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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 11:05
von romina
Ja meine ist so ein Fall [emoji5]️ erstmal oft stillen und dann schlafen wir immer mir körperkontakt. Ich drehe mich immer um (brauch ich irgendwie) und mein Schatz kuschelt sich dann an meinen Rücken [emoji173]️
Mittagsschlaf geht nur ganz nah an mich gekuschelt und in Schlaf immer wider nuckeln. Da braucht sie noch mehr körperkontakt als nachts um abschalten zu können.
Danke für die Beschreibung! Wahrscheinlich ergibt sich das ja eh alles. Aber jetzt kann ich es mir besser bildlich vorstellen [emoji4]

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 11:41
von Centaureacyanus
Ich habe irgendwie ein bisschen Angst vor dem Tandemstillen, obwohl ich es auch total schön fände. Ich bin so zierlich und habe Angst, dass ich zu schnell abnehmen könnte, wenn ich zwei Kinder gleichzeitig stille. Außerdem habe ich Angst, dass ich vom Stillen der "Großen" genervt sein könnte - ich bin jetzt in der Schwangerschaft schon davon genervt, dass sie nachts ständig trinken möchte. Auf der anderen Seite mag ich sie aber auch nciht einfach abstillen, sie ist ja noch so klein...

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 14:18
von petra69
Schön, dass sich hier etwas los ist.
Danke Tania für die ausführliche Antwort. Für mich total spannend. Es macht mir schon irgendwie Mut. Ich finde es schon toll, dass Du Familienbett ansscheinend durchweg entspannend gefunden hast.
Du hast also nachts beide gleichzeitig gestillt? Da war eine meiner grossen Fragen, denn wenn meine Kleine dann immer noch so an mir kleben würde und nach Mitternacht andauernd nuckeln will - da konnte ich mir nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte.

Wie hast Du das besonders am Anfang gemacht mit dem ins Bett bringen der beiden Kinder? Da muss man sich ja sicher auch irgendwie zweiteilen.



Romina: Es ist schön für mich zu hören, dass es noch andere gibt, die mittags mit ihren Kindern liegen, weil die Kleinen nur schlafen, wenn Mama da ist und man immer wieder stillen/nuckeln kann. Jedenfalls ist das bei uns heute noch so (Kleine ist 1 1/2). Herzlichen Glückwunsch zur SS!!!

Habt Ihr, die Ihr schon Erfahrung habt, von Anfang an mit beiden Kindern im Familienbett geschlafen? Ich habe hier und da schon mal gehört, dass die ersten Wochen doch oft getrennt waren (z. B. Mama mit Neugeborenen auf dem Sofa).

Vielleicht zur Erklärung zu mir: Mich beschäftigt das Thema jetzt sehr bzw. gefühlsmässig geht es mir gerade wie auf 'ner Achterbahn. Wir haben am Freitag Kryo-Termin, sprich eine theoretische Chance von 50 % auf eine SS.

Sorry, wenn ich etwas durcheinander geschrieben haben. Meine Maus hat immer mal wieder dazwischen gefunkt.

Petra

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 16:06
von Hyndla
wir haben immer im familenbett geschlafen, und da ich ae bin, muss ich auch alleine beide kinder ins bett bringen. ich bringe zuerst die große, der kleine bleibt bei mir bis er eingeschlafen ist. das große kind stillt ja nicht mehr und schläft inzwischen auch alleine ein. wir lesen halt geschichte vor und erzählen uns vom tag, in der zeit stillt der kleine. manchmal toben dann noch beide durch die betten, während ich raus gehe. der kleine kommt dann hinterher ins wohnzimmer und spielt noch oder stillt sich in den schlaf während ich am rechner sitze. ich hab aber auch die große als sie noch nicht alleine eingeschlafen ist so lange bei mir im wohnzimmer gehabt bis sie geschlafen hat, weil mich bis zu 2h einschlafbegleitung aggressiv gemacht haben. das wird sich aber alles irgendwie finden, auch wenn man es sich vorher nicht vorstellen kann :wink: .

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 16:13
von tania
bitte bitte NIE NICHT mit neugeborenem auf dem sofa schlafen! (ausser das kind schlaeft auf mama oder papa DRAUF). neugeborene brauchen eine sichere schlafumgebung. die ist das sofa NICHT. ich wuerde mich nicht darauf verlassen, dass ich die ganze nacht mit dem kind AUF mir schlafe. ich habe das kind gefuehlt auch immer auf mir drauf gehabt die ersten monate, einige stunden - wenn auch nur wenige - hat er aber doch neben mir (mit brust im mund ;-)) geschlafen.

natuerlich kann papa mit dem dann grossen kind ins kinderzimmer umziehen oder sonstewas, aber neugeborene brauchen eine sicher schlafumgebung. dazu gehoeren keine kissen unter, neben babykopf, keine decken sachen irgendwas, die dem kind ueber den kopf rutschen koennen (oder eher kind rutscht unter sachen), keine bettritzen, in die das kind rutschen kann usw usf. schon alleine atmen in eine kuhle kann wegen zu starker anreicherung mit co2 ein problem sein! (also auch keine zuweiche matratze, kein wasserbett usw usf)

