Loslassen
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Re: AW: Loslassen
Ich finde auch dass ein ein- oder zweijähriges Kind einfach schon besser zeigen - oder sogar erzählen kann, wie es ihm geht. Insofern hätte ich bei ganz kleinen auch kein gutes Gefühl in der Krippe.
Ich fand es schon gewöhnungsbedürftig, dass ich sie beim Papa lassen musste. Was aber vom Vertrauen her kein Problem war.
☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
Ich fand es schon gewöhnungsbedürftig, dass ich sie beim Papa lassen musste. Was aber vom Vertrauen her kein Problem war.
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Klein-FuFu Dez. 2012
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nachtfalter
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Re: Loslassen
Hallo Herzenssache, also, ich schreib mal meine Meinung dazu bzgl. Gleichberechtigung der Eltern bzgl des babys. Hab viel gelesen über die Entwicklung und Wahrnehmung von Säuglingen im ersten Lebensjahr.
Natürlich ist auch der Papa fürs Kind wichtig! Nur ist es so, dass ein Baby sich bis übers erste Lj nicht als eigenständige Person war nimmt. Das Baby glaubt es ist eine Einheit mit seiner Hauptbezugsperson, welche meist die Mutter ist.
Es hat sozusagen ein Körper ich, welches wahrnimmt hunger, bauchweh etc. Das ganze Persönliche ist allerdings abhängig von seiner bezugsperson. Nur mit ihr erlebt es sich als menschliches Wesen. Das nennt man die Mutter Kind Dyade. Das seelische ich sozusagen.
Es entsteht eine starke Bindung, welche dann im 2 lj losgelöst wird. D.h. es erkennt es ist ein eigener Mensch. Loslösung ist ein Prozess, geht über den Ersten Willen und Wiederstand und endet dann mit 1,5 bis 2 jahre in der wohl allbekannten Trotzphase. Dafür brauchts dann die 2. Bezugsperson, den Papa. das wird dann eine Triade. Erst ca mit 1,5 Jahren nimmt sich ein Kind als eigenständiger Mensch war.
Deswegen glaub ich das zu Beginn Gleichberechtigung nicht funktionieren kann. Es geht nur über eine Hauptbezugsperson.
sollte dich das Interessieren, Genauere infos wenn du "vom urvertrauen zum selbstvertrauen" rüdiger Posth googelst. Hat alles eine wissenschaftlichen Hintergrund. Leider ist diese Bindungstheorie eher unbekannt...
Bei uns war ich selbst das erste Mal für eine h weg mit zehn Monaten. Und das wiederkommen war kritisch, er hat fast geweint, als er gemekt hat, dass ich weg war. Seit er ein Jahr alt ist, kann er mit Papa weg und es ist ok, er vermisst mich nicht. Haben es aber nicht länger als 2h getestet, weil ich ihn dannn vermisse
Falls zu unverständlich probier ichs gern nochmal zu erklären
Natürlich ist auch der Papa fürs Kind wichtig! Nur ist es so, dass ein Baby sich bis übers erste Lj nicht als eigenständige Person war nimmt. Das Baby glaubt es ist eine Einheit mit seiner Hauptbezugsperson, welche meist die Mutter ist.
Es hat sozusagen ein Körper ich, welches wahrnimmt hunger, bauchweh etc. Das ganze Persönliche ist allerdings abhängig von seiner bezugsperson. Nur mit ihr erlebt es sich als menschliches Wesen. Das nennt man die Mutter Kind Dyade. Das seelische ich sozusagen.
Es entsteht eine starke Bindung, welche dann im 2 lj losgelöst wird. D.h. es erkennt es ist ein eigener Mensch. Loslösung ist ein Prozess, geht über den Ersten Willen und Wiederstand und endet dann mit 1,5 bis 2 jahre in der wohl allbekannten Trotzphase. Dafür brauchts dann die 2. Bezugsperson, den Papa. das wird dann eine Triade. Erst ca mit 1,5 Jahren nimmt sich ein Kind als eigenständiger Mensch war.
