7erendipity hat geschrieben:Da ich keine psychologische Ausbild. Habe und euch nicht persönlich kenne kann ich natürlich diese Diagnose nicht fachlich be- bzw. Verurteilen.
Super, das gleiche möchte ich auch voranstellen.
Eure Tochter ist gerade mal 22mon alt. Du stillst sie tagsüber nur zum Einschlafen, sowie abends zum Schlafen und Nachts. Das empfinde ich nicht als häufig. Genieße dein Kuschelkind, das ist doch toll, zum Einen für dich und zum Anderen dass sie sich so geborgen fühlen kann,so sicher dass du immer für sie da bist. Ich finde, genau so sollte die Welt eines (klein)Kindes aussehen.
Aggressiv, müde, weinerlich sind alle irgendwann. Auch Phasenweise sehr ausdauernd. Wenn es der engsten Bezugsperson dann zusätzlich nicht so gut geht, wirkt sich das auch emotional auf das Kind aus, das sind eigentlich sehr empathische Wesen. In einer Stunde beobachten (Wo überhaupt, Praxis oder daheim?) will sie das alles festgestellt und Verhalten analysiert haben?
Dass deine Tochter eine enge Bindung zu dir hat ist selbstverständlich, unter der Voraussetzung, dass ihr fast 24/7 zusammen seid erst recht.
Und nun quartiert ihr sie ganz spontan aus. Nicht nur aus dem Bett, sondern gleich aus dem Zimmer und dann ist in dieser krassen Umstellung noch nicht mal die engste Vertrauensperson da. Auch das kann ein Kind ohne Schaden überstehen, aber ist das nötig?
Wie sollt ihr das realisieren? Was soll sie statt stillen angeboten bekommen? Der berufstätige Papa soll nachts mind. 2-5 mal aufstehen und eine erneute Einschlafbegleitung übernehmen? Sollt ihr an eurem Alltag etwas ändern oder bleibt alles bis aufs Stillen & das eigene Zimmer unverändert?
Ich merke, dass ich nach fast 2 Jahren Still- und Wachzeit ziemlich ausgelaugt bin und zudem gerne mal mehr als 2 Stunden ohne Kind
verbringen würde.
Kann ich total nachvollziehen. Vormittags, Nachmittags - theoretisch bist du schon entbehrlich, aber wenn sie so kuschelbedürftig ist und sich das weder zum Tagschlaf noch nachts/ abends holen kann - wann dann? Überlege dir das noch mal. Auch ob du das wirklich möchtest und realisieren kannst.
Du schreibst von einem Entwicklungsschub - noch ein Grund mehr, nicht zu viel auf ein mal und schon gar nicht radikal zu ändern. Begleite sie, fang sie auf - genau das braucht ein klitzekleiner Mensch. Mama, Familie, Vertrauen (und gewiss keine "Isolation"!)
_______________________
Wegen der Milchstaus - pumpen und dem eigenen Körper sanftes Abstillen suggerieren? Keine Ahnung ob das realisierbar ist. Die abgepumpte Mumi könntest du ja dennoch deiner Tochter geben.