Kommentare zum Stillen...
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Reh
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Re: Kommentare zum Stillen...
Mal was positives: die Kinder hatten letztes Wochenende Magen-Darm und das Reh-Mini hat durch den veränderten Flüssigkeitshaushalt den ganzen Mittwoch kein Pipi gemacht, so dass ich Donnerstag zur KiÄ bin, die meinte, das könnte vom Magen-Darm kommen, weil der Flüssigkeitshaushalt sich jetzt zurück umstellt auf normal.
Und sagte als "Therapie" dann, weil das Reh-Mini auch gerade während des Gesprächs stillte: "so viel wie möglich stillen"
Und sagte als "Therapie" dann, weil das Reh-Mini auch gerade während des Gesprächs stillte: "so viel wie möglich stillen"
5 * im Herzen, Rehlein 02/18, Rehkitz 07/20, Reh-Mini 03/23
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Allfein
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Re: Kommentare zum Stillen...
Das hört sich richtig toll an! Bin mal gespannt, wie meine KiÄ bei so etwas reagiert/was für einen Rat sie geben wird, da kann ich sie noch gar nicht einschätzen. Aber das ist wirklich mal ein positives Erlebnis. <3Reh hat geschrieben: 26.10.2024, 09:39 Mal was positives: die Kinder hatten letztes Wochenende Magen-Darm und das Reh-Mini hat durch den veränderten Flüssigkeitshaushalt den ganzen Mittwoch kein Pipi gemacht, so dass ich Donnerstag zur KiÄ bin, die meinte, das könnte vom Magen-Darm kommen, weil der Flüssigkeitshaushalt sich jetzt zurück umstellt auf normal.
Und sagte als "Therapie" dann, weil das Reh-Mini auch gerade während des Gesprächs stillte: "so viel wie möglich stillen"
Mit Haselmaus 10/24
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Allfein
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Re: Kommentare zum Stillen...
Heute waren die Schwiegereltern zu Besuch. Es ging dann um das Thema Essen und Baby.
Schwiegermutter: "Klappt das denn mit dem Stillen?"
Ich: "Ja, wunderbar." (Ich stille ja auch immer in ihrer Gegenwart und habe ihr ggü nie etwas Gegenteiliges gesagt)
Sie: "Kommt denn noch genug Milch?"
Mein Mann schnaubt amüsiert. (Weil ich eher zu viel Milch habe, also Haselmaus beschwert sich teilweise, weil sie manchmal nur nuckeln will aber dann den Mund voller Milch hat)
Ich: "Selbstverständlich, da gibt es gar keine Probleme."
Sie: "Ich frag ja nur, weil ab einem bestimmten Monat muss man ja zufüttern. Da gibt es ja dann diesen Brei."
Mein Mann: "Also wenn das irgendwann so weit ist, dass sie richtiges Essen verdauen kann, gibt es erstmal Senf. (Er zwinkert) [Anmerkung: Er freut sich schon darauf, mit ihr den "Senf-Test" zu machen^^] Aber wir wollen kein gekauftes Zeug, also wenn Brei, dann selbstgemacht."
Sie:"Nein, das meine ich doch nicht. Davor muss man doch zufüttern. Da gibt es einen Brei aus Milch und Pulver, den man anrührt. Zusätzlich zum Stillen, weil die Milch nicht ausreicht."
Ich:"Also so etwas werden wir auf gar keinen Fall machen. Sie wird gestillt, und wenn sie irgendwann essen möchte, dann bekommt sie was ab."
Mein Schwiegervater: "Das hieß doch Milupa oder so?"
Meine Schwiegermutter: "Ja, aber die Milch wird doch irgendwann nicht mehr ausreichen, da muss man zufüttern!"
Ich (sehr entschieden/bestimmt): "Nein, das machen wir definitv nicht."
Mein Mann: "Und wenn sie was essen möchte, dann stippt man einen Finger in, sagen wir mal, Pürree und dann kann sie das probieren."
Ich: "Aber soweit sind wir ja noch lange nicht, sie ist ja gerade drei Monate alt."
Mein Mann: "Und wo wir gerade dabei sind, sie wird auch keinen Kuchen bekommen, wenn sie essen kann. Das haben wir bei unserer Schwägerin gesehen, dass ihre Kinder mit einem halben Jahr schon Kuchen gegessen haben, das gibt es bei uns nicht."
Meine Schwiegermutter: "Aber was soll sie denn dann essen? Wenn sie sieht, dass wir alle Kuchen essen, dann will sie auch! Euch hat das damals auch nicht geschadet, ihr seid auch großgeworden."