Deswegen glaub ich das zu Beginn Gleichberechtigung nicht funktionieren kann. Es geht nur über eine Hauptbezugsperson.
sollte dich das Interessieren, Genauere infos wenn du "vom urvertrauen zum selbstvertrauen" rüdiger Posth googelst. Hat alles eine wissenschaftlichen Hintergrund. Leider ist diese Bindungstheorie eher unbekannt...
Bei uns war ich selbst das erste Mal für eine h weg mit zehn Monaten. Und das wiederkommen war kritisch, er hat fast geweint, als er gemekt hat, dass ich weg war. Seit er ein Jahr alt ist, kann er mit Papa weg und es ist ok, er vermisst mich nicht. Haben es aber nicht länger als 2h getestet, weil ich ihn dannn vermisse
Falls zu unverständlich probier ichs gern nochmal zu erklären
1 Bub 09/2013
1 Bub und 1 Mädchen 05/2016
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- julia1982
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Re: Loslassen
Die Theorie klingt interessant nachtfalter! Hab gerade noch mal ein bisschen gegoogelt und gelesen... Traf bei uns trotz Stillen genau gar nicht zu
Papa hatte allerdings auch 4 Monate EZ plus Urlaub im 1.LJ. Nach ca 3 Monaten waren ein paar Stunden beim Papa kein Problem, Milch gabs abgepumpte aus dem softcup, in den Schlaf wurde getragen oder mit der Federwiege geschuckelt. Ohne Tränen. Papa ist eine völlig gleichberechtigte Bezugsperson. Bis heute. War meinem Mann und mir auch total wichtig. Keiner von uns mag länger als ein paar Stunden von Carlos weg sein
mein Kind macht nicht den Anschein, als hätte es ihm geschadet.
Zeigt alle Anzeichen einer sicheren Bindung und ist überhaupt ein sehr zufriedenes, in sich ruhendes Kind. Für mich ist eine Theorie halt auch nur eine Theorie. Jedes Kind ist anders:)
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Julia mit kleiner Raupe (03/13) und Herzenskind (03/16)
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Kattirina
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Re: Loslassen
Also ich finde in dem Alter kann von "Loslassen" keine Rede sein. "Loslassen" bedeutet für mich, das Kind zu lassen, wenn es möchte. Es nicht festzuhalten, und ihm die Freiheit zu geben, die es sucht (also in ganz geringem Umfang frühestens wenn es anfängt zu krabbeln). Dein Baby braucht sicherlich überhaupt keine Zeit ohne Dich, auch nicht exklusiv mit dem Papa, wenn ihm das nicht gefällt. Wenn Du das brauchst, aus welchen Gründen auch immer, und es gar nicht anders geht, dann muss das Baby eben damit klarkommen - und Du auch, oder Ihr findet doch einen Weg zusammen. Das würde ich dann aber als "nötige Trennung" bezeichnen, und nicht als loslassen.
Ich kenne diese (sicher gut gemeinten) Empfehlungen sehr gut, "Du musst auch loslassen können" bis hin zu "Du musst doch auch mal wieder ins Kino/unter Leute gehen." Loslassen kann ich gut, wenn mein Kind von mir wegstrebt - aber das war mit 6 Monaten sicherlich nie der Fall. Ins Kino muss ich wirklich nicht, das werde ich wieder machen, wenn dem Kind meine Anwesenheit im Vergleich zur Anwesenheit anderer Personen egal ist. Ich persönlich habe, bis auf hier und da mal 2-3 Stunden (wenn das Kind super betreut ist), überhaupt keine Lust vom Kind wegzugehen. Ich mache es, wenn ich es wichtig finde (z.B. Elternabend im KiGa, Abschiedsparty einer engen Freundin etc.), aber auch dann möchte ich da nicht lange bleiben, sondern freue mich, wieder nach Hause zu kommen. Und das, obwohl mein Einschlaf-Stillkind inzwischen auch bei andern einschlafen kann. Bestimmt gibt es Leute, die der Meinung sind, dass ich deswegen auch Hilfe bräuchte. Ich bin aber der Meinung, dass ich sehr glücklich bin, mit meinem Kind so viel Zeit wie möglich zu verbringen
. Habe nach einem Jahr Elternzeit auf 3 verlängert, das war die beste Entscheidung meines Lebens. Der Trennungs-Ernst des Lebens kommt schon früh genug...
