Oh, unser Thema
Ich habe 2 schlechte Schläfer (4 und 28 Monate alt).
Der Große war von Anfang an im Schnitt alle 1-3 Stunden wach und musste mühselig wieder in den Schlaf gestillt werden. Er schlief im Beistellbett und wachte oft schon auf, wenn ich ihn wieder rein legte. Mit bei uns im Bett liegen, mochte er als Baby gar nicht. Ganz schlimm war die Zeit, als er ins eigene Zimmer umzog (so mit 9 Monaten), da brauchten wir manchmal ne Stunde, um ihn wieder zum schlafen zu bringen (rumtragen, auf dem Ball wippen...). Aber nach und nach wurde es besser, manchmal reichte es, kurz den Fön an zu machen und er schlief sofort weiter (Steckdose mit Fernbedienung - wir mussten nicht aufstehen

) Gegen morgen haben wir ihn immer zu uns geholt und ich habe ihn gestillt, so schlief er locker bis 9 Uhr. Als er 1 Jahr alt war, fuhren wir in den Urlaub und Mausi schlief wieder mit bei uns im Bett, was er natürlich nach dem Urlaub nur ganz schwer wieder sein lassen konnte. Doch dann begann er tatsächlich durch zu schlafen im eigenen Zimmer (so mit 16 Monaten), aber Mama und Papa waren doch tatsächlich der Meinung, umziehen zu müssen. Zeitgleich kam er in den Kindergarten und selbstverständlich warf das wieder alles durcheinander... Seitdem hat er nicht eine Nacht in seinem Bett geschlafen, nur mit bei uns. Ich wurde wieder schwanger und Mausi stillte sich selbst mit 18 Monaten ab, brauchte das Stillen auch nicht mehr zum Schlafen, kuscheln an Mama oder Papa reichte (war in unseren Augen ein echter Fortschritt).
Seitdem sein Bruder auf der Welt ist, schläft er mit Papa allerdings in seinem Zimmer (alleine geht nicht). Da schläft er mittelmäßig, so genau bekomme ich das ja nicht mehr mit. Manchmal erzählt mein Mann, dass er sehr oft wach ist, trinken will oder einfach aufweint. Manchmal schläft er auch ruhig und wird kaum wach. Aber das Gute ist, in der Regel lässt er sich schnell beruhigen und schläft angekuschelt an Papa weiter.
Der Kleine ist mittlerweile ähnlich wie sein Bruder. Die ersten 2 Monate waren bombe, er schlief auch mal 6 Stunden pro Nacht am Stück. Heute sind es auch 1-2 (selten 3), allerdings schläft Wurmi mit bei mir im Bett und ich docke ihn an, sobald er quengelt. Dadurch werden wir beide meistens gar nicht richtig wach. Insgesamt fühle ich mich also viel besser als bei dem Großen damals und das obwohl wir alle mittlerweile nicht zwischen 9 und 10 aufstehen, sondern schon vor um 7.
Ich bin gespannt, wie es bei meinen Kindern mit dem Schlafen weitergeht. Ich habe in den letzten 2 Jahren sehr hart an meiner Einstellung dazu gearbeitet. Ich muss zugeben, dass ich bei dem Großen 2 mal versucht habe, ihn schreien zu lassen und ihn im eigenen Bett zum Schlafen zu bringen. Da war er so 5 Monate alt und ALLE, wirklich alle in meiner Umgebung (Krabbelgruppe, Rückbildung, Babymassage...) haben davon geschwärmt und mir eingeredet, ich müsse das unbedingt machen. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich das einfach nicht kann, dass es sich so verdammt falsch anfühlt. Seit dem wurde meine Einstellung zum Schlaf der Kinder nach und nach lockerer. Wie gesagt, den Kleinen lege ich mittlerweile an, sobald er zuckt und gut ist. Auch wenn mein Mann und ich getrennt schlafen müssen, bekommen wir so doch alle am meisten Erholung und das ist ja irgendwo die Grundvoraussetzung für alles.