Mein Mann: "Sie sieht ja beim Papa, dass der gar nichts isst. [Anmerk: Er isst keinen Kuchen, ich mag Kuchen auch nicht so & esse ein Mini-Anstandsstück]. Und wenn, nehmen wir halt irgendetwas mit. Sie soll diese Zuckerbomben und die ganze Chemie nicht bekommen."
Ich: "Genau. Außerdem ist das ja noch alles kein Thema, sie wird ja noch gestillt!" (Das mit dem Kuchen hatte Schwiegermutter nämlich zu Weihnachten gesagt, dass Haselmaus dann bald (Hallo!?!?!?) ihren eigenen Teller mit einem Kuchenstück bekommt. Ich habe das einfach überhört, weil ich in dem Moment keine Lust auf eine Diskussion hatte & mein Mann hatte das gar nicht mitbekommen. Das hatte ich ihm dann später erzählt, weshalb er es wohl heute nochmal angesprochen hat)
Mein Mann (etwas ironisch):"Richtig, mindestes bis sie 18 ist."
Meine Schwiegermutter:"Na wenn ihr meint. Heutzutage achtet man auf so etwas, das war früher anders. Aber mitbringen müsst ihr dann selbst etwas."
Wie oft meine Schwiegermutter das mit dem Zufüttern noch in den nächsten Gesprächen anbringen wird? Ich bin gespannt. Denn das Thema hatten wir schon öfter ...
Schwiegermutter: "Klappt das denn mit dem Stillen?"
Ich: "Ja, wunderbar." (Ich stille ja auch immer in ihrer Gegenwart und habe ihr ggü nie etwas Gegenteiliges gesagt)
Sie: "Kommt denn noch genug Milch?"
Mein Mann schnaubt amüsiert. (Weil ich eher zu viel Milch habe, also Haselmaus beschwert sich teilweise, weil sie manchmal nur nuckeln will aber dann den Mund voller Milch hat)
Ich: "Selbstverständlich, da gibt es gar keine Probleme."
Sie: "Ich frag ja nur, weil ab einem bestimmten Monat muss man ja zufüttern. Da gibt es ja dann diesen Brei."
Mein Mann: "Also wenn das irgendwann so weit ist, dass sie richtiges Essen verdauen kann, gibt es erstmal Senf. (Er zwinkert) [Anmerkung: Er freut sich schon darauf, mit ihr den "Senf-Test" zu machen^^] Aber wir wollen kein gekauftes Zeug, also wenn Brei, dann selbstgemacht."
Sie:"Nein, das meine ich doch nicht. Davor muss man doch zufüttern. Da gibt es einen Brei aus Milch und Pulver, den man anrührt. Zusätzlich zum Stillen, weil die Milch nicht ausreicht."
Ich:"Also so etwas werden wir auf gar keinen Fall machen. Sie wird gestillt, und wenn sie irgendwann essen möchte, dann bekommt sie was ab."
Mein Schwiegervater: "Das hieß doch Milupa oder so?"
Meine Schwiegermutter: "Ja, aber die Milch wird doch irgendwann nicht mehr ausreichen, da muss man zufüttern!"
Ich (sehr entschieden/bestimmt): "Nein, das machen wir definitv nicht."
Mein Mann: "Und wenn sie was essen möchte, dann stippt man einen Finger in, sagen wir mal, Pürree und dann kann sie das probieren."
Ich: "Aber soweit sind wir ja noch lange nicht, sie ist ja gerade drei Monate alt."
Mein Mann: "Und wo wir gerade dabei sind, sie wird auch keinen Kuchen bekommen, wenn sie essen kann. Das haben wir bei unserer Schwägerin gesehen, dass ihre Kinder mit einem halben Jahr schon Kuchen gegessen haben, das gibt es bei uns nicht."
Meine Schwiegermutter: "Aber was soll sie denn dann essen? Wenn sie sieht, dass wir alle Kuchen essen, dann will sie auch! Euch hat das damals auch nicht geschadet, ihr seid auch großgeworden."
Mein Mann: "Sie sieht ja beim Papa, dass der gar nichts isst. [Anmerk: Er isst keinen Kuchen, ich mag Kuchen auch nicht so & esse ein Mini-Anstandsstück]. Und wenn, nehmen wir halt irgendetwas mit. Sie soll diese Zuckerbomben und die ganze Chemie nicht bekommen."
