Ich habe den Little Boy vor 4 Monaten zur Geburt von Tiny abgestillt. Eigentlich ein sehr schlechter Zeitpunkt, aber es ging nicht anders für mich und rückblickend war das gut so.
Vielleicht interessiert sich jemand in ähnlicher Situation für die Geschichte, deshalb möchte ich sie gerne hier teilen.
Als ich schwanger wurde, war der Little Boy gerade 14 Monate alt geworden. Gestillt habe ich noch nach Bedarf aber eingefordert wurde es vor allem zum Einschlafen. Die Milch wurde durch die Schwangerschaft schnell wenig(so um die 16-17 SSW), er war sehr frustriert und hat an der Brust geweint und sie zwischenzeitlich abgelehnt. Irgendwann hat er sich an die wenige Milch gewohnt. Teilweise konnte ich keine Milch mehr ausstrichen, er hat es auch trotzdem weiter mittlerweile nur zum Einschlafen und Weiterschlafen gestillt. Gestillt wurde zum Mittagsschlaf am Wochenende, abends und nachts. Tagsüber hat er es gar nicht mehr einfordert und ich habe ihm die Brust auch nicht aktiv angeboten. Sprachlich war er schon weit und konnte dann sagen „trinken“, „essen“ oder „Mimi“. Mimi war die Brust und es war einfach zwischen anderen Sachen zu unterschieden. Aber ich ihn ins Bett gelegt habe, ging nichts ohne seine Mimi.

Dann habe ich mir als Frist gesetzt, dass ich zum Dezember abstillen möchte, weil ich mir Stillen im Tandem nicht vorstellen konnte. Ich wollte nicht zu spät abstillen, damit er Abstillen und das Baby nicht in einen Zusammenhang bringt und das Baby ablehnt. Bis Dezember, zwei Monate vor der Entbindung erschien mit ein guter Zeitpunkt zu sein.
Soweit der Plan, auch wenn ich wusste, dass es nicht einfach wird

Es hat sich bis Dezember, wie ihr euch denken könnt, nichts beim Stillen geändert. Das Ändern des Einschlafenrituals ist schwer und in der Schwangerschaft war ich einfach sehr schnell erschöpft, und eigentlich ganz froh über diese Kuschelzeit, in der ich selber auch etwas abschalten und beim SuT stöbern konnte

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Aber es kam noch was dazu. Durch die fehlende Milch, und viel Nuckelei, wurden die Brustwarzen sehr sehr trocken, empfindlich, rissig und teilweise blutig. Ich schmierte Lanolin & Augennasensalbe drauf aber die Heilung war langsam und das nächtliche Nuckeln hat mich nicht nur genervt, sondern auch wehgetan. Ohne große Vorbereitung, habe ich in einer Nacht im Dezember, gesagt, ich kann nicht mehr, ich habe Aua in der Brust (hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch) und die Mimi schläft jetzt. Wenn du möchtest hier ist Wasser zum trinken. Es wurde protestiert und geweint aber er ist recht schnell wieder jeder eingeschlafen. Und dann in der nächsten Nacht habe ich ihn zum
Einschlafen wieder gestillt aber gesagt, dass es nachts keine Mimi gibt, weil sie Aua hat und schläft und er Wasser haben kann. Als er wieder aufgewacht ist, hat er wieder Mimi eingewordert, es hab aber nur noch Wasser. Durch den Leidensdruck durch schmerzhafte Brustwarzen war ich dann standhaft geblieben. Er trank kurz sein Wasser, und ist dann direkt wieder schnell eingeschlafen. Wir haben recht einfach nachts abgestillt.
To be continued…