Wie komme ich zum vollstillen?

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deidamaus
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von deidamaus »

Hallo livoggud,

heute scheint es dir wieder besser zu gehen, oder? Wenn dein Baby jetzt wieder fitter ist, geht es dir auch besser. Mit was fütterst du denn zu? Mit Becher oder BES wäre schon von Vorteil, damit dein Baby das richtige Saugen an der Brust lernen kann.

Sobald du eine Waage hast, würde ich ein paar Tage die gleiche Menge zufüttern, um anhand der Gewichtsentwicklung zu sehen, ob die Menge passt. Dann können wir mit der Reduktion starten (10-20 ml pro Tag).

Wenn du zufütterst, ist es sinnvoll kleinere Portionen (so 60 ml maximal) zu geben. Dann ist dein Baby nicht überfüttert und du hast keine zu lange Trinkpause. Also lieber zweimal 60 ml als einmal 120 ml.

Kannst du die angefangene Liste von mir dann noch entsprechend ergänzen?

Von wann bis wann du rechnest ist egal. Die meisten Frauen wiegen morgens nach dem Aufstehehn und zählen ab da dann auch neu.

Liebe Grüße
deidamaua
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livoggud
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von livoggud »

hallo deidamaus,

ja heute geht es mir besser, wobei es schon noch gemischt ist. wir sollen morgen wieder ins kh um den biliwert kontrollieren zu lassen. die Aussicht auf eine erneute bltuabnahme und möglicherweise kh-aufenthalt zieht mich schon runter. ich hoffe, das hat nun bald mal ein ende und wir können endlich mal im "alltag" ankommen.
Anna scheint heute aber wieder fitter zu sein. heute abend trinkt sie sogar an der brust sehr kräftig. so könnte es weitergehen.

den gestrigen tag krieg ich leider nicht mehr wirklich zusammen, aber nun habe ich mir eine Tabelle für die doku angelegt und jetzt sollte es genauer werden. wir haben nun auch eine waage - und das Ergebnis ist schon erfreulich und überraschend. bei der waage meiner Hebamme kamen wir gestern auf ein gewicht von 2790g und heute sind es ganze 100 g mehr! und sie hatte davor sogar zwei mal viel stuhl. kann sie innerhalb von einem tag so viel zugenommen haben? oder sind das eben mögliche Schwankungen durch stillabstand, Ausscheidungen...?

wir füttern mit der flasche zu, damit scheint sie keine Schwierigkeiten zu haben. unseren sohn haben wir so auch drei Monate zugefüttert und er hatté auch keine Probleme mit dem wechsel zwischen brust und sogar zwei verschiedenen flaschensaugern. zeigt sich das oft auch erst später?

morgen ergänze ich dann die liste um den heutigen tag.

eine gute nacht wünsche ich dir,

liebe grüße,

livoggud
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deidamaus
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von deidamaus »

Das freut mich, dass es deinem Baby heute besser geht. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen für morgen im KH.

Flaschensauger können zu einer Saugverwirrung führen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist umso höher, je öfter er benutzt wird und je jünger das Baby ist. Ausserdem kann das Baby irgendwann die Flasche der Brust vorziehen oder diese sogar verweigern. Ganz abgesehen davon, dass es sein Saugbedürfnis in der Zeit nicht an der Brust befriedigt und zusätzlich die für dir Brust falsche Trinktechnik übt.

Probier doch einfach mal das Zufüttern per Löffel oder Becher aus. Verlieren kannst du ja nichts und mit etwas Übung geht Becherfütterung genauso schnell.

Sind die beiden Gewichtswerte denn auf der gleichen Waage unter gleichen Bedingungen (z.B. morgens, nackig, vor dem Stillen) gemessen worden? Selbst wenn, liegen 100g im normalen Schwankungsbereich. Deswegen müssen wir ja täglich wiegen, um eine Aussage über die wöchentliche Zunahme machen zu können. Schau doch mal in den Link zur Gewichtskontrolle und Gedeihen.
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von livoggud »

Hallo Deidamaus,

wir sind leider wieder im KH. Anna soll genauer durchgecheckt werden, weil der Biliwert wieder hochgegangen ist :/
Hier soll ich sie stillen nach Bedarf, bzw. spätestens nach 4 Stunden, um sich zwischendrin erholen und Kraft fürs nächste Mal sammeln zu können. Eben kam sie nach drei Stunden und hat sich rechnerisch mehr als satt getrunken, aber sie sucht doch noch, wenn ich sie ablegen will.Wenn sie wieder andockt geht es keine 5 Züge, bis sie eingeschlafen ist. vorher hat sie 60/65 ml getrunken.

