Seite 3 von 6
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 03.07.2014, 21:07
von diefue
Hallo deidamaus,
sorry, dass ich mich immer erst so spät melde - aber irgendwie klappt das Tippen während dem Stillen nicht und ich muss immer warten, bis mein kleiner Mann schläft.
Ja, sieht aus wie rohes Fleisch, feuerrot. Aber es wird langsam besser. Feuchte Wundheilung mache ich.
Mir geht es auch so, dass ich grad kein gutes Gefühl dabei habe, es einfach so dabei zu belassen. Wir haben heute auch wieder zweimal so gekämpft. Er weint sich dann aber auch immer so schnell in Rage, dass er knallrot wird und schwitzt, furchtbar.
Kann ich denn noch etwas tun, um ihm die Saugverwirrung zu nehmen bzw. Ihm helfen, dass er das Vakuum besser hält?
Vielen Dank für Deine Geduld und Hilfe,
liebe Grüße
diefue
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 03.07.2014, 22:11
von kerstin10
Hallo diefue,
es gibt doch diese Methode beim wieder an die Brust gewöhnen eines Babies, dass man von den Stillhütchen nach und nach etwas von der Spitze abschneidet. Wäre das hier nicht eine Möglichkeit, die Du mal ausprobieren könntest?
Ist einfach eine Idee von mir, ich will mich nicht einmischen.
Alles Gute,
Kerstin
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 03.07.2014, 22:25
von deidamaus
kerstin10 hat geschrieben:Hallo diefue,
es gibt doch diese Methode beim wieder an die Brust gewöhnen eines Babies, dass man von den Stillhütchen nach und nach etwas von der Spitze abschneidet. Wäre das hier nicht eine Möglichkeit, die Du mal ausprobieren könntest?
Ist einfach eine Idee von mir, ich will mich nicht einmischen.
Alles Gute,
Kerstin
Du darfst dich gerne einmischen

. Das SuT lebt ja nicht nur von den Mods, sondern gerade von den Usern, die sich durch ihr fleissiges Mitlesen selber schon viel Wissen angeeignet haben. Ich befürchte halt, dass es in dem Fall nichts hilft, da das Baby ja keine Hütchen mehr will. Aber einen Versuch wäre es wert.
diefue, ich melde mich nochmal, vielleicht habe ich noch eine Idee.
Liebe Grüße
deidamaus
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 03.07.2014, 22:27
von deidamaus
Hallo diefue,
noch kurz: Das mit der Wunde liesst sich schonmal gut. Bleib dabei, dann ist es sicherlich bald verheilt.
Liebe Grüße
deidamaus
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 04.07.2014, 12:23
von deidamaus
Hallo diefue,
so, jetzt habe ich mal ein bisschen recherchiert und habe noch zwei Dinge gefunden. Bei Microgenie muss das Baby asymmetrisch angelegt werden, der Kopf sollte gut gestreckt sein. Oft hilft es, das Kind auf die Mutter zu legen, so dass der Kopf besser in den Nacken kommt.
Ausserdem ist oft das Zungenband verkürzt! Hat die IBCLC Stillberaterin das überprüft?
Wie geht es dir?
Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße
deidamaus
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 04.07.2014, 22:41
von diefue
Hallo deidamaus,
lieben Dank für Deine Mühe und das Recherchieren. Ich bleibe an dem asymmetrischen Anlegen dran. Das fällt mir schwer, mir gehen da irgendwie die Hände aus. Aber ich schnappe mir morgen meinen Mann und übe mit seiner Unterstützung.
Das Zungenband hat bisher niemand überprüft. Habe über die Forensuche rausgefunden, dass das ein Zahnarzt durchtrennen kann. Ich habe bereits für kommenden Dienstag 9.30 Uhr einen Termin ausgemacht. Mal schauen was der ergibt.
Am Donnerstag ist dann der OsteopathieTermin für die Überprüfung vom Kiefergelenk.
