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Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 13.01.2014, 23:00
von zweipaarschuh
Mondenkind hat geschrieben:Hast Du einen Termin zum Kontrollwiegen bekommen oder was möchte Dein Arzt machen?
Ja nächste Woche Montag soll ich nochmal hin zum wiegen bis dahin soll ich auch dieses Protokoll geführt haben, werde aber jetzt morgen nochmal in der Praxis anrufen, auf die Gewichtskurve der WHO hinweisen und ihm vorschlagen es erstmal mit der Kalorienreicheren Nahrung zu versuchen. Ich hoffe er hat Verständnis und drängt nicht zu sehr auf das zufüttern.

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 13.01.2014, 23:04
von Mondenkind
Naja, DU triffst die Entscheidungen für Dich und Dein Kind. Er kann Dir nichts vorschreiben, er kann Dich nur beraten. Ich würde einfach den Kontrolltermin einhalten. Aber tu das, womit Du Dich am besten fühlst.

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 13.01.2014, 23:13
von zweipaarschuh
Mondenkind hat geschrieben:Naja, DU triffst die Entscheidungen für Dich und Dein Kind. Er kann Dir nichts vorschreiben, er kann Dich nur beraten. Ich würde einfach den Kontrolltermin einhalten. Aber tu das, womit Du Dich am besten fühlst.
Zu dem Termin werde ich auf alle Fälle gehen. Ich will ja nun auch wissen ob sie zunimmt und ob sie stetig zunimmt. Ich will nur nicht das der Arzt jetzt erwartet das ich zufüttere und ich es garnicht tuh. Einfach nur absprechen und gemeinsam entscheiden mit dem Arzt, aber du hast mich schon darin bestärkt darin auf alle Fälle nach anderen Lösungen zu suchen als das zufüttern.

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 13.01.2014, 23:27
von tania
mein kinderarzt fand, dass mein kind besser nur sechsmal am tag stillen sollte (er stillte so um die 14mal). ich hab mich sogar ein paar tage bemueht und ihn mit viel muehe meinerseits auf zehnmal runter gehandelt (also mein baby ;-)) und er war immer noch sehr besorgt und redete mir zu usw, weil er wuerde bauchweh kriegen und viele andere dinge und da hab ich irgendwann einfach gesagt, dass er jetzt sieben mal stillt (ich dachte, das sieht glaubhafter aus, wenn er die sechsmal nicht ganz schafft :mrgreen: ). ab da hatte ich ruhe und die entwicklung des kinds war herovrragend. ich wuerde das nicht als standard-mittel einsetzen (weil dann kann man ja auch gleich einfach nicht mehr zum arzt gehen), aber wenn die meinung bei einigen dingen doch sehr auseinander gehen, wahle ich manchmal auch den weg des geringsten widertsnds..

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 13.01.2014, 23:39
von zweipaarschuh
Wenn garnix mehr geht werde ich so eine kleine Lüge wohl auch benutzen... ich bin doch sowie so froh das stillen mit der Maus so wunderbar klappt :mrgreen: da funk ich nicht mit einer Flasche dazwischen wenn es auch andere Mittel und Wege gibt. Deswegen bin ich so heilfroh das ich auf dieses Forum gestoßen bin. Die Geschichten hier machen Mut und die Tipps sind spitze.

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 14.01.2014, 00:47
von jusl
Hallo zweipaarschuh,

