Guten Morgen!

Heute Nacht hat er wenigstens problemlos wieder auf der rechten Seite getrunken, wenigstens ein Problemchen weniger. Dann mach ich mich mal an die Beantwortung der Fragen.
jusl hat geschrieben:
* Stillprobleme wegen des Schnullers. Ein Klassiker ist, dass Babys sich nicht gut andocken lassen, sich aufregen, wegdrücken, weinen usw., und dann muss die Mutter eine Weile den Schnuller geben "zum Runterkommen", "zur Beruhigung" u.ä., und dann geht's auch mit dem Stillen. Ist das bei Euch manchmal ähnlich?
Ja, manchmal war das tatsächlich so, aber vor allem abends, wenn er schon müde war und deshalb geweint hat und in Rage war. Da wollte er nicht andocken und da half der Schnuller, um runterzukommen. Wenn ich ihn dann auf den Arm genommen und gestillt habe, ging das problemlos. Diesen "Trick" wollte ich in letzter Zeit auch öfters anwenden, um ihn zum Stillen zu bekommen. Hat aber nicht mehr funktioniert. Abends dockt er ja inzwischen problemlos an. Aber beruhigen würde er sich immer und jederzeit mit dem Schnuller lassen.
jusl hat geschrieben:
* Konditionierung. Aufs Schlafzimmer? Dunkelheit? Was passiert, wenn Du in der Küche stillen willst und Dein Baby dabei mit einem dunklen Tuch zuhängst? Was passiert, wenn es im Schlafzimmer hell ist?
Unsere aktuelle Stillsituation kam ja ziemlich schleichend. Noch Anfang Juli hat er bei Tageslicht gestillt, als ich einen Besuch gemacht habe. Aber auch da wars schon so, dass es nur manchmal mehr funktioniert hat. Dann wurde es auch zu Hause manchmal problematisch, ihn im Wohnzimmer auf der Couch zu stillen, da habe ich dann das mit dem Tuch versucht, hat ein paar Mal geklappt, dann wurde er zornig, wenn ich ihm etwas über den Kopf gelegt habe. Tageweise gings dann im Wohnzimmer wieder problemlos, nur an ihm fremden Orten hat er das Stillen dann verweigert, dafür dann gierig angedockt, wenn wir dann endlich daheim im Wohnzimmer waren. Die nächste Steigerung war dann, dass er im Wohnzimmer immer abgelenkt war und das Stillen im halb abgedunkelten Schlafzimmer deutlich besser funktioniert hat, also haben wir meistens dort gestillt. Die Übergänge waren fließend, ich kann gar nicht mehr sagen, wann was genau begonnen hat.
Es ist auch tagesformabhängig, scheint mir. Gestern war ein ganz besonders übler Tag. An guten Tagen dockt er bei sehr großem Hunger auch mal im hellen Wohnzimmer an und trinkt 2-3 Minuten, aber niemals eine volle Mahlzeit. Aber er weint dann nicht, sondern strahlt mich an und erzählt und schaut dann umher und findet alles spannender. Und wenn ich ihn dann in der Stillposition halte, wird er nach einer Weile zornig.
Im Schlafzimmer trinkt er mal, wenns nur halb dunkel ist, manchmal muss es ganz dunkel sein.
jusl hat geschrieben:
* Hypersensibilität. Wie ist Dein Baby sonst so drauf? Wie kommt es mit Lärm, Menschenmengen, Aufregung, Unterhaltungsprogramm zurecht?
Die ersten Wochen kam er damit überhaupt nicht zurecht. Wir waren deshalb die erste Zeit fast nur mit ihm zu Hause und hatten auch sehr wenig Besuch, weil er sich nach Besuchen abends immer ganz doll weggeschrieen hat. Laut KiÄ und Hebamme war er schon damals sehr aufmerksam, aber noch damit überfordert, die Eindrücke zu verarbeiten.
Inzwischen ist er sehr gerne unter Menschen und findet alles wahnsinnig spannend. Bei dem Besuch vorgestern ist mir aber aufgefallen, dass er danach schon zu verarbeiten hat. Als wir wieder daheim waren und ich ihn andocken wollte (da war das letzte Stillen 4h her), konnte er vor Aufregung nicht trinken. Er hat dann pausenlos erzählt, gelacht, wieder erzählt.
Bei plötzlichem Lärm erschrickt er, Lärm, der sich langsam ankündigt (lautes Auto z.B.) macht ihm nichts aus. Neulich hatte er vor dem Geräusch von Alufolie und einer Mülltüte Angst.
jusl hat geschrieben:
* Orthopädische Geschichten. Du schriebst, er weint manchmal schon, wenn Du ihn nur "in Stillposition" bringtst. Wie ist es denn, wenn Du ihn mal in einer ANDEREN POSTION stillst? Aufrecht im Hoppe-Reiter-Sitz z.B.?
Hab' ich versucht, also im Liegen, Footballhaltung, vor mir sitzend (das meinst Du mit Hoppe-Reiter-Sitz, oder?), da lacht er mich nur an. Nachts im Halbschlaf klappts manchmal im Liegen. Manchmal mag ers, wenn er auf dem Rücken liegt und ich über ihm bin und er sich die Brust selber nehmen und zum Mund ziehen kann. Aber auch da trinkt er nur wenige Schlucke und mag dann nicht mehr.
jusl hat geschrieben:
* Konditionierung Deinerseits. Hast Du zufällig eine stillende Freundin griffbereit? Kann SIE ihn anlegen? Wäre ja interessant, ob das klappt, spaßeshalber.
Ich habe nur eine Freundin, die noch stillt, und die ist seit vorgestern im Urlaub...
zierfisch hat geschrieben:Ach, legst du ihn einfach so an, oder nur wenn er nöhlig ist?
Sonst wäre da schon Druck deinerseits...
Unterschiedlich. Manchmal lege ich ihn an, wenn er nölig ist und manchmal, wenn er schon mehrere Stunden nichts getrunken hat und wir aber raus gehen wollen.
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Vielen Dank schonmal!!!
