Verbraucherfrust

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Lösche Benutzer 1828

Re: Verbraucherfrust

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Und in nicht verpackten Bioobst?

Aber dann kauf ich doch lieber bio als konventionell - wenn die Weichmacher eh überall drin sind, brauch ich die Pestizide ja nicht noch obendrauf.
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Seerose
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von Seerose »

Sandküste hat geschrieben:Und in nicht verpackten Bioobst?
Deswegen ja Verbraucherfrust. Mein Posting bezog sich auf NICHT verpacktes Bioobst. Schrieb ich auch irgendwo.
Aber dann kauf ich doch lieber bio als konventionell - wenn die Weichmacher eh überall drin sind, brauch ich die Pestizide ja nicht noch obendrauf.
Blöd ist nur, daß es halt nicht immer so ist. Bei Tests kommen die Lidl Äpfel manchmal besser bei weg als die Basicäpfel... :roll:

Äpfel sind in Bezug auf Pestizide aber eh nicht so das große Problem.


Also nicht falsch verstehen. Ich will niemanden Bio madig machen. Aber gerade weil eben ne Biogurke heute (um 16h waren wir im Laden) 3,99 Euro kostet und eine von Aldi auch mal 29 Cent, dann erheb ich auch den Anspruch daß da für mich ein Unterschied in positiver Art rausspringt. Und nicht nur ein Öko-Wohlfühlgefühl... :roll: :lol:

(Natürlich hab ich heute keine Gurke gekauft, wie ich überhaupt selten Gurken kaufe, weil die fast nie günstig sind)
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Seerose
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von Seerose »

Für mich ist so was DAS Thema beim Verbraucherfrust. Dank Threadtitel kann ich das hier mal loswerden... :lol:
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Alexandra
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von Alexandra »

Seerose hat geschrieben: Oh, ich hab noch was, was mich total nervt. Und wo ich überhaupt nicht mehr weiß wie man so etwas umgeht.
Bioobst und -gemüse, daß zig Weichmacher beinhaltet obwohl es nicht in Plastik verkauft wird.
Also mein Frust ist, dieses Wiegen in falscher Sicherheit (= Gesundheit:)), wenn man Plaste in Bezug auf Obst und Gemüse vollkommen vermeidet. Der Biohandel erklärt die vielen Weichmacher durch Kontaminierung im Herstellungs- und Verpackungsverfahren. Das find ich ungeheuerlich!
Letztendlich spricht so etwas gewaltig GEGEN Bio. Aber da wird nicht viel und lange darüber diskutiert, denn man will die wohl immer noch boomende Branche wohl nicht schaden.... :twisted:
Ah genau so etwas meine ich mit "Krampf"! Das empfinde ich persönlich als Krampf, andauernd das Gefühl zu haben, mich noch nicht genug informiert zu haben. Auf noch viel mehr eigentlich achten zu müssen. Ja, mein schlechtes Gewissen, ab und an nervt es mich durchaus :oops: Ich wusste das mit den Weichmachern bisher nicht. Ich denke aber, dass ich schon ganz gut informiert bin über Lebensmittel bzw. dass ich weiß, wo und worüber ich mich informiere.

So, und dann kommen solche Sachen - Weichmacher in Biogemüse. Fange ich jetzt an, dem nachzugehen? Finde ich bestimmt schnell was. Und ich dachte, ich tue uns und vor allem unserer Umwelt was Gutes, wenn ich losen Feldsalat im Bioladen (hier übrigens top knackig :wink: ) in Papiertüten abfülle und dafür ein Vielfaches des Preises für das halbwelke Plastikdöschen im Discounter zahle :? :( Da wirds dann ärgerlich für mich.

Die Äpfel sind ein super Beispiel, finde ich, und entsprechen eigentlich auch den Kartoffeln. Bevor wir umgezogen sind, habe ich gerade Kartoffeln und Äpfel bei einem Bauern vor Ort bezogen. Zu Beginn des Frühjahres waren die Äpfel tatsächlich schrumpelig, ebenso wie die Kartoffeln, Letztere wiesen sogar, oh Schreck, auch Keime auf! Ich habs gekauft, weil nach dem Kochen (der Kartoffeln) absolut nichts davon zu merken war, im Gegenteil! Im Gegensatz zur Discounterware, die es gerade mal 100 Meter weiter zu kaufen gab, schmeckten diese Kartoffeln einfach nur kartoffelig lecker, nicht weiß und einfach nur geschmacklos wässrig.

