@ Klimbim: Und noch eine Nachfrage: Du befestigst den Karabiner an Deinem "Sitzgurt". Kann ich ihn auch an meiner Hose/Handgelenk o.ä. befestigen? Ich habe nicht vor, selbst einen Gurt zu tragen. Wir klettern nie und ich kenne mich NULL ausKattirina hat geschrieben: Mit dem Karabiner - funktioniert der dann nur in eine Richtung? Also wenn Dein Sohn fällt, bleibt er (der Sohn) fest an Dir hängen? Wenn Du aber stürzt, löst sich der Karabiner, sodass das Kind nicht mit runterfällt?
Kinder beim Wandern sichern
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Kattirina
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Kattirina mit Sommersohn 2011
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Klimbim
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Huhu-also ich trage meinen Sitzgurt dann wenn wir auch im Klettersteig unterwegs sind und ich die Hände halbwegs frei haben muss.
Eine super Übersicht und Erklärung findet ihr hier auf der Seite-da habe ich mcih auch damals sehr gut belesen können!
http://www.familiesteiner.de/wandern/ansicherung/#seil
Ansonsten wenn der Weg recht normal ist nehme ich das Seil (wie auf dem Lawinenfoto) auch nur schonmal an die Hand, das Kindergewicht könnte ich im Sturzfall vom Kind noch relativ gut so abfangen.
Eine super Übersicht und Erklärung findet ihr hier auf der Seite-da habe ich mcih auch damals sehr gut belesen können!
http://www.familiesteiner.de/wandern/ansicherung/#seil
Ansonsten wenn der Weg recht normal ist nehme ich das Seil (wie auf dem Lawinenfoto) auch nur schonmal an die Hand, das Kindergewicht könnte ich im Sturzfall vom Kind noch relativ gut so abfangen.
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Diss
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Moin moin,
mir ist klar, dass das Problem von kleinen Kindern mit Bewegungsdrang im gefaehrlichen Gelaende nicht wirklich loesbar ist, aber trotzdem bitte ich alle, ueber die Sache mit dem Sichern am kurzen Seil gut nachzudenken und dabei folgendes zu beachten:
a) Wenn man das Seil in irgendeiner Weise an sich einbindet und selbst stuerzt, reisst man das Kind mit. Auf dem anfangs beschriebenen Gelaende (Weg am Bach mit Durchrutsch-Gelaender) ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Erwachsener durch's Gelaender kippt, wohl ausgesprochen gering! Aber im Gebirge, wo es neben dem Pfad runtergeht, kann man selbst auch mal umknicken oder Stolpern. Genauso wie bei der Durchquerung eines Bachs auf nassen Steinen.
b) Wenn man das Seil nicht festbindet (also auch nicht ums Handgelenk), kann man es im Zweifel auch nicht halten, es rutscht einem durch die Hand, wenn das Kind wirklich irgendwo runterkullert und Fahrt aufnimmt. Einfacher Test: Man nimmt so ein Sixpack mit 1.5l Wasserflaschen, die's in jedem Supermarkt gibt. 9 kg ~ Kind mit 2.5 Jahren. Man bindet da ein Seil drum, stellt das Pack an die Tischkante und nimmt das Seil so in die Hand, dass etwa 50 cm durchhaengen. Dann schubst man das Pack den Tisch hinunter. Wenn sich das Seil nach 50 cm Fall strafft, rutscht es einem garantiert durch die Hand (am besten zieht man bei diesem Test Lederhandschuhe an).
Man kann den Test auch mit Einbinden des Wasserpacks im Klettergurt machen, wenn man einen besitzt. Wenn man auf den Sturz vorbereitet ist und sich schon entsprechend hinstellt, wird man das Pack vermutlich mit der Huefte noch halten koennen. Wenn man sich umdreht und die Ohren zuhaelt und jemand anders das Pack irgendwann runterschubst, wird man vermutlich einen deutlichen Ausfallschritt Richtung Tisch machen, sobald es am Gurt reisst.
Bei 2 Packs (= 18 kg = 5jaehriges Kind) wird man an der Tischkante haengen und froh sein, wenn man sich die Huefte nicht gebrochen hat, also nein, eher nicht probieren
Im Gebirge, wo es neben dem Weg auch mal 45 Grad oder steiler abfallen kann, kann man ein Kind, das wirklich unerwartet abstuerzt, wohl nur in den allerwenigsten Faellen halten. Eher wird man selbst das Gleichgewicht verlieren. Wir haben derartige Sicherungen z.B. am Kofel und am Stangensteig gesehen, und da ist der Hang neben dem Pfad deutlich steiler. Ein Sturz eines Kinder haette da unter Garantie den Erwachsenen mitgerissen.