Wie es mir geht? Ehrlich gesagt heute Abend eher wieder nicht so gut. Wir haben heute Abend 4 Stunden K(r)ampf ums Stillen hinter uns - bis er dann völlig erschöpft doch mit Hütchen getrunken hat. Er schafft es ohne einfach nicht, selbst wenn der MSR schon ausgelöst ist und die Milch läuft. Ich bin so verzweifelt, weil ich einfach nicht weiß, wie ich ihm helfen kann, wieder korrekt zu saugen...
Naja, morgen früh sieht die Welt bestimmt schon wieder anders aus.
Nochmals herzlichen Dank und viele Grüße
diefue
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 04.07.2014, 23:45
von diefue
kerstin10 hat geschrieben:Hallo diefue,
es gibt doch diese Methode beim wieder an die Brust gewöhnen eines Babies, dass man von den Stillhütchen nach und nach etwas von der Spitze abschneidet. Wäre das hier nicht eine Möglichkeit, die Du mal ausprobieren könntest?
Alles Gute,
Kerstin
Liebe Kerstin,
danke für Deinen Tipp - ich suche jeden Strohhalm. Jedoch ist es tatsächlich so, wie deidamaus schreibt. Mein kleiner will ohne Hütchen (zieht sie selber weg) und schafft es dann leider nicht, zu trinken...
Liebe Grüße
diefue
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 05.07.2014, 11:48
von deidamaus
Hallo diefue,
sorry, dass ich mich so spät melde, mein Rechner hatte Hunger und meine Antwort gegessen.
Also nochmal kurz vom Smartphone aus:
Versuch ihn am Besten mal zu stillen, wenn du auf dem Rücken liegst, vielleicht klappt es da besser. Kinder mit Microgenie haben oft Probleme mit dem richtigen Saugen (was einfach an der ungünstigen Anatomie liegt). Vielleicht hat er auch Probleme mit einem zu kurzen Zungenbändchen, dass weisst du aber bald und kannst dann ja was dagegen tun.
Wir war denn die Nacht? Hat er gut getrunken? Mit oder ohne Hütchen?
Vielleichf bringt ja auch die Behandlung beim Osteopathen was! Ich drücke dir die Daumen.
Melde dich auf jeden Fall, wenn du beim Zahnarzt und beim Osteopathen warst.
Ich finde es ganz toll, wir du für eure Stillbeziehung kämpfst, ganz super
Liebe Grüße
deidamaus
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 05.07.2014, 16:25
von diefue
Hallo deidamaus,
ich bewundere, wie schnell Du immer bist - das ist echt großartig!
Ok, auf dem Rücken muss ich vorsichtig probieren - mir ist da im Februar eine Rippe verkeilt, als ich das mal versucht hatte. Das endete dann mit Notarzt und Krankenhaus

, da bin ich etwas ängstlich.
Die Nacht war ok. Er wollte zwar stündlich trinken, mit Hütchen hat alles gut geklappt. Dafür war um 04.00 dann wieder ein kleiner Kampf - da wird er gerne etwas aktiver und es ging eine Weile, bis er dann wieder mit Hütchen trank. Wir schaffen es einfach nicht, dass er angedockt bleibt. Er geht kurz ran, guckt, geht wieder weg.
Was mich so ratlos macht, ist, dass er ja am Anfang mal ein paar Tage ohne Hütchen trank. Ich hatte zwar wunde Brustwarzen binnen kürzester Zeit - aber mit den neuen Tipps zum Anlegen etc. traue ich mir zu, das in den Griff zu kriegen. Wenn er doch nur angedockt bliebe.
Kommt Zeit kommt Rat. Melde mich am Dienstag und Donnerstag mit den neuesten Infos.