Ich: "Genau. Außerdem ist das ja noch alles kein Thema, sie wird ja noch gestillt!" (Das mit dem Kuchen hatte Schwiegermutter nämlich zu Weihnachten gesagt, dass Haselmaus dann bald (Hallo!?!?!?) ihren eigenen Teller mit einem Kuchenstück bekommt. Ich habe das einfach überhört, weil ich in dem Moment keine Lust auf eine Diskussion hatte & mein Mann hatte das gar nicht mitbekommen. Das hatte ich ihm dann später erzählt, weshalb er es wohl heute nochmal angesprochen hat)
Mein Mann (etwas ironisch):"Richtig, mindestes bis sie 18 ist."
Meine Schwiegermutter:"Na wenn ihr meint. Heutzutage achtet man auf so etwas, das war früher anders. Aber mitbringen müsst ihr dann selbst etwas."
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Mit Haselmaus 10/24
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andallthatjazz
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich habe diese Penetranz der Nachfragen zu dem Thema immer ziemlich übergriffig empfunden und auch einfach befremdlich. Ich meine, was geht es denn irgendwelche verschwägerte Personen an, wieviel Milch aus meiner Brust rauskommt?! Ich rede mit denen doch auch nicht über andere körperlich-intime Themen? Vielleicht finde nur ich das komisch, aber da ohne stillen ja eher weniger Brustfragen aufkamen von den gleichen Personen, denke ich schon, dass das für die eigentlich auch eine Schmerzgrenze überschreitet. Ich kann mir das nur so erklären, dass da irgendwo ein tiefer Schmerz sitzt, darüber, wie die Dinge früher gelaufen sind, der sich in einem völlig unreflektiert en Mitteilungsbedürfnis äußert. Denn ein echtes Interesse an der realen Situation, das gibt es ja meistens nicht, sondern nur ein, von den eigenen Schilderungen völlig unabhängiges, "Info"-Dumping.Allfein hat geschrieben: 11.01.2025, 23:10 Heute waren die Schwiegereltern zu Besuch. Es ging dann um das Thema Essen und Baby.
Schwiegermutter: "Klappt das denn mit dem Stillen?"
Ich: "Ja, wunderbar." (Ich stille ja auch immer in ihrer Gegenwart und habe ihr ggü nie etwas Gegenteiliges gesagt)
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Mein Mann schnaubt amüsiert. (Weil ich eher zu viel Milch habe, also Haselmaus beschwert sich teilweise, weil sie manchmal nur nuckeln will aber dann den Mund voller Milch hat)
Ich: "Selbstverständlich, da gibt es gar keine Probleme."
Sie: "Ich frag ja nur, weil ab einem bestimmten Monat muss man ja zufüttern. Da gibt es ja dann diesen Brei."
Mein Mann: "Also wenn das irgendwann so weit ist, dass sie richtiges Essen verdauen kann, gibt es erstmal Senf. (Er zwinkert) [Anmerkung: Er freut sich schon darauf, mit ihr den "Senf-Test" zu machen^^] Aber wir wollen kein gekauftes Zeug, also wenn Brei, dann selbstgemacht."
Sie:"Nein, das meine ich doch nicht. Davor muss man doch zufüttern. Da gibt es einen Brei aus Milch und Pulver, den man anrührt. Zusätzlich zum Stillen, weil die Milch nicht ausreicht."
Ich:"Also so etwas werden wir auf gar keinen Fall machen. Sie wird gestillt, und wenn sie irgendwann essen möchte, dann bekommt sie was ab."
Mein Schwiegervater: "Das hieß doch Milupa oder so?"
Meine Schwiegermutter: "Ja, aber die Milch wird doch irgendwann nicht mehr ausreichen, da muss man zufüttern!"
Ich (sehr entschieden/bestimmt): "Nein, das machen wir definitv nicht."
Mein Mann: "Und wenn sie was essen möchte, dann stippt man einen Finger in, sagen wir mal, Pürree und dann kann sie das probieren."
Ich: "Aber soweit sind wir ja noch lange nicht, sie ist ja gerade drei Monate alt."
Mein Mann: "Und wo wir gerade dabei sind, sie wird auch keinen Kuchen bekommen, wenn sie essen kann. Das haben wir bei unserer Schwägerin gesehen, dass ihre Kinder mit einem halben Jahr schon Kuchen gegessen haben, das gibt es bei uns nicht."
Meine Schwiegermutter: "Aber was soll sie denn dann essen? Wenn sie sieht, dass wir alle Kuchen essen, dann will sie auch! Euch hat das damals auch nicht geschadet, ihr seid auch großgeworden."
