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Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 18:25
von Johana
Wenn ich mich recht erinnere schreibt Biddulph, dass Jungs im Durchschnitt ein Jahr später eingeschult werden sollten, weil in der Entwicklung " länger bräuchten".
Dr.Renz-Polster sagt auch dass Jungs im Allgemeinen impulsiver sind und mehr Bewegungsdrang haben.
Was meint ihr dazu? Ich erlebe es bei meinen Kindern nicht so. Im Freundeskreis schon.
LG
Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 18:34
von Lösche Benutzer 1828
Johana hat geschrieben:Wenn ich mich recht erinnere schreibt Biddulph, dass Jungs im Durchschnitt ein Jahr später eingeschult werden sollten, weil in der Entwicklung " länger bräuchten".
Dr.Renz-Polster sagt auch dass Jungs im Allgemeinen impulsiver sind und mehr Bewegungsdrang haben.
Was meint ihr dazu? Ich erlebe es bei meinen Kindern nicht so. Im Freundeskreis schon.
LG
Ich denke, das kommt auch sehr auf das Kind an.
Ich habe zwei Söhne - mein Großer war absolut schulreif, mein Kleiner, tja, das macht mir schon Bauchweh..........nicht von der Leistung her, aber ansonsten halt.
Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 18:36
von Lösche Benutzer 2152
Johana hat geschrieben:Wenn ich mich recht erinnere schreibt Biddulph, dass Jungs im Durchschnitt ein Jahr später eingeschult werden sollten, weil in der Entwicklung " länger bräuchten".
Ich kenne Jungs, bei denen das zutrifft, aber mindestens genauso viele Mädchen...
Johana hat geschrieben:Dr.Renz-Polster sagt auch dass Jungs im Allgemeinen impulsiver sind und mehr Bewegungsdrang haben.
Das kann ich so unterschreiben. Alle drei Jungs haben einen unglaublichen Bewegungsdrang. Impulsiv sind aber alle vier mehr oder weniger...
Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 18:46
von Häsin
honigtopf2010 hat geschrieben:und auch nicht unabhängig vom Geschlecht. Dies ist wissenschaftlich seriös belegt. Und bspw. auch die Grundlage dafür das Babys mit nicht eindeutig ausgeprägten Geschlechtsmerkmalen heute eben kein Geschlecht mehr per Entscheidung zugeordnet und Tatsachen geschaffen werden, deren Auswirkungen man nicht absehen kann. Jeder moderne und fortschrittliche Erziehungswissenschaftler wird dir bestätigen, dass man auf diese Unterschiede eingehen muss, um gesunde Kinder zu entwickeln. !
wo ist ds seriös belegt?
und welcher Erziehungswissenschaftler (oder gar welche Erziehungswissenschaftlerin????

) wird Dir das bestätigen?
Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 20:44
von honigtopf2010
Hallo, man oder frau kann auch übertreiben. Ich beschäftige mich tatsächlich aus Neugier und beruflichen Erfordernissen mit diesen Themen und werde mich auf Diskussionen, die mir quasi unterstellen, ich würde den Feminismus abschaffen oder mich auf das Niveau unserer Bundesfamilienministerin herablassen, sicher nicht einlassen.
Jungen haben im Durchschnitt längst die schlechteren Schulabschlüsse und profitieren am Ende letztlich tatsächlich noch von der Gläsernen Decke, an die wir Frauen heute noch stoßen. Heute und noch sind dabei zwei wesentliche Begriffe. Und ich bin der Meinung, dass man wegen der bisherigen Benachteiligung der Frauen nun nicht Jungen sehenden Auges benachteiligen muss. Meines Erachtens zeigt eine solche Diskussion erst recht, wie wertvoll diese Form von Literatur ist.
OT: Mein Mann arbeitet in einem von Frauen dominierten BerufsBild. Dort wird er als Mann, der seine Verantwortung seiner Familie gegenüber wahrnehmen will, regelmäßig diskriminiert. Von Frauen. Ganz super.
Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 21:42
von Seerose
honigtopf2010 hat geschrieben:Hallo, man oder frau kann auch übertreiben. Ich beschäftige mich tatsächlich aus Neugier und beruflichen Erfordernissen mit diesen Themen und werde mich auf Diskussionen, die mir quasi unterstellen, ich würde den Feminismus abschaffen oder mich auf das Niveau unserer Bundesfamilienministerin herablassen, sicher nicht einlassen.
Wer schrieb das hier?
Ich glaub, Du bist die erste, die das anschneidet.
So wie ich es verstanden habe, wurdest Du um Links gebeten, kommen noch welche? Nur her damit!
OT: Mein Mann arbeitet in einem von Frauen dominierten BerufsBild. Dort wird er als Mann, der seine Verantwortung seiner Familie gegenüber wahrnehmen will, regelmäßig diskriminiert. Von Frauen. Ganz super.
Das ist zwar ein Beispiel, aber doch eher wissenschaftlich unseriös.

Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 21:57
von Potsdame
honigtopf2010 hat geschrieben:
Jungen haben im Durchschnitt längst die schlechteren Schulabschlüsse und profitieren am Ende letztlich tatsächlich noch von der Gläsernen Decke, an die wir Frauen heute noch stoßen. Heute und noch sind dabei zwei wesentliche Begriffe. Und ich bin der Meinung, dass man wegen der bisherigen Benachteiligung der Frauen nun nicht Jungen sehenden Auges benachteiligen muss. Meines Erachtens zeigt eine solche Diskussion erst recht, wie wertvoll diese Form von Literatur ist.
wollen wir tatsächlich nach einer statistik suchen, wie viele frauen und männer ein informatikstudium oder ine pädagogikstudium abschließen? wieviele männer und frauen mit einer promotion abschließen? wieviele männer und frauen eine professur antreten?
ich habe mal eine statistik gelesen über die intelligenzverteilung von frauen und männern. bei frauen schwankte die um einen wert, mit wenigen ausreißern nach oben und unten. bei männern war das breiter gefächert. es gab mehr überdurchschnittlich intelligente personen in ihrer gruppe, aber auch genauso viele unterdurchschnittlich intelligente. im mittelwert waren männer und frauen gleich intelligent.
frauen werden nachwievor benachteiligt. wer das nicht sieht, ist blind. da wird sich frühstens etwas ändern, wenn all die konservativen alten säcke in rente gegangen sind.
es gibt eine offizielle statistik in den naturwissenschaften, dass frauen mit überdurchschnittlichem abschluss genauso viel verdienen wie männer mit durchschnittlichem abschluss der universität. quelle gibt es auf anfrage per pn.
jetzt frag ich mich, wo da jungs benachteiligt werden. besseres gehalt bei schlechterer leistung.
Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 22:10
von honigtopf2010
honigtopf2010 hat geschrieben: Noch profitieren sie zwar am Schluss der Kette, können also auch mit schlechteren Abschlüssen bessere Jobs erhalten, dies allerdings ist nur noch eine Frage der Zeit wenn kein Paradigmenwechsel erfolgt.
Genau das, was du beschreibst, habe ich bereits geschrieben. Schlechterer Abschluss - Besserer Job. Das ist noch so. Bis die
"alten Säcke" weg sind (und deren Geist). Genau! Und dann? Dann sollen die Jungs BildungsVerlierer sein, weil Schule, so wie sie ist, eben hauptsächlich für Mädchen gemacht ist? Weil Jungs eben nicht mehr Jungs sein dürfen? Ich verlinke gerne bei Zeiten, wenn ich mal wieder an einem Rechner in meinem Büro sitzen darf. Und natürlich ist mein Mann ein Beispiel und keine wissenschaftlich belegte Studie. Gehts noch platter?
Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 22:25
von Potsdame
honigtopf2010 hat geschrieben:honigtopf2010 hat geschrieben: Noch profitieren sie zwar am Schluss der Kette, können also auch mit schlechteren Abschlüssen bessere Jobs erhalten, dies allerdings ist nur noch eine Frage der Zeit wenn kein Paradigmenwechsel erfolgt.
Genau das, was du beschreibst, habe ich bereits geschrieben. Schlechterer Abschluss - Besserer Job. Das ist noch so. Bis die
"alten Säcke" weg sind (und deren Geist).
das wird aber noch mindestens 20 jahre dauern. in bayern noch 100. bis dahin sind unsere kinder erwachsen.
bauen wir erstmal krippenplätze aus, würde ich sagen, damit die grundvorraussetzungen für ein gleichgestelltes leben vorhanden sind

Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas
Verfasst: 16.09.2012, 22:52
von honigtopf2010
Ah ja, ok. Wir haben ja hier tatsächlich da bessere Bedingungen und in den normalen Jobs, nicht FührungsPositionen, verdienen wir im Osten zwar generell weniger, aber Männer und Frauen relativ gleich. Wie war das noch, ich glaub nur auf uns betrachtet lägen wir OECD fast mit auf den SpitzenPlätzen was das angeht. Mir ist dieser Unterschied zwischen Männern und Frauen tatsächlich erst nach der Wende aufgefallen. Wir wurden zu Hause wirklich gleichberechtigt erzogen allerdings ohne diese, aus meiner Sicht unsägliche, Gleichmacherei. Jungs waren Jungs und Mädchen waren Mädchen - aber jeder hatte zumindest auf das Geschlecht betrachtet (politisch natürlich nicht) die gleichen Zugänge. Im Erwachsenenleben sah das an manchen Stellen, siehe Politbüro, natürlich anders aus. Und die alten Säcke waren echt zäh

.
Da spielt unsere verschiedene Sozialisation also eine Rolle.