Ja wie gesagt, was ist nötig, was nicht? Ich glaube, es geht mir nicht mal in erster Linie darum, möglichst schadstoffarm zu leben, um 150 Jahre alt zu werden. Dafür hab ich zu lange geraucht, esse gern Süßes, fahre Auto usw. Aber wir haben nur diese eine Welt. Ich glaube, mir ist es einfach wichtig, diese Welt, so weit es in meiner Macht liegt, für meine Kinder und deren Kinder und deren Kinder... lebenswert zu erhalten. Und dabei irgendwie den schmalen Grat entlangzuwandern, den ich empfinde zwischen dem "normalen" Leben mit Autofahren, Urlaubsreisen, Kosnum hochverarbeiteter Lebensmittel etc. auf der einen und einem nachhaltigen Lebensstil auf der anderen Seite. Irgendwie schaffe ich das Nachhaltige nicht komnpromisslos, leider.

Zum Thema gesund leben fiel mir gerade heute Morgen in der Dusche bei der Verwendung eines Duschschaumes aus der Druckflasche (habe ich geschenkt bekommen - was es alles gibt :shock: ) ein, was ich als kleines Kind so sehr geliebt habe. Ich schätze, ich war nicht älter als fünf Jahre, als meine Omi mir ihre leeren Haarsprayflaschen (Dreiwetter - wer erinnert sich an die Werbung aus den Achtzigern?! :lol: ) aufiob. Nichts schöner, als darauf zu drücken - und es zischte und duuuuftete... :lol: Muss ich erwähnen, dass ich meine Tochter damit niemals spielen lassen würde? :lol:

Beim Abschicken sehe ich etliche neue Beiträge. Ich schicks trotzdem ab, weil mein Hund nun raus muss, die Wiese vor dem Kiga düngen (was ich mit ner Plastiktüte wegräumen werde - umweltmäßig doof, aber bürgermäßig schon ziemlich nett, wie ich finde *seufz*)
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chennai
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von chennai »

Naja, bei Äpfeln, Kartoffeln und Karotten ist mir die Schadstoffüberlegung sogar fast Nebenschauplatz bei der Entscheidung Bio oder konventionell. Ich finde, die schmecken einfach Bio 1000 mal besser, weil's da einfach viel leckerere Sorten gibt.

Aber generell kann ich das mit dem 'Krampf' total nachvollziehen, Alex. Mir ging's neulich so bei der Erkenntnis, dass die Schadstoffe aus Papiertüten / Kartonverpackungen auch nicht ohne sind. Ja was denn dann?
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)


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Alexandra
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von Alexandra »

Das Bananenfoto muss ich nun doch noch kommentieren. Ich finde es auch absolut nervig, dass gerade Bioware so dermaßen oft in Unmengen von Plastik gehüllt angeboten wird, wenn man es im Supermarkt kauft!

Das mit dem Preis - :shock:

Die Frage was kaufen würde sich bei mir im Falle der Bananen nicht stellen, mir wird speiübel von konventionellen Bananen. Das auch schon seit sehr vielen Jahren, lang bevor Bio überhaupt in Mode kam, ich kann Bananen (und grüne Salatgurken) überhaupt erst wieder essen, seit es Bio gibt.

Aber dieses Beispiel ist echt sehr, sehr strange...

So, nun der Hund. Hund müsste man sein! Dann würde die gut gefüllte Mülltonne Glücksgefühle auslösen :mrgreen:
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von Alexandra »

chennai hat geschrieben:
Aber generell kann ich das mit dem 'Krampf' total nachvollziehen, Alex. Mir ging's neulich so bei der Erkenntnis, dass die Schadstoffe aus Papiertüten / Kartonverpackungen auch nicht ohne sind. Ja was denn dann?
Och nööö, das wollte ich jetzt echt nicht wissen *hoil*!

Genau. Was denn nun?

Doof das alles.

