ersten Kapitel erläutert er den Umgang von Jäger- und Sammlerkulturen mit ihren Kindern (der offenbar überall vergleichbar ist). Kinder haben dort kaum Pflichten, sie können mithelfen, es wird ihnen der Zugang ermöglicht (zB durch kleine Haushaltsgeräte), aber sie müssen nicht mithelfen. Erwachsene Mithelf-Verweigerer gibt es dort nicht. Ich denke nicht, dass es Kinder dazu bewegt, später im Haushalt mitzuarbeiten, wenn sie Haushaltspflichten haben. Zwang führt doch eher zur Verweigerung. Ausserdem denke ich, dass die mangelnde Bereitschaft mancher Männer, im Haushalt ihren Beitrag zu leisten, eher mit einem verzerrten Selbst- und Fremdbild, meist einem gewissen Narzissmus zusammenhängt. Wenn dein Kind also Empathie, Gerechtigkeitssinn und Gemeinschaftssinn lernt, hat es wahrscheinlich genug gelernt, damit es später nicht andere für sich arbeiten lässt...
Sorry für den Exkurs, ich finde das Thema grad echt spannend.
Allerdings denke ich schon, dass es hilfreich ist, wenn die Kinder mithelfen (dürfen), zB um die Fähigkeiten zu erlernen. Wenn ich mich als Lehrerin (damals noch mit anderen Ansichten zum Thema mithelfen [emoji16]) mit Müttern unterhalten habe, kam schlussendlich oft heraus, dass sie die Mitarbeit oft beschränkt haben, weil es ihnen zu mühsam war mit den Kindern...
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Wenn er das nicht mehr machen möchte, muss er aber nicht. Ich werde das auch in Zukunft so handhaben: ich bitte um Hilfe, aber er darf auch ablehnen. Ich lese gerade P. Gray (free to learn) und im ersten Kapitel erläutert er den Umgang von Jäger- und Sammlerkulturen mit ihren Kindern (der offenbar überall vergleichbar ist). Kinder haben dort kaum Pflichten, sie können mithelfen, es wird ihnen der Zugang ermöglicht (zB durch kleine Haushaltsgeräte), aber sie müssen nicht mithelfen. Erwachsene Mithelf-Verweigerer gibt es dort nicht. Ich denke nicht, dass es Kinder dazu bewegt, später im Haushalt mitzuarbeiten, wenn sie Haushaltspflichten haben. Zwang führt doch eher zur Verweigerung. Ausserdem denke ich, dass die mangelnde Bereitschaft mancher Männer, im Haushalt ihren Beitrag zu leisten, eher mit einem verzerrten Selbst- und Fremdbild, meist einem gewissen Narzissmus zusammenhängt. Wenn dein Kind also Empathie, Gerechtigkeitssinn und Gemeinschaftssinn lernt, hat es wahrscheinlich genug gelernt, damit es später nicht andere für sich arbeiten lässt...
Sorry für den Exkurs, ich finde das Thema grad echt spannend.
Allerdings denke ich schon, dass es hilfreich ist, wenn die Kinder mithelfen (dürfen), zB um die Fähigkeiten zu erlernen. Wenn ich mich als Lehrerin (damals noch mit anderen Ansichten zum Thema mithelfen [emoji16]) mit Müttern unterhalten habe, kam schlussendlich oft heraus, dass sie die Mitarbeit oft beschränkt haben, weil es ihnen zu mühsam war mit den Kindern...
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Ah übrigens, zum Thema Lernturm: wir haben auch einfach einen Schemel, auf den er selbst klettern kann und der hoch genug ist um auf die Arbeitsfläche zu greifen (oder zum Sitzen den Tripptrapp, da kann er auch selber raus und runder. Das genügt bei uns völlig, er steht sicher darauf. Er hat ihn anfangs sorgfältig erkundet, ist immer wieder rauf und runter und jetzt kann er damit umgehen. Er turnt nicht drauf rum und scheint auch neben und hinter ihm zu wissen, wo es runter geht.
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Meine Kinder standen/stehen auch immer auf normalen Küchenstühlen oder Hockern und waren von Anfang an beim Kochen dabei.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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Luzia
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Ich weiß nicht mehr genau, ab wann ich die Kinder mit konkreten Aufträgen eingebunden habe. Ich meine, es war ab ca. 3 Jahren. Sie bekommen sehr wohl mit, was im Haushalt zu tun ist. Bei manchen Gerichten helfen sie sehr gerne beim Kochen, z.B. Pizza machen, Teig zubereiten, Gemüse raspeln (gefahrlos mit Trommelreibe),...
Wenn sie etwas verkleckern (überschaubare Menge, also kein volles Glas, das umgekippt ist), fordere ich sie auf, einen Lappen zu holen und aufzuwischen. Meistens klappt das.
Ansonsten ist aber ganz deutlich die Tendenz zu erkennen, dass sie das gut und gerne erledigen, was sie machen wollen. Wenn sie aber z.B. aufräumen sollen, kostet es viel, viel Energie, sie immer wieder dazu aufzufordern.
