Sabsi hat geschrieben:Ja und Amen sagen, Tür zu machen, heimgehen, weiterstillen

Kim hat geschrieben:Wie war denn der Verlauf allgemein? Mein Sohn zum Bsp. war immer an der unteren Grenze, weil er einfach laenger ist als das Durchschnittskind. Darum wiegt er auch immer weniger als andere. Gleicht das aber mit seiner Groesse wieder aus. Und obwohl er neben dem stillen manchmal ganz schoen viel futtert, mit seinen fast 2 Jahren, hat er in einem ganzen Jahr, gerade mal ein knappes Kilo zugenommen.
Solange dein Kind seiner Kurve treu bleibt, taeglich 5-6 nasse Windeln hat und ausserdem einen regelmaessigen Stuhlgang, es fit ist, dazu lernt, wach mobil und neugierig ist, die Haut straff und nicht eingetrocknet und faltig hoert sich das doch alles normal an.
Na ja, er ist schon runtergesackt. Zur U5 war er auf der P90-Kurve, jetzt ist er bei P50. Allerdings war er anfangs auch sehr, sehr mopsig, und hat sich dann so ab drei Monaten gewichtsmäßig langsam nach unten bewegt in der Kurve... Hm. Aber er hatte halt auch ein bisschen Zahnungs-Durchfall die letzten Tage und hat weniger gegessen als sonst. Der Wiegetermin lag halt wahrscheinlich einfach blöd. Er ist aufgeweckt und plapperig (wenn nicht gerade die Zähne drücken), ein bisschen anhänglicher als sonst vielleicht, aber die Haut ist rosig, straff und weit von faltig entfernt, und die Windeln haut er so voll, dass ich zeitweise auf WWW umgestiegen bin, weil ich mit Waschen und vor allem Trocknen nicht hinterherkomme im Moment...
vroni hat geschrieben:In dem Altern nachts abzustillen wäre eingentlich sogar fatal:
das Gehirn entwickelt sich in dem Alter besonders rasant, gerade in der Nacht werden die Eindrücke des Tages verarbeitet und es bilden sich viele Synapsen, es wächst in der Nacht und braucht dafür auch Energie, die die Muttermilch in optimaler Form liefert.
Dass Deine Muttermilch von der Energiedichte und den Nähstoffwerten optimal an die Bedürfnisse Deines Kindes angepasst ist, wurde schon erwähnt. Außerdem liefert sie die Antikörper, die Dein Kleiner aktuell braucht - das kann kein anderes Nahrungsmittel!
Weniger zu stillen und mehr feste Kost zu geben kann daher ein Schuß nach hinten sein, denn z.B. hat Gemüse sehr viel weniger Kalorien als Muttermilch, auch ein Gemüse-Fleischbrei hat nicht die Energiedichte.
Die Zunahme erfolgt außerdem in Schüben und die Gewichtskurve verflacht sich bei Stillkindern im zweiten Lebenshalbjahr merklich.
Wenn der Gesamteindruck des Babys passt, es einen vitalen und lebendigen Eindruck macht und sich weiterentwickelt - es mobil wird, die Anzahl der nassen Windeln stimmt und es auch regelmäßig Stuhlgang hat, besteht kein Anlaß zur Hysterie.
Warum, frage ich mich, weiß ein ausgebildeter KiA das nicht?
Stockfisch hat geschrieben:Nicht jede Mutter traut sich, die "Ratschläge" des Kinderarztes in Frage zu stellen. Auf dem Gebiet des längeren Stillens sind leider viele Kinderärzte wenig informiert, kein Wunder, dass die meisten Mütter gegenüber dem Kinderarzt gar nicht erwähnen (möchten), dass sie "immer noch" stillen. Diese Verunsicherungen und schlechten Ratschläge durch manche Kinderärzte ärgern mich am meisten.
Hab auch schon überlegt, ob ich das demnächst nicht besser verschweigen sollte, dass Mini natürlich noch gestillt wird - aber das kann's ja irgendwie auch nicht sein, sich damit verstecken zu müssen, oder?
alequito hat geschrieben:dass du vielleicht nachts häufiger stillst, wird sicher eine folge der gesteigerten aktivität deines kindes sein. der hat doch im moment gar keine zeit zum essen, weil er entdecken muss.... klar holt er sich das dann in der nacht.
würdest du es so machen, wie der arzt sagt, würde er auch keine zeit haben zum essen, weil er immer noch in der phase des wilden krabbelns und entdeckens steckt. nur holt er dann nicht nach, wenn er nachts nichts bekommt.
Ja, genau. Der Zwerg ist tagsüber so mit Krabbeln und Erkunden und Aufstehen üben und Dinge aus Regalen pflücken und so weiter beschäftigt, da hat er wirklich keinen Bock auf Drei-Gänge-Menü mit lange stillsitzen und überhaupt.

Und nachts tankt er dann halt, was er noch zusätzlich braucht. Aber ich frag mich wirklich - warum weiß ein Arzt sowas nicht?
WirZwei hat geschrieben:Wie gehts denn nun weiter ?
Fragt sich jmd deren 3 jähriger 12.5 kg wiegt.
Mini wird weiter gestillt, wann und soviel er möchte, er bekommt "festes" Essen angeboten und kann das essen, wann und soviel er möchte. In zwei Wochen werden wir zu einem Kontroll-Wiegetermin erwartet. Und ich suche uns einen neuen Kinderarzt.
