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Re: Stillgegner: Was wollen die und wie sind deren Argumente
Verfasst: 20.05.2011, 10:43
von kleinemutti
kleinemutti hat geschrieben:ich hab noch was:
ich finds eklig, wenn mein Kind an MEINEM Busen rum nuckelt

Aber ist das nicht grausam...ich fand die Frau echt nicht menschlich...was soll sowas? Ich kanns einfach nicht nachvollziehen und ich musste damals schlucken und mich erstmal setzen

Re: Stillgegner: Was wollen die und wie sind deren Argumente
Verfasst: 20.05.2011, 10:52
von Teazer
Ich kenne einige Frauen, die Wunschkaiserschnitt hatten und gleich abstillten, weil sie (oder ihr Mann) der Meinung war, dass Scheide und Brust dem Sex vorbehalten sein sollten. Verstehen kann ich es nicht, aber : "Chacun à son goût."
Re: Stillgegner: Was wollen die und wie sind deren Argumente
Verfasst: 20.05.2011, 10:56
von Imkerin
Teazer hat geschrieben:Ich kenne einige Frauen, die Wunschkaiserschnitt hatten und gleich abstillten, weil sie (oder ihr Mann) der Meinung war, dass Scheide und Brust dem Sex vorbehalten sein sollten. Verstehen kann ich es nicht, aber : "Chacun à son goût."
Krass!
War das in Deutschland?
Re: Stillgegner: Was wollen die und wie sind deren Argumente
Verfasst: 20.05.2011, 11:32
von jusl
Liebe Leserinnen,
ich möchte diesen Thread jetzt gerne schließen.
Die Entscheidung als Mutter, nicht zu stillen, kann viele gute(!) Gründe haben. Um nur einige Beispiele zu nennen, abgesehen von med. Kontraindikationen wie HIV und co: Nicht jede Mutter kann und will sich voll auf ihr Kind einlassen, die intensive Nähe zulassen, die alleinige Verantwortung für die Ernährung des Kindes übernehmen. Negative Ansichten und Empfindungen bzgl. der eigenen Körperlichkeit, zum Teil auch entsprechende Gewalterfahrungen, tragen oft dazu bei, dass das Stillen Ekel hervorruft, somit nicht gelingt bzw. gar nicht erst versucht wird. Und genauso können gefühlte Zwänge oder Notwendigkeiten in Sachen Alltagsorganisation und -gestaltung dazu führen, dass sich eine Mutter gegen das Stillen entscheidet.
Ob "krass" oder nicht - für viele der Userinnen hier ist es unvorstellbar, wieso man/frau "Stillgegner sein kann". Das verstehe ich, aber als Unbeteiligte über "deren" Gründe zu mutmaßen bringt wohl auch nicht viel.
Danke fürs Verständnis und LG
Julia
PS @ "Autorenteam Julia und Thomas": ich möchte Euch keineswegs abwürgen, aber ich schließe mich der hier bereits geäußerten Vermutung an, dass Ihr hier vermutlich keine Antwort eines "Stillgegners" bekommen werdet. Entsprechende Diskussionen "Stillen vs. Nichtstillen" sind schon soooo oft geführt worden, hier und anderswo, konstruktiv-offen und fanatisch-respektlos; Recherche dazu dürfte für Euch sicherlich nicht schwierig werden.
Re: Stillgegner: Was wollen die und wie sind deren Argumente
Verfasst: 20.05.2011, 13:31
von Teazer
Imkerin hat geschrieben:War das in Deutschland?
Ja.
jusl hat geschrieben:Die Entscheidung als Mutter, nicht zu stillen, kann viele gute(!) Gründe haben.
Da hast Du absolut Recht!
Re: Stillgegner: Was wollen die und wie sind deren Argumente
Verfasst: 20.05.2011, 19:31
von Lösche Benutzer 7875
.. meine eigene mutter findet zu langes stillen "abartig" und langzeitstillen "pervers". warum weiß sie auch nicht so genau

Re: Stillgegner: Was wollen die und wie sind deren Argumente
Verfasst: 01.06.2011, 18:41
von Autorenteam Julia und Thomas
Danke für alle (ernst gemeinten) Tips! Dass hier keine Stillgegner o.ä. sind, konnte man sich denken, ja. Aber man hat sich ja mit dem Thema auseinandergesetzt, gerade wenn man wie wir hier dazu eine eindeutige Meinung hat. Ehrlich gesagt kennen wir es sogar so, dass man damit im Alltag teilweise konfrontiert wird und sich dann rechtfertigen muss, warum man irgendwas so oder so macht. Im Moment ist ja wieder eine Mode, Vollstillen abzulehenen, jedenfalls stand das leider gerade im Apothekenmagazin. Da muss man dann auch stark sein und sich verteidigen... geht ja am besten wenn man die Argumente der anderen kennt.....
Liebe Grüße!!!
Re: Stillgegner: Was wollen die und wie sind deren Argumente
Verfasst: 01.06.2011, 19:57
von nwsurgeon
Hallo,
ich habe das Gefühl, dass immer wenn sich hier in Deutschland der Trend mehr in Richtung Stillen bewegt, wieder "neue Studien" auf den "Markt" kommen, die belegen sollen, dass Stillen nicht so gut ist, frühe Beikost vor Allergien schützt und einem Eisenmangel nur mit industriell gefertigter Milch entgegen gewirkt werden kann.
Ich denke, dass da ganz einfach pekuniäre Interessen der Säuglingsnahrungsindustrie dahinter stecken und immer wenn ihre Absatzzahlen sinken (weil mehr Frauen stillen) sie eine neue "Studie" in Auftrag geben.
Nur beweisen kann ich das nicht (obwohl ja meist sogar Ale**, Hi** und Co. ganz offiziell die "Studie" bezahlen), ich fände es toll, wenn ihr da recherchieren und vielleicht ganz groß die Pulvermilch-Mafia mal an den Pranger stellen könntet (falls man Beweise findet).
Damit einfach mal 100% der Deutschen kapieren, das Menschenmilch für Menschenkinder und Kuhmilch für Kälber gemacht ist. Dass es natürlich ein Segen ist für die ca. 3-5% der Frauen die aus körperlichen Gründen nicht stillen können (und tun wir meinetwegen nochmal 5% für psychisches nicht können dazu), dass es Pulvermilch gibt und sie keine Amme in Anspruch nehmen müssen, will ich hier gar nicht in Abrede stellen.
Aber es ist doch ein Skandal wie in diesem Markt manipuliert wird, um den Marktanteil der Säuglingsnahrungsindustrie zu vergrößern. Das ist ja so als ob ein Hersteller von Anti-HIV Medikamenten, den Leuten einredet der Gebrauch von Kondomen ist schlecht, damit sie selbst dann mehr Medikamente verkaufen können.
Also was wollen die Stillgegner? Geld verdienen, alles andere ist vorgeschoben.
LG