Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
- Kleine
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Re: Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
nur weil man Schilddrüsenhormone nimmt, ist man nicht tablettenabhängig, genauso wenig wie man drogenabhängig ist, weil man sich Insulin spritzt, das sind Dinge, die dauerhaft substituiert werden MÜSSEN, damit man leben kann.
Ein bisschen schwieriger wird es bei Erkältungen/Infekten, weil da schon die individuelle Leidensgrenze ins Spiel kommt. Aber auch das ist etwas, was eine Zeit "dauert" und nicht quasi gleich wieder vorbei ist. Ich werfe mir jedenfalls nicht bei jedem bisschen Schnupfen oder einem einmaligen Durchfall was dagegen ein sondern schone mich vielleicht ein bisschen, wenn ich merke, es geht mir körperlich gerade nicht so gut, wenn ich körperlich nichts merke, mache ich nicht mal das.
Und verbrennt sich ein Kind beispielsweise oder schürft sich ganze Hautpartien auf und kann deshalb zB nicht schlafen, bin ich die letzte, die ihrem Kind ein Schmerzmittel verweigert, einfach, weil Schlaf so wichtig ist. Aber wegen einem kleinen Rempler, Runterfaller, Stolperer gleich ein "Medikament" rauszuholen, DAS finde ich zu viel und ja, ich empfinde es auch nach 2 Nächten noch als ersten Schritt in die Abhängigkeit von was auch immer. Weil das Kind nicht lernt "das kann ich aushalten" sondern "damit ich das aushalten kann, muss ich was nehmen".
Ein bisschen schwieriger wird es bei Erkältungen/Infekten, weil da schon die individuelle Leidensgrenze ins Spiel kommt. Aber auch das ist etwas, was eine Zeit "dauert" und nicht quasi gleich wieder vorbei ist. Ich werfe mir jedenfalls nicht bei jedem bisschen Schnupfen oder einem einmaligen Durchfall was dagegen ein sondern schone mich vielleicht ein bisschen, wenn ich merke, es geht mir körperlich gerade nicht so gut, wenn ich körperlich nichts merke, mache ich nicht mal das.
Und verbrennt sich ein Kind beispielsweise oder schürft sich ganze Hautpartien auf und kann deshalb zB nicht schlafen, bin ich die letzte, die ihrem Kind ein Schmerzmittel verweigert, einfach, weil Schlaf so wichtig ist. Aber wegen einem kleinen Rempler, Runterfaller, Stolperer gleich ein "Medikament" rauszuholen, DAS finde ich zu viel und ja, ich empfinde es auch nach 2 Nächten noch als ersten Schritt in die Abhängigkeit von was auch immer. Weil das Kind nicht lernt "das kann ich aushalten" sondern "damit ich das aushalten kann, muss ich was nehmen".
LG
Anika
mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
Anika
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Lösche Benutzer 14297
Re: Handlungsweise bei
Hihi, das mache ich auchElena hat geschrieben:Ganz genau. Und ich finde es wichtig, den Kindern dieses Vertrauen in den eigenen Körper zu vermitteln. Bei meiner einen Tochter sind Schürfwunden gerade sehr dramatisch. Wenn da Trösten nicht gut hilft, dann beschreibe ich ihr, wie jetzt alle kleinen Nothelfer in ihrem Blut zur Wunde unterwegs sind und helfen, sie zuzustopfen und neue Haut zu bauen. Das hilft IMMER und SOFORT.EllenRipley hat geschrieben: Ein Kratzer braucht-nichts. Der heilt von ganz alleine, ohne Spätschäden zu hinterlassen.
Generell finde ich es auch übertrieben, bei jedem kleinen Sturz oder ähnlichem mit dem Kügelchen parat zu stehen. Ich habe jetzt gerade zwei Vorträge zum Thema "Homöopatihsche Hausapotheke" besucht und das war wirklich spannend. Aber auch da sagte die Homöopathin, dass nicht sofort danach gegriffen werden soll. Interessant fand ich auch, dass sie zB sagt, dass 70% der Menschen ein Kühlen als angenehm empfinden aber 30% eben nicht. Und wenn jemand kein Coolpack will (wir haben so ein Exemplar zuhause), dann soll man das bitte auch akzeptieren. Genauso soll man darauf achten, ob ein Kind die Globulis nehmen will oder nicht. Sie meinte, dass sie die Erfahrung gemacht hat, dass es ganz oft ein Gefühl ist für das was hilft. Ich denke aber, dass dieses Gefühl sich nur entwickeln kann, wenn man seinen Körper kennt und auf ihn hört. Wenn immer gleich Kügelchen gegeben werden und dann dementsprechend auch danach verlangt wird, hat das wohl nichts mit einem gesunden Körpergefühl zu tun.
Ich habe ein kleines Etui mit einigen Globulis. Das vergesse ich aber ganz oft im Rucksack oder in irgendeiner Tasche die ich irgendwann halt mal benutzt habe... Ich will mir jetzt einen Schlüsselanhänger besorgen in den 3 Röhrchen passen. Rein sollen da dann Arnica D200, Apis D200 und eventuell noch Nux Vomica.
Ich habe bei mir selbst gemerkt, dass ich auch mal schnell zu Globulis gegriffen habe. Gerade zum Zeitpunkt des Zahnes... Unmengen an Osanit... Wirklich ausgekannt habe ich mich aber nicht - daher jetzt die Vorträge. Das finde ich halt gefährlich. Auch wenn man nicht dran glaubt, irgendeine Wirkung haben sie - nicht dann, wenn ich einmal 50 Kügelchen in mich reinschütte, sondern viel mehr, wenn ich 50 Tage hintereinander immer ein Kügelchen nehme....
Richtig informieren, gezielt einsetzen und dann ist das in meinen Augen ok. Zum trösten brauche ich keine Kügelchen. Dazu brauche ich meine Arme und meine Stimme. Das reicht aus
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Lösche Benutzer 14297
Re: Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
Das finde ich gut geschrieben.Kleine hat geschrieben: Weil das Kind nicht lernt "das kann ich aushalten" sondern "damit ich das aushalten kann, muss ich was nehmen".
- arwen
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
Ich denke, der Schritt von Kügelchen zur Sucht funktioniert zumindest bei manchen schon, denn trainiert wird ja folgender Zusammenhang: "Mir geht es schlecht, deswegen nehme ich was zu mir, damit es mir besser geht." Und auch wenn es am Anfang die vergleichsweise harmlosen Kügelchen sind, gibt es genügend Leute, auf die die Kinder später als Jugendliche oder Erwachsene treffen können, die halt nicht Kügelchen einwerfen, sondern andere Medikamente oder Alkohol ("Klosterfrau Melissengeist") nehmen oder Rauchen. Und zack kann man bei irgendeiner Sucht landen. Denn dass es einem in vielen Fällen von selbst wieder bessergehen wird, haben die Kinder, die immer sofort Kügelchen bekommen, ja nie erfahren können.
Bei uns funktioniert "Heile heile Segen" mittlerweile manchmal über mehrere Meter Entfernung. Muss ich mir deswegen Sorgen machen?
Bei uns funktioniert "Heile heile Segen" mittlerweile manchmal über mehrere Meter Entfernung. Muss ich mir deswegen Sorgen machen?
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Lösche Benutzer 14297
Re: Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
Da es bei uns "Heile, Heile Gänschen" heißt, hab ich jetzt mal aus Neugierde gegoogelt. Gefunden hab ich das hier:
http://www.der-postillon.com/2014/05/mi ... heile.html