@nachts gleichzeitig stillen: mein kind war fast vier bei geburt des kleinen. ganz ganz anderes stillbeduerfnis als ein zweijaehriges. er BRAUCHTE es nicht mehr. er hat es genossen, es hat ihm sicherheit gegeben, es hat ihm viel bedeutet, aber es war ein himmelweiter unterschied zu wie er gestillt hat als er zweieinhalb war. von daher bin ich euch "kurz-abstandlerinnen" da keine wirkliche hilfe ;-)

@ins bett bringen: gleichzeitig stillen zum einschlafen konnte ich eigentlich nie. anfangs war es so anstrengend mit dem kleinen (ich hatte zu viel milch und einen starken MSR - da war stillen mehr kampf als entspannung), dass ich nicht auch noch den grossen stillen konnte. und als es dann theoretisch haette klappen koennen, ging es zum einschlafen gar nicht. der kleine hat furchtbar aufgedreht, der grosse hat angefangen zu kichern - ging gar nicht.

war ich alleine mit beiden, gab es mehrere moeglichkeiten. entweder das kleine kind zuerst stillen und dabei dem grossen eine geschichte erzaehlen. ich habe hoerspiele von frueher nacherzaehlt, das hat sich schnell verselbststaendigt, wir hatten dann die festen charaktere benjamin bluemnchen und otto, mit denen wir immer weiter gesponnen haben. dabei eingeschlafen ist er eigentlich nie, aber ich hatte das gefuehl, dass es auch fuer den kleinen schoen war. in absoluter dunkelheit war das.

was auch ging: das schon muede grosskind stillen, das kleinere grumpelt an meiner seite vor sich hin, meist musste ich aufstehen, das stillen "unterbrechen" nicht "aufhoeren" (es macht einen riesen unterschied ob ich sage "ich stille dich jetzt nicht mehr, weil ich mich ums baby kuemmern muss" oder ob ich sage "eine kurze pause, ich muss deinen meckernden kleinen bruder eine kleine runde im schlafzimmer rum tragen"), weil der kleine unruhig wurde und der grosse ist dann alleine eingeschlafen. auch ging, dem grossen vorsingen und dabei den kleinen tanztragen.

meistens war aber der papa da und papa und grosser sohn haben vorgelesen, gekuschelt, haendchen gehalten. manchmal kam ich noch fuer ein kurzes stillen dazwischengehuepft, oft auch nicht.

bei meinen kindern hat stillen aber - ab einem etwas fortgeschritteneren alter - immer *auch* nach dem batterieprinzip funktioniert. sind sie einigermassen "abgefuellt", stillen sie auch in normalerweise "muss-situationen" wie einschlafen oder weh getan oder unsicherheit deutlich weniger oder gar nicht. will heissen: wenn es abends einfach eng ist, war bei mir das grosskind in der lage "vorzustillen". das hat es natuerlich sehr entzerrt.

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 19:45
von Sakura
Wir haben immer und ausschließlich im FB zusammen geschlafen, nie getrennt. Die Kleine wurde 17 Uhr geboren, ich ging nach der Geburt nach Hause und 22 Uhr lagen wir alle zusammen im FB. Da war die Kleine 5 Stunden alt [emoji1]. Mein Mann hatte sich bei der Großen an die Gerausche gewöhnt, und kann gut dabei schlafen. Und die Große schläft eh nicht ohne mich. Wir liegen immer Kind Mama Kind Papa. So war die kleine nie in Gefahr durch die Große, auch nicht als wenige Stunden altes Neugeborenes.

Ich habe nachts fast nie gleichzeitig gestillt. Wenn beide gleichzeitig wach waren, habe ich die Große gebeten zu warten. Sie war da ziemlich genau 2 Jahre alt, aber im Kopf viel weiter. Sie hat das akzeptiert. Ich lag dann auf der Seite, die Kleine angedockt, die Große eng an meinen Rücken gekuschelt. Auf diese Weise habe ich auch beide gleichzeitig ins Bett gebracht und bringe sie noch heute so gleichzeitig ins Bett. Für uns war Tandemstillen ein Segen. Die Große war nicht eifersüchtig, weil sie alle Privilegien hatte, die das Baby auch hatte: stillen, tragen, Familienbett. Das Stillen der Großen hat mich nicht genervt. Es war ja reichlich Milch da. Es war eher andersrum: es fühlt sich anders an, wenn die Kleine stillt. Sie saugt viel zögerlicher, sanfter, kitzeliger. Das hat mich lange sehr irritiert.


Mein Handy leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 20:02
von Novalia
wir schlafen auch immer :) im familienbett: baby mama papa kind
Morgens kommt der große zum stillen angekrabbelt, baby schläft da meist und ich kuschel den großen ausgiebig. Dann wird frühstück gemacht.