Neugierige Frage: wie machst du es mit den Verpackungen?
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Seerose
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von Seerose »

Alexandra hat geschrieben: Ah genau so etwas meine ich mit "Krampf"! Das empfinde ich persönlich als Krampf, andauernd das Gefühl zu haben, mich noch nicht genug informiert zu haben. Auf noch viel mehr eigentlich achten zu müssen. Ja, mein schlechtes Gewissen, ab und an nervt es mich durchaus :oops:
Bei mir bewirkt das genau das Gegenteil. :wink:

Ich habe seitdem das vor einigen Monaten ganz großes Thema in der Ökobranche war, ein noch viel weniger schlechtes Gewissen als vorher und kann noch beruhigter konventionelles Zeug essen wo auch immer ich bin.

Ich kaufe zu Hause für meine Tochter nur Bio, aber mich stört es in keinster Weise wo auch immer ich bin konventionell zu essen. Jetzt mit noch viel größerem Vergnügen.. Ich war zwar schon lange nicht mehr Sushi essen, aber wenn ich da an die Schadstoffe denke. So was dürfte ich nie im Leben essen, wenn ich da irgendwie verkrampft wäre.
Und ich dachte, ich tue uns und vor allem unserer Umwelt was Gutes, wenn ich losen Feldsalat im Bioladen (hier übrigens top knackig :wink: ) in Papiertüten abfülle und dafür ein Vielfaches des Preises für das halbwelke Plastikdöschen im Discounter zahle :?
Da würde ICH sagen, ganz gewiss tust Du etwas Gutes. Dir garantiert, denn die in Plastik gelagerten Salate sind total verkeimt. Bei jedem Test kommt das raus. :wink:

Ich informiere mich schon lange nicht mehr über Bio, denn ich bin ja überzeugt was ich tue. Anders ginge es nicht.

Aber ich verschließe auch nicht die Augen, wenn die Medien so was aufbringen. Ach, letztendlich weiß man ja sowieso nicht, was nun stimmt und wer der Initiator ist und nur der Branche schaden möchte.
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Ja, das kann ich gut unterschreiben.
Ich werd auch nicht 150, bin vermutlich wie alle meiner Generation total Asbest-verseucht, wer weiß? :roll:
Muss ich erwähnen, dass ich meine Tochter damit niemals spielen lassen würde? :lol:
Ich nehm dann immer das Beispiel wie ich früher mit 7 oder so im Bad mit dem Quecksilber des runtergefallenen Fieberthermometer spielte. Das würd ich meiner Tochter auch nicht zum Spielen geben. :wink:
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von Seerose »

chennai hat geschrieben: Aber generell kann ich das mit dem 'Krampf' total nachvollziehen, Alex. Mir ging's neulich so bei der Erkenntnis, dass die Schadstoffe aus Papiertüten / Kartonverpackungen auch nicht ohne sind. Ja was denn dann?
Wen's interessiert, dazu gab's ganz viele Infos in einem der Plastikthreads hier. Nur da die so viele Seiten haben, müßte man das mit der Suchfunktion aufspüren.

Wie gesagt, seit ich über so viele Nebenkriegsschauplätze gelesen habe, bin ich viel unverkrampfter.
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Re: Verbraucherfrust

Beitrag von chennai »

Mir ist Papier / Karton trotzdem lieber, allein schon wegen der Entsorgung. Aber bei Nudeln oder Müsli in diesen Knisterplastiktüten lass ich die Lebensmittel in der Tüte und stell das dann so in meine Plastikvorratspackungen als Schutz vor Motten. Überhaupt nicht ideal, aber ich hab nicht genug Platz für runde Glasbehälter in meinen Schränken...

Weiß eigentlich jemand wie das mit diesen kompostierbaren 'Plastik'tüten ist? Die gibt's in unserem Biosupermarkt nämlich für Obst und Gemüse... Also erstens ob Schadstoffe auf die Lebensmittel übergehen und zweitens wie die Biobilanz bezüglich Herstellung und Entsorgung ist im Vergleich zu herkömmlicher Plastiktüte und Papiertüte.

Seh gerade die vorschau, ja, Seerose, im Plastikthread hatte ich es wohl gelesen, aber so genau dann auch nciht mehr verfolgt.
Lieben Gruß,
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