Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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chennai
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von chennai »

neara hat geschrieben: 04.11.2020, 06:46
chennai hat geschrieben: 03.11.2020, 13:48 Aber seit 1-2 Jahren (also so ab 9) wurde deutlich, dass die Große sehr viel versteht. Mittlerweile schaut sie Filme auch auf Englisch, liest mal ein englisches Buch und Englisch in der Schule ist eines ihrer Lieblingsfächer. Sie macht auch Erdkunde bilingual und liebt es. Wie viel die Kleine (jetzt 9) versteht, wissen wir nicht genau, aber zumindest hat sie generell Interesse an Sprachen - im Unterschied zur Großen auch an Französisch, was hier in Belgien natürlich sehr wichtig ist.
Das klingt wirklich schön bei euch, Chennai, also dass sie beide Interesse an Sprachen haben. Das ist eigentlich auch mein Ziel. Für welche Sprache auch immer sich der Kleine entscheidet und sei es auch, er lehnt meine oder die des Vaters ab, ich wünsche mir für ihn vor allem das multilinguale "mindset" und Interesse daran.

Ich habe den Thread schon nach und nach durchgelesen, aber es ist offenbar wenig hängen geblieben. :roll: Welche Sprache ist bei euch die Umgebungssprache? Niederländisch?

Ja, genau. Wir wohnen in Belgien, Schule und Umgebung ist niederländischsprachig, aber in Brüssel, weniger als 10 km entfernt, spricht man hauptsächlich Französisch.
Die Patin der Großen ist auch französischsprachig, aber leider mag die Große Französisch nicht so.
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)


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nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von nido56 »

Ja, ich denke, wenn der Pirat irgendwann mal Deutsch lernen will, wird das sicher schnell gehen. Ich bin mit viel, viel Englisch um mich herum aufgewachsen. Selbst habe ich zwar bis zum Gymnasium höchstens eine paar Worte gesprochen, aber als wir dann Englisch in der Schule hatten, habe ich einfach viel schneller gelernt als meine Klassenkameraden. Da war wohl unterbewusst ganz viel da, was nur aktiviert werden musste.

Heute spreche ich absolut fließend Englisch, ohne je im englischsprachigen Raum gelebt zu haben. Zwar mit deutlichem Akzent und auch nicht fehlerfrei, aber ich kann mich über jedes Thema spontan auf Englisch unterhalten, ohnne nachdenken zu müssen.

Witziger Weise ist der Pirat übrigens in Englisch ziemlich gut, obwohl er eines der ganz wenigen Kinder seiner Klasse ist, das nicht schon seit Jahren außerschulischen Englischunterricht hat. Er kann nicht wirklich mehr Englisch als die anderen, eher im Gegenteil, aber er kann viel mehr damit anfangen. Mit 5 Worten und frei erfundene Grammatik kann er viel besser kommunizieren als Kinder, die seit 5 Jahren jede Woche Unterricht haben. Und er ist definitiv nicht sprachbegabt.

Ich denke, da kommt ihm tatsächlich das "bilingual mindset" zu Gute.
nido mit dem Piraten (01/2012)
Safran
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Safran »

neara hat geschrieben: 03.11.2020, 21:36
Safran, schön, dich auch hier zu treffen.
👋Hi! Wie ist es bei euch neara, bringt dein Mann die Mehrsprachigkeit mit?
Hab den Thread bissel nach dir durchsucht🧐aber nichts finden können.
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neara
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von neara »

Safran hat geschrieben: 04.11.2020, 19:52 👋Hi! Wie ist es bei euch neara, bringt dein Mann die Mehrsprachigkeit mit?
Hab den Thread bissel nach dir durchsucht🧐aber nichts finden können.
Korrekt, ich bin erst eingestiegen. Herbstkind ist ja noch klein. Wir bringen beide eine extra Sprache mit und Deutsch soll (so der Plan) nur die Umgebungssprache bleiben. Mal sehen, wie es funktionieren wird.
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Safran
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Safran »

Aaah interessant. Also auch dreisprachig, da bin ich neugierig.
Bisher sind alle Wörter, die sie spricht niederländisch, ausser "NEIN!“
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von neara »

chennai hat geschrieben: 04.11.2020, 09:40 Ja, genau. Wir wohnen in Belgien, Schule und Umgebung ist niederländischsprachig, aber in Brüssel, weniger als 10 km entfernt, spricht man hauptsächlich Französisch.
Die Patin der Großen ist auch französischsprachig, aber leider mag die Große Französisch nicht so.
So kommen sie wahrscheinlich an Französisch nicht so ohne weiteres vorbei. Spätestens wenn sie nach Brüssel feiern gehen. ))
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von neara »

Safran hat geschrieben: 04.11.2020, 20:25 Aaah interessant. Also auch dreisprachig, da bin ich neugierig.
Bisher sind alle Wörter, die sie spricht niederländisch, ausser "NEIN!“
Das ist aber auch das wichtigste Wort überhaupt. 😄 Hier wird bis jetzt nur tierisch gesprochen, Wauwau, Muuuh und so weiter. Zu viel Quatsch gemacht bei Bilderbüchern offenbar.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

neara hat geschrieben: 04.11.2020, 20:15
Safran hat geschrieben: 04.11.2020, 19:52 👋Hi! Wie ist es bei euch neara, bringt dein Mann die Mehrsprachigkeit mit?
Hab den Thread bissel nach dir durchsucht🧐aber nichts finden können.
Korrekt, ich bin erst eingestiegen. Herbstkind ist ja noch klein. Wir bringen beide eine extra Sprache mit und Deutsch soll (so der Plan) nur die Umgebungssprache bleiben. Mal sehen, wie es funktionieren wird.
Habt ihr dann deutsch als Familiensprache?
Und welches sind eure Sprachen?

In unserer Stadtbibliothek gibt es übrigens viele zweisprachige oder fremdsprachige Kinderbücher, das finde ich total toll
Lösche Benutzer 24994

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Ich glaub ich hab das schon mal gefragt, aber hat hier jemand schon mal die Familiensprache gewechselt? Von Umgebungssprache zur Sprache des anderen Elternteils?
neara
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von neara »

MCM18 hat geschrieben: 04.11.2020, 21:59 Habt ihr dann deutsch als Familiensprache?
Und welches sind eure Sprachen?

In unserer Stadtbibliothek gibt es übrigens viele zweisprachige oder fremdsprachige Kinderbücher, das finde ich total toll
Wir haben keine Familiensprache in dem Sinne. Draußen sprechen wir deutsch, Paarsprache ist aber Englisch. Auf Deutsch umzustellen wäre möglicherweise denkbar, und vielleicht wird's auch irgendwann passieren, gerade fühlt es sich aber nicht stimmig an. Es ist auch als Umgebungssprache schon dominant genug und wir möchte dem Kleinen unsere Muttersprachen beibringen. Welche es sind... Ich tue mich mit der Antwort ganz ehrlich (immer noch) etwas schwer, da der Thread nicht im geschützten Bereich ist und ich glaube, diese Kombi gibt's nicht so oft... Wen es aber interessiert, gerne per PN (schicke dir auch gleich eine).

Mit der Stadtbibliothek ist es super. Muss mal bei uns schauen, vielleicht haben wir auch Glück.
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