Die Komplett-Zahnarztverweigerung

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Sangrid
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von Sangrid »

Ich denke, nur Bauchgefühl reicht natürlich nicht. Aber wenn die Chemie schon mal stimmt, dann ist das schon mal eine gute Grundlage.
Mein Mann und ich haben bevor wir zum Narkostermin gefahren sind noch gesagt, wenn uns der Anästhesist in unseren Ängsten nicht ernst nimmt oder die Rahmenbedingungen, die wir vorher für uns festgelegt hatten (z.B. Erfahrung des Anästhesisten, Überwachung während der Narkose und danach) nicht stimmen, gehen wir wieder nach Hause.
Ich habe vorher auch mit unserem Kinderarzt gesprochen, wie er denn zu Vollnarkosen steht, der konnte mich da auch etwas beruhigen.
Trotzdem war es für uns alles andere als leicht, diese Entscheidung zu treffen.
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Binelein
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von Binelein »

kasimira hat geschrieben:
Binelein hat geschrieben:
Aber die Zahnärzte dort hätten die Röntgen-Aufnahmen bereits unter Vollnarkose gemacht und auch gleich die Behandlung in einem.
So war es bei meinem Sohn auch. Nachteil:
Du unterschreibst, dass sie alles nötige machen und weißt erst nach der Behandlung, was wirklich gemacht wurde.
Da haben wir uns geweigert. Wir haben gesagt, sie bekommt eine Vollmacht für Füllungen und Kronen. Bei extraktionen haben wir gesagt, wollen wir kurz informiert werden und entscheiden dann. Die Ärztin war uns da etwas zu lässig in ihrer Einstellung zum Zahnziehen.

Letztendlich haben wir es aber ganz gelassen, eine Narkose wegen der Zähne erscheint uns ein zu hohes Risiko im Vergleich zum Nutzen.
Sollte sich der Zustand der Zähne verschlechtern, sehen wir weiter. Momentan klappt es ganz gut mit der langsamen Behandlung ohne irgendwas.

Zu Lachgas habe ich mich auch belesen, so harmlos und easy ist das auch nicht, wie es oft dargestellt wird, besonders bei kleinen Kindern.

Kennt sich jemand mit Ozon-Behandlung aus? Das würde mich noch interessieren.



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posy
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von posy »

Oh, nein, der Arme!

Aber Ihr habt einen Ansatz und ich drücke ganz fest die Daumen, dass Ihr eine tolle Praxis findet!
Dein Kopfkino möchte ich nicht haben---

(((Kosmonautin + Kind)))

Ich kann eure Situation ansatzweise nachvollziehen, weil meine Lieblingsschwester ähnliche Probleme mit den Zähnen hatte. Und wir eine Mutter mit Zahnarztphobie. D.h. dass sie das Thema erst richtig systematisch in Angriff nehmen konnte, als sie schon 16 war. Mit 18 war sie dann durch mit der Sanierung.
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
Schnuffel01
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von Schnuffel01 »

ich weiß nicht ob ihr das buch vielleicht schon kennt, aber ich möchte es euch gerne empfehlen. "karies heilen" von ramiel nagel.
Vor fünf Jahren fingen die Zähne meiner Tochter an zu zerfallen. Anstatt schmerzhafte Zahnbehandlungen durchführen zu lassen, machte ich mich auf, der wirklichen Ursache von Karies auf den Grund zu gehen. Nach einigen misslungenen Versuchen fand ich ein Prinzip, das sehr zuverlässig funktionierte. Um dieses Wissen mit der Welt zu teilen, schrieb ich das Buch Karies Heilen™.
Dieses Buch soll Dir als praktisches Lehrbuch dienen und alle Informationen und Tipps geben, die Du brauchst, um Karies heilen zu können. Mit Hilfe von Karies Heilen™ kannst Du:

Zähne remineralisieren
Zahnschmerz vermeiden und empfindlichen Zähnen vorbeugen
Wurzelbehandlungen vermeiden
Karies stoppen
Sekundärdentin bilden
neuen Zahnschmelz bilden
Zahnfleischrückgang verhindern oder verringern
Zahnentzündungen heilen
nur dann auf Zahnbehandlungen zurückgreifen, wenn medizinisch unabdingbar
Zähne vor unnötigen Zahnbehandlungen schützen
Gesundheit und Vitalität steigern
ich kann es nur ans herz legen, denn selbst wenn die milchzähne eurer kinder vielleicht im extremfall jetzt "nicht mehr zu retten" sind, was passiert dann später mit den bleibenden Zähnen? die ursache ist nicht behoben. das buch gibt sehr gute informationen und handfeste anwendungsbeispiele, wie man die zahngesundheit von sich und seinen kindern wieder selbst im griff haben kann und nicht mehr abhängig von Zahnärzten und invasiven behandlungsmethoden ist.
Herzliche Grüße
Bianca

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Schnuffel01
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von Schnuffel01 »

ach ja, es ist zwar etwas reißerisch geschrieben (amerikanischer stil halt) aber trotzdem absolut nachvollziehbar und einleuchtend, also kein esoterischer hokuspokus!
Herzliche Grüße
Bianca

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Binelein
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von Binelein »

Schnuffel01 hat geschrieben:ich weiß nicht ob ihr das buch vielleicht schon kennt, aber ich möchte es euch gerne empfehlen. "karies heilen" von ramiel Nagel

......

ich kann es nur ans herz legen, denn selbst wenn die milchzähne eurer kinder vielleicht im extremfall jetzt "nicht mehr zu retten" sind, was passiert dann später mit den bleibenden Zähnen? die ursache ist nicht behoben. das buch gibt sehr gute informationen und handfeste anwendungsbeispiele, wie man die zahngesundheit von sich und seinen kindern wieder selbst im griff haben kann und nicht mehr abhängig von Zahnärzten und invasiven behandlungsmethoden ist.
Das Buch fand ich recht interessant und informativ. Wenn man das reißerische ausblendet. ;)
Einiges davon versuche ich auch in den Alltag zu integrieren.

Ich wollte nur noch ergänzen, dass die Schmelzdysplasie nicht zwingend auch die bleibenden Zähne betrifft.
Das weiß man vorher nicht sicher.
Zumindest da waren sich bisher alle Zahnärzte einig, bei denen wir waren.
Nichtsdestotrotz wollen die bleibenden Zähne gut gepflegt werden und da liefert das Buch gute Ansätze teilweise. Manches war für mich etwas seltsam, aber muss ich ja dann auch nicht umsetzen.


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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von Lösche Benutzer 19296 »

Sorry jetzt erst gelesen :oops:
Kannst du dazu noch etwas sagen? Ich hatte Lachgas immer als gute Option im Kopf, weil das angeblich so sicher und leicht zu steuern ist. Über die Risiken bin ich nicht wirklich informiert. Das bisher größte von mir wahrgenommene Problem war, dass Lachgas bei größeren Eingriffen (und die haben wir!) nicht ausreichend funktioniert. Magst du zum Lachgas noch etwas schreiben?
Wie schon vorher geschrieben habe ich in der Praxis keine Erfahrungen mit Lachgas gemacht, kann dir aber etwas zu meinen persönlichen Bedenken schreiben.
Zum einen empfinde ich es als problematisch, wenn der Zahnarzt, der sich ja auf den Mundraum und die eigentliche Zahnbehandlung konzentriert, nicht den Patienten im Fokus behalten kann, bzw. erst merkt das etwas schiefläuft, wenn es schon sehr spät ist. daher bin ich der Meinung braucht es zwei - dafür ausgebildetete Fachleute - nämlich einen der sich um die Zähne kümmert und den anderen der sich um den Rest des Patienten kümmert ( hier vor allem Atmung und Kreislaufsituation).
Zum anderen habe ich so meine Zweifel, wie gut und schnell ein Zahnarzt merkt, das etwas bei der Lachgasnarkosen schief läuft und kann er das dann entsprechend gut managen? Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber klar ist doch, das Notfallsituationen nur gut gemanagt werden können, wenn man die Maßnahmen regelmäßig übt. Und hier kommen wir wieder an den oben genannten Punkt: wenn ich den Fachmann Narkosearzt dabei habe, kann ich schon mal sicher sein, das der solche Stiruationen schon ein paar Mal gemanagt hat (der muss nämlich Facharzt sein, sonst darf er ambulant gar keine Narkosen machen).
Meinst du mit deiner Empfehlung, nach kindererfahrenen Praxen speziell die Kinderzahnarztpraxen oder auch "ganz normale" mit Kindererfahrung. Ich habe gelesen, dass Narkosen bei Kindern eine Hausnummer für sich sind und eben nicht nur eine Narkose für kleine Menschen.
Wir haben Kindernarkosen meistens in normalen Zahnarztpraxen gemacht, wichtig wäre mir, das Anästhesist regelmäßig Kindernarkosen macht und entsprechendes Equipment dabei hat.
Deine Fragen an den Narkosearzt helfen mir weiter. Ich habe so viele Fragen diffus im Kopf schwirren, kann sie aber nicht in Worte fassen. Rücken die Praxen denn einfach die Numer ihres Narkosearztes raus
Das sollten sie tun. Vorgespräche per Telefon waren bei meinem Chef durchaus üblich, wenn von den Eltern gewünscht. Zumal du ja vorher den Aufklärungsbogen zur Narkose vom Zahnarzt bekommst und da die telefonische Erreichbarkeit des Anästhesisten angegeben ist.

