Tragen im Trotzalter

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*carina*
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von *carina* »

Bei uns hat es bei der 4-jährigen schon geholfen. Sie war plötzlich beim nachtessen völlig wütend, schrei nur noch rum und warf mit dem Essen um sich. Auf die frage was los sei, meinte sie, weil Mami sie vorhin nicht getragen habe. Als ich sie dann ins Tuch oder MeiTai band (weiss nicht mehr was), war die Welt wieder in Ordnung und sie beruhigte sich sofort. Vielleicht müsste ich es beim Kleinen auch mal versuchen.
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nippy
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von nippy »

Dazu fällt mir ein, dass es bei Grey's Anatomy mal eine Ärztin gab mit einer Zwangsstörung. War wirklich eine speziell gefühlskalte Person mit verschiedensten autistischen Zügen. Einmal kams bei einer OP wirklich hart auf hart und sie drehte beinahe durch, da hat sie zwei andere Ärzte gebeten, sie so fest wie möglich zu umarmen. Obwohl sie freiwillig gar keinen Körperkontatk duldete, wurde sie durch die Umarmung ruhiger und beruhigte sich allmählich wieder. Sie hat dann erklärt, dass während der festen Umarmung irgendwelche Hormone ausgeschüttet werden, die den Herzschlag usw. beruhigen. Habe auf die schnelle nichts dazu gefunden, aber nicht umsonst lernen wir ja, dass Tragen Babys Herz ruhigen schlagen lässt ;)
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*carina*
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von *carina* »

Ich habe es kürzlich mit E. erlebt. Tragetuch ginge gar nicht, denn bei einem Täubelianfall streckt er sich völlig durch. Da kriege ich keinen Rucksack angehockt. Aber er beruhigte sich schon, als er sah, dass ich mir den Manduca umschnalle. Auf dem Rücken hatte ich dann ein völlig zufriedenes Kind.
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von Sternenfaengerin »

das ist auch unsere "therapie" ;-) ich hab jetzt auch nicht alles gelesen, aber ohne tuch geht hier momentan garnix...

ich frage mich ständig, wie das nicht tragende eltern schaffen...
ampamakia
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von ampamakia »

Luema, das hört sich schön an!!

Und ich denke gerade...oh Gott, so was kommt noch auf uns zu??!! Das ist ja furchtbar! Klar, man weiß, dass Kinder trotzen etc., aber dass sie schreien müssen und nicht angefasst werden wollen etc...., war mir bisher noch nicht so bewusst. Das wird ja ein bescheidenes GEfühl!
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Luema
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von Luema »

Ja, das ist leider der etwas traurige TEil des Eltern seins... Beim Ersten Kind geht noch die Welt unter, beim zweiten bleibt man schon viel cooler. Aber sein Kind so zu sehen, wie es überhaupt nicht klarkommt, ist schon nicht so toll :?
Liebe Grüsse von Maria
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ampamakia
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von ampamakia »

Luema hat geschrieben:Ja, das ist leider der etwas traurige TEil des Eltern seins... Beim Ersten Kind geht noch die Welt unter, beim zweiten bleibt man schon viel cooler. Aber sein Kind so zu sehen, wie es überhaupt nicht klarkommt, ist schon nicht so toll :?
Dann muss ich wohl ganz ganz schnell nachlegen......ich stelle mir das wirklich wirklich schrecklich vor! Ich hoffe, Du hast die Zeit bald durch!
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von Luema »

Solche Situationen gibt es meiner Erfahrugn nach immer wieder. Auch meine Tochter macht mit ihren 4,5Jahren ab und zu solche überfordernden Erfahrungen. :(
Liebe Grüsse von Maria
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STORM
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von STORM »

Durch das feste halten/ binden werden Nerven angeregt die zur beruhigung fuehren (koennen)
Es gibt auch fuer autistische Kinder einen speziellen Haltegriff wenn diese mal einen "Trotzanfall" bekommen.
Allerdings muss man da auch geuebt drinne sein, denn es ist nicht einfach ein Kind im Wutanfall zu halten oder wie Du auch sagst Maria, zu binden.
Meine kleine hat zum "Glueck" nur solche Momente wenn sie muede ist. Dann buckel ich sie und nach ein paar Minuten ist es gut und sie schlummert.
Ab und an wacht sie nachts mal auf und schreit aus unersichtlichen Grund und laesst sich nicht beruhigen, dann hilft bei uns auch nur das Tuch WXT gebunden. Ich lass sie dann auch in Ruhe und sie beruhigt sich "relativ" schnell von selber. Es gibt wirklich wenige Momente in denen sie sich nicht durch das Tuch beruhigen laesst.
Ich merke in vielen Situationen das das Tuch fuer sie Schutz und Geborgenheit bedeutet und sie durch und durch ein Tragling ist.
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Re: Tragen im Trotzalter

Beitrag von Ginevere »

Jetzt muss ich dir mal für diesen Thread danken Luema.

Als ich heute ziemlich verzweifelt vor meinem brüllenden, sich auf dem Boden windenden Kind stand fiel er mir nämlich wieder ein. Ich ging also zum Tuchschrank und ein brüllendes Trotzbündel rannte hinter mir her. Nach einer kurzen Diskussion ("Da!" "Welches Tuch meinst du?" "DA!!!" "Das hier?" "Ne DAAAA") hatten wir uns auf das SUT Milchschoko "geeinigt" und ich konnte den kleinen Wutwichtel einbinden. Das wiederum war nur möglich, weil ich das Rucksack-mit-Zappelkind-Video kannte.
Sobald alles fest war, rauschte es mir in den Ohren denn es war RUHIG. Mein Kind kuschelte sich an mich und ich merkte wie sie sich endlich entspannte.

Es lebe SUT! :D
LG Gini
… mit A🩰 3/09 und E 🏐 3/12
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