http://www.der-postillon.com/2014/05/mi ... heile.html
- arwen
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
Oh je, dann mach ich ja echt alles falsch

- Kinsale
- ModTeam-Trageberatung
- Beiträge: 7558
- Registriert: 26.10.2010, 19:12
Re: Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
Ich gebe selbst keine Kügelchen. Die Medikamentenüberlegungen kann ich nachvollziehen. Allerdings glaube ich, dass sich das ganz von selbst erledigt. Nämlich dann, wenn das Kind weniger mit Mama unterwegs ist. Und wenn es sich mit 12 in der Schule mal weh tut, wird es vermutlich weder um Kügelchen noch um "Heile Segen" bitten [emoji6]
- klimaforscherin
- Prof. Dr. SuT
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- Registriert: 06.05.2010, 19:22
- Wohnort: bei der Pyramide
Re: Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
Selbstfindung hat geschrieben:Da es bei uns "Heile, Heile Gänschen" heißt, hab ich jetzt mal aus Neugierde gegoogelt. Gefunden hab ich das hier:
http://www.der-postillon.com/2014/05/mi ... heile.html![]()
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Aber wenigstens kostet es nix...
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

klimaforscherin
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- chennai
- Prof. Dr. SuT
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Re: Handlungsweise bei
Genau das meine ich auch. Ich finde die Reaktionen hier ähnlich übertrieben wie ständiges Kügelchen-Geben.Kinsale hat geschrieben: Allerdings glaube ich, dass sich das ganz von selbst erledigt. Nämlich dann, wenn das Kind weniger mit Mama unterwegs ist. Und wenn es sich mit 12 in der Schule mal weh tut, wird es vermutlich weder um Kügelchen noch um "Heile Segen" bitten [emoji6]
Selbstfindung, der Link ist klasse
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)
Meine Blogs: http://mamafecit.blogspot.com/ und http://minikin-pin.blogspot.com/
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)
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nido56
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4489
- Registriert: 07.02.2013, 15:11
Re: Handlungsweise bei "kleinen Unfällen"
Ich finde, man kann das Wegsingen, -pusten und -kuessen nicht direkt mit einer "Medikamenten"-gabe vergleichen. ISt es denn so schlimm, wenn ein kleines Kind denkt "Wenn ich hingefallen bin, brauche ich Mama oder Papa, damit es nicht mehr wehtut"? Wenn sie groesser werden, begreifen sie sicher, dass Mamas Atem keine magische Wirkung hat sondern "nur" Trost bringt.
Ich mag meinem Sohn nicht sagen "Ist doch nicht schlimm, ist doch nichts passiert". Fuer ihn ist es in dem Moment schlimm, auch wenn die Heftigkeit der Reaktion nicht unbedingt mit der Schwere der "Verletzung" korreliert, weil eben auch Faktoren wie Muedigkeit, Frustration und die Vorgeschichte des Unfalls eine Rolle spielen.
Ich mag meinem Sohn nicht sagen "Ist doch nicht schlimm, ist doch nichts passiert". Fuer ihn ist es in dem Moment schlimm, auch wenn die Heftigkeit der Reaktion nicht unbedingt mit der Schwere der "Verletzung" korreliert, weil eben auch Faktoren wie Muedigkeit, Frustration und die Vorgeschichte des Unfalls eine Rolle spielen.
nido mit dem Piraten (01/2012)


