Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
- LaLeMi
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Danke Muli, toll ausgedrückt ! *wo ist der knutschsmilie*
Und auch die Zeit im KH konnte ich recht "selbstbestimmt" verbringen.
Und auch die Zeit im KH konnte ich recht "selbstbestimmt" verbringen.
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kja1985
Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Ich finde dein Posting sehr gelungen und kann dem nur zustimmen. Natürlich bin ich stolz zwei Kinder geboren zu haben, aber eigentlich ist es nicht meine persönliche Leistung, diese Funktion meines Körpers hat die Natur entworfen.Das Muli hat geschrieben: Ich gestehe jedem gerne seinen Stolz über geleistete Gebärarbeit zu - nur dann eigentlich nicht mehr, wenn derjenige stolz verkündet "dieses absolute Geburtserlebnis sei das Ergebnis ihrer eigenen Leistung" (dh nämlich, andere sind einfach zu blöd und zu schwach um es auch so toll hinzukriegen...).
LG Muli
Ich freu mich einfach drüber, dass ich ganz gut wegkam.
- coccolone
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
*unterschreib*LaLeMi hat geschrieben:Danke Muli, toll ausgedrückt ! *wo ist der knutschsmilie*
Und auch die Zeit im KH konnte ich recht "selbstbestimmt" verbringen.
"You can't start a new chapter in your life, if you keep re-reading the last one."
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Captainsparrow
Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Jetzt mal Butter bei die Fische meinerseits:
hatte ne Geburt ohne Schmerzmittel und einen KS wegen Querlage. Die Geburt war die Hölle. Ich bin nicht so gut mit Schmerzen, ich bin sogar ohnmächtig geworden und zwischendrin hätt ich mir gewünscht sofort tot umzufallen nur damit das aufhört. Letztendlich war das Kind da und ich war so GESCHOCKT von dem Schmerzen, ausser mir, dass ich den kleinen gar nicht annehmen konnte. Auch mein Mann durfte mich nicht anfassen, und unter der Geburt war ich so schmerzsensibilisiert dass sich die Berührungen der Ärzte und Hebammen wie Nadelstiche angefühlt haben.
Ich war NIE stolz auf diese Geburt, es war einfach nur ein ganz furchtbares Erlebnis und für mich stand monatelang ein weiteres Kind nicht zur Debatte. Ich hätte mich eigentlich direkt sterilisieren lassen vor lauter Angst vor einer weiteren Schwangerschaft.
Da gibt´s nix zum stolz-sein: das Kind muss da raus, fertig aus, ich bin ja auch nicht stolz drauf wenn ich mir ne Wurzelbehandlung ohne Betäubung machen lass, nur weil ich Angst vor Spritzen hab. Genauso wie Frauen halt aus Grund XYZ auf ne PDA verzichten. Wäre es heroischer gewesen ich hätte gesagt "ich will keine PDA sondern den Geburtsschmerz willkommen heissen" als "mir egal was meine Thrombozyten machen, ICH WILL BITTEBITTE eine PDA, auch wenn ich dann Querschnittsgelähmt bin, alles besser als diese Schmerzen".
Der Kaiserschnitt BEI MIR war ein Spaziergang, ich hab es ja schon oft geschrieben, ein wunderschönes Erlebnis und ich konnte mein Kind sofort mit überschwenglichen Gefühlen annehmen. Die Schmerzen danach nicht im aller entferntesten zu vergleichen mit meinem Empfindungen bei der natürlichen Geburt.
Wir wollen ein drittes Kind, und ich möchte keinen Wunsch-KS. Sollte sich allerdings abzeichnen dass ich wieder keine PDA haben kann, werde ich mich wohl bei Geburtsbeginn für den KS entscheiden (diese Option bekam ich sowieso immer von allen Ärzten da Gerinnungsstörung und Hüftschaden).
Mir ist es ziemlich Schnuppe was Andere da sagen, es sind meine Schmerzen durch die ich da durchgehe. Derjenige (jetzt niemand persönliches, sondern jeder der Kaiserschnitte per se nur im allerallergrößten Notfall "entschuldigt")der mir vorher sagt dass das ja "positive" Schmerzen sind und etwas Tolles und gaaaaanz natürliches, der wird nicht da sein bei der Geburt und mir helfen können wenn ich es nicht mehr aushalte.
Für mich sind Schmerzen etwas Schlimmes. Ich will dass es aufhört, ich mach auch Sport nur solange wie´s angenehm ist, sobald was richtig weh tut hör ich auf (Ich wäre die, die bei der Bergtour dann 500m vor´m Ziel ne Rast macht weil die Wade zwickt, ganz ehrlich).
Ich hab einen großen Schmerzkampf geführt-das Stillen die 2 ersten Monate-saß da heulend mit blutigen BW. Ich weiss dass ich diesen Kampf zum Wohl vom Kleinen geführt hab, und die Entlohnung-eine glückliche Stillbeziehung jetzt-scheint´s mir Wert. Bei der Geburt zählt für mich aber nur dass ich hinterher ein gesundes Kind auf´m Arm hab, welchen Weg es genommen hat ist für mich persönlich seit dem KS nicht mehr so wichtig.
Natürlich wie-lustigerweise-fast alle hier hab ich das Buch nicht gelesen , aber ICH find Schmerzen schlimm, für mich gibt es keine guten oder schlechten Schmerzen und ich finde die Idee der Natur dass das große Baby DA UNTEN raus muss und WEHEN die ja-namensgerecht-weh tun war nicht gerade die Beste , da wär ich lieber ein Känguruh, aber das konnte ich mir ja nicht aussuchen
hatte ne Geburt ohne Schmerzmittel und einen KS wegen Querlage. Die Geburt war die Hölle. Ich bin nicht so gut mit Schmerzen, ich bin sogar ohnmächtig geworden und zwischendrin hätt ich mir gewünscht sofort tot umzufallen nur damit das aufhört. Letztendlich war das Kind da und ich war so GESCHOCKT von dem Schmerzen, ausser mir, dass ich den kleinen gar nicht annehmen konnte. Auch mein Mann durfte mich nicht anfassen, und unter der Geburt war ich so schmerzsensibilisiert dass sich die Berührungen der Ärzte und Hebammen wie Nadelstiche angefühlt haben.
Ich war NIE stolz auf diese Geburt, es war einfach nur ein ganz furchtbares Erlebnis und für mich stand monatelang ein weiteres Kind nicht zur Debatte. Ich hätte mich eigentlich direkt sterilisieren lassen vor lauter Angst vor einer weiteren Schwangerschaft.
Da gibt´s nix zum stolz-sein: das Kind muss da raus, fertig aus, ich bin ja auch nicht stolz drauf wenn ich mir ne Wurzelbehandlung ohne Betäubung machen lass, nur weil ich Angst vor Spritzen hab. Genauso wie Frauen halt aus Grund XYZ auf ne PDA verzichten. Wäre es heroischer gewesen ich hätte gesagt "ich will keine PDA sondern den Geburtsschmerz willkommen heissen" als "mir egal was meine Thrombozyten machen, ICH WILL BITTEBITTE eine PDA, auch wenn ich dann Querschnittsgelähmt bin, alles besser als diese Schmerzen".
Der Kaiserschnitt BEI MIR war ein Spaziergang, ich hab es ja schon oft geschrieben, ein wunderschönes Erlebnis und ich konnte mein Kind sofort mit überschwenglichen Gefühlen annehmen. Die Schmerzen danach nicht im aller entferntesten zu vergleichen mit meinem Empfindungen bei der natürlichen Geburt.
Wir wollen ein drittes Kind, und ich möchte keinen Wunsch-KS. Sollte sich allerdings abzeichnen dass ich wieder keine PDA haben kann, werde ich mich wohl bei Geburtsbeginn für den KS entscheiden (diese Option bekam ich sowieso immer von allen Ärzten da Gerinnungsstörung und Hüftschaden).
Mir ist es ziemlich Schnuppe was Andere da sagen, es sind meine Schmerzen durch die ich da durchgehe. Derjenige (jetzt niemand persönliches, sondern jeder der Kaiserschnitte per se nur im allerallergrößten Notfall "entschuldigt")der mir vorher sagt dass das ja "positive" Schmerzen sind und etwas Tolles und gaaaaanz natürliches, der wird nicht da sein bei der Geburt und mir helfen können wenn ich es nicht mehr aushalte.