In weniger steilem Gelaende wie dem beschrieben Bach duerfte das Problem weniger gross sein. Es gilt aber immer zu schauen, wie steil der Sturz waere. In der Weissbachschlucht ist die Bachboeschung an manchen Stellen fast senkrecht und 3m tief. Das reicht, damit beide reinfallen.
Die Frage "was soll man denn sonst machen?" kann ich leider auch nicht beantworten. Wir haben das damals auch lang ueberlegt, hatten aber das Glueck, dass wir (zugegeben erst nach immer wieder wochenlangem Suchen) genuegend spannende Wanderungen finden konnten, in denen das Gelaende erstmal nicht so gefaehrlich war bzw. es nur kurze gefaehrliche Stellen gab. Dort kamen die Kinder dann fuer ein paar Meter an die Hand, ansonsten konnten sie kraxeliges Gehen z.B. im Bachbett an ungefaehrlichen Stellen ueben.
Auf die ersten ausgesetzten Pfade haben wir uns erst getraut, als die Kinder schon einiges an kraxeligen Wurzel- und Steinpfaden hinter sich hatten und daher schon entsprechende Trittfestigkeit aufwiesen. Und dann haben wir sie an den kurzen ausgesetzten Stellen an die Hand genommen (=> bei diesem direkten Kontakt merkt man direkt, wenn das Kind stolpert und reagiert schneller und vor allem sicherer, als wenn ein Ruck am Seil kommt) und sind ansonsten ganz dicht hinter ihnen geblieben. Das war die ersten Male ziemlich anstrengend fuer uns, aber wir hatten nahe der Alpen eine derartige Auswahl an Bergen, dass sich die Schwierigkeit ganz langsam steigern liess und die Kinder so nach und nach genuegend Sicherheit erworben haben.
Natuerlich hat nicht jeder diese Moeglichkeiten, die Kinder derart "gestuft" lernen zu lassen, und wenn ein 2 1/2jaehriges Kind an einem Wildbach lang will, muss man jetzt was tun, das ist schon klar. Und je nach Gelaende funktioniert da die Sicherung am Seil ja eventuell auch. Ich will das auch niemandem "verbieten", denn nur die Eltern selbst koennen ja ihre Kinder einschaetzen und ich hasse diese Leute, die einen anschauen und dann den Kopf schuetteln und vor sich hinmurmeln "Wie kann man das nur mit Kindern machen...".
Und damit das auch gleich klar ist: ich will hier nicht etwa Klimbim etwas vorwerfen! Ich kenne Dein Kind nicht, das Gelaende nicht, in dem ihr unterwegs seid, und weiss auch nicht, wie erfahren Du bist (zumindest ja wohl nicht ganz unerfahren, wenn ich das mit den Klettersteigen lese). Also bitte nicht falsch verstehen, dass ich hier behaupten wollte, Du seist unverantwortlich oder sowas! Das kannst nur Du fuer Dich und Deine Kinder beurteilen und niemand sonst (na gut, ein Bergfuehrer vielleicht
).
Ich wollte nur ein paar Denkanstoesse geben, damit sich niemand leichtsinnig einem falschen Sicherheitsgefuehl hingibt, nur weil er ein Seil in der Hand haelt, sondern sich vorher ueberlegt: Passt das Gelaende von der Steilheit her? Koennte ich selbst abstuerzen? Wie schwer ist mein Kind, koennte ich das wirklich halten? Was fuer andere Moeglichkeiten gaebe es vielleicht (z.B. mit Gummistiefeln oder Barfuss durch den Bach, wenn er nicht gar zu wild ist)?
