cher123blau hat geschrieben:miamama hat geschrieben:ach so, vergessen...
natürlich meinen alle ich bin selbst schuld, weil sie sich dran gewöhnt hat und wir sie verwöhnen würden...
aber zuvor hat sie wirklich kaum in den schlaf gefunden, das war die einzige möglichkeit!!
Ich versteh nicht, das in der heutigen Zeit noch so viele vom verwöhnen reden. Ich versteh es nicht!!!
Ja klar verwöhnen wir uns babys oder Kinder, und das zu RECHT!!!
Es ist das kostbarste was wir haben.
nun ja, ich persönlich sehe einen großen unterschied zwischen der befriedigung elementarer bedürfnisse und einem "verwöhnen", d.h. ich habe meine kinder nicht verwöhnt, sondern ihnen gegeben was sie brauchten.
und natürlich hast dein kind daran gewöhnt auf diese weise einzuschlafen, das erkennst du ja selber, im bett setzt dein baby sich auf und denkt "juchu was manchen wir jetzt", eigentlich ist es aber müde, kaum am ort des schlafes, findet es zur ruhe und kann einschlafen.
es gibt zwei elementare fragen meiner meinung nach:
1) ist dies das ritual oder "steigert" sich "das bedürfnis" des babys, d.h. war es vorher nur tragen, dann nur noch tragen von dir, dann nur noch tragen von dir + bewegung, dann nur noch tragen + bewegung + singen oder hat das baby z.b. früher 2h alleine geschlafen und schläft nun nur noch, wenn du mucksmäuschen still daneben liegst und wacht stündlich zum stillen auf?
2) geht es dir mit diesem ritual gut und kannst du es annehmen ... abgesehen von kleinen "anfällen"
zudem kannst du dein baby an etwas anderes gewöhnen und ihm einen neuen zugang zu dingen geben.
ein kleines baby hat oft eine sehr geringe fähigkeit der selbstregulation. weinte mein kleines baby habe ich es sofort hoch genommen, hat es dann nicht aufgehört, habe ich die brust angeboten, war es danach noch immer unruhig, habe ich es umher getragen. je älter meine babys wurden, desto mehr habe sie auf andere signale reagiert, stimme, ort, etc. sie haben sich mit zunehmenden alter mehr und mehr ihre umwelt erschlossen und wurden gleichzeitig kompetenter gewissen situationen selbst "zu regeln".
schlaf war bei uns allerdings lange auch ein sensibles thema, d.h. einschlafstillen und dann wurden die kids in dem alter schon wieder wach, nach 20min, nach 1h oder nach 2h ... je nachdem, manchmal habe ich sie dann mit zu mir aufs sofa genommen, weil ich mich nicht wieder mit hinlegen wollte und sie haben dort weiter genuckelt und irgendwann wurden die schlafphasen länger, also 2h nach dem einschlafstillen ... das hat mir schon gereicht

und so mit 15 monaten habe ich dann den nachtschlaf angefangen etwas zu strukturieren, die beikost steigerte sich und dann haben die kids auch nur noch 2-3x pro nacht gestillt ... damit war ich zufrieden.
seine kinder an was neues gewöhnen ist übrigens nichts schlimmes, wenn sie dazu bereit sind, ich kenne auch familien, die sich in dem "ich befriedige alles" verrennen und die entwicklung und selbstständigkeit auch im sinne von autonomie emotionaler art bremsen, da dem "baby" mit alter x bei jedem pips sofort die brust in den mund gesteckt wird ... keine ahnung, dies habe ich trotz LZS anders praktiziert ...
es gibt also immer zeitfenster, in denen die kinder bereit sind etwas neues anzufangen, von daher könntest du etablieren, dass dein baby im bett einschläft, was du dazu brauchst ist etwas beharrlichkeit und ein müdes baby und dann gehts los mit dem "schlafen stellen"
aber wie du sicher weißt, ist es extrem individuell, alles, jedes eltern-kind-team sucht und findet da seinen eigenen weg. eindimensional ist nichts, schon gar nicht das leben mit kindern.
lg