Däumchenkinder-Austausch-Thread

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Novalia
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von Novalia »

Ich war auch ein „Finger-Lutsch-Kind” allerdings nicht den Daumen, sondern Zeige- und Mittelfinger. Bestimmt bis ich 10 oder 11 war.

Gleichzeitig habe ich mit der anderen Hand eine Strähne von meinem Pony gezwirbelt, das beruhigt mich bis heute ;)

Für mich waren die ständigen Ermahnungen und das Schimpfen sehr schlimm und dadurch konnte ich erst recht nicht aufhören, irgendwie musste ich mich ja wieder erden. Im Nachhinein denke ich, ich hätte Verständnis gebraucht und dass man mir einen anderen Weg zeigt, um mich zu beruhigen. Das soll jetzt nicht allgemein gelten, sondern ist meine Erfahrung. Ich war ein sehr sehsibles, unsicheres Kind, hab auch Fingernägel gekaut, und hätte eher Bestärkung als Schimpfen gebraucht. Meine Eltern waren wirklich liebevoll, aber bei diesen beiden Punkten sehr streng. Bestimmt waren sie da hilflos und sicherlich vom Umfeld unter Druck gesetzt...

Leo verweigert den Schnuller und hat ab und an einen Finger (verschiedene) im Mund. Ich werd ihn auf keinen Fall schimpfen, sondern weiter beobachten wann er den Finger braucht. Sollten sich bestimmte Muster zeigen, muss ich dort Alterativen schaffen/anbieten. Allerdings weiß ich naürlich noch nicht konkret, was ich machen werde, bisher ist das noch nicht nötig ;)
Nur will ich es nicht so handhaben, wie ich es erlebt habe...

Achso, meine Zähne sind ok. Ich hab einen minimalen Überbiß, der aber vom Zahnarzt immer toleriert wurde. Er meinte, wenn ich möchte, könne man was machen, aber wirklich notwendig ist es nicht.
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen

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FuFu
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von FuFu »

Novalia hat geschrieben:Für mich waren die ständigen Ermahnungen und das Schimpfen sehr schlimm und dadurch konnte ich erst recht nicht aufhören, irgendwie musste ich mich ja wieder erden. Im Nachhinein denke ich, ich hätte Verständnis gebraucht und dass man mir einen anderen Weg zeigt, um mich zu beruhigen. Das soll jetzt nicht allgemein gelten, sondern ist meine Erfahrung. Ich war ein sehr sehsibles, unsicheres Kind, hab auch Fingernägel gekaut, und hätte eher Bestärkung als Schimpfen gebraucht. Meine Eltern waren wirklich liebevoll, aber bei diesen beiden Punkten sehr streng. Bestimmt waren sie da hilflos und sicherlich vom Umfeld unter Druck gesetzt...
Novalia, das ist mal ein Aspekt, den hatte ich noch überhaupt nicht bedacht. :shock: Ich hoffe, dass ich das später schaffe, wenn es ums Abgewöhnen geht.

Ich glaube auch, dass sich total viele Eltern vom Umfeld unter Druck setzen lassen und dann irgendwie bei manchen Sachen das Gespür für ihre Kinder verlieren. :cry: Obwohl sie eigentlich sehr liebevoll und zugewandt sind.
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sflia
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von sflia »

Ich war auch Daumenlutscherin...bis 10 oder 11. Als meine Eltern ohne mich und meine Brüder in den Urlaub gefahren sind habe ich es mir dann abgewöhnt...irgendwie wollte ich sie überraschen damals :-)
Ich habe ganz gesunde Zähne und nie eine Spange getragen. Kann also auch ohne Auswirkungen sein, das Lutschen ;-)
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lucca77
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von lucca77 »

Das mit dem Bestärken hat hier bisher leider gar nichts gebracht. Wir haben versucht, mehrere "was tu ich anstelle Daumenlutschen"-Strategien zu entwickeln (mit einem speziellen Kuscheltier kuscheln, mit mir kuscheln usw.) aber keine hat bisher funktioniert. Und auch wenn ich da mittlerweile etwas konsequenter vorgehe heißt es doch noch lange nicht, dass ich das Gespür für meine Kinder und ihre Bedürfnisse verloren habe. Das Abgewöhnen des Schnullers verläuft in der Regel auch nicht ohne Stress, nur ist er eben irgendwann aus den Augen und dann auch bald aus dem Sinn - beim Daumen funktioniert das leider nicht.
Liebe Grüße A. mit den zwei Pubertieren (12/06 und 05/08) - schon lange nicht mehr stillend und tragend und doch immer noch gern hier
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FuFu
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von FuFu »

lucca77 hat geschrieben:Ich habe zwei Daumenlutscher hier daheim und nein, es ist weder schön noch einfach. Beide Kinder haben keine Schnuller genommen und ich hab mir im Babyalter auch noch keinen Kopf um das Thema gemacht; dachte ja, das geht bald von allein vorbei.

Mein Großer hat genuckelt bis nach dem 5. Geburtstag. Wir mussten es ihm auf die "harte Tour" mit dieser ekligen Pinsellösung abgewöhnen, da alle Tricks (Ermahnen, Belohnen, Daumengarage bauen, Pflaster drumkleben etc.) nicht funktionierten. Das Pinseln hat ihn damals so verschreckt, dass er sofort tagsüber nuckelfrei war - nachts brauchte er den Daumen noch ein paar Monate, das ging dann ganz von allein und ohne weitere Interventionen unsererseits weg. Seine Zähne waren recht schief, haben sich aber toll wieder gerichtet und auch der Kiefer ist nicht in Mitleidenschaft gezogen lt. Zahnarzt.

