Empfehlungen von 1980

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Sakura
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von Sakura »

Nö. Gab es in den 80ern, gibt es auch noch heute.


Mit dem Handy unterwegs
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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serotonin
hat viel zu erzählen
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von serotonin »

Sakura hat geschrieben:
serotonin hat geschrieben: Aus meinem Umfeld kenne ich übrigens auch eine Frau, die ihr Anfang der 2000er geborenes Kind strikt alle 4 Stunden gestillt hat, auf Anraten der relativ jungen Hebamme... Das ist wohl nicht auszurotten.

mit Baby auf dem Schoß, mobil mit tapatalk
Ich kenne Kinder 2008 , 2011 und 2014 geboren, die nach der Uhr gestillt wurden, und natürlich pro Mahlzeit nur eine Brust. Interessanterweise haben alle 3 Geschwister zu wenig zugenommen, so dass früh viel Brei zugefüttert wurde. Das jüngste Kind hatte sogar gefährlich wenig Urin, da wurde schon mit wenigen Wochen Tee zugefüttert. Enge Beratung durch eine Hebamme.


Mit dem Handy unterwegs
Oje :/
Das mit dem Tee hat meine Schwiegermutter auch immer geraten, sich aber dann schnell vom Gegenteil überzeugen lassen...

Das mit der emotionalen Distanz kenne ich auch, aber in Kombination mit dem Siezen finde ich es echt gruselig. Wofür bekommt man denn Kinder, wenn man sie dann so behandelt? :(

mit Baby auf dem Schoß, mobil mit tapatalk
Kind 1: 10/13 Kind 2: 07/16

living is easy with eyes closed
Schnatzmama
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von Schnatzmama »

Nochmal zu meinen Verwandten, die ihre Eltern auch siezen: Das sind ganz lustige, nette Menschen, gerade diese inzwischen hochbetagten Eltern haben ein ganz großes Herz für Kinder. Nur deswegen muss die Eltern-Kind-Beziehung nicht total eingefroren sein.
Liebe Grüße!

Schnatzmama mit Schnatz (5/09) und Maus (2/12) und Ameisenbärin (8/14) und Schlumpf des Hauses (9/17)
Seifenblasenfrau
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Nein, muss es bestimmt nicht, aber bei mir/uns hat es in Kombination mit anderen Faktoren erheblich dazu beigetragen, dass unsere Beziehung sehr schlecht ist.

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Die Große 08/15
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jessy80
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von jessy80 »

Meine Schwiegermutter wundert sich auch immer warum meine Kinder nicht durchschlafen, ihre haben nach dem Krankenhaus schon direkt durchgeschlafen.
Seit einem nebensatz von ihr weiß ich auch warum. Die Kinder wurden abends ins schwesternzimmer gebracht, da gab es um zehn eine Flasche Tee und dann erst morgens um sechs wieder ein flaschchen.
Seltsamerweise denkt sie sich noch heute nichts dabei.

Auch versteht sie weder, dass wir keine schmelzflocken noch karotten in die Flasche getan haben. Und nach Bedarf füttern, sorgt nur für Bauchschmerzen...
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
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nifty
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von nifty »

Nochmal kurz zum Thema Beziehung:
Ich musste meine Eltern nicht sietzen, wurde nie geschlagen (mein Bruder hingegen hat von meinem Vater doch ab und an einen "Klaps" mit der flachen Hand auf den Hinterkopf bekommen :cry: nicht schön. Kann mich nicht erinnern, ob mir das je passiert ist). Wenn ich es klassifizieren müsste, würde ich meine Eltern als emotional inkompetent bezeichnen. Mir wurde z.B. vorgeschrieben, ob ich traurig sein oder weinen durfte usw. (ein Klassenkamerad von mir verunglückte mit 16 tödlich und mir wurde gesagt, da müsse ich jetzt doch nicht weinen). Solche Sachen. Zudem wurde sehr selten gelobt, viel kritisiert, wir wurden als "egoistisch" und "Parasiten" bezeichnet, Äußerlichkeite bis zum geht nicht mehr bemängelt, meine Meinung zählte nicht und generell konnte ich es nie recht machen. Ich war zwei Jahre wegen einer depressiven Episode in Psychotherapie, meine Therapeutin nannte es "erlernte Hilflosigkeit". Dazu muss man sagen, dass meine Mutter auch eine problematische Kindheit hatte, die aber, je mehr ich lese, wohl für die damalige Zeit gar nicht so ungewöhnlich war...
unterwegs mit der Großen (03/16) und der Kleinen (02/21)
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suttine
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von suttine »

