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Re: Ständiges Loslassen
Verfasst: 17.12.2014, 13:29
von MoinMoin
Er schreit jetzt so sehr, dass er die Brust noch nicht einmal mehr wieder nimmt, nachdem er sie losgelassen hat. Ich lasse ihn dann schreien, er liegt ja in Körperkontakt zu mir. Ich weiß mir nicht anders zu helfen, keine Ahnung was ich machen soll. Auch hochnehmen hilft nicht. Wenn er dann eine Minute gebrüllt hat, biete ich ihm die Brust wieder an und dann nimmt er sie auch wieder und trinkt dann auch mehrere Minuten lang.
Wir lassen den Schnuller jetzt weg und geben ihm nur noch den kleinen Finger. Ist das ok?
Ich habe jetzt noch mit einer anderen Stillberaterin telefoniert von AFS. Die wusste auch gar keinen Rat.
Wie viel kostet es denn, sich von einer IBCLC beraten zu lassen? Die Kasse wird das ja vermutlich nicht tragen...
Hallo Mondwolfin,
und als ihr dann Stillhütchen und Flasche weggelassen habt, ist es von alleine weggegangen? Wie lange hat das gedauert?
Danke.

Re: Ständiges Loslassen
Verfasst: 17.12.2014, 16:28
von hummel2
ganz blöder Tipp, Du bist bestimmt schon drauf gekommen, aber manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht: Meiner macht das manchmal, wenn er zwischendrin aufstoßen muss. Er hat dann Hunger und will natürlich weitertrinken, aber es geht natürlich dann nicht so richtig. Dann kurz Bäuerchen machen lassen, dann geht's wieder.
Alles Gute!
Re: Ständiges Loslassen
Verfasst: 17.12.2014, 19:18
von MoinMoin
Hallo.
Am Freitag kommt eine IBCLC Stillberaterin zu uns nach Hause. Das ist sogar kostenlos, weil sie Kinderkrankenschwester ist und das über die "Frühen Hilfen" abrechnen kann. Das ist natürlich toll.
Die Situation ist ansonsten gleichbleibend schlecht. Mittlerweile bin ich einfach nur noch traurig deswegen. Ich bin sehr froh, dass mein Mann zu Hause ist. Ich mag meinen Sohn heute gar nicht angucken.
@hummel2 Das ist nett, aber ja, am Aufstoßen liegt es nicht...
Viele Grüße
Re: Ständiges Loslassen
Verfasst: 17.12.2014, 19:34
von Mondenkind
Gut, dass Du Hilfe zuhause bekommst.
MoinMoin hat geschrieben:Ich mag meinen Sohn heute gar nicht angucken.
Das ist ein hoher Preis. In meinen Augen ZU hoch, aber entscheiden musst du das. Dein Sohn macht es nicht aus böser Absicht,
er kann nicht anders. Entweder weil seine Anatomie es nicht möglich macht, dass er anders trinkt, oder, was ich für wahrscheinlicher halte, (weil er zwischendurch auch normal trinkt), weil er saugverwirrt ist und die Technik einfach noch nicht (wieder) raushat (diese Kinder trinken zB nachts oder im Halbschlaf klassischerweise besser als im Wachzustand).
Ich finde es gut, dass nochmal vor Ort jemand guckt.
MoinMoin hat geschrieben:Wir lassen den Schnuller jetzt weg und geben ihm nur noch den kleinen Finger. Ist das ok?
Das ist ok, ja.
MoinMoin hat geschrieben: Also, Stillhütchen möchte ich auf keinen Fall benutzen. Ich bin ja total froh, dass es ohne geht.
Naja, so richtig gut geht es ja nicht. Es wäre zumindest einen VErsuch wert, ob er damit besser trinkt, hast du es schon mal ausprobiert?
Ganz wichtig bei Relaktationen ist immer: Baby genießen nicht vergessen. Genau das ist bei Euch passiert. Du liest Dich sehr verbissen und unglücklich, das tut mir sehr leid. ((((MOinMoin2)))) Es wäre wirklich wichtig, dass Ihr Euch wieder findet. Was würde Dich denn entlasten bis zu dem Besuch am Freitag? Wenn Ihr die Flasche gebt bis dahin? Mal Hütchen probiert? Wenn er es damit nicht besser kann, könnt Ihr sie ja wieder weglassen.
Ganz ehrlich: so wie es sich im Moment liest bei Euch, kann es nicht klappen. Stress ist absolut nicht hilfreich in schwierigen Situationen, so gut ich Deine Anspannung auch verstehen kann. Aber
der Druck muss raus. Was könnte Dir da helfen, was meinst Du?
Re: AW: Ständiges Loslassen
Verfasst: 17.12.2014, 20:07
von feniliro
Liebe Moinmoin,
fühl dich erstmal gedrückt. ((()))
Das klingt sehr anstrengend bei euch. Versuche dir aber nach Möglichkeit trotzdem immer wieder zu sagen, dass weder Du noch dein Baby etwas für die aktuelle Situation können. Auch dein Sohn ist verzweifelt und kann es aktuell einfach nicht besser.
