Probieren einfordern ja oder nein

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Lösche Benutzer 17612

Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Baum, Du würdest selbstverständlich ein ganzes Stück Kuchen bekommen. Oder 2 oder 3. Ich mach nen echt passablen Käsekuchen und Nutellabrownies ( ja ich bin mir darüber im klaren dass in meinen Posts unverhältnismäßig oft das Wort Nutella auftaucht....ich hab dafür weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung....).
Aber wenn Du danach noch die Krümel magst , dann geht der Hund halt leer aus.

@ Nido: Mein Kind hat auch erst angefangen Karotten zu seinem sehr begrenzten Speiseplan hinzuzufügen, als er in den Ferien Nachbars Hasen gefüttert hat. Dass auf seinem Speiseplan dafür lange Zeit Schnecken ( mit Haus!), Sand, Gras und Ameisen gestanden haben , dafür hab ich auch keine Erklärung. Manche Vorlieben erscheinen mir irgendwie schon etwas skurril.
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Pelufer
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Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Pelufer »

Giräffchen, es war eine unbedarfte Frage meiner Mutter, die das Kind nicht kannte : Magst du vielleicht ein kleines Stück probieren?
Darauf biestig zu reagieren halte ich für überzogen, da wäre der Hinweis, sie mag außer XY nichts anderes angebrachter gewesen.
Und ja, ich habe Sorge, dass mein Sohn sich das Verhalten abschaut und nachmacht.
Nein es liegt nicht an eine Überempfindlichkeit, sondern an einer Mutter, die selbst kein Obst mag, kaum Gemüse mag selber an allem rummäkelt und die Tochter sich das abgeschaut hat. Ich habe 5 von 7 Jahren live miterleben müssen, wie dieses Kind immer weniger Lebensmittel "mochte".
Jetzt bin ich in der blöden Situation, dass mein Kind durch Vorleben lernt und sich alles Mögliche von anderen Kindern abschaut. Nein, en Kontakt abbrechen ist keine Lösung. Dann dürfen wir mit der Familie meines Mannes keine Berührungspunkte mehr haben.
Es geht mir auch nicht darum, dass sie anders essen soll, sondern dass mein Kind sich nicht einschränkt weil ihm vorgelebt wird.
Seit sie irgendwann mal heulte sie will keine Torte ubd da ein Drama gemacht wurde, wie man sowas einem Kind anbieten kann blablabla... seitdem mag mein Sohn auch keine Torte mehr. Ich habs ihm danach probieren lassen, aber "S. mag das nicht, ich auch nicht mag".


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Lösche Benutzer 17612

Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Pelufer hat geschrieben:Giräffchen, es war eine unbedarfte Frage meiner Mutter, die das Kind nicht kannte : Magst du vielleicht ein kleines Stück probieren?
Darauf biestig zu reagieren halte ich für überzogen, da wäre der Hinweis, sie mag außer XY nichts anderes angebrachter gewesen.
Und ja, ich habe Sorge, dass mein Sohn sich das Verhalten abschaut und nachmacht.
Nein es liegt nicht an eine Überempfindlichkeit, sondern an einer Mutter, die selbst kein Obst mag, kaum Gemüse mag selber an allem rummäkelt und die Tochter sich das abgeschaut hat. Ich habe 5 von 7 Jahren live miterleben müssen, wie dieses Kind immer weniger Lebensmittel "mochte".
Jetzt bin ich in der blöden Situation, dass mein Kind durch Vorleben lernt und sich alles Mögliche von anderen Kindern abschaut. Nein, en Kontakt abbrechen ist keine Lösung. Dann dürfen wir mit der Familie meines Mannes keine Berührungspunkte mehr haben.
Es geht mir auch nicht darum, dass sie anders essen soll, sondern dass mein Kind sich nicht einschränkt weil ihm vorgelebt wird.
Seit sie irgendwann mal heulte sie will keine Torte ubd da ein Drama gemacht wurde, wie man sowas einem Kind anbieten kann blablabla... seitdem mag mein Sohn auch keine Torte mehr. Ich habs ihm danach probieren lassen, aber "S. mag das nicht, ich auch nicht mag".


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Naja aber ganz ehrlich, den Schuh muss sich die Familie auch nicht anziehen. Meine Erziehung endet an meiner Haustür, so wie ich es für richtig halte. Ob der Umgang mit meinem Kind dann bei anderen Familien Diskussionen auslöst, das ist wahrlich nicht mein Problem.
Das ist ja so als ob ich meiner Nachbarin vorhalten würde dass sie ihr Kind ohne Jacke in den Regen rauslässt und meine es nachmachen und krank davon werden.
baum
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Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von baum »

Danke :-)
Dem Hund kann ich dann auch mit guten Gewissen dir Krümel überlassen, sie werden dann ja nicht weggeschmissen.

