Seerose hat geschrieben:
Oh, ich hab noch was, was mich total nervt. Und wo ich überhaupt nicht mehr weiß wie man so etwas umgeht.
Bioobst und -gemüse, daß zig Weichmacher beinhaltet obwohl es nicht in Plastik verkauft wird.
Also mein Frust ist, dieses Wiegen in falscher Sicherheit (= Gesundheit:)), wenn man Plaste in Bezug auf Obst und Gemüse vollkommen vermeidet. Der Biohandel erklärt die vielen Weichmacher durch Kontaminierung im Herstellungs- und Verpackungsverfahren. Das find ich ungeheuerlich!
Letztendlich spricht so etwas gewaltig GEGEN Bio. Aber da wird nicht viel und lange darüber diskutiert, denn man will die wohl immer noch boomende Branche wohl nicht schaden....

Ah genau so etwas meine ich mit "Krampf"! Das empfinde ich persönlich als Krampf, andauernd das Gefühl zu haben, mich noch nicht genug informiert zu haben. Auf noch viel mehr eigentlich achten zu müssen. Ja, mein schlechtes Gewissen, ab und an nervt es mich durchaus

Ich wusste das mit den Weichmachern bisher nicht. Ich denke aber, dass ich schon ganz gut informiert bin über Lebensmittel bzw. dass ich weiß, wo und worüber ich mich informiere.
So, und dann kommen solche Sachen - Weichmacher in Biogemüse. Fange ich jetzt an, dem nachzugehen? Finde ich bestimmt schnell was. Und ich dachte, ich tue uns und vor allem unserer Umwelt was Gutes, wenn ich losen Feldsalat im Bioladen (hier übrigens top knackig

) in Papiertüten abfülle und dafür ein Vielfaches des Preises für das halbwelke Plastikdöschen im Discounter zahle

Da wirds dann ärgerlich für mich.
Die Äpfel sind ein super Beispiel, finde ich, und entsprechen eigentlich auch den Kartoffeln. Bevor wir umgezogen sind, habe ich gerade Kartoffeln und Äpfel bei einem Bauern vor Ort bezogen. Zu Beginn des Frühjahres waren die Äpfel tatsächlich schrumpelig, ebenso wie die Kartoffeln, Letztere wiesen sogar, oh Schreck, auch Keime auf! Ich habs gekauft, weil nach dem Kochen (der Kartoffeln) absolut nichts davon zu merken war, im Gegenteil! Im Gegensatz zur Discounterware, die es gerade mal 100 Meter weiter zu kaufen gab, schmeckten diese Kartoffeln einfach nur kartoffelig lecker, nicht weiß und einfach nur geschmacklos wässrig.
Ja wie gesagt, was ist nötig, was nicht? Ich glaube, es geht mir nicht mal in erster Linie darum, möglichst schadstoffarm zu leben, um 150 Jahre alt zu werden. Dafür hab ich zu lange geraucht, esse gern Süßes, fahre Auto usw. Aber wir haben nur diese eine Welt. Ich glaube, mir ist es einfach wichtig, diese Welt, so weit es in meiner Macht liegt, für meine Kinder und deren Kinder und deren Kinder... lebenswert zu erhalten. Und dabei irgendwie den schmalen Grat entlangzuwandern, den ich empfinde zwischen dem "normalen" Leben mit Autofahren, Urlaubsreisen, Kosnum hochverarbeiteter Lebensmittel etc. auf der einen und einem nachhaltigen Lebensstil auf der anderen Seite. Irgendwie schaffe ich das Nachhaltige nicht komnpromisslos, leider.
Zum Thema gesund leben fiel mir gerade heute Morgen in der Dusche bei der Verwendung eines Duschschaumes aus der Druckflasche (habe ich geschenkt bekommen - was es alles gibt

) ein, was ich als kleines Kind so sehr geliebt habe. Ich schätze, ich war nicht älter als fünf Jahre, als meine Omi mir ihre leeren Haarsprayflaschen (Dreiwetter - wer erinnert sich an die Werbung aus den Achtzigern?!

) aufiob. Nichts schöner, als darauf zu drücken - und es zischte und duuuuftete...

Muss ich erwähnen, dass ich meine Tochter damit niemals spielen lassen würde?
Beim Abschicken sehe ich etliche neue Beiträge. Ich schicks trotzdem ab, weil mein Hund nun raus muss, die Wiese vor dem Kiga düngen (was ich mit ner Plastiktüte wegräumen werde - umweltmäßig doof, aber bürgermäßig schon ziemlich nett, wie ich finde *seufz*)