wenn ich mich noch kurz dazwischenschalten darf:
Ja nächste Woche Montag soll ich nochmal hin zum wiegen bis dahin soll ich auch dieses Protokoll geführt haben,
Ähm, sorry, aber Wiegen in 1 Woche Abstand, um aus dem Wert vom einen Montag im Vergleich zum nächsten Montag irgend etwas abzuleiten, ist bei einem 7 Monate alten Kind VOLLKOMMEN SINNFREI.
Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass 7 Monate alte Babys normalerweise durchschnittlich 40-110 g/Woche zunehmen (Quelle). Die Betonung liegt dabei auf "durchschnittlich" - mal nix, mal 150 g wäre völlig normal, würde man wöchentlich messen.
Die Messdaten selbst sind mit sehr großen Unsicherheiten belegt, das ist unvermeidlich. Hauptsächlich sind diese natürlichen Schwankungen durch unterschiedliche Füllstände von Magen, Darm und Blase bedingt. Dazu kommt unterschiedlicher Flüssigkeitsverlust über Atem und Schweiß beim jeweiligen Messzeitpunkt. Niemand kennt den Füllstand des Darms Deines Babys am nächsten Montag, niemand weiß, wie viel es nachts zuvor geschwitzt hat. Eine Windelportion kann gut und gerne 100-200 g ausmachen - das (unbekannte) Gewicht der Ausscheidungen als Fehler- bzw. Unsicherheitsquelle ist damit bereits größer(!), als die Größe, die man eigentlich messen will (Babygewichtszunahme).
Wenn man wissen möchte, was ein Baby im 2. Lebenshalbjahr WIRKLICH zunimmt, sind seeehr lange Messreihen nötig mit vielen Einzelmessungen nötig (über die vielen Einzelmessungen mitteln sich die natürlichen Schwankungen auf Dauer heraus). Mit EINEM EINZELNEN Messwert hingegen kann man überhaupt nichts anfangen. Wenn nächsten Montag z.B. zufällig wieder 6150 g gemessen wird, können es "in echt" auch genauso gut 6300 oder 6000 sein - genauer weiß man's leider nicht.
Ich will ja nun auch wissen ob sie zunimmt und ob sie stetig zunimmt.
OK, dann wirst Du Dich bis ungefähr Ostern gedulden müssen (der Kinderarzt ebenso ;-)), wenn Du WIRKLICH wissen willst, "ob sie stetig zunimmt"... früher ist eine abschließende Bewertung der Gewichtsdatenmessungen (die bis dahin ungefähr alle 1-2 Wochen stattfinden müssten) methodisch nicht möglich.
Mittags bekommt sie Gemüse-Kartoffel Brei, drei mal die Woche mit Fleisch. Da gebe ich 1 TL Alnatura Beikostöl hinzu. Sie isst ein volles Glas also 190 Gramm.
Am Nachmittag bekommt sie Hirsebrei mit Apfel Bananenmus, auch hier mit 1TL Beikostöl. Davon isst sie 200 Gramm.
Nach jeder Mahlzeit stille ich.
Besser VORHER stillen - das Stillen soll durch Beikost ergänzt werden, nicht andersherum. ;-) Wenn Dein Baby den Bauch bereits mit Brei voll hat (dessen Nährstoffe noch nicht so gut verwertet werden wie die von Muttermilch), trinkt es vermutlich weniger Muttermilch als mit leerem Magen. Deshalb lieber erst stillen, und danach noch nach Belieben mit (in der Tat hochkalorischer) Beikost zufüttern.
Auf diese Weise ist Dein Baby BESTMÖGLICH ernährt.
Wenn der KiA zum idealen Ernährungszustand auch noch GUTE GESUNDHEIT und ENTWICKLUNG bestätigt, ist VOLLKOMMEN EGAL, was Dein Baby wiegt oder was es bis Ostern (oder gar bis nächste Woche :lol: ) zunimmt, denn "bestmögliche Ernährung plus gute Gesundheit und Entwicklung" ist ein nicht verbesserungsfähriger Zustand für Babys. ;-)

LG
Julia

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 14.01.2014, 08:46
von zweipaarschuh
Hallo, danke das du mir schreibst... ja mein Kinderarzt sagte schon als er mir den Termin gab: "das wird nur einer von vielen Terminen zum wiegen" aber er meinte sie sollte wöchentlich zunehmen und auf keinen Fall ginge es das sie nicht zunimmt oder sogar weniger wiegt.
Das was du da zum wiegen schreibst klingt logisch für mich. Naja wir werden sehen was der Herr Doktor vor hat und sagt.

Der Arzt sagt ja selbst sie ist gesund und motorisch top entwickelt. Ihm macht nur das Gewicht meiner Maus sorgen, was nach seinen Aussagen im Untergewicht liegt. Wie gesagt ich werde ab heute ihre Ernährung umstellen, gehe gleich los und kauf Mandelmus und eine Avocado mal schauen wie das der Maus schmeckt.
Danke für dein Tipp wegen dem erst stillen dann füttern, dann werde ich das ab Heute ebenfalls so machen.

Liebe Grüße
Vivien

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 14.01.2014, 09:29
von jusl
aber er meinte sie sollte wöchentlich zunehmen und auf keinen Fall ginge es das sie nicht zunimmt oder sogar weniger wiegt.
Wie gesagt, diese Aussage ist methodisch völliger Unsinn. Nimm einfach folgendes Beispiel: Für ein Baby wird am Montag der Wert 6000 g gemessen wird, aber der Darm ist zufällig randvoll. Am nächsten Montag wird das Baby wieder gewogen und 5960 g gemessen, aber der Darm ist nun leer, Windelportion 100 g. Dann wurde zwar 40 g weniger gemessen, aber "in echt" hat das Baby 60 g zugenommen!..