Momentan steht die Frage im Raum, ob ihre Gallenblase gut funktioniert. beim Ultraschall konnte man sie nicht gut genug sehen.Bis da was Negatives "bewiesen" ist, gehen die Ärzte aber von einer Muttermilchgelbsucht aus. So langsam ist mir nach abstillen zumute - ich stille mit dem Gedanken, ihr damit was gutes zu tun, versuche zum Vollstillen zu kommen, doch vielleicht schade ich ihr damit sogar...

Ich melde mich auf jeden Fall nochmal, wenn wir aus dem KH sind. Bis dahin möchte ich jetzt erstmal nichts in Richtung Vollstillen unternehmen.

Vielen Dank für deine Beratung bis jetzt. Einen schönen Abend noch.

livoggud
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von deidamaus »

Muttermilchgelbsucht ist kein Grund abzustillen. Schau mal in den Link Neugeborenengelbsucht.

Wenn du noch Fragen hast, weisst du ja, wo du sie loswerden kannst.

Ich drück dir die Daumen, dass es nichts Schlimmes ist.

Liebe Grüße
deidamaus
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von livoggud »

Hallo Deidamaus,
wir wurden gestern wieder aus dem KH entlassen. Die momentane Diagnose lautet wirklich Muttermilchgelbsucht. Ich überlege nun abzustillen. Die Ärzte meinten, man müsse nicht abstillen, aber man sollte zufüttern (vor allem, weil Anna an der Brust nicht genug trinkt und selbst wenn ich noch abpumpen würde, kommt nicht die Menge, die sie bräuchte. Das Abpumpen schaffe ich aber auch nicht noch zusätzlich im Alltag). Nun wollte ich einfach immer stillen und dann noch ne Flasche geben, aber nun bilden sich ganz schnell schmerzhafte Knötchen. Abpumpen möchte ich wie gesagt vermeiden aus zeitlichen Gründen. Macht es Sinn noch weiter zu stillen? Die BRust wird sich auf weniger Milch umstellen und dann verschwinden die Knötchen eh? SO dass ich noch so lange es geht weiter "vorstillen" könnte? Ganz vielleicht ist sie ohne Gelbsucht ja so fit, dass sie die Milchproduktion noch mal ausreichend angekurbelt kriegt? Aber das geht sicher nur mit "Clusterfeeding" und das kann ich mir gerade auch schlecht vorstellen, mein Mann muss nun bald wieder arbeiten und unser 1 1/2jähriger Sohn ist ja auch noch da...

Vielen Dank für deine Hilfe schon mal :)

Liebe Grüße,

livoggud
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von deidamaus »

livoggud hat geschrieben:Hallo Deidamaus,
wir wurden gestern wieder aus dem KH entlassen. Die momentane Diagnose lautet wirklich Muttermilchgelbsucht. Ich überlege nun abzustillen.
Was ist der Grund dafür, dass du abstillen möchtest? Muttermilchgelbsucht ist nicht behandlungsbedürftig und auch kein Grund zuzufüttern. Die einzige Indikation zum Zufüttern sind Gedeihprobleme, d.h. dein Kind nimmt ohne Zufüttermilch nicht genügend zu. Wahrscheinlich fütterst du noch mit Flasche zu, d.h. dein Kind saugt wahrscheinlich an der Brust nicht gut genug, weil es durch die Flasche auf ein für die Brust falsches Saugmuster trainiert wird.
Die Ärzte meinten, man müsse nicht abstillen, aber man sollte zufüttern (vor allem, weil Anna an der Brust nicht genug trinkt
Woher wissen sie das? Wurden Stillproben gemacht? Mehr als eine? Wurde täglich unter gleichen Bedingungen im KH gewogen? Wieviel wurde zugefüttert und mit was? Nur wenn hier die Daten eindeutig einen Grund fürs Zufüttern hergeben, ist dies auch nötig. Muttermilchgelbsucht ist kein Grund dafür.
und selbst wenn ich noch abpumpen würde, kommt nicht die Menge, die sie bräuchte. Das Abpumpen schaffe ich aber auch
Abpumpen ist auch nicht nötig.
nicht noch zusätzlich im Alltag). Nun wollte ich einfach immer stillen und dann noch ne Flasche geben, aber nun bilden sich
Das ist einer der am schnellsten zum Abstillen führende Weg.
ganz schnell schmerzhafte Knötchen.
Dann solltest du weniger zufüttern und häufiger stillen.
Macht es Sinn noch weiter zu stillen?
JJJJAAAA! Natürlich.
Die BRust wird sich auf weniger Milch umstellen und dann verschwinden die Knötchen eh?
Solange du keinen Milchstau bekommst, bestimmt irgendwann.
SO dass ich noch so lange es geht weiter "vorstillen" könnte? Ganz vielleicht ist sie ohne Gelbsucht ja so fit, dass sie die Milchproduktion noch mal ausreichend angekurbelt kriegt?
Das kannst du auch gleich, jetzt, sofort in Angriff nehmen.
Aber das geht sicher nur mit "Clusterfeeding" und das kann ich mir gerade auch schlecht vorstellen, mein Mann muss nun bald wieder arbeiten und unser 1 1/2jähriger Sohn ist ja auch noch da...
Clusterfeeding ist dafür nicht unbedingt nötig. Nur die oben schon erwähnten Punkte
- 10-12 mal Stillen in 24 h
- stillfreundlich zufüttern
- täglich unter gleichen Bedingungen wiegen
- erstmal für ein paar Tage bei einer gleichen Zufüttermenge bleiben (wieviel wurde pro Tag im KH zugefüttert)
- danach unter meiner Begleitung hier im SuT die Zufüttermenge auf 0 ml reduzieren
- dann einfach Vollstillen :mrgreen:

Du siehst, ich bin natürlich dafür, dass du es nochmal versuchst! Umso weniger du zufütterst, umso weniger Arbeit hast du und stillfreundlich zufüttern ist auch untern Schnitt weniger arbeitsintensiv, da dein Baby besser an der Brust trinkt und du damit weniger zufüttern musst.

Wenn du natürlich wirklich abstillen willst, dann kannst du das einfach auf die oben beschriebene Weise machen und dabei unterstütze ich dich natürlich auch (so das es nicht im Milchstau endet).

Überleg es dir, ich fände es sehr schade, wenn du es nicht nochmal probieren würdest.

Denk in Ruhe darüber nach, ich helfe dir beim Teilstillen, auf dem Weg zum Vollstillen und auch beim Abstillen. Das ist deine Entscheidung.

Ganz liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von livoggud »

Hallo Deidamaus

Anna nimmt zu langsam zu. Sie schafft es nicht, sich an der Brust satt zutrinken - vielleicht würde meine Milch ausreichen (wobei ich das mittlerweile auch nicht mehr denke), auf jeden Fall ist es zu anstrengend für sie. Im KH haben wir Stillproben gemacht - das wirkte erst gar nicht so schlecht, doch sie kam nicht auf die Milch, die sie brauchte und nahm sogar ab (ja, zur gleichen Zeit unter gleichen Umständen gewogen). Also haben wir zugefüttert. Außerdem sollte ich nicht mehr im zwei Stunden Abstand stillen, wenn ich die Kleine dazu wecken musste. Wenn sie selbst wach wurde, trank sie wirklich viel kräftiger und ausdauernder. Nach jeder Still-Mahlzeit hat Anna hinterher die Flasche bekommen, um sich satt zu trinken - meist zwischen 20 und 60 ml hat sie dann noch getrunken. Insgesamt war sie erst bei 85 ml und nun ist sie bei meist 110ml insgesamt pro Mahlzeit. Und hinterher ist sie total zufrieden, das ist so schön zu sehen. Als ich sie den ersten Tag im KH nur gestillt habe, hat sie zum Teil bis zu 80 ml getrunken, was ja auch shcon toll ist. Doch tagsüber hat sie oft nur 55 ml geschafft.

Warum ich abstillen möchte? Weil ich das Gefühl habe, meine Muttermilch schadet ihr. Ich wünsche mir, dass der Biliwert jetzt schnell runtergeht und sie einfach richtig fit wird. Heute komme ich mit den "Knötchen" allerdings besser klar und kann mir doch gut vorstellen, noch weiter zu stillen und mit der Flasche nachzufüttern. Im Moment würde ích es nicht wagen, in einem anderen Rhythmus zu stillen oder weniger zuzufüttern. Ich möchte alles tun, dass wir nicht nochmal stationär ins KH müssen. Das war echt schlimm, zumal es nun unseren Sohn auch richtig mitgenommen hat. Es wäre schlimm, wenn wir nochmal wegmüssten. Drei KH-Aufenthalte in 3 Wochen sind mehr als genug.