Mein Mann: "Sie sieht ja beim Papa, dass der gar nichts isst. [Anmerk: Er isst keinen Kuchen, ich mag Kuchen auch nicht so & esse ein Mini-Anstandsstück]. Und wenn, nehmen wir halt irgendetwas mit. Sie soll diese Zuckerbomben und die ganze Chemie nicht bekommen."
Ich: "Genau. Außerdem ist das ja noch alles kein Thema, sie wird ja noch gestillt!" (Das mit dem Kuchen hatte Schwiegermutter nämlich zu Weihnachten gesagt, dass Haselmaus dann bald (Hallo!?!?!?) ihren eigenen Teller mit einem Kuchenstück bekommt. Ich habe das einfach überhört, weil ich in dem Moment keine Lust auf eine Diskussion hatte & mein Mann hatte das gar nicht mitbekommen. Das hatte ich ihm dann später erzählt, weshalb er es wohl heute nochmal angesprochen hat)
Mein Mann (etwas ironisch):"Richtig, mindestes bis sie 18 ist."
Meine Schwiegermutter:"Na wenn ihr meint. Heutzutage achtet man auf so etwas, das war früher anders. Aber mitbringen müsst ihr dann selbst etwas."
Wie oft meine Schwiegermutter das mit dem Zufüttern noch in den nächsten Gesprächen anbringen wird? Ich bin gespannt. Denn das Thema hatten wir schon öfter ...
andallthatjazz mit Zauberelfchen 👧🏼 (Herbst '19) und Wunderwichtel 👦🏼(Spätsommer '22) an der Hand und Glücksengelchen 👶🏻(Winter '26) im Arm
und dem kleinen Schimmern (Herbst '24) im Herzen
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Allfein
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Re: Kommentare zum Stillen...
Unreflektiertes Mitteilungsbedürfnis, Info-Dumping und evtl tiefer Schmerz (unbewusst) dürfte es bei meiner Schwiegermutter schon treffen. Sie hat nie gestillt, weil ihr im KH gesagt wurde, dass sie "keine Milch" hätte (beim ersten Kind). Und beim zweiten hat sie es erst gar nicht versucht.andallthatjazz hat geschrieben: 11.01.2025, 23:30 Ich habe diese Penetranz der Nachfragen zu dem Thema immer ziemlich übergriffig empfunden und auch einfach befremdlich. Ich meine, was geht es denn irgendwelche verschwägerte Personen an, wieviel Milch aus meiner Brust rauskommt?! Ich rede mit denen doch auch nicht über andere körperlich-intime Themen? Vielleicht finde nur ich das komisch, aber da ohne stillen ja eher weniger Brustfragen aufkamen von den gleichen Personen, denke ich schon, dass das für die eigentlich auch eine Schmerzgrenze überschreitet. Ich kann mir das nur so erklären, dass da irgendwo ein tiefer Schmerz sitzt, darüber, wie die Dinge früher gelaufen sind, der sich in einem völlig unreflektiert en Mitteilungsbedürfnis äußert. Denn ein echtes Interesse an der realen Situation, das gibt es ja meistens nicht, sondern nur ein, von den eigenen Schilderungen völlig unabhängiges, "Info"-Dumping.
Ja, es ist kein echtes Interesse an meiner Situation, denn sonst würden solche Kommentare ja nicht öfter gemacht werden. Also es ist kein Akzeptieren oder echtes Interesse sondern ein "so hab ich das gemacht, so muss das doch gemacht werden". Und sie macht sich ja auch keine Gedanken darüber, wie solche Kommentare beim Gegenüber ankommen. Das könnte mich ja auch verunsichern etc (was es nicht tut).
Dazu im krassen Gegensatz meine Mutter, die am Anfang gefragt hat, ob ich stille (sie hat alle Kinder gestillt). Auf mein Bejahen hin hat sie sich sehr gefreut. Sie sagt mir auch öfter, dass ich die Zeit genießen soll, dass die Stillzeit wichtig für mich und das Baby ist & ich mir Zeit nehmen und auch zurückziehen soll, wenn es zuviel Trubel ist (wenn Besuch da ist oder wir woanders sind). Damit ich das Baby ungestört stillen kann, das wäre wichtig für uns. Und bei unseren Telefonaten freut sie sich immer, wenn sie die Kleine hört bzw ich sage, dass ich stille. Sie fragt dann auch, ob wir später telefonieren wollen, oder ob es mir recht ist/gerade passt, beim Stillen zu telefonieren. Sie hat auch mal gefragt, ob bei mir (bzw beim Baby) auch so ein "Milchring" um den Mund zu sehen ist, als ich erzählt habe, dass ich gerade stille. Das wäre bei uns als Babys immer so gewesen, das wäre so niedlich, wenn da die Milch zu sehen ist. Aber das ist auch sonst alles in dieser Richtung, weil es für sie normal ist. Von Beifüttern und dergleichen hat sie noch nie etwas verlauten lassen.