Gab es beim früheren Flasche geben nie ein Problem mit Loslassen und Schreien (sorry falls ich das überlesen habe)?
Mein erster Gedanke war beim Lesen nämlich eine Refluxproblemarik. Könnte auch so etwas in Frage kommen?
Lg
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Re: AW: Ständiges Loslassen
Verfasst: 17.12.2014, 20:24
von aramis
Das hört sich wirklich nicht schön an bei euch.
ich würde dir auch unbedingt zu einem Osteopathen oder craniosacral Therapeuten raten!
Zum Thema windel: babys wollen doch nur eines: dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden. nehmen wir an, dein sohn hat das bedürfnis, nicht in die Windel zu machen, weil er es nicht mag, wenn sie nass ist.
Du kannst auch folgendes versuchen: leg deinen Sohn auf die Wickelunterlage und gib die Windel herunter. Die meisten Babys pieseln ohnehin wenn man die Windel herunter gibt. wenn er dann pinkelt versuche ihnen anzulegen. Wenn er dann trinkt dann hast du des pudels Kern gefunden.
ich drück dir die Daumen dass es bei euch bald besser wird!!
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Re: Ständiges Loslassen
Verfasst: 18.12.2014, 12:53
von Mondwolfin
Hallo MoinMoin,
Das wichtigste ist, denke ich, zur Zeit, dass du dein süßes Baby genießen kannst.
Bei mir wurde erst alles besonders viel besser, als ich erkannt hatte, dass da ja ein gesunder junger Sohn vor mir liegt mit zwei Händen, zwei Füßen usw. Das hat bei mir diese Anspannung genommen. ( bei mir war aber auch noch das Flasche geben und eigentlich dies nicht wollen auch ein Anspannungsgrund)
Dein Baby möchte mit dir gerne kommunizieren und außer schreien, geht ja nocht nicht so viel. Und du versuchst ja jetzt schon die Lösung zu finden. Und viel hast du schon ausprobiert und bist ja immer noch am ausprobieren und für das Baby da zu sein bzw es auch mal dem Papa zu geben und deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Mehr kann man manchmal nicht machen.
Zu deiner Frage wie lange es dann gebraucht hat um besser zu werden, kann ich leider gar keine genaue Angabe machen. Lass es 2, vlt 3 oder 4 Wochen gewesen sein. Das ist ja so ein Prozess.
Gern würde ich dir deine Anspannung nehmen und sie einfach ganz weit wegwerfen.
Nimm dein Baby mal ganz lieb in den Arm und wisse, dass ihr gemeinsam schon so viel geschafft habt.
Ach, wenn ich doch nur die richtigen Worte für dich hätte. ..
Re: Ständiges Loslassen
Verfasst: 21.12.2014, 10:34
von MoinMoin
Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten. Auch und gerade die emotionale Unterstützung tut mir gut.

Am Freitag war die IBCLC da. Sie war toll, sehr kompetent. Sie sagt, es kommt so viel Milch, dass mein Sohn einfach nicht hinterher kommt.
Sie hat zwei Stillpositionen gezeigt, einmal dass er auf meinem Bauch liegt und einmal dass ich ihn in der Wiege so hoch Polster, dass er auch von oben trinkt.
Und so haben wir tatsächlich ganz entspannte Mahlzeiten erlebt ohne Fuchteln Schreien Loslassen und sogar mit Einschlafen.
Leider klappt das nicht immer trotz der Stillpositionen. Die auf DEK Bauch finde ich auch sehr schwierig, weil ich seinen Kopf halten muss, dass kann er ja noch nicht selbst.
Sie sagte auch ich soll darauf achten ihn generell noch näher an mich dran zu legen. Ich dachte das ist gut so...
Und wir sollen aaaah machen mit ihm üben und den Schnuller weglassen. Sie hat mir auch gezeigt wie ich die Brüste ausstreichen soll. Für mich mit der Erkenntnis, dass ich das in den ersten Wochen nicht richtig gemacht habe.
Ich versuche entspannter an die Situation zu gehen. Bei einer guten Mahlzeit bin ich ganz euphorisch, bei einer schlechten niedergeschlagen. Aber es geht.
Sie sagte auch mit 12 Wochen wird er von sich aus besser trinken können und von meinen Brüsten her wird es auch besser sein.
Ich hoffe sehr dass das dann auch so wird...
Viele Grüße!
Re: Ständiges Loslassen
Verfasst: 21.12.2014, 10:47
von Mondenkind
Schön, dass ihr Hilfe bekommen habt.
Re: Ständiges Loslassen
Verfasst: 21.12.2014, 19:16
von Mondwolfin
Das hört sich ja doch ziemlich gut an. Vor Ort ist doch ein guter Vorteil, besonders wenn es eine gute Beraterin war.
Da freu ich mich für dich. Die niederschlagenden Stillmahlzeiten werden nun hoffentlich schnell weniger.