In der Hoffnung, dass sich niemand auf den Schlips getreten fuehlt!
cu,
Frank
mir ist klar, dass das Problem von kleinen Kindern mit Bewegungsdrang im gefaehrlichen Gelaende nicht wirklich loesbar ist, aber trotzdem bitte ich alle, ueber die Sache mit dem Sichern am kurzen Seil gut nachzudenken und dabei folgendes zu beachten:
a) Wenn man das Seil in irgendeiner Weise an sich einbindet und selbst stuerzt, reisst man das Kind mit. Auf dem anfangs beschriebenen Gelaende (Weg am Bach mit Durchrutsch-Gelaender) ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Erwachsener durch's Gelaender kippt, wohl ausgesprochen gering! Aber im Gebirge, wo es neben dem Pfad runtergeht, kann man selbst auch mal umknicken oder Stolpern. Genauso wie bei der Durchquerung eines Bachs auf nassen Steinen.
b) Wenn man das Seil nicht festbindet (also auch nicht ums Handgelenk), kann man es im Zweifel auch nicht halten, es rutscht einem durch die Hand, wenn das Kind wirklich irgendwo runterkullert und Fahrt aufnimmt. Einfacher Test: Man nimmt so ein Sixpack mit 1.5l Wasserflaschen, die's in jedem Supermarkt gibt. 9 kg ~ Kind mit 2.5 Jahren. Man bindet da ein Seil drum, stellt das Pack an die Tischkante und nimmt das Seil so in die Hand, dass etwa 50 cm durchhaengen. Dann schubst man das Pack den Tisch hinunter. Wenn sich das Seil nach 50 cm Fall strafft, rutscht es einem garantiert durch die Hand (am besten zieht man bei diesem Test Lederhandschuhe an).
Man kann den Test auch mit Einbinden des Wasserpacks im Klettergurt machen, wenn man einen besitzt. Wenn man auf den Sturz vorbereitet ist und sich schon entsprechend hinstellt, wird man das Pack vermutlich mit der Huefte noch halten koennen. Wenn man sich umdreht und die Ohren zuhaelt und jemand anders das Pack irgendwann runterschubst, wird man vermutlich einen deutlichen Ausfallschritt Richtung Tisch machen, sobald es am Gurt reisst.
Bei 2 Packs (= 18 kg = 5jaehriges Kind) wird man an der Tischkante haengen und froh sein, wenn man sich die Huefte nicht gebrochen hat, also nein, eher nicht probieren
Im Gebirge, wo es neben dem Weg auch mal 45 Grad oder steiler abfallen kann, kann man ein Kind, das wirklich unerwartet abstuerzt, wohl nur in den allerwenigsten Faellen halten. Eher wird man selbst das Gleichgewicht verlieren. Wir haben derartige Sicherungen z.B. am Kofel und am Stangensteig gesehen, und da ist der Hang neben dem Pfad deutlich steiler. Ein Sturz eines Kinder haette da unter Garantie den Erwachsenen mitgerissen.
In weniger steilem Gelaende wie dem beschrieben Bach duerfte das Problem weniger gross sein. Es gilt aber immer zu schauen, wie steil der Sturz waere. In der Weissbachschlucht ist die Bachboeschung an manchen Stellen fast senkrecht und 3m tief. Das reicht, damit beide reinfallen.
Die Frage "was soll man denn sonst machen?" kann ich leider auch nicht beantworten. Wir haben das damals auch lang ueberlegt, hatten aber das Glueck, dass wir (zugegeben erst nach immer wieder wochenlangem Suchen) genuegend spannende Wanderungen finden konnten, in denen das Gelaende erstmal nicht so gefaehrlich war bzw. es nur kurze gefaehrliche Stellen gab. Dort kamen die Kinder dann fuer ein paar Meter an die Hand, ansonsten konnten sie kraxeliges Gehen z.B. im Bachbett an ungefaehrlichen Stellen ueben.
Auf die ersten ausgesetzten Pfade haben wir uns erst getraut, als die Kinder schon einiges an kraxeligen Wurzel- und Steinpfaden hinter sich hatten und daher schon entsprechende Trittfestigkeit aufwiesen. Und dann haben wir sie an den kurzen ausgesetzten Stellen an die Hand genommen (=> bei diesem direkten Kontakt merkt man direkt, wenn das Kind stolpert und reagiert schneller und vor allem sicherer, als wenn ein Ruck am Seil kommt) und sind ansonsten ganz dicht hinter ihnen geblieben. Das war die ersten Male ziemlich anstrengend fuer uns, aber wir hatten nahe der Alpen eine derartige Auswahl an Bergen, dass sich die Schwierigkeit ganz langsam steigern liess und die Kinder so nach und nach genuegend Sicherheit erworben haben.
Natuerlich hat nicht jeder diese Moeglichkeiten, die Kinder derart "gestuft" lernen zu lassen, und wenn ein 2 1/2jaehriges Kind an einem Wildbach lang will, muss man jetzt was tun, das ist schon klar. Und je nach Gelaende funktioniert da die Sicherung am Seil ja eventuell auch. Ich will das auch niemandem "verbieten", denn nur die Eltern selbst koennen ja ihre Kinder einschaetzen und ich hasse diese Leute, die einen anschauen und dann den Kopf schuetteln und vor sich hinmurmeln "Wie kann man das nur mit Kindern machen...".
Und damit das auch gleich klar ist: ich will hier nicht etwa Klimbim etwas vorwerfen! Ich kenne Dein Kind nicht, das Gelaende nicht, in dem ihr unterwegs seid, und weiss auch nicht, wie erfahren Du bist (zumindest ja wohl nicht ganz unerfahren, wenn ich das mit den Klettersteigen lese). Also bitte nicht falsch verstehen, dass ich hier behaupten wollte, Du seist unverantwortlich oder sowas! Das kannst nur Du fuer Dich und Deine Kinder beurteilen und niemand sonst (na gut, ein Bergfuehrer vielleicht
Ich wollte nur ein paar Denkanstoesse geben, damit sich niemand leichtsinnig einem falschen Sicherheitsgefuehl hingibt, nur weil er ein Seil in der Hand haelt, sondern sich vorher ueberlegt: Passt das Gelaende von der Steilheit her? Koennte ich selbst abstuerzen? Wie schwer ist mein Kind, koennte ich das wirklich halten? Was fuer andere Moeglichkeiten gaebe es vielleicht (z.B. mit Gummistiefeln oder Barfuss durch den Bach, wenn er nicht gar zu wild ist)?
In der Hoffnung, dass sich niemand auf den Schlips getreten fuehlt!
cu,
Frank
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Klimbim
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Nein, wer soll sich denn auf den Schlips getreten fühlen?! 
Wie du meinem Post entnehmen kannst schrieb ich-wenn der Weg relativ normal ist-d.h. keine konrete Absturzgefahr besteht, bzw. kein schmaler Grat etc. dann nehme ich das Seil an die Hand. Soll heißen es fungiert dabei nicht als direkte Absturzsicherung, sondern mehr als "Leine" damit das Kind nicht zu weit vorrennt, zu nah an die Kanten läuft etc.
In dem konkreten Alter, als mein Sohn noch nicht derart trittsicher war, kam er an holperigen Stellen auch schonmal einfach in die Kraxe. Jetzt kann man natürlich auch bei dieser über Schaden und Nutzen reden, oder das man auch damit erstmal lernen sollte sicher zu laufen, da der Schwerpunkt doch ganz anders ist als beim normalen Rucksack, für uns hat sich diese Kombination als Zweckmäßig erwiesen.
Im Klettersteig sieht das ganze ja auch wieder anders aus, da befinden sich ja zumeist Drahtseile an die man seine Karbiner hängt, zusätzlich zur Eltern Sicherung, d.h. die Gefahr des mitreißens wenn man selber abrutscht denke ich, ist anders zu beurteilen.
Der Vergleich mit den Wasserpacks-ja stimmt, aber auch nur zum Teil...
Wenn ich an einem schwierigen Stück mit dem Kind gehe lasse ich es nicht hinter mir blind laufen und mich überraschen wenn es mal abrutscht-dann gehe ich ein Stück vorraus und lasse mein Kind dann nackommen, nicht am lose baumelnden Seil sondern eher gestrafft, so kommt man, wenn das Kind strauchelt nicht in die Gefahr überrascht zu werden, wie bei zwei blind geworfenen Wasserpacks
und erst nach drei m freien Fall zu merken das das Kind fehlt
die so wirkende Kraft lässt sich dann auch recht gut abfangen (bis wieviel kg dazu kann ich allerdings keine Werte vorweisen...)
Eine Zweier Seilschaft muss mit diesen Gegebenheiten ja auch umgehen lernen das einer abrutschen kann
Ein gewisses Risiko geht man (leider?) immer ein wenig ein, wenn man gewisse Dinge mit Kindern unternimmt...
In einem Punkt stimme ich dir da vollkommen zu
Der Threadstarterin ging es aber im konkreten Fall glaube ich weniger um eine absicherung im Alpinen Gelänge noch im Klettersteig, sondern vielmehr, wie ich es verstanden habe, darum das die Kinder eben nicht Gefahr laufen zu weit auszureißen -da denke ich das es seinen Zweck damit erfüllen würde wenn man sie anseilt.