Vieleicht wäre hier so ein Reste-Minischwein auch eine gute Lösung-leider bräuchte ich es ja nur für die Mahlzeiten...

obwohl... als die Kaninchen neulich die verwurmten Äpfel bekommen sollten haben sich die Kinder drauf gestürzt-ihhh....
vieleicht sollte ich einfach die Kaninchen bekochen...
Lösche Benutzer 17612

Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Ui, ich hab jetzt gelesen: vielleicht sollte ich einfach die Kaninchen kochen. Das fände ich jetzt doch etwas hart.
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Pelufer
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Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Pelufer »

Ellen, ich will da gar nicht in die Erziehung reinholzen, aber Schadenbegrenzung bei meinem Kind betreiben. Und DAS sollte erlaubt sein.

Und bitte nochmal. Vollständig lesen und nicht nur das, was gerade in deine Argumentation passt. Es ging darum, warum ICH diese spezielle Situation für das Verhalten meines Kindes kritisch sehe.

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Kinsale
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Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Kinsale »

Bei mir klappt das prima mit mir selbst als "Kaninchen" [emoji1] Wenn ich mir leckeres Ofengemüse mit 4 Komponenten, von denen ich weiß, dass die Kinder 3-3,5 nicht mögen, dann muss ich das einfach nur auf meinen Teller geben und sagen "das ist NUR für mich, keine Sorge! Ihr kriegt Pfannkuchen!"
... Dann kriege ich die Pfannkuchen [emoji12]
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Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Inkling »

Pelufer hat geschrieben:Ich kann ebenso nicht nachvollziehen, wieso sich einige hier so angegriffen fühlen, dass sie zurückschlagen. Jeder erzählt, wieso und weshalb er es so handhabt.

...

Das Warum hatte null Bedeutung, das Ergebnis war irrelevant und die Tatsache, dass ich mein Kind und seine speziellen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften seit seiner Geburt miterlebt habe und einschätzen kann, wird mir einfach mal abgesprochen, weil nur die Supermamis wissen, was für mein Kind gut und richtig ist. Sie kennen es zwar nicht, aber würden alles besser machen als ich. Das ist anmaßend, selbstherrlich, angreifend und überheblich.
Und damit verabschiede ich mich aus diesem Thread.



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Da du den Kontakt zu der Familie nicht einschränken kannst: vielleicht hilft es dir, deine eigenen Wünsche auf diese Familie anzuwenden. Vollkommen egal wieviel du in den letzten Jahren meinst, mitzubekommen haben, du wertest da extrem. Ein Kind als essgestört zu bezeichnen und die Schuld der Mutter zuzuschreiben, steht im starken Gegensatz zu dem was du oben schreibst.

Und du kannst dein Kimd auch darin bestärken, sich trotzdem für Torte zu entscheiden wenn es dir so wichtig ist dass diese gegessen wird. Dein Kind lernt ja auch durch dein Vorleben.
Lösche Benutzer 17612

Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Naja aber wenn Essverhalten wirklich übertragbar und abschaubar wäre, dann gäbe es nicht so viele Familien die sich supergesund und vielseitig ernähren und dann so extrem mäkelige Kinder haben. Oder extrem unterschiedliche Esser wie bei uns.

Im Endeffekt hat die Geschichte dieses Mädchens ja überhaupt nichts mit Eurer Geschichte zu tun. *etwas abschauen* können sich Kinder auch im Kindergarten oder der Schule. Aber obwohl hier die besten Freunde beider Kinder aus religiösen Gründen kein Schwein essen, wurde die Bratwurst noch nie verschmäht.
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Pelufer
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Re: Probieren einfordern ja oder nein

Beitrag von Pelufer »

Wenn ich meinem Kind immer wieder sage... du magst das nicht, das magst du nich das ich bäh das magst du nicht, ja dann nenne ich das Resultat eine Essstörung. Denn das Kind hat nicht selbst gewählt, sondern die Mama hat entschieden. Und das ist keine Wertung sondern das ist die Beobachtung aus 5 Jahren.
Und nochmal. .. Ich lasse sie machen, sage da auch nichts, entscheide aber, dass ich das für mein Kind nicht möchte und auch nicht möchte dass er sich das weiter abguckt. Denn er hat sich das Verhalten teilweise schon abguckt.
Siehe das Beispiel Torte. Es war ein Beispiel, nicht eine Aussage über die Wichtigkeit der Torte, sondern über die Beeinflussung durch dieses Kind.

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