Ich kenne das auch, ich hatte/habe auch recht anhängliche Kinder, die stark auf mich fixiert waren/sind.
Meine beiden Großen haben lange ständig an mir "geklebt", wollten immer in meiner Nähe sein, dass die beiden zu zweit im Kinderzimmer oder draußen ohne mich waren, war die ersten Jahre kaum vorstellbar. Auch nach der Geburt unseres 3. Kindes (da waren die Großen fast 4 und 2) war das ewig so, es gab Zeiten, da habe ich tagsüber gefühlte 1000 Male "Mama" gehört und mir sehnlichst nur für ein paar Minuten mal Ruhe gewünscht.
Ich kann Dich also gut verstehen, und ich denke, es kommt gar nicht so darauf an, wie viel oder wenig die Mutter mit den Kindern macht, sondern es liegt eher an dem Nähebedürfnis der Kinder. Ich habe da schon lange nicht mehr mit den Kindern gespielt, außer zwischendurch mal explizit Vorlesen, Puzzeln, ein Spiel o.ä., aber ich hatte den Eindruck, die Kinder konnten einfach nicht ohne mich sein (und da reichte es auch nicht aus, wenn sie wussten, dass ich ein Zimmer weiter bin).
Es wurde aber doch irgendwann besser. Als sie älter waren, half es auch oft, dass ich mich wirklich abgegrenzt habe, zB. wenn die beiden im Wohnzimmer um mich herumgeturnt sind, weil sie nicht so recht wussten, was sie machen sollten, dass ich sie dann nach oben oder draußen zum Spielen geschickt habe.
Ich muss aber auch sagen, dass es am besten klappte, wenn andere, fremde Kinder zum Spielen da waren. Dann waren tatsächlich diese Kinder interessanter und es wurde problemlos über einen längeren Zeitraum im Kinderzimmer oder draußen gespielt. Vielleicht ist es bei Geschwistern auch ein ständiger "Konkurrenzkampf" um Mama?
Was den gemeinsamen Toilettengang angeht, da habe ich mich irgendwann schlichtweg geweigert, ebenso beim Poabwischen....
