Wir hatten bis vor 4 Wochen 2 Kater. Wurfgeschwister, 12 Jahre alt, reine Wohnungskater.
Unseren Jackie mussten wir überraschend gehen lassen. Er hat von einem auf den anderen Tag nichts gefressen gehabt. Wären dann mein Tierarzt, haben Appetitanreger bekommen, er fraß wieder. 2 Wochen später wurde der Appetit wieder weniger, ich war Freitag Nachmittag noch beim TA (eigentlich zum impfen), da war bis auf "morgens etwas langsamer gefressen" nichts. Kam mir aber komisch vor, also wurde er nicht geimpft, sondern geröntgt -- Fremdkörper im Dünndarm (ein Silikonteil und etwas, das wir nicht identifizieren konnten). Er solle also möglichst viel fressen, damit das "rausgeschoben" wird, ansonsten OP.
Samstag Abend hat er das Fressen dann komplett eingestellt. Sonntag war er halbwegs fit, Montag früh ein Häufchen Elend. Ich also direkt zum TA und ihn da gelassen (ck2 hatte an dem Dienstag eine OP, es gab noch diverse Dinge zu regeln, dort war besser versorgt als alleine zu hause und wurde über den Tropf gepäppelt). Abmachung war, dass der Tierarzt sich Dienstag Vormittag kurz meldet, ob und wann er operiert wird.
Als ich dienstag Nachmittag noch nix gehört hab, hab ich angerufen -- sie hatten die falsche Nummer in der Akte, sie mussten ihn Montag Abend schon gehen lassen und konnten mich nichtmal anrufen

Sein Zustand hatte sich zu morgens nochmal massiv verschlechtert, dass es nur an den Fremdkörpern gelegen hat, ist unwahrscheinlich. Tatsächlich hatten wir auch immer wieder das Problem, dass einer der Kater irgendwo hin gepinkelt hat (wir wussten nie, welcher). Ist seitdem nicht mehr vorgekommen... Vielleicht ging es ihm schon länger schlecht?
Jedenfalls haben wir jetzt seinen total verschmusten, menschenfixierten zwölfjährigen Kater, der außer zu seinem Bruder nie Kontakte mit anderen Katzen hatte, hier als Einzeltier. Ck1s allererste Reaktion war "wir brauchen nochmal eine zweite Katze, Chuck kann nicht alleine bleiben!" (Womit sie ja auch Recht hat)
Wir haben sie aber überzeugt, dass das vor dem geplanten Sommerurlaub keine gute Idee ist, aber ab September müssen wir das Thema dann angeben. Nur: wie?
Mein Mann will eigentlich gar keine Katzen mehr, was aber v.a. an Jackie lag. Wie gesagt, seitdem haben wir kein Pinkelproblem mehr und auch die Küchentür kann man durchaus mal offen lassen. Klar, wenn da noch die Müslischüsseln vom Frühstück stehen, und Chuck sieht die zufällig, dann schlabbert er die auch aus -- aber vor Jackie war *nichts* sicher. Der war eine Fredsmaschine und immer auf der Suche nach etwas essbarem, wobei das für ihn eine weitreichende Definition war: Brot mit Tüte, Silikon, nichts war vor ihm sicher (deswegen ist es mir auch sofort aufgefallen, als er nicht direkt zum Napf gerannt ist)
Es bleibt ja eigentlich nur eine ältere, reine Wohnungskatze, oder? Er ist seit 11 Jahren kastriert, macht es da noch einen Unterschied, ob Kater oder Katze?