Also: genauer als auf 100-200 g KANN man das Gewicht mit wöchentlichen Messungen nicht bestimmen, denn niemand kennt die genaue Größe der Fehler, die eine einzelne Messung beeinflussen. Und je nachdem, wie groß diese Fehler zum Zeitpunkt einer Messung zufällig(!) sind, werden die gemessenen Werte um den "wahren" (unbekannten!..) Gewichtswert schwanken, nach oben UND selbstverständlich auch nach unten, das ist zufallsverteilt. Selbstverständlich darf ein Messwert auch niedriger ausfallen als der zuvor gemessene Wert - für sich betrachtet kann man daraus überhaupt nichts ableiten, denn analysiert werden können nur Messreihen, keine Einzelmesswerte.
Herausmitteln werden sich diese Schwankungen erst nach vielen Messwerten; so lange muss man da abwarten, anders geht's nicht.
Der Arzt sagt ja selbst sie ist gesund und motorisch top entwickelt. Ihm macht nur das Gewicht meiner Maus sorgen, was nach seinen Aussagen im Untergewicht liegt. Wie gesagt ich werde ab heute ihre Ernährung umstellen, gehe gleich los und kauf Mandelmus und eine Avocado mal schauen wie das der Maus schmeckt.
Danke für dein Tipp wegen dem erst stillen dann füttern, dann werde ich das ab Heute ebenfalls so machen.
Prima, dann halt uns doch mal auf dem Laufenden. ;-)

LG
Julia

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 14.01.2014, 09:30
von Mondenkind
zweipaarschuh hat geschrieben:Der Arzt sagt ja selbst sie ist gesund und motorisch top entwickelt. Ihm macht nur das Gewicht meiner Maus sorgen, was nach seinen Aussagen im Untergewicht liegt. Wie gesagt ich werde ab heute ihre Ernährung umstellen, gehe gleich los und kauf Mandelmus und eine Avocado mal schauen wie das der Maus schmeckt.
Aber sie ist ja gar nicht untergewichtig! Das muss man ja auch einfach mal sagen. Sie liegt auf der 25er Perzentile. Untergewichtig wäre sie, wenn sie unter der 3er läge. Da ist sie ja nun weit von entfernt. Und auch untergewichtige Kinder können normal ernährt und gesund entwickelt sein. Untergewicht heißt nur, dass man leichter ist, als die meisten anderen. Aber irgendwer muss nun mal leicht sein, sonst könnte man diese Perzentilen gar nicht aufstellen :wink: . Die Perzentilen für Stillkinder sind nur auch schon ich glaube 8 Jahre draußen. Ich verlange von einem Arzt, dass er das mittlerweile mitbekommen hat.

Du darfst gern etwas hochkalorischere Beikost geben, denn, wie gesagt, die Gläschenbreie sind zu fettarm und hochwertige Fette sind wichtig für kleine Kinder. Und die bekommt man über gute Öle, Nussmus, Avocado... Wie besprochen halt. Aber fokussier Dich jetzt nicht nur da drauf, denn Eure Ernährung ist damit optimal! Und damit ist es zweitrangig, wieviel sie zunimmt, bzw, wenn sie damit nicht zunähme (was sie ja aber immer getan hat :wink: ), dann läge es sicher nicht an der Ernährung. Und: die Einführung von 1er mit der Flasche würde die Qualität Eurer Ernährung ein ganzes Stück verschlechtern, das muss auch mal gesagt werden.

Edit: überschneidet sich grad mit jusl, aber egal :wink:

Re: Verzweifelte Stillmama braucht Bitte Hilfe

Verfasst: 14.01.2014, 09:36
von jusl
Richtig - mondenkinds Posting mag ich ebenfalls noch mal unterstreichen.

Wir lösen gerne Probleme hier, auch gerne sehr schwierige; aber Probleme zu lösen, die gar nicht existieren, schaffen selbst wir nicht. ;-)
Entsprechend müßig ist die Konzipierung, Umsetzung und Kontrolle von Maßnahmen zur Behandlung von Untergewicht, wenn gar kein Untergewicht vorliegt...

LG
Julia