Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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MelliL
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Re: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von MelliL »

Waren am Wochenende bei den Schwiegereltern und dort gabs Kuchen mit Johannisbeeren und Himbeeren dazu Sahne. War ja lecker aber als der Freund meiner Schwägerin mit seinem Löffel meiner noch nicht mal sechs Monate alten Tochter etwas geben wollte - ohne übrigens zu fragen - war ich schon sauer. Sie bekommt noch nicht mal Beikost und selbst meine dreijährige gibt ihr nicht irgendetwas.
Die hatte unter einem Jahr auch noch keine Süßigkeiten bekommen. Das erste war mit einem Jahr der Möhrenkuchen. Sie hat aber auch bei Feiern nicht geweint wenn es Kuchen gab und sie nichts von diesem essen durfte. Durch das beinahe Vollstillen war es wohl ok für sie und sie war satt.


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Lösche Benutzer 1828

Re: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

warmbäuchlein hat geschrieben:Den Vergleich mit dem Bier meine ich insoferne, dass sich Kinder für alles mögliche interessieren. Sprich ich denke, es interessiert sich das Kind definitiv auch für Sachen, die sicher nicht gehen. Sprich: Kinder müssen eben auch mal weinen, weil sie einfach nicht alles bekommen dürfen.
Und? Meine KInder haben alle schon Kaffee probiert - und für eklig befunden. Klar mag ein Kind keinen Kaffee, aber neugierig sind sie halt.
Der Große, 13, trinkt ab und an einen Milchkaffee.
Er hat auch schon am Bier genippt - findet er eklig. Die beiden anderen riechen immer mal wieder und finden allein schon den Geruch ganz furchtbar.
Sie sind neugierig, weil wir das trinken - aber ich kenne wirklich kein Kind der Welt, dass Bier trinkt. Da muss keiner weinen 8)
Und ich werde auch nicht panisch, wenn sie mal an irgendwas nippen.
EhUKr

Re: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von EhUKr »

Ich find, zuckerlos in den ersten Jahren geht durchaus, wenn man will. Alternativen anbieten und sonst halt den Ort der Versuchung mit Baby verlassen. Was mitnehmen, dass das Baby gern isst und als Alternative anbieten.
Hier ist der Kleine einfach was es gibt, mein erstes Kind war aber auch lange zuckerlos.
warmbäuchlein
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Re: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von warmbäuchlein »

Sandküste hat geschrieben:
warmbäuchlein hat geschrieben:Den Vergleich mit dem Bier meine ich insoferne, dass sich Kinder für alles mögliche interessieren. Sprich ich denke, es interessiert sich das Kind definitiv auch für Sachen, die sicher nicht gehen. Sprich: Kinder müssen eben auch mal weinen, weil sie einfach nicht alles bekommen dürfen.
Und? Meine KInder haben alle schon Kaffee probiert - und für eklig befunden. Klar mag ein Kind keinen Kaffee, aber neugierig sind sie halt.
Der Große, 13, trinkt ab und an einen Milchkaffee.
Er hat auch schon am Bier genippt - findet er eklig. Die beiden anderen riechen immer mal wieder und finden allein schon den Geruch ganz furchtbar.
Sie sind neugierig, weil wir das trinken - aber ich kenne wirklich kein Kind der Welt, dass Bier trinkt. Da muss keiner weinen 8)
Und ich werde auch nicht panisch, wenn sie mal an irgendwas nippen.
Also mir hat Bier schon als Kind geschmeckt - durfte den Bierschaum kosten 8)
Ich habe natürlich dennoch kein Bier trinken dürfen und Alkoliker ist aus mir auch keiner geworden - das Beispiel widerspricht mir selbst, dennoch bleibe ich bei zucker- und salzfrei. :mrgreen:

Ehrlich finde ich etwas Bierschaum auch noch besser als Croissant und Co - dennoch kriegt's mein Baby nicht
nido56
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Re: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von nido56 »

Mit Sahnetorten und so hatten wir nie ein Problem, weil der Pirat das bis heute nicht mag. Bratwurst und Co. durfte er schon frueh probieren. Sowas kommt ja nur alle Ewigkeiten mal vor. Allerdings hat das bei uns tatsaechlich dazu gefuehrt, dass der Pirat ungewuerztes Essen und vor allem Brei sehr schnell abgelehnt hat. Nachdem er einmal mitbekommen hatte, dass das was wir auf dem Teller hatten leckerer war als das, was wir ihm angeboten haben, konnte ich mir die geduensteten Moehrchen ohne Salz dann gerne sonstwohin stecken... Naja, haben wir halt alle unseren Salzkonsum etwas eingeschraenkt, aber ganz salzlos kam von da an nicht mehr ueber die Piratenlippen.

Am Kaffee und am (alkoholfreien) Bier geleckt hat er inzwischen auch mal (eklig!). Ich selbst durfte schon mit knapp 4 Jahren bei ganz besonderen Anlaessen Wasser mit einer homoeopathischen Menge Rotwein trinken. Ich denke, dass der total entspannte Umgang meiner Eltern damit dazu gefuehrt hat, dass ich als Jungendliche nie das Beduerfnis hatte mich zu besaufen. Alkohol war fuer mich etwas zum Geniessen und hatte nie die Aura des Verbotenen.
nido mit dem Piraten (01/2012)
FCF
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Re: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von FCF »

Mein Resümee aus drei Kindern ist: am besten für Familienessen sorgen, das auch für das Baby gesund genug ist. Mir kommt auch nur selten Mist aufs Teller, von daher war Mitessen eigentlich kein Problem.
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taschi
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Re: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von taschi »

Also ich kann auch nur bestätigen das mit der Anzahl der Kinder die Gelassenheit zunimmt. Meine große hat bis sie 1,5 war nix mit Zucker bekommen..Nun bei der 3. gab es tatsache mit 7 Monaten von den großen Schwestern was vom Schokoriegel ab..seitdem erkennt sie durchaus die Verpackung... Meine Mittlere hatte 2,5 Jahre eine nasale Magensonde..dadurch seh ich vieles bzgl. des essens deutlich entspannter.

