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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 10:10
von Serafin
Mir ist eher schlecht, wenn ich mich am All you can eat Buffet total überfressen habe. Dein Baby hätte im Bauch 24/7 Rundumversorgung. Es ist an kleine Portionen gewöhnt. Früher hat man das anders gemacht, liegt auch an der damaligen Flaschenmilch. Deswegen wird noch viel Unfug erzählt aus unserer Elterngeneration.

Hast du nicht eine richtige Matratze, wo du mit dem Baby schlafen kannst? Unsere Kinder sind beide bei uns im Bett. Du wirst dich nicht drauf legen, wirklich. Es ist völlig normal, dass Kinder zu den Eltern gehören in der Nacht. Du kannst dir eine Fleecejacke anziehen und dich nur bis zur Hüfte Zudecken. Im Liegen stillen und dann einfach dabei einschlafen. Bald braucht man dafür nicht Mal mehr ein Licht.

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 10:15
von SchwarzwaldMama
viewtopic.php?f=2&t=128484&p=1937119#p1937119

Das hab ich auf die schnelle im Stillwissen zum Thema Milchstau gefunden, vielleicht ist da was für dich dabei?

Meine Hebamme hat mir auch geraten, bei (leicht) verhärteten Stellen, mit dem Kinn zur Verhärtung anzulegen und leicht mit den Fingern von der Verhärtung in Richtung Brustwarze zu streichen während dem Stillen.
Aber keine Ahnung ob das richtig war?

Ist doch super, dass sie bei euch auf dem Bauch zur Ruhe kommen kann!
Und drei Stunden Schlaf am Stück klingen traumhaft 😊

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 10:28
von Skoxi
Nadine, ich habe hier auch gerade so eine kleine Maus und kann dir die Erfahrungen der anderen bestätigen.

Bei meinem Sohn war es so dass er lieber stundenlang an der Brust genuckelt hat. Meine Maus jetzt hat nach ausgiebigem Trinken irgendwann keine Lust mehr an der Brust zu liegen. Weil da dauernd doch noch ein Schlückchen kommt vermute ich. Sie brüllt dann auch oft, ob es jetzt daran lag oder am verarbeiten kann ich nicht genau sagen. Aber sie entspannt sich augenblicklich wenn ich ihr meinen kleinen Finger zum nuckeln gebe. So nach dem Motto "endlich keine Milch mehr". Ich mach das nur wenn sie vorher beide Brüste wirklich ausgiebig und mehrmals getrunken hat. Aber das war oft die Rettung um sie aus dem Anbrüllen der Brust heraus zu bekommen. Oft hat sie dann zum endgültigen Einschlafen dann aber doch noch ein Schluck aus der Brust gebraucht.
Ich kann mir gut vorstellen dass sie mit einem Fläschchen in der Situation so völlig platt vor Fülle wäre, dass direkt einschläft.

Beim Clustern wollten beide Babys wirklich andauernd stillen. Ich habe es für mich als "Vorbestellung der Milch für die nächsten Tage" gesehen und sie nuckeln lassen auch wenn gefühlt nichts mehr kam. Woher soll denn die Brust sonst wissen dass ein Entwicklungsschub ansteht und mehr Milch benötigt wird.

Wenn wir unterwegs sind reichen wirklich oft 5min stillen, und dann wieder zurück ins Tuch. Ich schau dass sie am Tag immer wieder die Chance hat mal so richtig lang zu trinken, und wenn wir draußen sind, muss es eben kurz reichen.

Wobei das nur funktioniert wenn sie draußen im Tuch ist, im Kinderwagen will sie sofort raus wenn nicht alles 100% perfekt ist vom Sättigungsgrad oder Laune.

