Hallo,
sorry fürs längere Nichtschreiben, uns hat die Infektwelle erwischt. Das Baby hat den allerersten Husten.
Also danke für die ganzen Ratschläge, Einschätzungen usw.
Erstmal:
Ich bin selbst Ärztin, allerdings erst ein Jahr im Beruf gewesen, bevor ich in Elternzeit gewesen bin und auch keine Kinderärztin.
Trotzdem Zölliakie halte ich auch für ausgeschlossen. Allein, weil sie ihr erstes Gluten vor ca. 3 Wochen bekam.
Bzgl. LI bin ich jetzt mal etwas weniger euphorisch, aus den folgenden Gründen:
Ich selbst hatte eine ganz ähnliche Kindheit, mit Verstopfung und Bauchweh seit ich denken kann, auch als Baby (war aber kein Stillkind).
Ständig wurde Nahrung umgestellt, auf HA (aber mit Laktose). Gebracht hat es nichts.
Gegen die Verstopfung bekam ich Milchzucker und es wurde nur schlimmer, statt besser.
Irgendwann mit 10 schwankte es um und ich begann Durchfall von Milchprodukten zu bekommen. Mit 19 erst wurde ein Belastungstest gemacht (Blutzuckermesstest ist da besser als H2 Atemtest) und ich war "schwer laktoseintolerant".
Das sieht man ja an den Werten (Blutzucker fiel sogar konstant) recht gut erkennen.
Es ist inzwischen durchaus Lehrmeinung, dass man auch (wie bei Zöliakie eben auch) verstopft sein kann, wenn natürlich in den allermeisten Fällen die gegenteiligen Symptome auftreten.
Ich halte es aber eher für wahrscheinlich, dass meine Kleine ein Grundproblem hat und dadurch sekundär momentan nichts (auch keine Laktose) verträgt.
Auf Kuhmilcheiweiß wurde sie bereits getestet und es war negativ.
es ist auch definitiv zu beobachten, dass sie mit laktosefreier Milch und dem Abendbrei sehr viel besser und ruhiger schläft. Stillt sie nachts das erste Mal, weint sie danach und bläht auf.
Meine Konsequenz hatte ich ja bereits angekündigt: Ich bemühe mich mein sowieso fast 8 Monate altes Baby schneller an Beikost zu gewöhnen, als ich es wollte, reduziere also das Stillen, aber von meinem Plan sie wenn sie im Mai 1 Jahr wird immernoch nachts und früh morgens vor der Arbeit zu stillen, bis sie vermutlich in den KiGa geht, wenns uns weiterhin so gut gefällt, weiche ich dann ja garnicht ab.
Ich schaue also einfach, dass ich ein bisschen schneller die Laktose reduziere, als ich es wollte.
Denn voll stillen scheint auch einfach garnicht mehr zu reichen, um die Verdauung anzukurbeln.
Vielleicht tun ihr ein paar Faserstoffe ganz gut.
Wir arbeiten außerdem längst mit einer Kinderklinik zusammen. Dort mit zwei Fachärzten.
Auch diese gingen jedoch von einer Laktoseintoleranz aus, zumindest vorübergehend.
Ich habe ein wenig Druck gemacht und nun einen Termin am 20.02. bekommen, um zu besprechen, wie es weitergeht und was man noch testen sollte.
Ich werde morgen erstmal kämpfen müssen, dass ich wesentlich schneller einen Termin bekomme.
Denn das is mir natürlich zu lang.
Begründung war: "Chef hat gesagt, er will nen langen Termin mit Ihnen, um besprechen zu können, wies weitergeht und das will er mit vielen anderen auch. Deswegen gehts erst wieder Ende Feb." Als ich meinte, dass das ungünstig ist, wg Einläufen usw hieß es "wieso Einläufe?"
Wirklich bestens informiert.
Naja...morgen beim Impfen soll ich ihn fragen, ob er denn denkt, dass das zu lang is und wenn ja bekomm ich früher einen Termin. Schon komisch.
Die Gewichtsdaten meiner Tochter (ich packe auch mal die Länge hinzu, denn auch diese hat finde ich nachgelassen):
Geburt: 17.05.2014: 3540 g, 51 cm, 36 cm
18.05.2014: 3320 g
20.05.2015: 3320 g (Entlassung)
23.05.2014: 3390 g
27.05.2014: 3600 g
30.05.2014: 3690 g
03.06.2014: 3800 g
11.06.2014: 4000 g
17.06.2014: 4100 g
11.07.2014: verspätete U3 (Stau beim KiA): 4520 g, 59 cm, KU 39 cm
02.09.2014: U4: 5140 g, 65 cm, KU 41 cm
13.11.2014: U5: 5960 g, 68 cm, KU 42,5 cm
17.12.2014: Kinderklinik: 6200 g, 69 cm, KU: 43 cm
Es mag sein, dass eine langsameres Längenwachstum normal ist nun, aber von sehr groß (Papa ist auch schmal und 1,90 m groß, ich bin ein Zwerg, aber auch (langsam

) wieder schmal) ist sie inzwischen schon leicht unterhalb der Norm. Ich finde also eine leichte Gedeihstörung liegt schon vor. Aber bisher keine gravierende Sache.
Bauchweh hat sie von Anfang an, erst hieß es 3 Monats Koliken, später Zähne...ich weiß nicht ob es je weg war.
Liebe Grüße und schönen Abend!
die Kleine Maus