Weil hier auch so ganz allg. nach Erfahrungen gefragt wurde, hier nun auch mein Senf..
Die Frage im Betreff kann man so ganz allg. gar nicht beantworten, da es ganz allein auf das Kind ankommt (sofern die Eltern überhaupt die Freiheit haben zu entscheiden und alternativ ein Elterteil zur Betreuung zur Verfügung steht).
Es gibt Kinder, wie meine Tochter, die lechzen geradezu mit 2 Jahren nach anderen Kindern. Und da kann man als Mutter machen was man möchte, selbst wenn man 24 Stunden nur für das Kind da wäre (gar nicht gut), ein Erwachsener kann nie gleichaltrige Kinder ersetzen. Nun haben wir hier aber auch eine spezielle Konstellation, alleinerziehende Mutter mit einem Kind ohne Geschwister, und das ist schonmal eine ganz andere Voraussetzung als Kinder in einer "Großfamilie".
Meine Tochter kam mit genau 2 Jahren in eine Krippe und alles lief wunderbar inkl. Eingewöhnung. Allerdings ist mein Fazit nach Beobachtung der Kinder um mich herum, daß wohl eher die Minderheit der 2jährigen dafür geeignet ist 7 oder 8 Stunden in einer Krippe zu verbringen. Die Kinder, die mit meiner Tochter eingewöhnt wurden, hatten alle drei die Krippe wieder verlassen bzw. wurden dazu von der Leitung aufgefordert. Auch andere Krippenkinder, so weit mein Einblick war, empfand ich nicht für "krippenreif", aber oft geht es ja einfach nicht anders und da sollte man sich von außen kein Urteil erlauben.
Davon abgesehen gibt es auch 3 oder 4jährige, die einfach nicht "kindergartenreif" sind, warum auch immer.
Und was mein Bauchgefühl betrifft, tendiere ich tatsächlich eher zur Krippe als zur Tagesmutter. Das liegt aber auch daran daß ich persönlich keine Erfahrung mit Tagesmüttern habe und daß ich mir in keinster Weise vorstellen kann, daß mein Kind bei einer von den Tagesmüttern wäre, die ich im Laufe der letzten Jahre so privat rein zufällig kennengelernt habe.

Und ich kann durchaus privat mit einer Tagesmutter befreundet sein, Kaffee trinken, ins Kino gehen etc., aber würde ihr privat nie mein Kind anvertrauen. Hat aber auch viel damit zu tun, daß eben die meisten Menschen (nicht nur die meisten Tagesmütter) eh nicht "auf meiner Linie" liegen. Mir wäre das Verhältnis zwischen Kind und Tagesmutter zu intensiv. Fällt mir gerade schwer mich verständlich zu machen, aber ich glaube tatsächlich, daß eine stinknormale Krippe (eben nicht SuT-Standard, obwohl ich den Begriff blöd finde, denn hier gibt's ja nicht wirklich einen Standard...

) mit diversen Erzieherinen weniger Schaden anrichtet als eine Tagesmutter die genauso wenig nach "SuT-Standard" agiert.
Dagegen kann ich mir auf Anhieb mehrere Mütter von den SuT-Münchnern vorstellen, wo ich mein Kind tagsüber lassen würde, auch mit 2.

Aber das war ja hier nicht die Frage..