Abstill-Plauder-Strang

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
Benutzeravatar
Grizzly
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7527
Registriert: 11.11.2021, 11:12

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Grizzly »

Hm, ich glaube schon, dass es sich gut anfühlt. Aufregend, aber gut. Ich hab ja die letzten Wochen / Tage selbst schon versucht zu reduzieren. Ich hätte vielleicht nicht gedacht, dass es auch so gut klappt 😅 war also etwas überrumpelt.
Und die Situation mit der Oma war ja nicht eingeplant und überraschend. Dort nachts zu schlafen ist für mich aber nochmal was anderes als nicht stillen. Spielt natürlich ineinander. Fürs getrennt schlafen hab ich mich wohl wirklich nicht ganz so weit gefühlt. In der zweiten Nacht hat es sich aber gut angefühlt.
Jetzt so wenig gestillt zu haben am Wochenende hat sich auch gut angefühlt. Zum Trösten ist er ja trotzdem gekommen und beim Mittagsschlaf und danach haben wir auch noch ganz viel gekuschelt, auch unabhängig vom Stillen.

Gerade dass es so gut und ohne Protest, Schmerz oder intensives Verweigern läuft, ist stimmig für mich. Das gibt mir eben das Gefühl, dass er auch so weit ist und die Beziehung sich einvernehmlich entwickelt. Das ist/war mir sehr wichtig.
Und ich nutze den Flow gerade, drück das aber nicht mit Zwang weiter durch. Auch das ist mir wichtig.

Möchtest du noch oder nicht länger stillen?
Grizzly mit Bärchen (07/2021)
Benutzeravatar
Grizzly
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7527
Registriert: 11.11.2021, 11:12

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Grizzly »

Heute Nacht: stillen zum einschlafen, stillen zum aufwachen.
Nachts war er einmal sogar so wach, dass er r sich hingesetzt und umgesehen hat. Ich hab nur geblinzelt und gewartet. Da hat er sich einfach wieder hingelegt und ist zu mir unter die Decke gekrochen 😊 und hat einfach so weitergeschlafen 😁
Grizzly mit Bärchen (07/2021)
Umgedacht
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1334
Registriert: 21.03.2022, 16:20

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Umgedacht »

Toll Grizzly. Selbst hinlegen ohne Kuscheln gibt's hier nicht.
Ich finde es interessant wie meine Tochter es ein paar Tage ohne Aufwachstillen aushält, aber spätestens am Wochenende muss es sein.

Montags und Dienstag bringe ich sie zur Kita, da bin ich da zum Stillen. Mittwoch bis Freitag stehe ich auf und bin meistens weg bevor sie wach wird. Am Nachmittag wird danach gefragt, aber ich mag nicht und vertröste auf den Morgen am Wochenende.

Am Wochenende ist es mir aber zu viel: zum Aufwachen, dann zum Mittagsschlaf und danach auch.
Valentina mit großer Tochter S. (11.2021) und Baby-Tochter L. (5.2025)
Kaba
Profi-SuTler
Beiträge: 3952
Registriert: 07.11.2019, 04:36

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Kaba »

Ich linse hier mal vorsichtig rein, obwohl ich eigentlich noch nicht da sein will. Die Kleine ist jetzt 20 Monate alt und war noch nie soo verrückt nach Stillen. Also, als Neugeborenes naturgemäß schon :lol: Aber sobald es Beikost gab, hat sie die bevorzugt und schon mit 8 Monaten quasi alles gegessen. Inzwischen stillt sie abends zum Einschlafen und meistens 1-2 mal nachts/morgens. Tagsüber kaum - nachmittags nach der Kita fragt sie oft danach, wenn wir eh zusammen auf dem Sofa sitzen, trinkt dann aber meistens nur ganz kurz. Wenn wir unterwegs sind oder sonst irgendwas los ist, vergisst sie es (und ich auch). Alle paar Tage biete ich ihr mal zum Trost die Brust an, wenn sie sich weh tut. So als Rückzugsort oder zum Nähe suchen braucht sie das irgendwie gar nicht, habe ich das Gefühl.

Seit ca. zwei, drei Wochen habe ich Probleme mit einer schmerzenden Brustwarze mit einer offenen Stelle und ich glaube, dass die Kleine inzwischen eine ziemlich miese Technik hat und das vielleicht daran liegen könnte. Außerdem will sie zum Einschlafen SEHR ausgiebig an meinen Brüsten fummeln, was ich nur noch sehr schwer ertrage (da es dann auch an der entsprechenden Stelle schmerzt). Jetzt überlege ich, nicht mehr zum Einschlafen und stillen. Ich glaube auch fast, dass sie mit einem anderen Ritual schneller schlafen würde. Nur fürchte ich, dass wir dann nicht mehr lange überhaupt stillen....bei der Großen habe ich auch in dem Alter das Einschlafstillen abgeschafft, aber die hat insgesamt noch etwas mehr gestillt und dann noch bis zum 2. Geburtstag gestillt. Dann aber auch völlig protestlos aufgehört, also ich fürchte, meinen Kindern ist das einfach nicht so wichtig...
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
BerlinerMammut
gehört zum Inventar
Beiträge: 516
Registriert: 04.07.2022, 17:36

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von BerlinerMammut »

Ich hatte hier eine Maus die nichts davon gehalten hat, dass stillen von selbst zu reduzieren. Vor allem Nachts war ich hier noch immer alle 3 Stunden dabei 😬
Als ich im Jabuar richtig krank war und vorm Schlafen eingeschlafen bin, ist sie einfach mit Papa eingeschlafen und dass war es mit dem nächtlichen Stillen. Bis heute keine Nachfrage mehr.
Es kann also auch so gehen - obwohl ich immer "neidisch" war auf die Kinder die von selbst die Lust verloren.
Ich drücke euch die Daumen!
Mäusken 9/21

Brüderchen 12/24

... mit der MaMo auf der Hüpfmatte in den Schlaf gewippt 🦘
Benutzeravatar
Grizzly
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7527
Registriert: 11.11.2021, 11:12

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Grizzly »

Kleines Längeres Update:

Wir Stillen bis auf wenige Ausnahmen noch zum Einschlafen und Aufwachen, am Wochenende ggfs. auch beim Mittagsschlaf, sonst nur für die Nacht. Selbst wenn er nachts mal „Mamamilchi“ ruft, sage ich nur „wir schlafen noch“ und dann kuschelt er sich ohne Protest an und schläft weiter, es sei denn, es ist nach 4 Uhr, da gibt’s schon manchmal kurzen Protest.

Heute hat er tagsüber ständig nach Mamamilchi gejammert, aber auch selbst gesagt, dass es die ja erst zum Schlafen gibt. Sogar Baden haben wir ohne geschafft (ich war mit in der Wanne!).

Wir haben auch schon ein paar mal darüber geredet, dass wir nicht für immer Stillen werden und irgendwann keine Milchi mehr da ist (kommt jetzt schon kaum noch was). Heute meinte er beim Einschlafen, es käme kaum noch was. Eingeschlafen ist er letztlich angekuschelt mit einer Hand auf einer Brust - hat aber auch die Nase etwas zu.

Und beim ins Bett gehen hat er erzählt, dass er in einem eigenen Bett in einem eigenen Zimmer schlafen will - so wie Bobo Siebenschläfer. Nach mehrmaligem Nachfragen war ich sicher, ihn richtig verstanden zu haben. Er wollte bei mir im großen Bett einschlafen und dann solle ich ihn ins Kinderzimmer rüber tragen, damit er da schlafen kann (dass ich dort auf dem Boden neben dem Bettchen schlafe und auf ihn aufpasse, hatte ich morgens, als er schon davon erzählte, abgelehnt). Er wollte erst sogar die Tür zu haben, wir haben uns dann aber doch auf offene Türen geeinigt, damit ich ihn hören kann nachts, das war ihm dann auch wichtig.

Ja, und da liegt er nun seit über 2 Stunden. Ich war ein paar mal ganz oft gucken, alles ruhig.

Keine Ahnung, wie ich heute Nacht schlafen soll 😳😱🤯🙃🫣😅 da er offenbar so weit ist, wollte ich ihn lassen.

Ich stelle mich langsam darauf ein, dass jedes Stillen das letzte gewesen sein könnte. Ich versuche es jedenfalls.
Grizzly mit Bärchen (07/2021)
Mau
Profi-SuTler
Beiträge: 3330
Registriert: 21.10.2021, 10:38

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Mau »

Ich bin so gespannt, wie es lief, Grizzly :shock:

Seit ich vor ein paar Wochen wegen Krankheit beim ersten Aufwachen um 12h öfter Nein zum Stillen gesagt habe, schläft mein Kind öfter mal länger am Stück. Letzte Nacht von halb 9 bis 4. Weniger Milch ist es dadurch allerdings nicht geworden und sie sagt oft ganz verträumt, wie lecker ihr die Milchi schmeckt. Freiwillig aufhören könnte noch dauern... Immerhin hat es sich, auch durch die Grippe vor ein paar Wochen, so entwickelt, dass sie abends oder nachts manchmal nur kurz stillt, ich sie bitte abzudocken und sie dann beim Kuscheln einschläft. Beim länger am Stück schlafen hilft, glaube ich, auch, dass eine Matratze gerade niedriger ist, weil die eigentliche mdv abgekriegt hat. Da kullert sie im Laufe der Nacht runter und klebt nicht an mir. Vielleicht wacht sie auch mal zwischendurch auf und schläft wieder ein und ich merke es einfach nicht. Als Dauerlösung kann ich mir unterschiedliche Matratzen aber auch nicht vorstellen.
In ihrem Bett in ihrem Zimmer will sie auch immer mal schlafen, aber nur bis sie zum ersten Mal aufwacht. Finde ich eher stressig nachts so geweckt zu werden oder nicht einschlafen zu können, weil ich warte, dass sie mich ruft. Alleine rüberkommen klappt noch nicht. Wenn ich noch wach bin, steht sie aber oft auf und sucht mich.

Gespräche darüber, dass große Kinder keine Milchi bei ihrer Mama mehr trinken und sie auch irgendwann groß ist, sind hier sehr unbeliebt. Sie will klein sein und Milchi trinken. Wie kann man gut über das Thema sprechen?
Mini 4/21 <3
Benutzeravatar
Grizzly
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7527
Registriert: 11.11.2021, 11:12

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Grizzly »

Nach ca 3,5 h hat er nach mir gerufen. Bis ich voller Adrenalin zu ihm gelaufen war, hatte er es schon aus dem Bett und in den Flur geschafft. Ich hab ihn dann zu uns rüber getragen und da hat er sich angekuschelt und weitergeschlafen.

Heute Abend war er ganz verzweifelt und hat fürchterlich geweint, weil er ja nicht so schlafen kann wie Bobo. Er wollte eigentlich, aber eben auch nicht alleine. Ich hab mir mit ihm dann ganz in Ruhe angeschaut, wo man bei uns so alles schlafen könnte (Gästezimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer) und er hat sich dann das Schlafzimmer ausgesucht. Danach ging es ihm etwas besser.

Vielleicht ist er nur neben sich, weil er etwas krank ist. Vielleicht ist er aber auch doch nicht so weit und hat sich von seiner eigenen Ansage in die Enge getrieben gefühlt - heute morgens sagte er noch, wir machen das diese Nacht wieder somit dem Kinderzimmer.

Dank verstopfter Nase gab es dann zum einschlafen auch mehr kuscheln als stillen. Mamamilchi sagt er trotzdem weiterhin etwa 50 mal am Tag. Mindestens.

Nachts stillen wir nicht mehr und ja, das hat den Schlaf deutlich beruhigt. Unausgeschlafen bin ich trotzdem noch.

Aufstehen und nach unten gehen nachdem er eingeschlafen ist, zu geht aktuell aber gut. Auch 30 Minuten und länger. Vor nem halben Jahr noch undenkbar. Prima.

Mau, ich hoffe, eure Nächte werden auch bald ruhiger.

Drüber sprechen: ich mache das nur aus der Situation / Gelegenheit raus. Nicht so konkret ansprechen. Daher kann ich dir da gar nichts raten befürchte ich.
Grizzly mit Bärchen (07/2021)
Furlica
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 373
Registriert: 22.01.2023, 07:56

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Furlica »

Hier ist das nächtliche Stillen fast ganz weg. Ich habs ihm gar nicht eingeschränkt, aber ausser zum Einschlafen, Aufwachen und halt einmal gegen 6:00 schläft er die Tage einfach durch (wie oft ich nachts wachwerd...bin das doch nicht gewohnt hahaha). Tagsüber stillen wir zum Mittagsschlaf und manchmal wenn er es braucht. Wenn er aber knapp nach dem Mittagsschlaf kommt, sag ich schonmal Nein weil wir zumindest langsam Richtung Ende kommen sollten.
mit der Wutz (09/22)und dem Butzi (08/24)
Furlica
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 373
Registriert: 22.01.2023, 07:56

Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Furlica »

Ups, zu früh geschickt.

Ich wär gern Ende des 6. Schwangerschaftsmonats durch, damit er einen angenehmen Abstand dazu hat und nicht das Gefühl, dass das Baby darf und er nicht.

Psychisch ist es noch immer sehr schwer. Er ist so ein schnukeliges Stillkind und unsere Stillbeziehung hat mich immer sooo glücklich gemacht. Milch ist noch da, aber merklich weniger. Nur ja, manchmal bin ich echt voller Trauer. Nur Tandemstillen will ich einfach nicht. Habe lange lange drüber nachgedacht.

Hach, warum muss man als Mama so viel unpopuläres Zeug durchsetzen. Kinder haben ist so anders schwer als ich dachte.
mit der Wutz (09/22)und dem Butzi (08/24)
Antworten

Zurück zu „Stillforum“