Gemüseabneigung - Anerzogen?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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MarzipanHerz
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von MarzipanHerz »

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MarzipanHerz


Mit my eifon on the Road :) daher so sorry für alle Rechtschreibfehler etc....


mein Rockstar Oktober 2010
Lösche Benutzer 1828

Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Kann man Geschmack und Vorlieben anerziehen? Ich denke nicht.....

Hier haben alle Kinder als Babys liegend gern Gemüse gegessen - der Große z.B: hat Broccoli geliebt, er saß begeistert über seinen Gemüsetellern. Nur Paprika fand er immer grauslig.
TJa - heute zählt Broccoli zu den abscheulischten Dingen der Welt für ihn. Das kam einfach so.

Nie nackige Nudel -auch hier heiß beliebt. Auch das haben sie bei uns gesehen - ich mag das nämlich gar nicht.

Es sind eigene MEnschen mit eigenen Vorlieben - sollen sie.

Was nicht heißt, dass mich das Gemäkel nicht stören würde *seufz*
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Prinzenmutti
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Prinzenmutti »

Sandküste hat geschrieben:Kann man Geschmack und Vorlieben anerziehen? Ich denke nicht.....
ich denke schon das jeder seine eigene Geschmacksrichtung hat aber man einiges anerziehen kann.
Wenn mir ein 4oder 5jähriges Kind sagt: Neee, meine Mama sagt sowas ess ich nicht. dann denke ich auch nur das arme Kind. Sie darf bei der Oma nicht mal xy probieren weil die Mama meint sie isst es nicht.
LG Prinzenmutti mit 06.07 ; 05.09 ; 11.12 ; 08.14 ; 04.18 ;12.19 und 07.22
Lösche Benutzer 1828

Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Prinzenmutti hat geschrieben:
Sandküste hat geschrieben:Kann man Geschmack und Vorlieben anerziehen? Ich denke nicht.....
ich denke schon das jeder seine eigene Geschmacksrichtung hat aber man einiges anerziehen kann.
Wenn mir ein 4oder 5jähriges Kind sagt: Neee, meine Mama sagt sowas ess ich nicht. dann denke ich auch nur das arme Kind. Sie darf bei der Oma nicht mal xy probieren weil die Mama meint sie isst es nicht.
Ich bin nur mit Dosenessen und Fix-Produkten aufgewachsen. Frisches Obst und GEmüse gab es nie.
Ich esse trotzdem normal nun - ich habe halt meinen eigenen Geschmack entwickelt - im Laufe der Zeit.

Ich stimme dem zu, dass ein Kind ja nur essen kann, was auch angeboten wird. Klar.
Sinja
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Sinja »

Unser Großer ist sehr gerne Gemüse - meistens aber nur so lange es Roh ist.. wenn es gekocht/gebraten ist, findet er es oft "ekelig" (z.B. bei Pilzen und Zucchini, denke da liegt es dann an der Konsistenz).

Mein Mann und ich lieben beide aber Zucchini und ich habe rausgefunden, dass umso feiner die Zuchhini geschnitten ist, umso weniger "ekelig" findet er es..

Bei Dingen die auf den Tisch kommen und die er nicht kennt, möchte ich schon immer dass er zuerst probiert und dann kann er immer noch sagen dass er es nicht mag.
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Potsdame
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Potsdame »

kaehde hat geschrieben:
Wer sich fuer das Thema interessiert, kann gerne Herbert Renz Polster lesen dazu :)
oder einen kurzen auszug zu dem thema bei spiegel online
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
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murkelchen
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von murkelchen »

Meine Grosse hat immer gern Gemüse gegessen, die Kleine ebenso. Mit ca. 3 wurde die Grosse auf einmal etwas mäkeliger, rohes Gemüse mochte sie gar nicht, ass aber immernoch Brokkoli, Blumenkohl, Möhre, Zucchini usw., hauptsache es war gekocht. Die Nudeln ohne Sosse Phase hatten wir auch. Wenn wir die Nudeln mit der Sosse vermischt haben, hat sie einfach gar nichts gegessen. :? Dann kam eine Phase, in der sie fast gar kein gekochtes Gemüse mochte, Salat aber auch nicht. Da ging aber Gurke, Karotte, Paprika usw. roh.
Jetzt mit bald 6 isst sie gemischt, aber sie mag eben auch nicht alles. ;)

Die Kleine hat bisher alles gegessen und jetzt gerade (mit kurz vor 3 Jahren ;) ) wird sie mäkeliger. Blattspinat - nein danke. Brokkoli - nur manchmal. Blumenkohl - nein danke. Möhre nur manchmal. Sauce - nein danke.

