ich hab ab sandküstes posting nicht mehr weiter gelesen, weil sie etwas über das ende schreibt, wenn ich das richtig verstanden haben?
ich bin beim herbst, ca. s. 220, also fast fertig und das hier sind meine eindrücke bis jetzt:
- den schreibstil mag ich eigentlich, vor allem die dialoge sind teilweise wunderbar witzig, diesen englischen humor, den mag ich. sehr schade ist die übersetzung, sie ist teilweise wirklich schlecht und das wort "fickrig" das ständig vorkommt NERVT! vor allem weil ich es überhaupt nicht benutze und im orginal wohl nervous steht, und meistens nervös einfach besser passen würde... nun gut.
- der inhalt hat mich zunächst nicht so vom hocker gerissen, obwohl ich mich in die charaktere sehr gut einfühlen konnte (im gegensatz zu vielen anderen hier in der leserunde), ich finde den charakter der ich-erzählerin keineswegs als flach, sogar im gegenteil, die gespräche die sie mit jasper, diesem poizisten und auch petra führt gehen tief. sie mag zwar aus der working class stammen und keine hohe bildung haben, aber sie reflektiert ihre situation unglaublich gut.
auch jaspers charakter ist gut gezeichnet, die veränderung für mich gut nachvollziehbar, ebenso bei petra.
für mich hat das ganze buch mit dem anschlag gedreht, ab da hat es mich wirklich gefesselt. wahnsinn wie alles beschrieben wurde, mir ist es eiskalt den rücken runter gelaufen... jetzt so während des herbsts flacht die geschichte etwas ab, aber auch das ist für mich stimmig, die leute vergessen, gewöhnen sich an die veränderten zeiten, nur eben stecken es nicht alle (vordergründig) einfach so weg (siehe jasper).
ich bin jedenfalls sehr gespannt wie das ende ist. erwarte mir davon aber nicht zu viel. was soll schon groß passieren? die menschen arrangieren sich mit ihrem schicksal, manche etwas besser, manche etwas schlechter.
das buch wird bestimmt nicht zu einem meiner lieblingsbücher werden, dazu ist es doch nicht zu eindrücklich, aber ich bin froh es zu lesen!
lg