Habe jetzt alles nochmal durchgelesen und finde, das ihr das richtig macht, mit dem Brot/Belag z.B.
Bei den Wienern beim Picknick würde ich auch zu anderen Eltern sagen: Er/sie hat genug, dankeschön.
Lg
Salo
Wie weit Essen reglementieren?
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- Salo81
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Re: Wie weit Essen reglementieren?
Salo mit Henry (06/05) und Flora (09/07) und Luise (06/11)
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jusl
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Re: Wie weit Essen reglementieren?
Meine Kinder sind alle schon groß, und sie LIEBEN einkaufen. D.h. sie radeln dann einfach los und besorgen für alle neue Bananen (oder was sonst gerade alle ist). Das kommt hier ständig vor, von daher: gar kein Problem.Ich finde das einfach zu maßlos/unnötig bzw. auch ungerecht, den anderen Familienmitgliedern, die evtl. auch gern eine Banane möchten.
LG
Julia
- Sarasu
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Re: Wie weit Essen reglementieren?
Ich wollte nur mal zu bedenken geben, dass sich die Vorstellungen, was gesundes Essen ist, regelmäßig ändern bzw. da eh unterschiedliche Theorien existieren. Das heißt, Du hast Deine Vorstellungen und versuchst sie umzusetzen, das ist ja ganz normal und in Ordnung. Ich finde halt wichtig, sich klar zu machen, dass das vielleicht nicht so sein muss bzw. nicht für jeden gilt.
Zur Erklärung mal zwei Beispiele: erstens ist mir eine Situation noch sehr präsent, wo meine Mutter meinem (durchaus auch propperen) Neffen nicht erlaubt hat, den Käse beim Abendessen ohne Brot zu essen. Ich war ein paar Tage da, das war ein ständiger Kampf (und für mich sehr unangenehm, weil mein Sohn das eigentlich darf, aber dann wollte ich es natürlich nicht erlauben, wenn der Cousin nicht darf ...). Die Ironie an der Sache war, dass meine Mutter zu dem Zeitpunkt gar kein Brot gegessen hat, sondern Salat oder so, weil sie gerade eine Diät machte, bei der man abends keine Kohlenhydrate essen darf.
Zweitens: ich fand früher die Theorie "Fett macht fett" super einleuchtend. Vor kurzem habe ich mich mit einer Frau unterhalten, die Ernährungsberatung macht und sich sehr viel mit gesunder Ernährung und Lebensweise allgemein auseinandergesetzt hat. Wir kamen zum Thema Haferdrink statt Milch und sie meinte, das würde sie nicht machen, weil da zuviele Kohlehydrate und zuwenig Fett drin wäre. Auf meinen verwirrten Blick hat sie mir erklärt, dass die Menschen eigentlich einen Fettstoffwechsel haben, also die Energie aus dem Fett ziehen. Das war beim Steinzeitmenschen so und ist bei Babies auch so, deswegen ist ja auch fetthaltige Muttermilch gut. Durch unsere heutige Ernährung würde sich das im Laufe des Lebens umstellen auf einen Kohlehydratstoffwechsel, wo die Energie aus den KH gezogen wird und das Fett dann eingelagert wird und dadurch Krankheiten verursacht etc. Ich hoffe, das stimmt so einigermaßen. Keine Ahnung ob das jetzt "stimmt", ich wollte nur ausdrücken, dass die Meinungen da auseinander gehen.
Das Fett in Nüssen z.B. soll ja supergesund und gut für das Gehirn sein. Daher würde ich mir bei Studentenfutter keine Gedanken machen. L. hatte auch Phasen, wo er täglich mindestens zwei Bananen verdrückt hat (da war er knapp ein Jahr, das war also eine beachtliche Menge), das ging bestimmt zwei Wochen und hat dann von allein wieder aufgehört. Oder er wollte eine Zeit lang täglich ein hartgekochtes Ei, allerdings nur das weiße, da habe ich dann mal den Arzt gefragt und der meinte, dass Eiweiß unbedenklich sei, man sollte nur bei Eigelb limitieren (auf ca. 2 pro Woche in dem Alter), wegen dem Cholesterin. Und auch da wäre es so, dass die Kinder das unterschiedlich gut verstoffwechseln können. Aber da L. ja eh das Eigelb nicht wollte, war ich beruhigt und mal wieder bestätigt, dass er schon weiß was gut ist.