Beide möchten weder Käse, noch Wurst (oder Schinken usw. ) auf ihr Brot. Sie essen wortwörtlich Butterbrot. Das hat die Grosse schon sehr lange, die Kleine erst seit neuerem, ich glaube, DAS ist abgeschaut, denn wenn man ihr dann doch nochmal etwas anbietet und die Grosse ist nicht dabei dann nimmt sie immerhin Käse. ;)
LG von Jenni
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Neckto »

kaehde hat geschrieben:Bis zu einem gewissen alter (ca. 18 Monate) essen/probieren Kinder meist erstmal alles. Danach ist es die natürliche Entwicklung, dass sie evtl. Das ein oder andere ablehnen. Das kommt daher, dass sich in den urspruenglichen Strukturen in denen der Mensch gelebt hat, und diese Strategien sind im Stammhirn immer noch festgelegt, die Kinder in diesem alter von den Erwachsenen geloest haben und zunehmend selbstständig wurden. Da war es eben sicherer, nicht mehr alles zu probieren. Das heißt es haben vor allem die Kinder ueberlebt, die in diesem alter vorsichtig waren mit dem essen. So ab 2,5 bis 3 wird dann die Altersgruppe immer wichtiger und entscheidend auch in Essensfragen ;)

Wer sich fuer das Thema interessiert, kann gerne Herbert Renz Polster lesen dazu :)

Viele gruesse,
Katja


Kurz und knapp vom Handy aus
Das ist ja echt mal interessant, dass es auch ganz natürliche Ursachen haben kann :idea:
es grüßt Jessica
mit
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love123
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von love123 »

ich glaube, da spielt vieles mit rein. der persönliche geschmack, das verhalten der vorbilder und oft auch die art der zubereitung. ich hab als kind das meiste gemüse gar nicht gemocht und obst auch nicht.
das mit dem obst düfte wohl mein persönlicher geschmack sein und hat sich nie verändert. ganz ganz selten mal will ich eines essen, aber sonst... (während meine tochter täglich motiviert obst isst).

beim gemüse allerdings muss ich sagen, das wird oft einfach nicht gut gekocht. als vegetarierin erlebe ich das oft, dass gemüse zb in lokalen gekochtes tk gemüse ist, oder gekocht und ungewürzt,... dabei gibt es unglaublich viele arten, gemüse zuzubereiten. und es gibt soooooo viel verschiedenes gemüse... das schmeckt man allerdings nicht unbedingt, wenn die zubereitung nicht so toll ist. ich hab teilweise das gefühl, für manche leute hat gemüse nur das label "gesund" und deshalb muss es gegessen werden, obwohl viel lieber nur fleisch am teller wäre.
zu sagen, dass man gemüse nicht mag, finde ich schräg, weil ich finde, dass man zb gurke nicht mit paprika oder kohl vergleichen kann. weder von aussehen, konsistenz oder geschmack.

wobei ich viele gemüsearten auch roh gerne esse, also den eigentlichen geschmack mag. meine tochter isst nicht jedes gemüse gern und manches mag ich auch nicht.
große piratin mit großer-kleiner piratin (12/10), kleinem pirat (6/13) und baby piratin (5/17)
Sibi
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Sibi »

Neckto hat geschrieben:Das ist ja echt mal interessant, dass es auch ganz natürliche Ursachen haben kann :idea:
Ich glaube, diese "natürlichen Ursachen" sind die häufigsten und entscheidensten. Ein Grund, warum ich NIE in Sachen Essen Machtkämpfe beginnen würde. Übrigens ist Loben beim Essen oder Belohnung auch ganz schlecht: Das Essen, für das gelobt/belohnt wird, wird tendenziell weniger gemocht mit der Zeit. Sprich: "Du hast aber Deinen Spinat schön gegessen, dafür gibt es jetzt Pudding" ist ganz falsch. Besser wäre: "Du hast aber viel von dem Pudding gegessen, deshalb darfst Du jetzt noch ein bisschen Spinat essen." :lol:

(Überspitzt, aber die Mechanismen von Lob/Belohnung funktionieren in der Ernährungspsychologie so scheinbar paradox.)

Hier gibt es nur Kontrolle über den Einkauf und das Kochen. Den Rest entscheidet das Kind. Im Extremfall auch mal, statt Abendbrot 3 Schokoriegel zu essen. Kam bis jetzt einmal vor. :wink:
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