Hoffe ich hab in meiner Stilldemenz die Sätze halbwegs verständlcih geschrieben
Wie du meinem Post entnehmen kannst schrieb ich-wenn der Weg relativ normal ist-d.h. keine konrete Absturzgefahr besteht, bzw. kein schmaler Grat etc. dann nehme ich das Seil an die Hand. Soll heißen es fungiert dabei nicht als direkte Absturzsicherung, sondern mehr als "Leine" damit das Kind nicht zu weit vorrennt, zu nah an die Kanten läuft etc.
In dem konkreten Alter, als mein Sohn noch nicht derart trittsicher war, kam er an holperigen Stellen auch schonmal einfach in die Kraxe. Jetzt kann man natürlich auch bei dieser über Schaden und Nutzen reden, oder das man auch damit erstmal lernen sollte sicher zu laufen, da der Schwerpunkt doch ganz anders ist als beim normalen Rucksack, für uns hat sich diese Kombination als Zweckmäßig erwiesen.
Im Klettersteig sieht das ganze ja auch wieder anders aus, da befinden sich ja zumeist Drahtseile an die man seine Karbiner hängt, zusätzlich zur Eltern Sicherung, d.h. die Gefahr des mitreißens wenn man selber abrutscht denke ich, ist anders zu beurteilen.
Der Vergleich mit den Wasserpacks-ja stimmt, aber auch nur zum Teil...
Wenn ich an einem schwierigen Stück mit dem Kind gehe lasse ich es nicht hinter mir blind laufen und mich überraschen wenn es mal abrutscht-dann gehe ich ein Stück vorraus und lasse mein Kind dann nackommen, nicht am lose baumelnden Seil sondern eher gestrafft, so kommt man, wenn das Kind strauchelt nicht in die Gefahr überrascht zu werden, wie bei zwei blind geworfenen Wasserpacks
Eine Zweier Seilschaft muss mit diesen Gegebenheiten ja auch umgehen lernen das einer abrutschen kann
Ein gewisses Risiko geht man (leider?) immer ein wenig ein, wenn man gewisse Dinge mit Kindern unternimmt...
In einem Punkt stimme ich dir da vollkommen zu
Sicher ist man nicht nur weil das Kind einen Gurt um hat und man selber ein Seil, letztlich muss man immer wissen was man sihc selber und seinen Kindern zutrauen kann. Einen völlig untrainierten "Großstädter" mit Kind in die Alpen zu scicken kann auch bei bester Ausrüstung ein Wagniss werden! Eine gewisse Grundtrittsicherheit ist eine gute Basis, ein Restrisiko bergen solche Unternehmung ab wie gesagt trotzdem immer noch da kommt man nicht drum herum, ob mit oder ohne Seilsicherung.Ich wollte nur ein paar Denkanstoesse geben, damit sich niemand leichtsinnig einem falschen Sicherheitsgefuehl hingibt, nur weil er ein Seil in der Hand haelt, sondern sich vorher ueberlegt: Passt das Gelaende von der Steilheit her? Koennte ich selbst abstuerzen? Wie schwer ist mein Kind, koennte ich das wirklich halten? Was fuer andere Moeglichkeiten gaebe es vielleicht (z.B. mit Gummistiefeln oder Barfuss durch den Bach, wenn er nicht gar zu wild ist)?
Der Threadstarterin ging es aber im konkreten Fall glaube ich weniger um eine absicherung im Alpinen Gelänge noch im Klettersteig, sondern vielmehr, wie ich es verstanden habe, darum das die Kinder eben nicht Gefahr laufen zu weit auszureißen -da denke ich das es seinen Zweck damit erfüllen würde wenn man sie anseilt.
Hoffe ich hab in meiner Stilldemenz die Sätze halbwegs verständlcih geschrieben
- Teazer
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Danke Klimbim und Diss (Herzlich willkommen!
)!
Ins bergische würde ich mich auch nur sehr ausgewählt trauen. Und im nächsten Urlaub werden auch mein Mann und ein Freund die Kinder sichern, denn schwanger traue ich mit das auch nicht so richtig zu. Mein Schwerpunkt ist ja auch verschoben.
Alle Eure Infos werden in die Ausrüstung und deren Nutzung fließen.