Zum Thema teure Lebensmittel limitieren: klar verstehe ich, dass das sein muss. Andererseits ist es ja so: Du willst ihr zeigen, dass das super gut schmeckt. Und dann schmeckt es ihr super gut und sie will mehr. Das ist doch ganz normal. Wir Erwachsenen haben halt gelernt, uns dann zurück zu halten, sie noch nicht. Also erstaunt es mich nicht, dass es da Diskussionen gibt. Als Lösungsansatz hätte ich nur: die Menge auf dem Tisch schon so zu reduzieren, dass sie komplett gegessen werden darf. Wenn Du am nächsten Tag noch was haben willst, lass es im Kühlschrank. Dass sie das sichtbare dann mit allen Anwesenden teilen muss, ist finde ich zumutbar.
Und grade bei zuckerhaltigen Sachen finde ich: gar nicht ist viel einfacher als ein bisschen. Das sehe ich bei mir selbst, ein Stück Schokolade geht nicht, es muss die ganze Tafel sein. Gar keine Schokolade geht viel einfacher. Also versuche ich das zuhause nicht anzubieten und mich dafür zu entspannen, wenn wir unterwegs sind und er was bekommt.
Zur Erklärung mal zwei Beispiele: erstens ist mir eine Situation noch sehr präsent, wo meine Mutter meinem (durchaus auch propperen) Neffen nicht erlaubt hat, den Käse beim Abendessen ohne Brot zu essen. Ich war ein paar Tage da, das war ein ständiger Kampf (und für mich sehr unangenehm, weil mein Sohn das eigentlich darf, aber dann wollte ich es natürlich nicht erlauben, wenn der Cousin nicht darf ...). Die Ironie an der Sache war, dass meine Mutter zu dem Zeitpunkt gar kein Brot gegessen hat, sondern Salat oder so, weil sie gerade eine Diät machte, bei der man abends keine Kohlenhydrate essen darf.
Zweitens: ich fand früher die Theorie "Fett macht fett" super einleuchtend. Vor kurzem habe ich mich mit einer Frau unterhalten, die Ernährungsberatung macht und sich sehr viel mit gesunder Ernährung und Lebensweise allgemein auseinandergesetzt hat. Wir kamen zum Thema Haferdrink statt Milch und sie meinte, das würde sie nicht machen, weil da zuviele Kohlehydrate und zuwenig Fett drin wäre. Auf meinen verwirrten Blick hat sie mir erklärt, dass die Menschen eigentlich einen Fettstoffwechsel haben, also die Energie aus dem Fett ziehen. Das war beim Steinzeitmenschen so und ist bei Babies auch so, deswegen ist ja auch fetthaltige Muttermilch gut. Durch unsere heutige Ernährung würde sich das im Laufe des Lebens umstellen auf einen Kohlehydratstoffwechsel, wo die Energie aus den KH gezogen wird und das Fett dann eingelagert wird und dadurch Krankheiten verursacht etc. Ich hoffe, das stimmt so einigermaßen. Keine Ahnung ob das jetzt "stimmt", ich wollte nur ausdrücken, dass die Meinungen da auseinander gehen.
Das Fett in Nüssen z.B. soll ja supergesund und gut für das Gehirn sein. Daher würde ich mir bei Studentenfutter keine Gedanken machen. L. hatte auch Phasen, wo er täglich mindestens zwei Bananen verdrückt hat (da war er knapp ein Jahr, das war also eine beachtliche Menge), das ging bestimmt zwei Wochen und hat dann von allein wieder aufgehört. Oder er wollte eine Zeit lang täglich ein hartgekochtes Ei, allerdings nur das weiße, da habe ich dann mal den Arzt gefragt und der meinte, dass Eiweiß unbedenklich sei, man sollte nur bei Eigelb limitieren (auf ca. 2 pro Woche in dem Alter), wegen dem Cholesterin. Und auch da wäre es so, dass die Kinder das unterschiedlich gut verstoffwechseln können. Aber da L. ja eh das Eigelb nicht wollte, war ich beruhigt und mal wieder bestätigt, dass er schon weiß was gut ist.
