Verfasst: 26.01.2007, 13:14
So, meine Briefe sind auch da (is ja n´Buch, ich hab mir das ganz anders vorgestellt). Werde auch mal "lese" gehen!
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Ich habe mir den 1. Brief gestern noch einmal durchgelesen und mir auch die Bilder noch einmal ganz intensiv angeschaut. Und je mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr stoße ich mich an den Hintergrundinformationen, die zu den Bildern gegeben wurden.dieknurpsels hat geschrieben:Andererseits frage ich mich, wie weit man von solchen Hintergrundinformationen in seiner Wahrnehmung beeinflusst wird. Sehe ich bei einem Kind, das im Heim lebt, dessen Eltern sich gerade scheiden lassen, dessen Oma gestorben ist oder ähnliches nicht auch darum eine schlechte Grundstimmung, weil ich erwarte, sie zu sehen?
Der Vergleich hinkt zwar, aber ich versuche, mich gedanklich von Dingen freizumachen, die ich nicht beeinflussen kann. Das gelingt mir mal mehr und mal weniger schlecht, insgesamt aber immer besser.dieknurpsels hat geschrieben:Selbst wenn ich bei ihr eindeutig eine schlechte Grundstimmung ausmachen könnte, die vermeintliche Ursache könnte ich ja doch nie gänzlich beheben. Wobei ja auch zwei der Fotobeispielkinder vergleichbar schwerwiegende Situationen hatten, während dem einen ohne Schleife ja angeblich geholfen werden konnte.
Was meint ihr?
Dazu fiel mir spontan wieder dieser Spruch hier ein:maerzkind hat geschrieben: Der Vergleich hinkt zwar, aber ich versuche, mich gedanklich von Dingen freizumachen, die ich nicht beeinflussen kann.
[...]aber ich kann daran nichts ändern und kann einfach nur versuchen, meinerseits das Beste zu tun...
Meinst du in etwa das?Herr,
gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden
(Friedrich Christoph Oetinger)
Danke, das tut gut, das mal von Außenstehenden zu hören - äh, lesenIm Übrigen habe ich den Eindruck, dass es Juliane gut geht - obwohl ich Eure problematische Situation kenne. Auf mich macht sie, wenn ich sie mal sehe, immer einen insgesamt glücklichen Eindruck und ich finde, man merkt ihr an, dass es ihr bei Dir gut geht.
Ja und nein.dieknurpsels hat geschrieben:Bei ihren Beispielbildern geben sie ja selber auch Hintergrundinformationen zu den Kindern an, hätten sie die nicht gehabt, hätten sie das sicher auch nicht so bestimmt deuten können.
Andererseits frage ich mich, wie weit man von solchen Hintergrundinformationen in seiner Wahrnehmung beeinflusst wird. Sehe ich bei einem Kind, das im Heim lebt, dessen Eltern sich gerade scheiden lassen, dessen Oma gestorben ist oder ähnliches nicht auch darum eine schlechte Grundstimmung, weil ich erwarte, sie zu sehen?
Ich denke, häufig ist ja auch nicht so etwas offensichtliches los, dass die Eltern dann direkt sagen, es gibt Probleme, wir leben gerade getrennt oder so etwas. In ganz vielen Fällen ist den Eltern ja gar nicht bewusst, dass etwas nicht passt. Da sie nie gelernt haben, die Grundstimmung ihres Kindes zu deuten, wird ihnen da auch nichts auffallen. Und als Außenstehende auf jemanden zuzugehen, und zu sagen 'Ihr Kind hat aber einen schlechten Ausdruck ...' Nee, das kann man wohl auch nicht bringen - selbst bei einer ganz guten Freundin würde ich da anders herum rangehen.Aus dem Grund finde ich es auch interessant, mir Kinder genau anzusehen, bevor ich mehr über sie weiß, um mich da ein bisschen zu schulen. Dumm nur, dass ich auf dem Spielplatz dann hinterher nicht die Eltern anquatschen kann und fragen, was bei ihnen gerade so zuhause los ist, um eine Rückmeldung zu bekommen, wie gutich mit meiner Einschätzung getroffen habe.
Die Worte könnte könnten von mir sein.liebelolle hat geschrieben:Mir fällt das mit der Grundstimmung usw. auch echt total schwer, auch das nach Bildern beurteilen finde ich schon sehr gewagt. Was sagt ein Bild über einen Menschen aus?
Aber mir geht´s wie Verena, für mich hat es sich auch schon gelohnt, den 1. und 2. Brief zu lesen, weil ich mich dadurch wieder mehr mit ihm beschäftige und mich auch wieder öfter zu ihm herunterkniee auf seine Höhe um ihm ins Gesicht zu schauen und mit ihm zu sprechen und nicht immer von oben runter.
Diese Briefe und diese Fred her, zwingen mich dazu , endlich mal wieder was zu lesen und mich mit mir und meinem Umgang mit Max auseinanderzusetzen, wie oft hab ich mich schon ertappt, daß ich wie meine eigene Mutter rede und diese Plattitüden "Da bist zu klein dafür", "Das kannst Du noch nicht" kommen, ÄTZEND!
Echt guter Fred!