Ist Stillen so schwierig?
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
- EinfachIch
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 246
- Registriert: 11.07.2013, 10:48
- Wohnort: Im Herzen Bayerns
Re: Ist Stillen so schwierig?
Ich glaub, dass genau solche Grabenkämpfe am Ende zu Lasten der stillwilligen Mütter gehen... Warum kann nicht jeder seinen Kompetenzbereich anerkennen und vertrauensvoll mit den anderen Experten/Innen zusammenarbeiten? Ist mein Kind noch im Bauch geh ich zur Hebi, das ist ihre Kernkompetenz. Ist es krank, frag ich den Arzt oder die Ärztin. Will ich es Stillen, geh ich zur Stillberaterin. Die ganzen Berufsgruppen haben schon ihre Überschneidungen, aber wirklich professionell wäre es sich entweder in den Randbereichen, die einen interessieren up-to-date zu halten oder einfach anzuerkennen, dass die andere Berufsgruppe auch ihre Daseinsberechtigung hat und man nicht allwissend ist.
Mit kleinem Fröschli (07/13) an der Brust
-
kleinerHase
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 108
- Registriert: 06.02.2013, 20:21
Re: Ist Stillen so schwierig?
Es kann auch ohne Hebamme, ohne viel Hilfe vom Krankenhauspersonal, ohne viel voriges Wissen übers Stillen funktionieren. So war es bei mir.
Bzw. ganz ohne Komplikationen verlief es auch nicht, allerdings hatte ich immer so ein Urvertrauen, dass ich einfach weiter gemacht habe.
Meine Tochter hat am Anfang den Mund nicht richtig weit aufgemacht, dadurch hatte ich schmerzende Brustwarzen. Mir wurde einmal von der Schwester was dazu gesagt und daran habe ich mich stur gehalten, immer wieder korrigiert. Dann hatte ich in den ersten Wochen vom Nuckeln auch sehr empfindliche Brustwarzen.
Mir ging es da vor der Geburt auch so wie dir. Ich dachte mir immer, Stillen ist doch das natürlichste auf der Welt. Bestärkt hat mich auf jeden Fall das Wissen, dass meine Mutter uns drei Kinder ohne Komplikationen gestillt hat.
Aber wenn ich hier so lese, hatte ich wahrscheinlich auch einfach viel Glück! Das wünsche ich dir auch
Bzw. ganz ohne Komplikationen verlief es auch nicht, allerdings hatte ich immer so ein Urvertrauen, dass ich einfach weiter gemacht habe.
Meine Tochter hat am Anfang den Mund nicht richtig weit aufgemacht, dadurch hatte ich schmerzende Brustwarzen. Mir wurde einmal von der Schwester was dazu gesagt und daran habe ich mich stur gehalten, immer wieder korrigiert. Dann hatte ich in den ersten Wochen vom Nuckeln auch sehr empfindliche Brustwarzen.
Mir ging es da vor der Geburt auch so wie dir. Ich dachte mir immer, Stillen ist doch das natürlichste auf der Welt. Bestärkt hat mich auf jeden Fall das Wissen, dass meine Mutter uns drei Kinder ohne Komplikationen gestillt hat.
Aber wenn ich hier so lese, hatte ich wahrscheinlich auch einfach viel Glück! Das wünsche ich dir auch
Lieben Gruß, Antje
mit Tochter 01/13
mit Tochter 01/13
- Katha
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4488
- Registriert: 30.03.2012, 20:38
Re: Ist Stillen so schwierig?
das kann aber wirklich passieren. Es gibt hier zahlreiche Fälle im Forum, wo der Schnuller erst nach und nach zum Problem wurdecarrymehome hat geschrieben: - wenns mal nicht so klappt: das ist sicher der Schnuller (den er schon seit Wochen hatte) wegen der Saugverwirrung
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
-
moonlight79
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 262
- Registriert: 04.11.2013, 13:25
Re: AW: Ist Stillen so schwierig?
Das unterschreibe ich!palme56 hat geschrieben:Hallo,
ja ,da kann man sehr ins Grübeln konmen bei den vielen Threads hier.
Stillen ist die normale Ernährung für einen Säugling und ich finde man sollte schon etwas Basiswissen haben, zB. wie häufig meldet sich ein Kind zum Stillen, wie sieht es ungefähr aus, wenn ein Kind gut stillt, wo gibt es kompetente (!) Hilfe, wenn es nötig ist?
Leider ist es häufig so, dass Mütter verunsichert werden, weil im Krankenhaus/von der Hebamme/ von der Familie und Freunden falsche Beratung und falsche Information statt findet.
Wenn man weiß, dass Babys sich alle 2 Std. mit Hunger melden, während eines Schubs häufiger, Clusterfeeding ein Begriff ist, dann kann man den vermeintlich guten Ratschlägen a la “Baby wird bestimmt nicht satt, braucht mal eine Flasche“ etwas entgegen setzten.