So ich hoffe das hilft dir noch ein wenig weiter
Alles Gute
rose
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von rose »

Binelein hat geschrieben:
Zu Lachgas habe ich mich auch belesen, so harmlos und easy ist das auch nicht, wie es oft dargestellt wird, besonders bei kleinen Kindern.

Kennt sich jemand mit Ozon-Behandlung aus? Das würde mich noch interessieren.



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oh nein, jetzt mach mir mal keine angst.. nÄchste woche steht bei meine tochter, 3, eine lachgasbehandlung an...
hier wird diese behandlungsart immer so hochgelobt.. jetzt hab ich doch etwas angst....... :(
was hast du genau negatives gelesen?
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posy
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von posy »

Kosmonautin, wie ist denn der Stand bei euch?
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von JuLi »

Oh, ich sehe den Thread jetzt erst.
Wir hatten hier mit dem O8er ein ähnliches Thema. Er ist problemlos gegangen, bis er sich irgendwann verweigert hat. Und weil wir ihn nicht noch mehr traumatisierten wollen, haben wir dann seine Zähne in Vollnarkose in einem rutsch komplett sanieren lassen. Haben dazu extra die ZÄ gewechselt. Geröntgt wurde in Narkose. Vorher unterschrieben habe ich nur für Füllungen, Wurzelfüllungen und 2 Kronen. Mehr musste dann zum Glück auch nicht gemacht werden.
Ich muss sagen, es hat super geklappt.

Das schlimmste an der ganzen Prozedur war hinterher das aufwachen, da mein Sohn ein mega Durchgangssyndrom hatte. Aber das war für mich schlimmer als für ihn, denn an die 2h in der Praxis beim aufwachen kann er sich gar nicht mehr erinnern :lol: :roll:
Sonst war es NULL schlimm für ihn, er hat am Abend der OP schon wieder Spaghetti Bolognese gegessen und am Tag danach Schnitzel mit Pommes (wie gewünscht).
Wir waren noch 1x zur Nachkontrolle und jetzt gehen wir dann im Juni wieder zum ZA.
Wir reden jetzt schon ewig davon, inzwischen kann der total entspannt drauf blicken, weil er weiß, es ist ja alles gut.
Auf zu dem Kontrolltermin nach der OP ist er problemlos gegangen, weil er wusste es wird nur geschaut.

Wir haben aber auch so eine super Praxis gefunden, da hat er nach Op sogar ein Kuscheltier bekommen,....
LG Anne mit Bild 06/05 und Bild 02/08
Kindergeschrei ist Zukunftsmusik !
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