Wenn Anna an der Brust wach trinkt, trinkt sie sehr kräftig. Man hört die Milch richtig gluckern. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass sie die Flasche vorzieht. Bei meinem Sohn war es genauso. Im Gegenteil, er wollte sogar lieber an der Brust trinken. Erst nach drei Monaten änderte sich das, da hatte ich aber schon kaum noch Milch. Konnte nur noch 20 ml abpumpen.

Könnte man noch einen Versuch zum Vollstillen wagen, wenn die kleine die Gelbsucht soweit überwunden hat, dass sie ohne einzuschlafen an der brust trinkt? Das würde ich dann gerne versuchen.

Vielen Dank für dein Hilfsangebot, wie auch immer ich mich entscheide!

Liebe Grüße,

livoggud

P.S.: Es ist sehr schade, dass Väter nicht auch stillen können. Mein Mann genießt es sehr, Anna mit der Flasche füttern zu können...
Animay
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von Animay »

Liebe Livoggud,

ich möchte Dir etwas Mut machen. Auch ich hatte zu Beginn sehr große Stillprobleme mit Neugeborenengelbsucht, zu geringer Zunahme, zu wenig Milch, ein zu müdes und kraftloses baby, eine schlimme saugverwirrung durchs Zufüttern mit der Flasche und zu guter letzt noch enem milchstau.
Es gab bei mir auch einen Punkt wo mir alles zu viel wurde und ich abstillen wollte, ich kann Deine Gedanken grad gut verstehen. Aber ich hatte das Glück -so wie Du!- auf dieses Forum hier zu stoßen und konnte mit der tollen Hilfe hier das rüder noch rum reißen. Gib noch nicht auf, rückblickend sind diese ersten Problem-Wochen so winzig im Vergleich zu der tollen Stillzeit die man für die mühen bekommt -dein Kind und Du!
Ich musste die ganze stillzeit bis zur Beikost-Einführung Zufüttern und habe es mit dem Becher gemacht und das ging sogar deutlich schneller als mit der Flasche und war viel unkomplizierter. Das tägliche Wiegen für die Stillmods war zu Beginn eine Umstellung, aber es wird schnell zur Gewohnheit und gibt einem selbst die Beruhigung, dass man dem richtigen Weg einschlägt.

Es ist natürlich Deine Entscheidung und ich wünsche Dir/Euch egal für welchen Weg Du Dich entscheidest alles Gute. Aber mit meiner Erfahrung möchte ich Dir einfach nur sagen, dass es sich absolut lohnt, sich jetzt durchzubeißen. Ganz ganz sicher! Und bei deidamaus bist Du in besten Händen!

LG
Animay
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Re: Wie komme ich zum vollstillen?

Beitrag von deidamaus »

Anna nimmt zu langsam zu. Sie schafft es nicht, sich an der Brust satt zutrinken - vielleicht würde meine Milch ausreichen (wobei ich das mittlerweile auch nicht mehr denke), auf jeden Fall ist es zu anstrengend für sie.
Stillen ist nicht anstrengender als das Trinken aus der Flasche (sogar im Gegenteil), nur verlangt es eine andere Technik. Dein Baby KANN schlicht und einfach im Moment nicht besser trinken, da es durch die Flaschenfütterung saugverwirrt ist.
Im KH haben wir Stillproben gemacht - das wirkte erst gar nicht so schlecht, doch sie kam nicht auf die Milch, die sie brauchte und nahm sogar ab (ja, zur gleichen Zeit unter gleichen Umständen gewogen)
Eine einzelne Stillprobe und zwei einzelne Wiegewerte sagen leider garnichts aus. Du ißt ja auch mal einen riesen Teller Nudeln und dann nur eine Kiwi. Würde man bei der Kiwi eine "Essprobe" machen, würde man denken, du verhungerst und andersherum nur bei den Nudeln, würde man dich auf Diät setzen. Wenn Stillproben, dann richtig und zwar über 24 h bei allen Mahlzeiten. Dies ist wirklich nur in ganz, ganz wenigen Fällen sinnvoll, da es totalen Stress für Mutter und Kind bedeutet.
Also haben wir zugefüttert. Außerdem sollte ich nicht mehr im zwei Stunden Abstand stillen, wenn ich die Kleine dazu wecken musste. Wenn sie selbst wach wurde, trank sie wirklich viel kräftiger und ausdauernder.