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Nautilus
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Re: AW: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von Nautilus »

Ich handhabe das offen gesagt so, dass mein Sohn einfach so viel probieren darf wie er möchte. Wurst und Schokotorte etc
gibt es bei uns wie wohl den meisten hier eben nicht täglich, sondern zu besonderen Anlässen und ich halte es für falsch, mein Kind davon fernzuhalten. Mein Sohn steht auf Sahne und Kuchen ;), Schoki pur findet er, wie wir Eltern übrigens, nicht so beeindruckend. Zusammengefasst hab ich das Gefühl, dass wir so sehr gut fahren, er begrenzt seine Essmenge auch bei "ungesundem, aber leckerem" Essen von alleine auf eine wirklich vertretbare Menge und es hat ihm auch nicht den Geschmack auf "Gesundes" verdorben.
Ich würde mich bzw. ihn beim Thema essen nicht unter Druck setzen, sondern diese Momente als Ausnahmen zelebrieren ;).

LG Nautilus mit Astronäutchen (7/12)
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Nautilus
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Re: AW: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von Nautilus »

Ach und mein Kind liebt Kaffee *schock* und kriegt deshalb den Milchschaum und manchmal die letzten Tropfen aus der Tasse *ommm*
Neuerdings ordert er:"Bier haben! Wein haben!" Tja, genau DA verläuft meine Grenze ;).
Aber ein Kind tatsächlich von allen ungesunden Verlockungen fernhalten, halte ich auch für unrealistisch. Wir halten es so, dass wir ihm, der schon immer am Tisch mitgegessen hat, den ernährungstechnisch suboptimalen Teil nicht anbieten bzw. auf den Teller legen und er davon nur auf Verlangen hin bekommt. Pommes wollte er z.B. nur selten und damit kann ich sehr gut leben...

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PinkLady123
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Re: Wie handhabt ihr das Essen fürs Baby auf Feiern?

Beitrag von PinkLady123 »

Sehr interessanter Meinungsaustausch, danke.

Also, grundsätzlich bin (bzw. war) ich schon der Meinung, dass Zucker im ersten Lebensjahr bei unserem Kind tabu ist. Tja, soweit die Theorie. Diese Idee finde ich nach wie vor wichtig, aber sie steht für mich einfach nicht über allem. Die Option mein Kind weinend zusehen zu lassen, wie um ihn herum genascht wird, kommt hier nicht in Frage. Und genauso wenig ist die Möglichkeit, dann einfach nicht mehr zu solchen Anlässen zu erscheinen, für mich eine Option. Dann hätte ich praktisch keinen Kontakt mehr mit Freunden und Bekannten.

Irgendjemand hatte hier geschrieben, man müsse Lebensmittel anbieten, die das Kind gerne mag - das klappt bei uns nicht. Ich war vor ein paar Wochen mit einer Freundin Eis essen (bei dieser Gelegenheit zeigte der Keks übrigens das erste Mal, dass er sich nicht mehr mit Alternativen zufrieden gibt). Der Keks weinte und motzte ziemlich rum. Ich bot ihm sein Lieblingsessen an (stillen, Erdbeeren und Banane) - er weinte so lange, bis er vom Eis kosten durfte. Es ist also nicht so einfach zu pauschalisieren.

Ich möchte auch gerne nochmal auf den Biervergleich eingehen: meiner Meinung nach passt dieser Vergleich nicht. Aber um konkret auf das Beispiel Croissant/Bier einzugehen: ja, vermutlich hätte der Keks auch Interesse, wenn jemand in seiner Gegenward ein Glas Bier trinken würde. Bisher kam niemand auf die Idee, ein Bier in seiner Anwesenheit zu trinken und bei uns zu Hause gibt es auch keines. Und selbst wenn - bei Alkohol halte ich dann eben seine Tränen aus. Und was an einem Croissant für Kinder so interessant ist - warum es bei anderen so ist, kann ich nicht sagen. Bei unserem Keks ist es an erster Stelle das Interesse am Neuen; daran, dass alle um ihn herum es essen und er nicht. Und wenn er dann reinbeißt, schmeckt es halt einfach gut (es gibt bestimmt wenig Leute, die Croissants nicht mögen, oder?).

Was ich nochmal versuchen werde, wenn wir mal wieder zu einem Kaffe-Kuchen-Gelager eingeladen werden, dass ich zu Hause für den Keks einen "Babykuchen" backe und ihm den dann vor Ort gebe. Mal sehen, ob er sich dann mit der Ähnlichkeit zufrieden gibt. Ansonsten werde ich wohl einfach so weiter machen. Und versuchen, mein schlechtes Gewissen in Grenzen zu halten. Es sind tatsächlich nur Ausnahmen und wie ich schrieb - was er davon tatsächlich isst, ist zum Glück (noch) sehr wenig.
Liebe Grüße PinkLady
mit dem Großen 07/13 und der Kleinen 10/15
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