Meine Kleine (inzwischen auch schon 5) dagegen nuckelt noch immer hartnäckigst. Am liebsten ganztags, vor allem aber beim Autofahren, bei Kummer, Stress und Müdigkeit. Ermahnungen und Konsequenzen bringen nur Widerstand, das Einpinselzeugs schleckt sie mit angewidertem Gesicht ab um danach weiter am Daumen zu lutschen. Ihre Zähne sind richtig schief - nächste Woche sind wir beim Zahnarzt, dann werde ich um seine Meinung zum Kiefer bitten.

Ich war jetzt eigentlich drauf und dran, die Kleine machen zu lassen und zu hoffen, dass es ohne Druck von allein verschwindet - wenn ich jetzt aber Eure persönlichen Geschichten lese bekomme ich doch Angst vor lebenslangen Folgen z.B. durch nicht oder nur schwer korrigierbare Kieferfehlstellungen. Ideen habe ich aber grad auch keine mehr...
Ich hatte Deinen Beitrag nicht so richtig auf dem Schirm. :oops: Sollte absolut keine Kritik darstellen, sondern war nur auf Novalias Beitrag bezogen. Wenn die Zähne schon schief sind, da ist es sicherlich völlig richtig konsequent zu sein. Aber wenn ich Novalia richtig verstanden habe, hat sie die Strenge ihrem Gefühl nach eher noch "ins Daumennuckeln getrieben" statt sie davon wegzubekommen... Was ich meinte, war, dass man auf sein Kind schauen muss und sich nicht von außen reinreden lassen sollte. Was genau für dein Kind gut ist, weißt Du selbst am besten!
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Zierbanane
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von Zierbanane »

Wir haben zwei Daumenlutscher. Eines hat mit rund 7 Jahren aufgehört und ein weiteres lutscht noch sehr oft. Mein Großer hat zum Glück, trotz ununterbrochenen nächtlichen Nuckelns, nur geringe Zahnprobleme. Dennoch, der Gaumen ist leichtverschoben und wir werden nun eine Zahnspange anfertigen lassen, damit auch die beiden schiefen Frontzähne gerade werden.

Meine Mutter und ich selber haben es auch getan mit fatalen Folgen fürs Gebiss! Ich habe heute noch einen Überbiss und habe vor einigen Jahren noch einmal eine Zahnspange getragen, damit meine Front gerade wird. Die war nämlich, trotz Behandlung im Kindesalter, (wieder) total schief.

Fragt mich jemand was mir lieber wäre, dann wäre es ganz klar der Schnuller. Den Daumen kann man nicht abgewöhnen. Das ist ein Reflex und wie das Nägel kauen nur sehr schwer abzugewöhnen.

Allerdings bin ich gelassen geworden. Es stört mich, ja, aber ich sage nichts dazu und lasse nuckeln. Es hat keinen Sinn da immer wieder etwas zu sagen.
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Novalia
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von Novalia »

lucca77 hat geschrieben:Das mit dem Bestärken hat hier bisher leider gar nichts gebracht. Wir haben versucht, mehrere "was tu ich anstelle Daumenlutschen"-Strategien zu entwickeln (mit einem speziellen Kuscheltier kuscheln, mit mir kuscheln usw.) aber keine hat bisher funktioniert. Und auch wenn ich da mittlerweile etwas konsequenter vorgehe heißt es doch noch lange nicht, dass ich das Gespür für meine Kinder und ihre Bedürfnisse verloren habe. Das Abgewöhnen des Schnullers verläuft in der Regel auch nicht ohne Stress, nur ist er eben irgendwann aus den Augen und dann auch bald aus dem Sinn - beim Daumen funktioniert das leider nicht.
Lucca, ich wollte dich keinesfalls angreifen! Ich weiß ja auch nicht was ich machen würde, oder später machen muss :oops:
Außer aufs Kind schauen und den passenden Weg suchen, bleibt ja auch nichts übrig...
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lucca77
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von lucca77 »

Novalia, alles gut! Ich bin bei dem Thema so rat- und hilflos, will ja nur das Beste für meine Kinder (und dazu gehört eben auch, ihnen wenn irgendwie möglich langwierige und unangenehme Zahnbehandlungen zu ersparen). Aber wahrscheinlich kann man da echt nur abwarten, bis sie von allein aufhören... :|
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Sakura
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von Sakura »

Hm... Ich denke aus gegebenem Anlass viel über das Thema "Schnuller abgewöhnen" nach. Aktuell denke ich, dass alle das so unproblematisch sehen, weil Eltern den Schnuller kontrollieren können. Aber das, was ich in meinem Umfeld erlebe, ist kein abgewöhnen, sondern schlicht wegnehmen. Hier im Forum lese ich öfter von Mamas, denen dieses wegnehmen schwer fällt, spontan fällt mir z.b. Asujakin ein. Scheint also auch nicht völlig problemfrei zu sein.

@ Zähne und kiefer: die daumchenlutscher in unserer Familie haben alle gerade Zähne, nur mein Bruder hat einen minimalen überbiss. Es muss also noch mehr Faktoren geben???

Kind 2.0 nimmt jetzt nach langem Bemühen Kirschkern-Schnuller, nicht immer aber immer öfter Bin mir noch nicht sicher, wie ich das finde...
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Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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youtee
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Re: Däumchenkinder-Austausch-Thread

Beitrag von youtee »

@ Zähne und kiefer: die daumchenlutscher in unserer Familie haben alle gerade Zähne, nur mein Bruder hat einen minimalen überbiss. Es muss also noch mehr Faktoren geben???
[/quote]
Da gibt es mit Sicherheit mehrere Faktoren! Wie bei allem im Leben...
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