Ins bergische würde ich mich auch nur sehr ausgewählt trauen. Und im nächsten Urlaub werden auch mein Mann und ein Freund die Kinder sichern, denn schwanger traue ich mit das auch nicht so richtig zu. Mein Schwerpunkt ist ja auch verschoben.
Alle Eure Infos werden in die Ausrüstung und deren Nutzung fließen.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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Diss
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Re: Kinder beim Wandern sichern
@Klimbim: ok, mit der "Leine", damit man gar nicht erst zu nah an die gefaehrlichen Stellen kommt, hatte ich das noch gar nicht so betrachtet. Ich denk immer in ausgesetzten Bergpfaden
und da ist man ja quasi immer direkt an der gefaehrlichen Stelle. Aber so war das fuer euch in Kombination mit der Kraxe sicherlich eine gute Methode, ihr habt da auch sicher gut ueber das Thema nachgedacht, so wie Du das hier beschreibst. Und fuer Teazer passt es im Zweifel auch, damit die Kinder gar nicht erst zu nah an den Abgrund kommen. Wir sind in dem Alter z.B. in der Ammerschlucht immer dicht hinter den Kindern hergerannt, wenn sie sich in Richtung Kante bewegten, das war schon ganz schoen anstrengend
Jedenfalls euch und auch Teazer und allen anderen weiter viel Freude beim Wandern! Und wenn's Dich, Klimbim, mit dem Grossen auf Klettersteige zieht, kannst Du ja gelegentlich nochmal einen Blick auf die Seite werfen, die Klettersteige haben wir jetzt auch mit drauf. Florian war beim ersten zwar schon ein Jahr aelter, ist aber relativ klein. Koennte also von der Groesse her bald passen
cu,
Frank
Jedenfalls euch und auch Teazer und allen anderen weiter viel Freude beim Wandern! Und wenn's Dich, Klimbim, mit dem Grossen auf Klettersteige zieht, kannst Du ja gelegentlich nochmal einen Blick auf die Seite werfen, die Klettersteige haben wir jetzt auch mit drauf. Florian war beim ersten zwar schon ein Jahr aelter, ist aber relativ klein. Koennte also von der Groesse her bald passen
cu,
Frank
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Cocolin
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Ich belebe dieses Thema mal wieder.
Alles, was hier schon steht, habe ich auch im Kopf schon durch. Trotzdem glaube ich, manchmal ist eine Sicherung einfach eine gute Idee.
Wir haben früher geklettert, sind aber nicht mehr so wirklich drin und wandern auch nur noch.
Wir haben den Petzl Komplettgurt gekauft, weil der bei ihm schon gut sitzt. Der hat aber eigentlich, weil Klettergurt, die Befestigung für den Karabiner vorne. Jetzt überlege ich, wie man das richtig sichert. vorne Karabiner zum schließen und hinten Karabiner für's Seil? Oder schließen mit so einer Schlaufe ... wie heißen die nochmal? Also wenn da jemand Tipps hat, oder ihr andere Gurte habt, bei denen man besser hinten einhängen kann, immer her mit Ideen!
Alles, was hier schon steht, habe ich auch im Kopf schon durch. Trotzdem glaube ich, manchmal ist eine Sicherung einfach eine gute Idee.
Wir haben früher geklettert, sind aber nicht mehr so wirklich drin und wandern auch nur noch.
Wir haben den Petzl Komplettgurt gekauft, weil der bei ihm schon gut sitzt. Der hat aber eigentlich, weil Klettergurt, die Befestigung für den Karabiner vorne. Jetzt überlege ich, wie man das richtig sichert. vorne Karabiner zum schließen und hinten Karabiner für's Seil? Oder schließen mit so einer Schlaufe ... wie heißen die nochmal? Also wenn da jemand Tipps hat, oder ihr andere Gurte habt, bei denen man besser hinten einhängen kann, immer her mit Ideen!
Mod- Team Trageberatung
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- AnnieMerrick
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Ich hab einen fillikid brustgurt zur sicherung im bollerwagen genutzt. Das dürfte beim wandern gut gehen. Mit karabinern am gürtelTeazer hat geschrieben: 10.05.2014, 14:23 Ach ja: Und wie befestige ich das Sicherungsseil dann am Besten am Erwachsenen?
Viele Grüße
AnnieMerrick mit
2014 und
2018
---
Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.
