Das kommt bei uns in der pathologischen Form nicht vor. Vielleicht hast Du mal im Fernsehn Bilder von hungernden Kleinkindern in Afrika gesehen. Die haben dann so aufgequollene Bäuche. Das ist einer fortgeschrittene Form des Eiweißmangels. Weniger schlimm sind Mangelerscheinungen wie Haarausfall, Muskelschwäche, Wachstumsstörungen, Fettleber.klimaforscherin hat geschrieben:Allerdings habe ich noch nie von einer Mangelerscheinung gehört, weil jemand zuwenig einer Art von essentiellen Fettsäure oder ein Eiweiss aufgenommen hat. Gibts das? Hier doch eher ungewöhnlich?
Bei Fettsäuremangel kommt es zu Wachstumsstillstand, Entzündungen der Haut, Nervenschäden und Beeinträchtigung der Fortpflanzung. Gerade die Hautentzündungen, schlecht heilende Wunden und Beeinträchtigung der Fortpflanzung gibt es immer wieder auch bei uns, vor allem bei Veganern oder Vegetariern, die nicht darauf achten, sich diese Fettsäuren zuzuführen.
Ist ja auch ein wenig langweilig. Da kann man mit Eiern wesentlich mehr machen. Und Quark ist ja auch nicht besonders fettreich. Und wenn man KH-reiche Lebensmittel reduziert, muss man zwangsläufig die Fettmenge erhöhen. Irgendwoher muss die Energie ja auch kommen.Und: ich glaube nicht, dass es sooo gesund ist, morgens Quark, abends Quark. Der gemeine Mitteleuropäer verträgt zwar Milch, ist aber doch kein Kälbchen.
Ja, so geht es uns allenDas muss schon verdammt komplex sein. Mein eigenes Körpergefühl geht sehr differenziert mit Hunger/Appetit um. Das sind 2 komplett unterschiedliche Dinge. Und wenn sie nicht gemeinsam auftreten, habe ich ein Problem.
So weit ich weiß, gibt es bei den traditionell lebenden Inuit keine Mangelerscheinungen. Die traditionelle Lebensweise ist aber eine sehr harte, so dass ihr kaum noch Inuit nachgehen. Bei denjenigen, die ihre Ernährung der unseren anpassen (Verzehr von Getreide, Zucker, etc.), tauchen aber auch die ganzen "Zivilisationskrankheiten", wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auf.Die Inuit faszinieren mich auch. Klar, Obstbäume oder Getreidefelder sind dort wohl weniger anzutreffen... Sind dort keinerlei Mangelerscheinungen üblich?
Wir haben uns in den letzten 10.000 Jahren garantiert im Erbgut geändert, allerdings wohl nur marginal. Einige Genveränderungen sind klar: Lactosetolleranz in (Nord-)Europa bis ins hohe Alter.Hier muss ich nochmal etwas einwerfen: Dass ich Milch vertrage, liegt ja wohl daran, dass unter meinen Vorfahren Viehhirten gelebt haben. Offenbar ein Einfluss der Evolution. Sprich: so ganz der Steinzeitmensch bin ich nicht mehr. Ackerbau ist auch nicht mehr so gaaanz neu, ich vermute auch hier, dass dies Spuren im Erbgut hinterlassen hat.
Ich betrachte das so: Ich decke meinen Speiseplan hauptsächlich durch Lebensmittel mit einem hohen Nährwert: Fleisch, Tierprodukte, Gemüse, Obst, Fette, etc. Dann frage ich mich: Brauche ich KH-reiche Lebensmittel auf meinem Speiseplan, weil ich mehr Energie benötige? Z.B. weil ich schwanger bin, gerade stille, etc.Aber: KH sind ja nicht nur Brot, sondern auch Nudeln, Reis, Hirse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln. Und zu einer Mahlzeit (Mittagessen) nehme ich nicht nur eine Portion dieser Sachen zu mir, sondern auch: mal Fleisch/Fisch, Gemüse, Milchprodukt, Ei.
Oder ich habe gerade Lust auf Kuchen oder so. Dann kommt was dazu. Für die Basis meiner Ernährung sind mir diese Dinge einfach zu nährstoffleer. Gerade in der Schwangerschaft und jetzt als stillende Mutter finde ich es für mich sehr wichtig, die Ernährungspyramide mal "richtig rum" aufzustellen.