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 11:39
von Teazer
Nadine212 hat geschrieben: 07.05.2019, 10:01 Ja keine Ahnung meine Mama meinte nur kein Wunder das ihr schlecht ist und ich soll mal stundenlang immer nur eine Kleinigkeit essen das ist nicht gut. Hat mich total verunsichert.
Das verstehe ich. ((())) Aber sie trinkt ja nicht durchgehend, sondern nuckelt, döst mal weg. Das nennt man im Fachjargon Breastsleeping und das ist für Menschenbabys ein völlig normales Verhalten. Nur wissen das viele nicht, weil Babys durch Fütterung nach Plan überhaupt kein natürliches Verhalten an den Tag legen können. In unseren Eltern- und Großelterngenerationen wurde das sehr rigoros durchgezogen. Immer nach der Uhr, nie nach Bedarf. Deshalb "konnten" viele Frauen nicht stillen. Einfach, weil es zu wenig Stimulation gab und die Babys dadurch zu wenig Milch. Genau deshalb empfiehlt man heute Stillen nach Bedarf.
Hm aber ich hatte wirklich das Gefühl sie hatte Hunger ohne Ende. Soll ich dann vielleicht öfter die Brust wechseln?
Wenn sie hingrig ist, aber an der einen Brust unzufrieden, dann kannst Du gerne wechseln.
Ach und heute morgen war sie zb schon relativ satt durch eine Seite und hat nur noch etwas aus der anderen Seite getrunken, muss ich dann da abpumpen oder einfach bei der nächsten Mahlzeit die Seite zuerst anlegen?
Genau. Biete immer beide Seiten an und wechsel die erste Brust immer von Stilleinheit zu Stilleinheit.
Ne ich kenne das nicht und im Krankenhaus wurde ja auch was anderes zum stillen gesagt daher dachte ich die ganze Zeit ich mache das richtig sie nach 15 Minuten von der Brust zu nehmen.
Du musst bedenken, dass der Klinikalltag streng getaktet sein muss, damit er reibungslos funktioniert. Da ist kein Raum für natürliches Stillen. Die dortigen Regeln sind im Alltag zuhause jedoch eher kontraproduktiv.
Ja sie spuckt und Pipi funktioniert auch, dh sie bekommt genug oder? Und 11x stillen ist doch auch normal?
Genau. :)
Das hat mir die Hebamme auch schon mal gesagt "Speikinder sind Gedeihkinder", aber oftmals hat sie auch (anhand der Flasche) gerade mal 20-30 ml getrunken und trotzdem gespuckt.
Das liegt am Ventilmechanismus am Mageneingang. In den ersten Monaten spuckt die Mehrheit der Babys, manche mehr, manche weniger. Das verwächst sich mit der Zeit.
Die Brust ist schon total rot und heiß wo der Milchstau sitzt und die kleine Maus trinkt auch gerade nicht so kräftig. Da wir aber gleich zur physiotherapie müssen habe ich auch keine Zeit zum abpumpen. Meinst du ich könnte noch die nächste Stillzeit abwarten und dann ggf abpumpen?
Das halte ich für riskant. Hast Du eine Handpumpe, die Du in der Praxis verwenden kannst?
Ich kannte das Clustern nicht und mich hat da auch vorher niemand aufgeklärt. Wollen die Babys dann wirklich ohne Pause an der Brust hängen?
Ja, so ist es.
Ich werde es versuchen im liegen zu stillen hab nur so Angst dann einzuschlafen.
Warum sicheres Co-sleeping für Euch sinnvoll wäre, habe ich ja bereits ausgeführt. Es ist wirklich gefährlich, wenn Du im Sessel beim Stillen mit ihr einschläfst. Aber auf Deiner Decke, neben Dir ist es sicher. Japan hat die niedrigste SIDS-Rate der Industrieländer und das Familienbett ist dort Standard.
Ach also ist das ein normales Verhalten mit dem Schreien? Ich kannte das so noch nicht von ihr :(
Und ich mache mir dann schnell Sorgen das etwas schlimmes sein könnte.
So geht es allen Müttern, glaub mir. Selbst bei meinem dritten Kind haben mich solche Zeiten fix und fertig gemacht. Irgendwann sind wir dazu übergegangen, dass mein Mann das Baby immer in den Schlaf getragen hat, wenn er abends da war. Wir haben vorher gestillt und dann ging es zu Papa ins Tuch. Wenn er dann ins Bett ging hat sie bei ihm und nach dem ersten Aufwachen bei mir geschlafen. An Abenden, an denen mein Mann arbeiten musste, habe ich, wenn stillen nicht half, getragen. Dabei muss man auch nicht stehen/laufen. Auf dem Gymnastikball wippend habe ich am Schreibtisch Stillberatung gemacht oder einen Film geschaut, mein Mann hat dabei gerne Wäsche gefaltet.

Ich bin mir sicher, dass auch Ihr kreative Wege finden werdet, solche Phasen gut zu überstehen. Bald werdet Ihr ein großes Beruhigungsrepertoire haben.

Die Optimierung Eurer Schlafsituation solltest Du dennoch in den Griff nehmen. Sonst gehst Du auf dem Zahnfleisch.

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 12:41
von Nadine212
Nur kurz bin überfordert:

Milchstau extrem auf beiden Seiten, mir geht's auch gar nicht gut schwindelig und Temperatur 37 Grad.
Hab kurz 5 Minuten abgepumpt 60 ml und stille sie jetzt in der Hoffnung das sie ordentlich trinkt.

Was soll ich tun?

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 12:52
von SchwarzwaldMama
Hmmm Teazer kann dir da sicher schnell sagen was du machen kannst.

Ich würde sagen: auf jeden Fall ausruhen! Keine Anstrengung, also absolut nix im Haushalt, einfach nur mit deinem Baby im Bett liegen und stillen.

Zum entlasten der Brust und kühlen hat Teazer ja schon was geschrieben.

Drück dir die Daumen dass es bald vorbei ist

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 12:57
von Teazer
Nadine212 hat geschrieben: 07.05.2019, 12:41 Nur kurz bin überfordert:

Milchstau extrem auf beiden Seiten, mir geht's auch gar nicht gut schwindelig und Temperatur 37 Grad.
Hab kurz 5 Minuten abgepumpt 60 ml und stille sie jetzt in der Hoffnung das sie ordentlich trinkt.

Was soll ich tun?
Kühlen, kühlen, kühlen und Bettruhe einhalten.

Regelmäßig stillen/pumpen. Gute, schnelle Besserung!

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 12:58
von Teazer
Du kannst auch unter der warmen Dusche vorsichtig (!) ausstreichen.

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 13:51
von Nadine212
Dankeschön ich werde es versuchen. Meine Mama war bis eben hier sie hatte mich begleitet zur Physiotherapie. Mein Mann hat heute Schulung bin also gerade alleine hoffe ich packe das. Meine Gelperlen sind im Gefrierschrank, kommen gleich drauf und dann wird gekuschelt und ein Film geschaut.

Meine Mama sagt ich still zu viel das war sehr anstrengend gerade für mich!

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Verfasst: 07.05.2019, 13:56
von Teazer
Ja, es ist schwierig, sich gegen seine eigene Mutter abzugrenzen. Weiß sie, dass Du professionell beraten wirst?