Ich wollte meine erste Tochter stillen und es hat einfach nicht "geklappt". Aber nach dem lesen der vielen, vielen Beratungsthreads hier, weiß ich, dass es nicht "nicht geklappt" hat, sondern ich einfach nichts darüber wusste. Hätte ich gewusst, das ein Baby ungefähr alle 2 Stunden Hunger hat, hätte ich mir nicht solche Gedanken über das dauergestille gemacht und es einfach getan!
Ich gehe dieses Mal mit viel mehr Wissen an die Sache ran und bin mir sicher, dass es klappen wird! Und wenn nicht, weiß ich , wo ich Hilfe finde ..
Viele liebe Grüße Moon mit Großtochter (2/06) und Kleintochter (08/07) und Maikäferchen inside (05/14)
- julia1982
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 698
- Registriert: 14.03.2013, 21:17
Re: Ist Stillen so schwierig?
Ich hoffe, du meinst nicht mich damit. Ich habe hier überhaupt kein Grabenkampf anfangen wollen, sondern mich gegen eine pauschalisierende Verurteilung meiner Berufsgruppe gewehrt.EinfachIch hat geschrieben:Ich glaub, dass genau solche Grabenkämpfe am Ende zu Lasten der stillwilligen Mütter gehen... Warum kann nicht jeder seinen Kompetenzbereich anerkennen und vertrauensvoll mit den anderen Experten/Innen zusammenarbeiten? ... Die ganzen Berufsgruppen haben schon ihre Überschneidungen, aber wirklich professionell wäre es sich entweder in den Randbereichen, die einen interessieren up-to-date zu halten oder einfach anzuerkennen, dass die andere Berufsgruppe auch ihre Daseinsberechtigung hat und man nicht allwissend ist.
Ich selbst hatte eine wundervolle Wochenbetthebamme, wie ich auch in meinem Stillthread geschrieben hatte, und nur sie hat unsere Stillbeziehung gerettet. Ich bin voller Anerkennung für die Berufsgruppe der Hebammen und arbeite in meinem Beruf sehr gern und absolut auf Augenhöhe mit ihnen zusammen. Und dass ich allwissend bin, habe ich noch nie von mir gedacht
Das war mir noch mal wichtig, das klarzustellen.
Julia mit kleiner Raupe (03/13) und Herzenskind (03/16)
-
nido56
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4493
- Registriert: 07.02.2013, 15:11
Re: Ist Stillen so schwierig?
Julia, natuerlich sind viele Kinderaerzte sehr kompetent in Sachen Stillen. Meine jetzige kennt sich z.B. prima aus und unterstuetzt auch das LZS. Aber bei unserer ersten sah das anders aus. Als wir endlich vom Zufuettern weg waren (ich stolz wie Bolle auf den kleinen Piraten und auf mich, dass wir das geschafft hatten), da meinte sie, wenn er in dem Alter (mit gut 2 Monaten) noch alle Stunde an die Brust wollte, dann waere das ein Zeichen, dass meine Milch eben doch nicht ausreiche und wir wieder zufuettern muessten (nebenbei bemerkt, hatte er dabei 200 g/Woche zugenommen).
Ich war inszwischen informiert, habe "ja ja" gesagt und beim naechsten Besuch einfach dreist gelogen, was die Stillabstaende anging, weil ich ja sehen konnte, dass der Kleine bestens gedieh und eine Diskussin fuer zwecklos hielt. Aber eine andere Mutter haette vielleicht frustriert aufgegeben. Ich denke, das Problem ist, das Kinderaerzte eben oft als DIE Autoritaet fuer alles rund ums Kind angesehen werden. Wenn die Mist erzaehlen, ist das eben deutlich schlimmer als wenn es die Schwiegermutter oder die Nachbarin tut.
Ich denke, man muss sich einfach klar machen, dass Kinderaerzte, sofern sie nicht eine Zusatzausbildung haben oder sich einfach privat schlau gemacht haben, nicht per se Stillexperten sind. Sollte ein Arzt das trotzdem von sich behaupten, dann kann etwas Skepsis und/oder eine zweite Meinung nicht schaden.
Ich war inszwischen informiert, habe "ja ja" gesagt und beim naechsten Besuch einfach dreist gelogen, was die Stillabstaende anging, weil ich ja sehen konnte, dass der Kleine bestens gedieh und eine Diskussin fuer zwecklos hielt. Aber eine andere Mutter haette vielleicht frustriert aufgegeben. Ich denke, das Problem ist, das Kinderaerzte eben oft als DIE Autoritaet fuer alles rund ums Kind angesehen werden. Wenn die Mist erzaehlen, ist das eben deutlich schlimmer als wenn es die Schwiegermutter oder die Nachbarin tut.