Oje, die haben dir ja einen ganz schönen Mist erzählt. Umso häufiger du stillst, umso mehr Milch hast du. Gefühlt trinkt das Kind natürlich weniger, bekommt aber insgesamt mehr Milch. Als Beispiel: Wenn es nur alle 4 h 100 ml trinkt, sind das 600 ml am Tag. Trinkt es alle 2 h 60 ml (also bei einer Mahlzeit viel weniger), sind es aber 720 ml in 24 h, also 120 ml mehr. Außerdem regt häufiges Anlegen die Milchproduktion besser an. Hier gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage: Wird häufig nachgefragt, wird einfach mehr Milch gebildet. Stillabstände verlängern ist der sichere Weg zum Abstillen.
Nach jeder Still-Mahlzeit hat Anna hinterher die Flasche bekommen, um sich satt zu trinken - meist zwischen 20 und 60 ml hat sie dann noch getrunken. Insgesamt war sie erst bei 85 ml und nun ist sie bei meist 110ml insgesamt pro Mahlzeit.

Das sind riesige Mengen für so ein kleines Baby.
Die 24-Stunden-Trinkmenge eines Stillbabys ist von mehreren Faktoren (Alter, Geschlecht, Gewicht, Gesundheitszustand etc.) abhängig. Lawrence und Lawrence geben in "Breastfeeding: A Guide for the Medical Profession", Ausgabe 1999, folgende Durchschnitts-Trinkmengen (in ml, mit Standardabweichung) in 24 Std. an:

jünger als ein Monat 673 +/- 192
1 bis 2 Monate 756 +/- 170
2 bis 3 Monate 782 +/- 172
3 bis 4 Monate 810 +/- 142
4 bis 5 Monate 805 +/- 117
5 bis 6 Monate 896 +/- 122

Bei 10-12 Stillmahlzeiten bist du dann bei 50-80 ml (grob geschätzt).

Die Babys trinken deswegen soviel aus der Flasche, da der harte Sauger den SaugREFLEX auslöst und die Kinder saugen MÜSSEN. Sie können nicht anders. Selbst ein sattes Baby trinkt deswegen oft noch aus der Flasche weiter, weil es nicht anders kann, als zu saugen.
Warum ich abstillen möchte? Weil ich das Gefühl habe, meine Muttermilch schadet ihr.

Da haben dir die Ärzte den allergrößten Unfug erzählt. Hier mal richtiges Wissen:
jusl hat geschrieben: "Muttermilch-Gelbsuch" oder "langanhaltende Gelbsucht" oder "spät einsetzende Gelbsucht" tritt häufiger auf als bislang angenommen. Aus dem Handbuch für die Stillberatung zitiert:

Ein Drittel der gestillten Neugeborenen im Alter von 2-3 Wochen hat eine klinische Gelbsucht [...]. Ein weiteres Drittel der gestillten Neugeborenen hat erhöhte Bilirubinwerte[...] ohne das Auftreten sichtbarer Symptome einer Gelbsucht. [...] Es gibt Beweise dafür, dass eine verlängerte Gelbsucht durch einen Bestandteil in der Milch der meisten Mütter bedingt wird, der beim Baby die Aufnahme des Bilirubins durch den Darm erhöht. (((Anmerkung jusl: Früher wurden dann Stillpause oder Erhitzen der Milch auf 56°C empfohlen, um Muttermilchgelbsucht von pathologischer Gelbsucht unterscheiden zu können. Dies wird heute jedoch nicht mehr empfohlen, wenn die Bili-Werte unter 20 mg/dl bleiben. Hier kann einfach weiter nach Bedarf gestillt werden, ohne weitere Behandlung))) Bei einem gesunden, voll ausgetragenen Baby wurden keine kurz- oder langfristigen gesundheitlichen Folgen mit Werten unterhalb von 23 bis 29 mg/dl in Verbindung gebracht.