Gleichzeitig hab ich nur in den ersten paar tagen gestillt und das dann wieder abgeschafft weil der große dann jedes mal wollte wenn das baby trank. Das hab ich nicht geschafft. Jetzt gilt: wenn das baby schläft, darf der große. So ist es für ihn auch ein ansporn leise zu sein, wenn ich das baby in den schlaf stille :oops:

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 20:16
von Sakura
Stimmt, das habe ich der Großen auch immer gesagt: du darfst stillen, wenn das Baby schläft, also sei leise, dann schläft sie schneller :oops:


Mein Handy leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 20:18
von EliseG
Hier hatte ich es ja schon zweimal, das kleine Neugeborene und noch ein "großes" Stillkind. Glaub mir, es wird nie so wie erwartet. Das Tandemstillen hat mir persönlich nie sonderlich Spaß gemacht, meist war ich vom jeweiligen Großkind eher genervt. Nichts desto Trotz haben wir einmal ein halbes Jahr und einmal einenhalb Jahre tandem gestillt. Es gab auch sehr, sehr schöne Momente. Geschwister, die sich stillend die Hand geben, ein trotzendes Großkind, das sich binnen Sekunden beruhigen ließ ect. Aber vom Gefühl her wars nicht immer einfach für mich. Nachts haben die Kinder beide nicht mehr gestillt, einmal, weil der Große ja schon älter war (3,5) und schon lange nicht mehr nachts gestillt hatte und beim Kleinen hab ich in der Schwangerschaft nachts abgestillt. Das Familienbett stand bei uns eigentlich nie außer Frage. Klar hatte ich anfangs bedenken, was ist, wenn das Kleinkind das Großkind weckt? Was ist wenn das Großkind das Kleinkind zerdrückt? Was ist, wenn ich selbst gar keinen Platz habe? Naja, Punkt eins hatte sich schnell erledigt, die Jungs hatten damit beide keinerlei Probleme. Punkt zwei war das erste Mal sowieso anders. Da blieb das Baby so lange bei uns, bis wir ins Bett gingen. Beim Mittleren sicher bis er vier Monate war, dann schlief er beim Bruder, immer mit Abstand, der sich aber meist verringerte, denn die zwei gaben sich sehr gerne die Hände im Schlaf. Bei der Kleinen wars wieder anders, die hatte von anfang darauf bestanden, abends in unser Bett gebracht zu werden (und ich weiß immer noch nicht wie und warum, aber sie hatte das echt schon als Neugeborene drauf uns deutlich zu zeigen, was sie will). Anfangs hatte ich tierisch Angst, denn unser Mittlerer ist ein schlimmer Betttänzer. Naja, so kam es schon mal vor, dass ich mal nachschauen bin und er lag halb auf dem kleinen Würmchen. Kaum hab ich ihn weg geschält, hat genau dieses Würmchen begonnen zu protestieren. Sie liebte das total. Und wenn er wo war, wo es nicht angenehm war (Füße im Gesicht), dann konnte sie von Anfang an mit einem Schrei und herumgewedel zeigen, dass das so nicht ok ist.

Eifersucht hat sich hier, wenn dann immer erst viel später eingestellt, nämlich meist dann, wenn die Kinder untereinander Konkurenz sind. Hier war das meist das erste Mal kurz, wenn die Zwerge mobiler werden und dann länger, wenn die Zwerge wehrhafter und bestimmender sind (also hier meist so ab 2, wenn sie alleine runter ins Spielzimmer kommen und beginnen auch mitspielen zu wollen). Eigentlich sind sie aber recht gerne zusammen und haben so ihre Nieschen und Spielchen, die sie zb nur mit der Schwester spielen. Die Jungs sind sowieso schon seit Jahren ein Herz und eine Seele (klar Streit gibs schon mal, aber meist wegen Nichtigkeiten oder einfach aus einer inneren Unzufriedenheit raus).

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Verfasst: 31.03.2015, 21:57
von petra69
Hi Ihr!

Danke nochmals, dass so viele von ihren Erfahrungen berichten. Das ist echt toll und total interessant, wirklich!

Da würde ich ja gerne noch wissen, wie das mit dem Tragen so läuft. Du Sakura schreibst ja auch, dass das ältere Kind eben alles bekommen hat (Stillen, Tragen usw.) und so Eifersucht nicht die Rolle spielte. Das habe ich auch schon von anderen gehört.

Nun stelle ich mir gerade auch das mit dem Tragen komplizierter vor. Vielleicht, weil meine Tochter sich hat nie ablegen lassen am Tag. Sie wollte immer getragen werden und lange Zeit nicht einmal gerne im Tuch sondern so auf dem Arm gehalten. Hinterher stellte sich heraus, dass es auch mit ihren Verdauungsproblemen und dem Bauchweh zu tun hatte. Eigentlich bin ich den ganzen Tag nur mit meinem Baby auf dem Arm rumgelaufen oder sie ist beim Stillen auf meinem Arm eingeschlafen. Weglegen unmöglich. War soweit auch ok für mich. Wenn Kind Nr. 2 auch so würde, hm....


Viele Grüsse
Petra