Und tausend Dank auch fürs Mutmachen. Mich halten hier alle außer meinem großartigen Mann für völlig beknackt, dass ich kein Fläschen gebe. Sprüche von "gib ihm halt ne Flasche - Ihr seid auch groß geworden ", "das kann doch eh nicht sein, dass du noch Milch hast" bis hin zu "ihr könnt Euch doch Formular leisten" krieg ich immer wieder zu hören, und die machen das Durchhalten nicht einfacher. Dabei hat es grade angefangen Spaß zu machen, wenn er mich so beim Stillen anstrahlt.
Genug gejammert, liebe Grüße
diefue
Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden
Verfasst: 05.07.2014, 22:28
von deidamaus
diefue hat geschrieben:Hallo deidamaus,
ich bewundere, wie schnell Du immer bist - das ist echt großartig!
Heute mal nicht. Internetprobleme!
Ok, auf dem Rücken muss ich vorsichtig probieren - mir ist da im Februar eine Rippe verkeilt, als ich das mal versucht hatte. Das endete dann mit Notarzt und Krankenhaus

, da bin ich etwas ängstlich.
Oje, wie ist denn das passiert???? War das beim Stillen in der Rückenlage? Weisst du, wie es genau zu der Verletzung kam? Hast du irgendwelche Erkrankungen oder (alte) Verletzungen, die das begünstigt haben?
Würde es eventuell gehen, wenn du nicht komplett flach auf dem Rücken liegst, sondern dich halb liegend auf Kissen abstützt oder weit zurückgelehnt sitzt? Das Baby sollte bäuchlings auf Dir drauf liegen können und von der Schwerkraft auf Mama zu bewegt werden, nicht von Mamas Brust weg. So sollte es dann beim Andocken selbst das Köpfchen heben können, was dazu führt, dass der Babykopf mehr Richtung Babynacken geneigt wird, was das Mundöffnen erleichtern sollte.
Die Nacht war ok. Er wollte zwar stündlich trinken, mit Hütchen hat alles gut geklappt. Dafür war um 04.00 dann wieder ein kleiner Kampf - da wird er gerne etwas aktiver und es ging eine Weile, bis er dann wieder mit Hütchen trank. Wir schaffen es einfach nicht, dass er angedockt bleibt. Er geht kurz ran, guckt, geht wieder weg.
Was mich so ratlos macht, ist, dass er ja am Anfang mal ein paar Tage ohne Hütchen trank. Ich hatte zwar wunde Brustwarzen binnen kürzester Zeit - aber mit den neuen Tipps zum Anlegen etc. traue ich mir zu, das in den Griff zu kriegen. Wenn er doch nur angedockt bliebe.
Die wunden Brustwarzen könnten eventuell von einem zu kurzen Zungenbändchen kommen (wo waren die Warzen denn wund?). Das weißt du ja dann nach eurem Zahnarztbesuch.
Und tausend Dank auch fürs Mutmachen. Mich halten hier alle außer meinem großartigen Mann für völlig beknackt, dass ich kein Fläschen gebe. Sprüche von "gib ihm halt ne Flasche - Ihr seid auch groß geworden ", "das kann doch eh nicht sein, dass du noch Milch hast" bis hin zu "ihr könnt Euch doch Formular leisten" krieg ich immer wieder zu hören, und die machen das Durchhalten nicht einfacher. Dabei hat es grade angefangen Spaß zu machen, wenn er mich so beim Stillen anstrahlt.
Super, dass dein Mann hinter dir steht. Das ist sooooo wichtig! Ohne Unterstützung vom Partner, geben viele Frauen das Stillen schnell auf. Ganz toll, dass ihr da beide an einem Strang zieht. Lass es dir nicht von den anderen vermiesen. Vielleicht sind sie einfach nur neidisch darauf, dass du stillen kannst und so ein Kämpferherz hast.
Genug gejammert, liebe Grüße
Kein Problem

Einmal ausjammern tut doch gut! Hier bist du ja unter Gleichgesinnten.
Liebe Grüße
deidamaus