Ich denke, man muss sich einfach klar machen, dass Kinderaerzte, sofern sie nicht eine Zusatzausbildung haben oder sich einfach privat schlau gemacht haben, nicht per se Stillexperten sind. Sollte ein Arzt das trotzdem von sich behaupten, dann kann etwas Skepsis und/oder eine zweite Meinung nicht schaden.
nido mit dem Piraten (01/2012)
- Morgaine47
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3740
- Registriert: 04.11.2010, 22:40
- Wohnort: Zwischen Sinsheim und Mosbach
Re: Ist Stillen so schwierig?
Nachdem was man manchmal hier liest wünscht man sich mehr KiÄ wie Dich.julia1982 hat geschrieben:Ich hoffe, du meinst nicht mich damit. Ich habe hier überhaupt kein Grabenkampf anfangen wollen, sondern mich gegen eine pauschalisierende Verurteilung meiner Berufsgruppe gewehrt.EinfachIch hat geschrieben:Ich glaub, dass genau solche Grabenkämpfe am Ende zu Lasten der stillwilligen Mütter gehen... Warum kann nicht jeder seinen Kompetenzbereich anerkennen und vertrauensvoll mit den anderen Experten/Innen zusammenarbeiten? ... Die ganzen Berufsgruppen haben schon ihre Überschneidungen, aber wirklich professionell wäre es sich entweder in den Randbereichen, die einen interessieren up-to-date zu halten oder einfach anzuerkennen, dass die andere Berufsgruppe auch ihre Daseinsberechtigung hat und man nicht allwissend ist.
Ich selbst hatte eine wundervolle Wochenbetthebamme, wie ich auch in meinem Stillthread geschrieben hatte, und nur sie hat unsere Stillbeziehung gerettet. Ich bin voller Anerkennung für die Berufsgruppe der Hebammen und arbeite in meinem Beruf sehr gern und absolut auf Augenhöhe mit ihnen zusammen. Und dass ich allwissend bin, habe ich noch nie von mir gedacht
Das war mir noch mal wichtig, das klarzustellen.
LG
Morgaine
Große Tochter *17.09.2007
Kleiner Sohn *14.08.2010
Minimädchen *06.06.2014
Live long and prosper - ClauWi-Trageberaterin (GK Mai 2011 & MK Juni 2012)
Morgaine
Große Tochter *17.09.2007
Kleiner Sohn *14.08.2010
Minimädchen *06.06.2014
Live long and prosper - ClauWi-Trageberaterin (GK Mai 2011 & MK Juni 2012)
- EinfachIch
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 246
- Registriert: 11.07.2013, 10:48
- Wohnort: Im Herzen Bayerns
Re: Ist Stillen so schwierig?
Nein, Julia, das war eher gegen diese pauschalen Sticheleien gerichtet wie "traue keinem Kinderarzt". Dass das nicht so stimmt belegst du ja mit deiner Anwesenheit hier, zumindest gehe ich davon aus, dass du dinge die du hier von den Fachleuten = Stillberaterinnen lernst mit in deine Praxis nimmst. Man sollte viel eher Leuten nicht trauen die sich am rande ihres Kompetenzbereiches bewegen und sich dessen nicht bewusst sind. Ich habe weder eine Ausbildung zur Kinderärztin noch zur hebamme, aber wenn man so liest was da für ein Käse verzählt wird kann das stillen einfach keinen großen Raum in der Ausbildung einnehmen, und dann sollte man sich meiner Meinung nach zurückhalten. Aber eben das fällt anscheinend so vielen KiÄ und Hebammen schwer. Leider lesen das hier dann wahrscheinlich nur die löblichen Ausnahmen.
Mit kleinem Fröschli (07/13) an der Brust
- julia1982
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 698
- Registriert: 14.03.2013, 21:17
Re: Ist Stillen so schwierig?
Und klar habt ihr recht, dass viele Kiä veraltetes Stillwissen haben!! Und sich auch unmöglich autoritär aufführen! Ich bin oft genug echt entsetzt hier im Forum davon zu lesen! Ich selbst bin beileibe überhaupt keine Stillexpertin und bei schwierigen Fällen verweise ich immer an unsere ibclc im Haus. Die ist so toll (Hebamme übrigens
). Aber es trifft mich, wenn einfach alle Ärzte über einen Kamm geschoren werden, denn ich bin überhaupt nicht so. Weder zu Patienten noch zu den anderen Berufsgruppen in meinem Kh. Und viele meiner Kollegen auch nicht. Da hab ich mich vorhin einfach angegriffen gefühlt.
Julia mit kleiner Raupe (03/13) und Herzenskind (03/16)
- julia1982
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 698
- Registriert: 14.03.2013, 21:17
Re: Ist Stillen so schwierig?
Hups überschnitten einfachich... Danke!
Julia mit kleiner Raupe (03/13) und Herzenskind (03/16)