Ich glaube aber, mein Sohn bekommt genug mit, dass ihm später nicht das Wasser anbrennt und er theoretisch weiß, wie er seine Bude sauber halten kann.
Ich bin auch davon überzeugt, dass hier noch der Papa als Vorbild hinzukommt. Der packt im Haushalt meistens kräftig mit an und kocht auch regelmäßig und sehr gut, so dass beide Kinder sehen, dass Hausarbeit geschlechtsunabhängig erledigt werden kann.
Wenn sie etwas verkleckern (überschaubare Menge, also kein volles Glas, das umgekippt ist), fordere ich sie auf, einen Lappen zu holen und aufzuwischen. Meistens klappt das.
Ansonsten ist aber ganz deutlich die Tendenz zu erkennen, dass sie das gut und gerne erledigen, was sie machen wollen. Wenn sie aber z.B. aufräumen sollen, kostet es viel, viel Energie, sie immer wieder dazu aufzufordern.
Ich glaube aber, mein Sohn bekommt genug mit, dass ihm später nicht das Wasser anbrennt und er theoretisch weiß, wie er seine Bude sauber halten kann.
Ich bin auch davon überzeugt, dass hier noch der Papa als Vorbild hinzukommt. Der packt im Haushalt meistens kräftig mit an und kocht auch regelmäßig und sehr gut, so dass beide Kinder sehen, dass Hausarbeit geschlechtsunabhängig erledigt werden kann.
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Shauni
- alter SuT-Hase
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Ich habe den Lernturm mit Bekväm und Geländer gekauft, nachdem ich den Wusler am Anfang nur auf einen Stuhl gestellt habe, er mir da aber auch mal nen Abgang gemacht hat (nichts passiert). Jetzt mit 2 (weiß nicht, wann es angefangen hat) klettert er auch die Streben hoch, ich hätte bei ihm aber dennoch ohne Geländer noch mehr Angst, aber das ist einfach kindabhängig. Er liebt seinen Stuhl, wie er ihn nennt, extrem, weil er hiermit einfach überall rankommt und ihn selbst durch die Küche schieben kann und dann entscheidet, ob er mit im Topf rühren will oder einfach an einer Arbeitsplatte spielt.
Ich teile aber auch die Erfahrung in Gesprächen mit anderen Müttern, dass es doch zu anstrengend und langwierig ist, wenn die kleinen Kinder "mithelfen". Da sich mein Kind ungern alleine beschäftigt, wäre es für mich persönlich anstrengender, ihn nicht mithelfen zu lassen. Aber auch das ist halt typabhängig.
Und ob er jetzt als Teenager noch freiwillig mithilft, steht natürlich in den Sternen. Solange er freiwillig was macht, gebe ich ihm gerne Aufgaben, auch wenn wir dann alle von Plastik-Picknickgeschirr essen und Kindermesser gedeckt bekommen...
Ich teile aber auch die Erfahrung in Gesprächen mit anderen Müttern, dass es doch zu anstrengend und langwierig ist, wenn die kleinen Kinder "mithelfen". Da sich mein Kind ungern alleine beschäftigt, wäre es für mich persönlich anstrengender, ihn nicht mithelfen zu lassen. Aber auch das ist halt typabhängig.
Und ob er jetzt als Teenager noch freiwillig mithilft, steht natürlich in den Sternen. Solange er freiwillig was macht, gebe ich ihm gerne Aufgaben, auch wenn wir dann alle von Plastik-Picknickgeschirr essen und Kindermesser gedeckt bekommen...
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
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mama2008
- SuT-Legende
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- Registriert: 12.10.2008, 12:37
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Re: Ab wann einbinden in Haushaltstätigkeiten?
Ich sehe mithelfen nicht als zwang, eher als Selbstverständlichkeit.
Klar kann man auch mal keine Lust haben aber generell erwarte ich schon, dass bei gewissen Dingen Mitangepackt wird.
Die Kids (19,17,15,9) meiner Freundin mussten/müssen nie mithelfen.
Sie helfen auch nicht mit, bei bitten kommt zu 90% nö, keine Lust.
Die Kinderzimmer sehen aus wie kraut und Rüben, es wird gemotzt wenn x/y nicht gewaschen frisch im Schrank ist......
Ich denke, man muss da einen Mittelweg finden.
Klar kann man auch mal keine Lust haben aber generell erwarte ich schon, dass bei gewissen Dingen Mitangepackt wird.
Die Kids (19,17,15,9) meiner Freundin mussten/müssen nie mithelfen.
Sie helfen auch nicht mit, bei bitten kommt zu 90% nö, keine Lust.
Die Kinderzimmer sehen aus wie kraut und Rüben, es wird gemotzt wenn x/y nicht gewaschen frisch im Schrank ist......
Ich denke, man muss da einen Mittelweg finden.