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Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 20:23
von Zuckerherz
Aletta, das beruhigt mich aber macht das dein Kind zu Anfang beim Anlegen schon oder auch erst wenns um die "Nachbestellung" geht? Sie hat zwar den Schnuller wirklich nur in medikamentöser Dosis (sag ich jetzt mal so), weil sie den eh blöd findet und zumeist ausspuckt aber da macht sie das nichT bzw. aufgefallen wäre es mir noch nie..

Lg und schönen Abend

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 20:26
von Missy
Das Zittern gab es hier auch, mir wurde gesagt, dass das Kind so den Milchfluss unterstützt.
Ich fand das immer völlig normal und dachte, das machen alle Babys so.
Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich man Dinge interpretieren kann, du machst dir deshalb Sorgen, ich war sehr froh über seine "Technik".

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 20:27
von Aletta
Puh, da muss ich mal drauf achten... Eher im späteren Verlauf des Stillens, glaube ich. Ich habe aber wie gesagt dabei nicht das Gefühl, dass es mit Hunger in Verbindung steht. Klar ist das Zittern wahrscheinlich ursprünglich dazu da, um die Milchbildung anzuregen oder so (kann ich mir vorstellen), aber ich habe den Eindruck bei ihr gehört gelegentliches "Kieferzittern" einfach zum Nuckel dazu, als natürlicher Reflex.

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 20:28
von Aletta
Missy, da sind wir uns wohl einig ;)

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 20:33
von Litha
Als ich das gelesen habe ist es mir auch wieder eingefallen. Mein Kleiner wird am Montag ein Jahr. Aber am Anfang hat er so ein "zittern" auch gemacht. Wie lange weiß ich nicht genau. Ich hab auch immer gedacht, dass er damit den Milchfluss stimuliert. Es erinnerte mich vom Gefühl her ein wenig an meine Milchpumpe, die hat auch so einen Modus von kurzen "Saugbewegungen". Das wechselte sich immer ab mit dann wieder großen Schlucken. Zusätzlich knetete er gern meine Brust. Es erinnerte mich immer an den Milchtritt bei kleinen Kätzchen..aber die Fingernägel müssen kurz sein..inzwischen zwickt er mehr oder streichelt meinen Bauch.

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 22:12
von blueberry
Zuckerherz hat geschrieben: Und so wie ich das verstanden habe wird der Großteil der Milch ja während des Stillens gebildet aber ich hab das Gefühl, dass sie da nicht rankommt. Ich muss sie die letzten 2 Tage wirklich vollkommen frustriert und wütend abdocken(weil sie auch nach einigen Minuten weitersaugen nicht mehr schluckt bzw. wohl keine Milch mehr kommt) und dann ihr Geschimpft und Geschrei so lange ertragen bis ich nach einiger Zeit Pause neue Milch "gebunkert" hab.
Darf ich dazu eine Rückfrage stellen? Wie ist das:

A) Lässt Dein Baby von selbst los und weint und Du bietest zwar wieder die Brust an, aber es geht nicht mehr dran (oder lässt gleich wieder weinend von selbst los)
oder
B) ist Dein Baby an der Brust, Du siehst es nicht mehr Schlucken, evtl. "zittert" es mit dem Unterkiefer (macht also schnelle, flache Saugbewegungen mit flatternder Zunge statt langsamer, kräftiger Saugbewegungen) ohne zu schlucken - und dann dockst Du es ab und daraufhin weint es und Du wartest, in der Annahme, erst wieder Milch "nachproduzieren" zu müssen?

LG blueberry

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 22:27
von Lucccy
Zuckerherz hat geschrieben:Ich muss sie die letzten 2 Tage wirklich vollkommen frustriert und wütend abdocken(weil sie auch nach einigen Minuten weitersaugen nicht mehr schluckt bzw. wohl keine Milch mehr kommt) und dann ihr Geschimpft und Geschrei so lange ertragen
Hallo,

wenn Dein Baby beim Trockennuckeln nicht meckert: herzlichen Glückwunsch, Dein Baby kann steuern, ob es Milch trinken möchte oder "schnullern".

Ich schließe mich denen an, die Dir raten, beim Stillen nicht mehr auf jede Bewegung und jedes Geräusch Deines Babys zu achten.
Und nach mehreren Jahren des mitlesend hier mag ich Dir zu Beruhigung mitgeben, dass die Mods im Zweifel immer einmal mehr zum Zufüttern raten. Wenn sie das nicht tun, ist Deun Baby mit Sicherheit gut versorgt! Und die Wiegeintervalle verlängern sie auch nur, wenn sie überzeugt sind, dass alles ok ist.
Daher: Dein Baby stillt gut, Du bildest ausreichend Milch, daran besteht für die Profis hier kein Zweifel.

Und selbst mein Baby hat ab und an weniger gefüllte Windeln und die Stuhlfarbe wechselt nach Wetter, Laune, neuen Zähnen, kommendem Infekt, Mondphase, ...

Gruß Lucccy

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 22:34
von Vemala
Bin grade hier reingestolpert und kann Dir zu dem Zittern sagen: das macht mein Kind heute noch gelegentlich, mit fast 4 - und sie kann schon entscheiden, etwas anstrengendes NICHT mehr zu tun. Sie zittert schon ihr ganzes Leben beim Stillen immer mal mit dem Unterkiefer.

Ansonsten schließ ich mich einfach den anderen an: entspann Dich und genieße [emoji4]

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 25.03.2017, 22:45
von Zuckerherz
Blueberry, zuerst Option A, danach versuche ich sie wieder anzulegen und dann beginnt das Gezitter mit dem Unterkiefer, sie wird richtig sauer und schreit.
Danach folgt dann irgendwann Option B. Und wenn ich sie dann abdocke und 10 min warte oder durch das Wechseln der Stillposition noch irgendwo ein paar Schluck Milch locker machen kann ist sie wieder zufrieden und saugt gern. Bis augenscheinlich wieder nix mehr kommt.. :?

Re: Stilldramen und nervliche Grenzerfahrung

Verfasst: 26.03.2017, 11:55
von Mondenkind
LIebe Zuckerherz, das Zittern ist wirklich nicht schlimm!
Zuckerherz hat geschrieben:durch das Wechseln der Stillposition noch irgendwo ein paar Schluck Milch locker machen
Du hast glaub ich eine falsche Vorstellung von der Milchbildung. Es gibt keine Milchseen, die Speicherkapazität der meisten Brüste ist zudem sehr gering (je nach Brustgröße und 'Beschaffenheit unterschiedlich, in der Praxis aber in den allermeisten Fällen vernachlässigbar).

Die Milch wird beim Stillen gebildet. Das "ein paar Schluck Milch locker machen" durch Wechseln der Stillposition ist der Effekt, dass durch das Wechseln und neu andocken der MSR wieder ausgelöst wird. Das Prinzip des Wechselstillens ist das.

Dein Kind nimmt gut zu, obwohl wir jetzt von jetzt auf gleich die Zufütterung weg gelassen haben.

Könntest du dir vorstellen, beim Stillen einfach mal ruhige Musik anzumachen, damit du gar nicht mehr aufs Schlucken lauschen kannst? Viele Babys mögen 3/4-TAkt :D . Und lies was beim Stillen, damit du nicht mehr auf den Kiefer schaust. Würdest du das mal probieren wollen?

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung