Sandküste hat geschrieben:
In den Zirkus mit Tieren gehen wir nicht - in den Zoo aber schon. Zoo hat für mich persönlich noch einen "Sinn" (Arterhaltung; man schützt, was man kennt;
Zuchtprogramme) - Zirkus dient nur zur Bespaßung der Menschen.
Arterhaltung ist aber der geringste Prozentsatz dessen, was im Zoo stattfindet.
Ich "musste" das letzte Mal vor vier Jahren mit einem Babysitterkind in den Zoo gehen, und was ich da gesehen habe, hat mich nur noch zum Weinen oder Kotzen gebracht und ich hab wirklich nicht so besonders nah am Wasser gebaut.
Die Tiere im Zoo fristen größtenteils ein echt unwürdiges Dasein, die Zoobesucher verhalten sich überwiegend dermaßen respekt- und rücksichtslos, die Lebensräume sind derart begrenzt, die hygienischen Zustände sind gezwungendermaßen so...

- allein der Geruch im Raubtierhaus, das ist so schlimm, nein, für die Tiere im Zoo tut es mir zu 98% wirklich leid, dass sie da leben müssen.
Für Arterhaltung könnte man auch an anderer Stelle sinnvoll investieren und Zoos deutlich verkleinern.
Aber nein, es geht darum, dass sich ein Zoo halbwegs trägt, sich ökonomisch rentiert ohne allzu viele Subventionen zu verschlingen, und dafür müssen halt auch alle Attraktionen her, die die Leute ziehen, weil ein Zoo ohne große und exotische Tiere keinen hinterm Ofen vorlockt. Man denke bitte an den "Knut-Hype" und was dann daraus wurde. Einfach nur schlimm.
Ich finde, dass der Aspekt der Arterhaltung für die Realität der Zoos, die wir kennen, ein halbseidenes Argument ist, sich das Ganze schönzureden.
Ich werde auf jeden Fall mit meinem Kind keinen Zoo besuchen und sie auch so lange wie möglich von der Institution "Zoobesuch" fernhalten, bis sie selbst mit kritischem Auge sehen kann, was da wirklich los ist.
Übrigens meine ich, dass kein Kind dieser Welt exotische Tiere hinter Gittern sehen muss, um etwas über sie zu lernen oder um irgendwelchen wichtigen Nutzen daraus zu ziehen. Das ist unsere Konsummentalität, alles bitte gerne live und in Farbe vorgeführt bekommen zu wollen.