Für mich sind Schmerzen etwas Schlimmes. Ich will dass es aufhört, ich mach auch Sport nur solange wie´s angenehm ist, sobald was richtig weh tut hör ich auf (Ich wäre die, die bei der Bergtour dann 500m vor´m Ziel ne Rast macht weil die Wade zwickt, ganz ehrlich).
Ich hab einen großen Schmerzkampf geführt-das Stillen die 2 ersten Monate-saß da heulend mit blutigen BW. Ich weiss dass ich diesen Kampf zum Wohl vom Kleinen geführt hab, und die Entlohnung-eine glückliche Stillbeziehung jetzt-scheint´s mir Wert. Bei der Geburt zählt für mich aber nur dass ich hinterher ein gesundes Kind auf´m Arm hab, welchen Weg es genommen hat ist für mich persönlich seit dem KS nicht mehr so wichtig.
Natürlich wie-lustigerweise-fast alle hier hab ich das Buch nicht gelesen , aber ICH find Schmerzen schlimm, für mich gibt es keine guten oder schlechten Schmerzen und ich finde die Idee der Natur dass das große Baby DA UNTEN raus muss und WEHEN die ja-namensgerecht-weh tun war nicht gerade die Beste , da wär ich lieber ein Känguruh, aber das konnte ich mir ja nicht aussuchen
- LaLeMi
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
(OT: ähm wieso, wie kommen denn Kängurubabies zur Welt? So rein interessehalber *g*)
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kja1985
Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Aber die sind ganz miniwiniwürstchenklein wenn sie geboren werden. Und dann schiebt man sie sich in den Beutel und hat nochmal eine Zeit lang Ruh. Fände ich optimalLaLeMi hat geschrieben:(OT: ähm wieso, wie kommen denn Kängurubabies zur Welt? So rein interessehalber *g*)
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Captainsparrow
Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
die sind ganz miniminiminiklitzeklein und krabbeln dann in den Beutel der Mama rein. Dort ist die Zitze, da saugen sie sich fest und wachsen. Wär doch toll, kommt ein winzig-Minimenschlein aus mir raus, die krabbelt hoch in mein inegriertes "Tragetuch" saugt sich fest und stillt so lange bis es groß ist. Und die Hände hat man auch frei 
- Gluehsternchen
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Ja die klettern selbst als Embryo in den Beutel und wachsen dann da erst groß!!!
Yvi mit Teeny *06/05 und Sandwich *10/08 und kleinem Bär *02/15
- LaLeMi
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Danke, wieder was gelernt
Ui, das klingt nach einer sehr vernünftigen Lösung !! (wenngleich nicht sehr ATTA-freundlich, so mit integriertem TT *g*)
Schade, daß ich keine Buddhistin bin - im nächsten Leben würde ich sonst gerne Känguru *G*
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Maja
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Was ich bei solchen Diskussionen im Real Life immer wieder gemerkt habe, ist dass einfach auch die Ängste sehr verschieden sind. Ich hätte ums Verrecken nicht ohne wirkliche Lebensgefahr für mich oder fürs Kind zugelassen, dass mir jemand den Bauch aufschneidet - allein der Gedanke daran bedroht mich so existenziell, wie es die Angst vor Geburtsschmerzen niemals hätte tun können. Das gleiche gilt dafür, dass jemand mit einer spitzen, nicht grad dünnen Nadel in meiner Wirbelsäule rumbohrt - allein der Gedanke daran ist für mich grauenvoller als jeder Schmerz einer Geburt.
Deswegen finden solche "Ist ein KS eine schmerzärmere, angenehmere Geburt"-Diskussionen irgendwie jenseits meines Vorstellungsvermögens statt - aber immerhin kann ich mir so auch vorstellen, dass es Leute geben kann, die allein beim Gedanken daran, ein Kind aktiv aus sich rausquetschen zu müssen, in Panik geraten und jeden anderen Weg für deutlich besser erachten.
Deswegen finden solche "Ist ein KS eine schmerzärmere, angenehmere Geburt"-Diskussionen irgendwie jenseits meines Vorstellungsvermögens statt - aber immerhin kann ich mir so auch vorstellen, dass es Leute geben kann, die allein beim Gedanken daran, ein Kind aktiv aus sich rausquetschen zu müssen, in Panik geraten und jeden anderen Weg für deutlich besser erachten.
2004/2006/2014