Ich kenne diese (sicher gut gemeinten) Empfehlungen sehr gut, "Du musst auch loslassen können" bis hin zu "Du musst doch auch mal wieder ins Kino/unter Leute gehen." Loslassen kann ich gut, wenn mein Kind von mir wegstrebt - aber das war mit 6 Monaten sicherlich nie der Fall. Ins Kino muss ich wirklich nicht, das werde ich wieder machen, wenn dem Kind meine Anwesenheit im Vergleich zur Anwesenheit anderer Personen egal ist. Ich persönlich habe, bis auf hier und da mal 2-3 Stunden (wenn das Kind super betreut ist), überhaupt keine Lust vom Kind wegzugehen. Ich mache es, wenn ich es wichtig finde (z.B. Elternabend im KiGa, Abschiedsparty einer engen Freundin etc.), aber auch dann möchte ich da nicht lange bleiben, sondern freue mich, wieder nach Hause zu kommen. Und das, obwohl mein Einschlaf-Stillkind inzwischen auch bei andern einschlafen kann. Bestimmt gibt es Leute, die der Meinung sind, dass ich deswegen auch Hilfe bräuchte. Ich bin aber der Meinung, dass ich sehr glücklich bin, mit meinem Kind so viel Zeit wie möglich zu verbringen
Kattirina mit Sommersohn 2011
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warmbäuchlein
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Loslassen
Ich habe jetzt ehrlich nicht alles gelesen.
Ich sage Dir nur, wie es bei mir war:
Mein Sohn ist eine kleine Klette, die gerne dauerstillt. Ich habe mit einem Jahr voll zu arbeiten begonnen.
Und ich hatte da auch manchmal meine Gedanken. Im Endeffekt, habe ich es dann aber so gemacht, dass ich bis zum letzten, es einfach so gemacht habe, wie es für uns beide gepasst hat. Bis zum letzten Tag gestillt soviel wir wollten, geschnuckelt, geschmust etc.
Fremdbetreuung habe ich kurz ausprobiert, aber da fühlte ich mich nicht wohl. Nach nur 30min habe ich mich nicht gut gefühlt und das wieder sein gelassen.
Ich habe das Glück, dass mein Mann nun in Elternzeit ist. Wir haben einfach 2 Wochen miteinander verbracht und das war's. Ich bin arbeiten gegangen und es war kein Drama. Ich habe natürlich schon einige Tage vorher meinem Sohn das erklärt. Und dann habe ich mich am Tag x von ihm verabschiedet und es ging soooo problemlos.
Es gibt seit ich arbeite keine Tränen beim Abschied.
Am abend komme ich nach Hause und wir stillen ganz viel. Natürlich auch Einschlaf- und Nachtstillen
Ich habe mit Kind gelernt, dass ich die Dinge erst angehe, wenn sie wirklich anstehen. Nicht 3 Monate vorher planen, wo sich mein Kind teilweise in einer Woche oder über Nacht so verändert. Erst, wenn es dann so weit ist, einen Weg überlegen und fertig.
Ich würde mir an Deiner Stelle nur überlegen, ob Du gerne mit 9 Monaten anfangen möchtest, oder nicht.
Dein Kind wird sich darauf einstellen, wenn Du es wirklich willst.
... und bitte nicht Wochen/Monate vorher das Kind mit irgendwas quälen, was noch gar nicht aktuell ist!
Ich sage Dir nur, wie es bei mir war:
Mein Sohn ist eine kleine Klette, die gerne dauerstillt. Ich habe mit einem Jahr voll zu arbeiten begonnen.
Und ich hatte da auch manchmal meine Gedanken. Im Endeffekt, habe ich es dann aber so gemacht, dass ich bis zum letzten, es einfach so gemacht habe, wie es für uns beide gepasst hat. Bis zum letzten Tag gestillt soviel wir wollten, geschnuckelt, geschmust etc.
Fremdbetreuung habe ich kurz ausprobiert, aber da fühlte ich mich nicht wohl. Nach nur 30min habe ich mich nicht gut gefühlt und das wieder sein gelassen.