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mrsmurphy
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von mrsmurphy »

Wenn ich hier so lese, wie es vielen euch mit den Eltern ging, bin ich ganz traurig :(
Ich wurde zwar auch nicht gestillt wegen doofer Beratung und "alle 4 Stunden" Einstellung des Krankenhauses. Inkl. Tee, Möhrensaft etc.
Aber meine Eltern lieben mich und ich bin in einem ganz liebevollen Elternhaus aufgewachsen und habe eine ganz tolle Beziehung zu meinen Eltern (Gott sei dank).
LG Sabine mit Muck (m, 08/13) & Mini (m, 07/19), sowie Sternchen (8. Woche, 7/18)

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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
(Albert Einstein)
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newmanekineko
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von newmanekineko »

Mit wird auch ganz flau im Magen bei vielen Beiträgen. Gleichzeitig macht es mich froh zu sehen, dass aus solchen Prägungen kein Teufelskreis entstehen muss und die eigenen Kinder anders großwerden dürfen.
Bis aufs Stillen hatte ich viel Glück mit meinen Eltern. Sie wurden selber beide sehr streng erzogen und wollten das bei ihren Kindern anders machen (O-Ton meiner Mutter). Wir durften solange bis wir nicht mehr wollten (da war ich 6 Jahre) im Elternbett mitschlafen. Und vorm Schlafen noch ne halbe Stunde Kuscheln, das hab ich noch mit 12 Jahren mit meiner Mutter gemacht. Insgesamt wurden wir "'unerzogen"/ AP groß. Aber das haben meine Eltern rein intuitiv gemacht.
Nur beim Thema Ernährung lief es anders, als ich es jetzt mit meiner Tochter mache. Mein Bruder war ein Frühchen. Meine Mutter hat auf eigene Faust versucht Milch abzupumpen, die ging dann aber schnell zurück. Nach meiner Geburt hatte sie sich auf der Wöchnerinnenstation eine Unterleibsinfektion eingefangen und musste ABs nehmen, sodass sie abstillen "musste". Wir wurden mit Fladchennahrung "gemästet" , d.h. möglichst viel und möglichst schnell rein ins Kind (das war aber gut gemeint von meiner Mutter). Als ich anfängliche Still-Probleme hatte, hatten meine Mutter und ich einen riesigen Streit, weil sie mich unverantwortlich fand, dass ich mein Kind lieber verhungern lassen will, nur um Stillen zu können.... Mittlerweile ist sie ganz stolz, dass ich immer noch voll stille und ihre Enkelin überdurchschnittlich groß und schwer für ihr Alter ist.
Bei meinem Bruder und mir gab's dann schnell Zucker-Tee und Möhrensaft und zwar als Dauernuckel-Flasche. Den Schnuller hatten wir quasi permanent im Mund (ausser wir nuckelten an einem Fläschchen). Vielleicht ist es nur Zufall, aber: Sowohl mein Bruder als auch ich hatten später einen Sprachfehler. Wir neigen beide zu Übergewicht. Ich hab z.B. überhaupt kein Gefühl dafür, welche Essensmengen reichen, um angenehm satt zu sein und muss dafür immer den "Kopf einschalten". Dass meine Tochter kein Zucker-Tee-Fläschchen und keine Butterkekse kriegt, findet meine Mutter seltsam, aber sie akzeptiert es.

Ich entschuldige mich für etwaige Rechtschreibfehler bzw. Autokorrektur.

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Viele Grüße!

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