Abstill-Plauder-Strang

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Immorta
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Immorta »

Sommermama2017 hat geschrieben: 21.11.2023, 09:16 Sagst du einfach nur "nein" oder bietest du Alternativen an? Meine Große hat mit 2 noch viele Male am Tag gestillt, aber für sie war Buch vorlesen genau so gut und dann konnte ich fast immer umlenken, wenn sie gefragt hat. Oder was zusammen spielen. Manche sagen auch,.viel rausgehen, weil da auch genug Ablenkung ist (ist jetzt bei dem Wetter natürlich nicht soo nett draußen).
Rausgehen klappt gut, da fragt sie eigentlich nie danach. Aber ja, das Wetter zur Zeit ist natürlich nicht so toll 😅😅 bei der Reduktion auf 3 Mal am Tag hat ablenken/Alternative anbieten super geklappt. Da hatte sie auch gar nicht mehr gefragt. Das kam jetzt plötzlich wieder so krass. Sie wird aber auch gerade trocken und ist so richtig in der Autonomiephase angekommen. Also es ist auch gerade viel für sie. Aber ich ertrage es echt kaum noch und kriege schon so richtige Agressionen wenn sie da so rumnuckelt.
Einfach gerade eine doofe Situation...
Immorta mit der Septembersonne (9/21) an der Hand, dem Regenbogenmädchen (06/25) im Arm und dem Aprilsternchen (04/24 [13. SSW]) im Herzen.

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ShinyCheetah
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von ShinyCheetah »

V hat auch gerade eine etwas schwierige Phase... Ich bin irgendwie nie genug Mama für sie. Sie kann eigentlich richtig gut und deutlich in komplexen Sätzen sprechen - und trotzdem hab ich hier regelmäßig ein verzweifeltes Häufchen Elend und verstehe einfach nicht, was sie eigentlich will.

Stillen ist hier seit ein paar Monaten (?) vorbei, aber kuscheln hilft manchmal (meistens nicht).

Vor dem Hintergrund meine Meinung: Wenn du das Gefühl hast, dass euch das Stillen irgendwie durch diese Zeit hilft, obwohl es dich oft nervt - dann still vielleicht noch ein wenig weiter. Wenn es dich zu sehr nervt, dann still ab und mach dir bewusst, dass auch ohne das (Ab)stillen die Grundzufriedenheit gerade wahrscheinlich nicht besonders hoch wäre, einfach entwicklungsbedingt.
mit Sohn F (Ende September 18)
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LisaUndFrechdachs
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von LisaUndFrechdachs »

Noch eine Idee oder vielleicht auch ein Kompromiss, der bei uns ganz gut geklappt hat: Timer stellen.
Ich habe dem Frechdachs gesagt: „Du darfst kurz stillen. 5 Minuten, bis das Handy klingelt.“ Wenn es geklingelt hat, durfte er es dann selber ausschalten und wir haben was anderes gemacht.
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Immorta
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Immorta »

Danke für eure Ideen! Das mit dem Timer wäre vielleicht noch einen Versuch wert. Ich hatte auch schon überlegt zu gucken, was sich ändert wenn ich mal 1-2 Tage immer ja sage wenn sie fragt. Andererseits will ich halt auch eigentlich wirklich nicht mehr 🙈 seit sie 2 ist, ist da in meinem Kopf so ein Schalter umgelegt, davor fand ich es noch total passend für uns und jetzt würde ich am liebsten heute komplett aufhören 🙈 dadurch bin ich auch innerlich so zerrissen, denn ihr das so abrupt nehmen will ich natürlich auch nicht. Dazu kommt, dass sie gerade eigentlich eine sehr ausgeprägte Papa-Phase hat und nur zum Stillen zu mir kommt. Da fühlt man sich gleich noch so ausgenutzt (obwohl ich natürlich weiß, dass sie das nicht so meint 😅).
Ach Mensch, das hatte ich mir alles einfacher vorgestellt..
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jbi
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von jbi »

Hallo, ich wurde letztens gefragt wie man denn eigentlich abstillt. Das Baby der Fragestellerin ist knapp 12 Monate und stillt nicht mehr viel, aber jedes Stillen ist mit sehr viel Stress verbunden, daher würde sie gerne abstillen. Da ich selbst aber noch nie abgestillt habe, wollte ich die Frage einfach mal hier weitergeben. Ist es aber denn so "einfach" wie man oft liest, dass einfach nach und nach eine Stillmahlzeit mit Flasche oder Beikost ersetzt werden? Gibt es da irgendwelche Leitfäden?
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Sommermama2017 »

Das mit dem Mahlzeiten ersetzen geht eigentlich nur richtig gut, wenn man vorher auch nur "zu den Mahlzeiten", also nach Uhr gestillt hat.
Statt zu stillen dann zu füttern, kann auch stressig sein, weil manche Kinder, wenn sie sehr hungrig sind, nicht das neue komische Essen haben wollen, sondern die Milch, die sie kennen und von der sie wissen, dass sie satt macht.
Ich würde viel über ablenken gehen, kuscheln und trösten bei Trauer und Frust.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von TheaVerde »