Zum Thema teure Lebensmittel limitieren: klar verstehe ich, dass das sein muss. Andererseits ist es ja so: Du willst ihr zeigen, dass das super gut schmeckt. Und dann schmeckt es ihr super gut und sie will mehr. Das ist doch ganz normal. Wir Erwachsenen haben halt gelernt, uns dann zurück zu halten, sie noch nicht. Also erstaunt es mich nicht, dass es da Diskussionen gibt. Als Lösungsansatz hätte ich nur: die Menge auf dem Tisch schon so zu reduzieren, dass sie komplett gegessen werden darf. Wenn Du am nächsten Tag noch was haben willst, lass es im Kühlschrank. Dass sie das sichtbare dann mit allen Anwesenden teilen muss, ist finde ich zumutbar.
Und grade bei zuckerhaltigen Sachen finde ich: gar nicht ist viel einfacher als ein bisschen. Das sehe ich bei mir selbst, ein Stück Schokolade geht nicht, es muss die ganze Tafel sein. Gar keine Schokolade geht viel einfacher. Also versuche ich das zuhause nicht anzubieten und mich dafür zu entspannen, wenn wir unterwegs sind und er was bekommt.
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Re: Wie weit Essen reglementieren?
Ich hab jetzt nicht alles gelesen, möchte aber nur kurz mal sagen, dass ich 14 oder 15 Kilo auf 92 cm nicht sooo viel finde... liegt das bei Mädchen in der Kurve so hoch? Ich kenne ein Mädel mit ähnlichen Daten und ich würde nie auf die Idee kommne, sie als zu dick zu bezeichnen, weil sie es einfach nicht ist 
Liebe Grüße von Anke mit dem kleinen Mann (11/11)
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jali
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Re: Wie weit Essen reglementieren?
Hier ist die Perzentilenkurve: http://www.who.int/childgrowth/standard ... 5.pdf?ua=1Prisemuth hat geschrieben:Ich hab jetzt nicht alles gelesen, möchte aber nur kurz mal sagen, dass ich 14 oder 15 Kilo auf 92 cm nicht sooo viel finde... liegt das bei Mädchen in der Kurve so hoch? Ich kenne ein Mädel mit ähnlichen Daten und ich würde nie auf die Idee kommne, sie als zu dick zu bezeichnen, weil sie es einfach nicht ist
Danach sind 14 kg auf 92 cm noch unter der 85. 15kg eher auf der 90.
Ich habe ja selbst ausdrücklich dazu geschrieben, dass ich meine Tochter nicht zu dick finde. Sie bewegt sich auch gerne und viel und ist motorisch fit. Die Figur will ich daher wirklich gar nicht zum Problem machen. Ich habe die Gewichtsdaten nur dazu geschrieben, weil ich schon auch glaube, dass es auch was mit meiner Einstellung zu ihrem Essverhalten zu tun hat. Wenn sie eher untergewichtig wäre, würde ich mir bei Studentenfutter oder der dritten Banane am Stück wahrscheinlich überhaupt keine Gedanken machen. Bei deutlich überdurchschnittlichem Gewicht, brauche ich da vielleicht einfach nochmal mehr Bestätigung von anderer Seite was o.k. ist und was nicht.
Mit zwei Töchtern (2011 und 2014)
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Potsdame
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Re: Wie weit Essen reglementieren?
was mittlerweile ja auch schon wieder längst überholt ist.Sarasu hat geschrieben:Ich wollte nur mal zu bedenken geben, dass sich die Vorstellungen, was gesundes Essen ist, regelmäßig ändern bzw. da eh unterschiedliche Theorien existieren. Das heißt, Du hast Deine Vorstellungen und versuchst sie umzusetzen, das ist ja ganz normal und in Ordnung. Ich finde halt wichtig, sich klar zu machen, dass das vielleicht nicht so sein muss bzw. nicht für jeden gilt.
[...] man sollte nur bei Eigelb limitieren (auf ca. 2 pro Woche in dem Alter), wegen dem Cholesterin. Und auch da wäre es so, dass die Kinder das unterschiedlich gut verstoffwechseln können.
ich glaube, dass unsere ernähtung viel zu sehr auf kohlenhydrate fokussiert ist, obwohl bewiesen ist, dass das sättigungsgefühl durch fette hervorgerufen wird. kohlenhydrate liefern energie, aber keine nährstoffe. Vielleicht wird dein kind nicht richtig satt, vielleicht benötigt sie mehr eiweiß? ich denke, solange nie ernährung gesund ist, soll man kinder wählen lassen. wobei eine wiener oder wurstaufschnitt für mich nicht gesund ist, denn das steckt voller zusatzstoffe.
es ist ja normal geworden, modifizierte lebensmittel zu konsumieren.
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen 
Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
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