WARUM es nach drei Monaten aufhört, ist nicht genau bekannt - vermutlich liegt dies einfach an der zunehmenden körperlichen Reife des Kindes. Bekannt ist schlicht, DASS es bis zu drei Monaten dauern kann, bis lang anhaltende Gelbsucht weg ist. Und diese ist, wie gesagt, nicht als pathologisch, sondern als physiologische Normvariante einzuordnen, die keiner weiteren Behandlung bedarf, insb. wenn die Werte unter 20 mg/dl bleiben.
Ich wünsche mir, dass der Biliwert jetzt schnell runtergeht und sie einfach richtig fit wird. Heute komme ich mit den "Knötchen" allerdings besser klar und kann mir doch gut vorstellen, noch weiter zu stillen und mit der Flasche nachzufüttern.
Damit dein Kind mehr Mumi bekommt, solltest du mindestens 10-12 mal in 24 stillen und stillfreundlich nachfüttern. Das ist soooo wichtig, wenn du weiter stillen willst. (Wenn nicht, ist es egal)
Im Moment würde ích es nicht wagen, in einem anderen Rhythmus zu stillen oder weniger zuzufüttern.
Junge Babys haben keinen Rhythmus. Deswegen sollte man sie nach Bedarf stillen, aber mindestens 10-12 mal pro Tag. Häufigeres Stillen führt nur zu mehr Milch (im Babybauch und in der Mamabrust). Weniger zufüttern solltest du auch nur, wenn du dich von einer Stillberaterin unter täglicher Gewichtskontrolle begleiten lässt. Dann kann man jederzeit sicher sein, dass dein Baby genug Milch bekommt, auch wenn man anfängt die Pre zu reduzieren.
Ich möchte alles tun, dass wir nicht nochmal stationär ins KH müssen. Das war echt schlimm, zumal es nun unseren Sohn auch richtig mitgenommen hat. Es wäre schlimm, wenn wir nochmal wegmüssten. Drei KH-Aufenthalte in 3 Wochen sind mehr als genug.
Das kann ich nachvollziehen. Und unter einer guten Begleitung (z.B. hier bei mir im SuT :wink: :mrgreen: ) würde das auch nicht passieren. Jedenfalls nicht, wegen zu wenig Milch.
Wenn Anna an der Brust wach trinkt, trinkt sie sehr kräftig. Man hört die Milch richtig gluckern. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass sie die Flasche vorzieht. Bei meinem Sohn war es genauso. Im Gegenteil, er wollte sogar lieber an der Brust trinken. Erst nach drei Monaten änderte sich das, da hatte ich aber schon kaum noch Milch. Konnte nur noch 20 ml abpumpen.
Das ist oft so. Mit 3-4 Monaten bevorzugen manche Kinder die Brust und lehnen die Flasche ab, die allermeisten stillen sich aber in Richtung Flasche ab. Die Abpumpmenge hat aber nichts, rein garnichts, mit deiner Milchmenge zu tun. Ich kann maximal 10 ml abpumpen und habe drei Kinder voll gestillt.
Könnte man noch einen Versuch zum Vollstillen wagen, wenn die kleine die Gelbsucht soweit überwunden hat, dass sie ohne einzuschlafen an der brust trinkt? Das würde ich dann gerne versuchen.
Umso früher du den Versuch "wagst", umso höher die Erfolgsaussichten. Mit täglich geposteten Daten (Gewicht, Zufüttermenge, Stillhäufigkeit und Windelanzahl) ist sichergestellt, dass dein Baby genug Milch bekommt. Und damit sie an der Brust nicht einschläft helfen dir die Wecktipps für schläfrige Babys und Wechselstillen.
Vielen Dank für dein Hilfsangebot, wie auch immer ich mich entscheide!
Das steht (wie auch immer du dich entscheidest).
P.S.: Es ist sehr schade, dass Väter nicht auch stillen können. Mein Mann genießt es sehr, Anna mit der Flasche füttern zu können..
Doch, können sie (ist wirklich möglich, es gab mal hier einen Thread dazu). Dein Mann kann Anna aber auch mit dem Becher füttern und ihr mit Tragen, Singen, Kuscheln viel, viel Nähe und Liebe geben. Er kann im Prinzip all das, was du auch kannst, nur dass er keinen "Sauger" hat. Mein Mann fand das nie schlimm. Er hat dafür ganz viel im Tuch getragen und nur er hat mit den Babys gebadet. Das war sein Papaprivileg. Ich durfte stillen und er baden. Fanden wir beide schön und fair aufgeteilt. Er war froh, dass er nachts immer schlafen durfte, weil Mama ja die Nahrungsquelle war. Sehr praktisch für ihn :wink:

Ich habe es noch nicht aufgegeben, dass ich dich doch noch überzeugen kann. Mal sehen, ob ich es schaffe...

Ganz liebe Grüße
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