Immorta hat geschrieben: 21.11.2023, 09:09 Ich möchte langsam abstillen. Leider bin ich trotz Reduktion der Häufigkeit (zumindest tagsüber) nur noch genervt und finde es leider gar nicht mehr schön. Gleichzeitig hab ich ein schlechtes Gewissen, weil die Trulli noch sehr oft fragt und auch ganz verzweifelt ist, wenn ich nein sage. Zusätzlich unterstützt mein Mann mich leider sehr wenig bei dem Thema, weil er die Wut und Traurigkeit der Trulli ganz schlecht aushalten kann und das ja dann quasi an mir liegt dass sie sich so fühlt. Kennt das jemand?

Mein Plan ist es jetzt, erstmal auf nur noch abends vorm Einschlafen zu reduzieren und dann über Weihnachten (da hab ich Urlaub) nachts abzustillen. Vielleicht komme ich dann mit 1 Mal täglich wieder besser zu Recht, oder ich stille dann ganz ab.
Meine Situation ist etwas ähnlich. Ich kann schlecht nein sagen bzw. knicke schnell ein, wenn Schnullito traurig oder wütend wird. Allerdings nicht aus schlechtem Gewissen, sondern eher, weil ich es gerne ruhig habe :oops:
Mein Partner ist der Meinung, wenn ich weniger bzw. abstillen möchte, sei ich auch für das Alternativprogramm zuständig :?
Wahlweise bekomme ich auch eine wilde Idee, wie ich abrupt abstillen könnte - z.B. einen bitteren Tee auf die Brust, damit es nicht schmeckt. So hat man es wohl in seiner Heimat gemacht.
Bei einer Freundin hat der Papa das Kind (zu der Zeit 12 Monate) eine Weile lang ausdauernd zum Einschlafen und weiterschlafen getragen... sowas würde ich mir eher wünschen.

Ich würde am liebsten zunächst das Einschlafstillen ersetzen, aber bin nicht weit gekommen beim letzten Versuch. Mit immer wieder an- und abdocken dauert das bei uns eine Stunde. Mich nervt besonders, dass ich danach meistens super müde bin und die ruhige Zeit dann gar nicht mehr gut für mich oder etwas sinnvolles nutzen kann.
Habe mich auch schon gefragt, ob ganz abstillen nicht doch einfacher (mit weniger Protest verbunden) wäre. Weil es mich aber tagsüber und nachts selten arg stört, würde ich ihm da Stillen aber eigentlich gerne noch ein bisschen gönnen...

Den Weihnachtsurlaub hatte ich mir gedanklich auch schon für einen neuen Versuch notiert. Dafür sollte ich mir am besten schon mal einen Plan machen - sonst sind die Urlaubstage schon wieder vorbei, bis ich mir überlegt habe, wie ich es angehen möchte...
Viele Grüße von Thea

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Immorta
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Immorta »

TheaVerde hat geschrieben: 25.11.2023, 23:10
Immorta hat geschrieben: 21.11.2023, 09:09 Ich möchte langsam abstillen. Leider bin ich trotz Reduktion der Häufigkeit (zumindest tagsüber) nur noch genervt und finde es leider gar nicht mehr schön. Gleichzeitig hab ich ein schlechtes Gewissen, weil die Trulli noch sehr oft fragt und auch ganz verzweifelt ist, wenn ich nein sage. Zusätzlich unterstützt mein Mann mich leider sehr wenig bei dem Thema, weil er die Wut und Traurigkeit der Trulli ganz schlecht aushalten kann und das ja dann quasi an mir liegt dass sie sich so fühlt. Kennt das jemand?

Mein Plan ist es jetzt, erstmal auf nur noch abends vorm Einschlafen zu reduzieren und dann über Weihnachten (da hab ich Urlaub) nachts abzustillen. Vielleicht komme ich dann mit 1 Mal täglich wieder besser zu Recht, oder ich stille dann ganz ab.
Meine Situation ist etwas ähnlich. Ich kann schlecht nein sagen bzw. knicke schnell ein, wenn Schnullito traurig oder wütend wird. Allerdings nicht aus schlechtem Gewissen, sondern eher, weil ich es gerne ruhig habe :oops:
Mein Partner ist der Meinung, wenn ich weniger bzw. abstillen möchte, sei ich auch für das Alternativprogramm zuständig :?
Wahlweise bekomme ich auch eine wilde Idee, wie ich abrupt abstillen könnte - z.B. einen bitteren Tee auf die Brust, damit es nicht schmeckt. So hat man es wohl in seiner Heimat gemacht.
Bei einer Freundin hat der Papa das Kind (zu der Zeit 12 Monate) eine Weile lang ausdauernd zum Einschlafen und weiterschlafen getragen... sowas würde ich mir eher wünschen.

Ich würde am liebsten zunächst das Einschlafstillen ersetzen, aber bin nicht weit gekommen beim letzten Versuch. Mit immer wieder an- und abdocken dauert das bei uns eine Stunde. Mich nervt besonders, dass ich danach meistens super müde bin und die ruhige Zeit dann gar nicht mehr gut für mich oder etwas sinnvolles nutzen kann.
Habe mich auch schon gefragt, ob ganz abstillen nicht doch einfacher (mit weniger Protest verbunden) wäre. Weil es mich aber tagsüber und nachts selten arg stört, würde ich ihm da Stillen aber eigentlich gerne noch ein bisschen gönnen...

Den Weihnachtsurlaub hatte ich mir gedanklich auch schon für einen neuen Versuch notiert. Dafür sollte ich mir am besten schon mal einen Plan machen - sonst sind die Urlaubstage schon wieder vorbei, bis ich mir überlegt habe, wie ich es angehen möchte...
Das Einschlafstillen habe ich auch als erstes angeschafft bzw. ist die Trulli irgendwann nicht mehr beim Stillen eingeschlafen sondern hat entweder ne Stunde gebuckelt oder ist dann wenn ich das irgendwann unterbunden habe noch durchs Bett getobt. Ich habe dann das letzte abendliche Stillen aufs Sofa verlagert, erst als letzte Handlung vorm ins Bett gehen, nach einer Zeit dann vorm Zähne putzen. Das hat auch echt gut geklappt, vielleicht probierst du das Mal aus!

Hier gibt es auch kleine Erfolge zu vermelden: wir stillen morgens nicht mehr, sobald ich aus dem Bett aufstehe (die Trulli steht meist vor mir mit dem Papa auf). Und gestern haben wir, obwohl wir den ganzen Nachmittag zu Hause waren, auch erst abends vorm ins Bett gehen gestillt und sie kam gut damit zurecht! Die Stillsession ist auch echt immer recht kurz, das kann ich gut aushalten. Bei der am Nachmittag hat mir jetzt tatsächlich ein Timer geholfen, danke für den Tipp!
Hoffentlich geht es so weiter und wir sind bis Weihnachten konstant bei 1 mal täglich und können dann das nächtliche Abstillen angehen :)
Immorta mit der Septembersonne (9/21) an der Hand, dem Regenbogenmädchen (06/25) im Arm und dem Aprilsternchen (04/24 [13. SSW]) im Herzen.

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Umgedacht
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Umgedacht »

Immorta, unsere Kinder sind ja fast gleich alt und vom Schlafverhalten ähnlich (anstrengend :-P)

Ich habe vor gut einem Jahr zuerst das Einschlafstillen abgeschafft in der Hoffnung, dass die Nächte nicht so unterbrochen werden. Das hat allerdings aus verschiedenen Gründen sehr lange gedauert. Also so komplett nachts abgestillt ist sie seit etwa 3 Monaten. Davor habe ich morgens manchmal nachgegeben. Jedes Mal, wenn ich wieder nachgeben habe, ist es wieder eskaliert. Der Schlaf ist seitdem nicht besser und nicht schlechter. Da ich arbeite und sie in der Kita ist, ist die Häufigkeit unter der Woche von alleine abgesunken. Bis vor ein paar Monaten war aber die Vehemenz des Einforderns so nervig für mich, dass ich einfach keinen Bock hatte. Ich habe immer wieder nein gesagt und mit ablenken versucht. Dann habe ich Situationen bestimmt in denen nicht gestillt werden darf: Am Tisch, außer Haus usw. Das wurde eigentlich gut akzeptiert. Vielleicht funktioniert es die Situationen, in denen immer gestillt wird, zu vermeiden oder Alternativen anzubieten: Ein Spiel, Musik hören, Essen und Trinken.

Inzwischen ist es hier wieder viel entspannter. Wir stillen maximal 2 Mal am Tag und mehr möchte ich auch nicht. Manchmal vergisst sie es auch für ein paar Tage. Was mich mit den Kleinkindstillen im Augenblick versöhnt ist, dass sie nicht so aggressiv fordert, sondern ganz lieb fragt. Das kommt natürlich auf die Laune und Tageszeit an. Wenn ich nicht "benutzt" und gezwungen werde, dann ich es ganz schön. Ich begrenze auch die Dauer. Sobald ich keine Lust habe, beende ich auch. Klar gibt es auch mal eine Beschwerde, aber eben keine Verzweiflung.
Valentina mit großer Tochter S. (11.2021) und Baby-Tochter L. (5.2025)
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Umgedacht »

Eine Woche Abwesenheit haben hier nicht automatisch zum Abstillen geführt. Als sie dann danach gefragt hatte, war ich noch nicht bereit nein zu sagen. Dann stillen wir halt noch weiter und irgendendwie bin ich ganz froh darüber.
Valentina mit großer Tochter S. (11.2021) und Baby-Tochter L. (5.2025)
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