Ich habe das Glück, dass mein Mann nun in Elternzeit ist. Wir haben einfach 2 Wochen miteinander verbracht und das war's. Ich bin arbeiten gegangen und es war kein Drama. Ich habe natürlich schon einige Tage vorher meinem Sohn das erklärt. Und dann habe ich mich am Tag x von ihm verabschiedet und es ging soooo problemlos.
Am abend komme ich nach Hause und wir stillen ganz viel. Natürlich auch Einschlaf- und Nachtstillen
Ich habe mit Kind gelernt, dass ich die Dinge erst angehe, wenn sie wirklich anstehen. Nicht 3 Monate vorher planen, wo sich mein Kind teilweise in einer Woche oder über Nacht so verändert. Erst, wenn es dann so weit ist, einen Weg überlegen und fertig.
Ich würde mir an Deiner Stelle nur überlegen, ob Du gerne mit 9 Monaten anfangen möchtest, oder nicht.
Dein Kind wird sich darauf einstellen, wenn Du es wirklich willst.
... und bitte nicht Wochen/Monate vorher das Kind mit irgendwas quälen, was noch gar nicht aktuell ist!
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Freya
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Re: Loslassen
Das klingt ja echt gut Warmbäuchlein. Wie lange arbeitest Du nun schon wieder?
Mit Mannikie (Mai 2014)
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warmbäuchlein
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Re: Loslassen
7 Wochen. Es klappt alles wunderbar bisher 
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Kattirina
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Re: Loslassen
Da kann ich mich nur anschließen. Ich habe meinem Kind ca. 3 Monate vor KiGa-Beginn erzählt, dass es bald in den KiGa und ich wieder arbeiten gehen muss. Das war der größte Fehler!!! Jeden Tag hat es voller Angst gefragt, wann ich arbeiten gehen muss. Das hat uns auch die letzten Elternzeit-Wochen versaut. Seitdem kündige ich alles höchstens ein paar Tage vorher an, lieber noch am Morgen (wenn das Kind ausgeschlafen ist) des Tages, an dem was ansteht.warmbäuchlein hat geschrieben:... und bitte nicht Wochen/Monate vorher das Kind mit irgendwas quälen, was noch gar nicht aktuell ist!
Kattirina mit Sommersohn 2011
- beccarei
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Re: Loslassen
Ich würde sagen, das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Die Kleine braucht die Info so früh, um sich langsam an den Gedanken zu gewöhnen. Ein paar Tage vorher ist hier für ein so einschneidendes Erlebnis zu kurz.
Liebe Grüße,
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
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Freya
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Re: Loslassen
Ich hab nun wirklich das Angebot wieder zu kommen, wenn der Kleine ein Jahr alt ist. An zwei Tagen würde mein Mann schauen und einen Tag meine Eltern. Ich kann ihn also bei vertrauten Bezugspersonen lassen. Mein Mann und meine Eltern freuen sich darauf und meine Teamleiterin und und Arbeitskolleginnen würden sich sehr freuen, wenn ich zurückkomme!
Man kann nie sagen, wie ein Kind darauf reagiert. Es sind ja auch nicht alle Kinder gleich (natürlich auch nicht alle Mütter). Meine Chefin denkt immer noch, dass ich eine Klettenmama bin, die nicht loslassen kann. Ich glaube einfach, dass ich sehr auf die Bedürfnisse meines Kindes reagiere. Er ist sehr gross, kräftig und neugierig. Aber wenn er müde ist wird er weinerlich und beruhigt sich beim stillen, tragen oder kuscheln. Niemand weiss, wie er sich bis zu diesem Zeitpunkt entwickeln wird.
Man kann nie sagen, wie ein Kind darauf reagiert. Es sind ja auch nicht alle Kinder gleich (natürlich auch nicht alle Mütter). Meine Chefin denkt immer noch, dass ich eine Klettenmama bin, die nicht loslassen kann. Ich glaube einfach, dass ich sehr auf die Bedürfnisse meines Kindes reagiere. Er ist sehr gross, kräftig und neugierig. Aber wenn er müde ist wird er weinerlich und beruhigt sich beim stillen, tragen oder kuscheln. Niemand weiss, wie er sich bis zu diesem Zeitpunkt entwickeln wird.
Mit Mannikie (Mai 2014)