AnnieMerrick mit
---
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Cocolin
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Nein, sowas geht eben gar nicht. Man braucht einen komplettgurt (klettergurt). Der geht um Beine und Brust. Ich kann mir nicht vorstellen dass so ein Gurt die Kräfte aushält die da wirken wenn jemand wirklich abrutscht.AnnieMerrick hat geschrieben: 05.08.2020, 18:10Ich hab einen fillikid brustgurt zur sicherung im bollerwagen genutzt. Das dürfte beim wandern gut gehen. Mit karabinern am gürtelTeazer hat geschrieben: 10.05.2014, 14:23 Ach ja: Und wie befestige ich das Sicherungsseil dann am Besten am Erwachsenen?
Bei unserem Klettergurt aber ist halt die Schlaufe für die Karabiner nur vorne - wie man es zum klettern braucht. Da suche ich noch eine sichere Lösung, wie man die beim Wandern wenn man das Kind von hinten sichert, aber besten befestigt.
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Cocolin
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Re: Kinder beim Wandern sichern
Sorry, vorhin vom Handy, daher etwas kurz angebunden.
Das Problem ist halt, wie ja hier auch schon vor Jahren im Thread erörtert wurde: wann sichert man und wie. Weil, wenn 16 oder 18 kilo kind 4 Meter vorlaufen und dann an einer steilen Stelle rutschen, geht ganz schön viel Kraft sowohl auf den Sichernden, als auch auf das Geschirr / das Kind.
Für uns ist es halt so: derzeit machen wir eigentlich eh noch keine solchen Touren. Aber es gibt hier im Mittelgebirge (Schwarzwald) schon Stellen, die ziemlich alpin sind. Zum Beispiel auch Gipfelwege, die eigentlich breit und sicher sind - aber nur wenige Meter daneben geht's halt richtig runter. Und da hätte ich Kind/er dann, so lange sie noch nicht selbst das Gefahrenbewußtsein haben, gesichert. Aber eben auch richtig...
Meine Mutter hat das mit uns auch gemacht, an exponierten STellen bei ansonsten harmlosen Wanderungen. Der Gurt den sie hatte, war auch zum hinten mit Karabiner einhaken. Aber den wollte ich jetzt nach 30 Jahren doch nicht mehr benutzen
Wenn man auf geraden Wegen ohne Absturzgefahr das Kind einfach am Wegrennen hindern will, tun es sicher auch solche Gurte AnnieMerrick, aber hier für eben alpine / exponierte Stellen wegen Absturzgefahr würde ich das nicht riskieren.
Generell will ich ihn eher auch selber laufen lassen, um Trittsicherheit zu bekommen. Wenn er auf einem engen Weg nur ins Gebüsch rutschen kann ohne große Gefahr, würde ich da nicht sichern, glaube ich.
Das Problem ist halt, wie ja hier auch schon vor Jahren im Thread erörtert wurde: wann sichert man und wie. Weil, wenn 16 oder 18 kilo kind 4 Meter vorlaufen und dann an einer steilen Stelle rutschen, geht ganz schön viel Kraft sowohl auf den Sichernden, als auch auf das Geschirr / das Kind.
Für uns ist es halt so: derzeit machen wir eigentlich eh noch keine solchen Touren. Aber es gibt hier im Mittelgebirge (Schwarzwald) schon Stellen, die ziemlich alpin sind. Zum Beispiel auch Gipfelwege, die eigentlich breit und sicher sind - aber nur wenige Meter daneben geht's halt richtig runter. Und da hätte ich Kind/er dann, so lange sie noch nicht selbst das Gefahrenbewußtsein haben, gesichert. Aber eben auch richtig...
Meine Mutter hat das mit uns auch gemacht, an exponierten STellen bei ansonsten harmlosen Wanderungen. Der Gurt den sie hatte, war auch zum hinten mit Karabiner einhaken. Aber den wollte ich jetzt nach 30 Jahren doch nicht mehr benutzen
Wenn man auf geraden Wegen ohne Absturzgefahr das Kind einfach am Wegrennen hindern will, tun es sicher auch solche Gurte AnnieMerrick, aber hier für eben alpine / exponierte Stellen wegen Absturzgefahr würde ich das nicht riskieren.
Generell will ich ihn eher auch selber laufen lassen, um Trittsicherheit zu bekommen. Wenn er auf einem engen Weg nur ins Gebüsch rutschen kann ohne große Gefahr, würde ich da nicht sichern, glaube ich.
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