Aber ja, im Grunde sind es intime Details. Ich befrage meine Schwiegermutter ja auch nicht dazu, wie die Menge ihrer Menstruation eigentlich war und seit wann sie in der Menopause ist etc.
Mit Haselmaus 10/24
- GemeineEsche
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich glaube diese gefühlte übergriffigkeit kommt da tatsächlich oft von Unwissenheit. Wenn man selbst nie (so lange) gestillt hat, kann man sich logischerweise nicht hineinversetzen, ob das intim ist, wie sich fas anfühlt usw. Gepaart mit Selbstüberschätzung und einem hohen Mitteilungsbedürfnis (was viele Eltern ihren Kindern gegenüber vermutlich haben) kommt dann sowas dabei raus.
Den Vergleich zur Menstruation finde ich tatsächlich ganz passend, aber dann vielleicht sogar aus der Perspektive eines Mannes. Da hat bestimmt auch jede Frau schon mal nen blöden Spruch gehört, auch wenn es nur eine unbedachte Äußerung war.
Den Vergleich zur Menstruation finde ich tatsächlich ganz passend, aber dann vielleicht sogar aus der Perspektive eines Mannes. Da hat bestimmt auch jede Frau schon mal nen blöden Spruch gehört, auch wenn es nur eine unbedachte Äußerung war.
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ein Grund für die penetranten Nachfragen könnte auch sein, dass ihr m.E. auf ihr Anliegen nicht eingegangen seid. Sie "weiß" von früher, dass irgendwann die Milch nicht mehr reicht und es diesen Brei brauche. Das wurde ihr vermutlich damals von Arzt / Umfeld so kommuniziert und alle haben sich dran gehalten. Sie hält das also für wahr. Ihr sagt, "das machen wir nicht". Für Schwiemu muss das so klingen, als ob ihr euer Kind aus Unwissen (ver)hungern lassen wollt. Warum nicht einfach sagen, dass der Wissensstand inzwischen ein anderer ist, die Milch reicht und geht nicht einfach weg usw.?
- Krachbum
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Re: Kommentare zum Stillen...
Das fiel mir beim Lesen auch direkt auf. Z.B. hier:carolina hat geschrieben: 12.01.2025, 08:17 Ein Grund für die penetranten Nachfragen könnte auch sein, dass ihr m.E. auf ihr Anliegen nicht eingegangen seid. Sie "weiß" von früher, dass irgendwann die Milch nicht mehr reicht und es diesen Brei brauche. Das wurde ihr vermutlich damals von Arzt / Umfeld so kommuniziert und alle haben sich dran gehalten. Sie hält das also für wahr. Ihr sagt, "das machen wir nicht". Für Schwiemu muss das so klingen, als ob ihr euer Kind aus Unwissen (ver)hungern lassen wollt. Warum nicht einfach sagen, dass der Wissensstand inzwischen ein anderer ist, die Milch reicht und geht nicht einfach weg usw.?
Sie fragt ja nach und möchte Informationen. Erstmal bekommt sie gar keine richtige Antwort, sondern dein Partner macht nen Witz und erzählt, dass das Baby mit Senf zugefüttert wird. Würdet ihr auf eine unwissende, kinderlose Freundin auch so reagieren? Die meisten Leute dieser Generation wissen es schlicht nicht besser!Allfein hat geschrieben: 11.01.2025, 23:10 Sie: "Ich frag ja nur, weil ab einem bestimmten Monat muss man ja zufüttern. Da gibt es ja dann diesen Brei."
Mein Mann: "Also wenn das irgendwann so weit ist, dass sie richtiges Essen verdauen kann, gibt es erstmal Senf. (Er zwinkert) [Anmerkung: Er freut sich schon darauf, mit ihr den "Senf-Test" zu machen^^] Aber wir wollen kein gekauftes Zeug, also wenn Brei, dann selbstgemacht."
Sie:"Nein, das meine ich doch nicht. Davor muss man doch zufüttern. Da gibt es einen Brei aus Milch und Pulver, den man anrührt. Zusätzlich zum Stillen, weil die Milch nicht ausreicht."
Ich:"Also so etwas werden wir auf gar keinen Fall machen. Sie wird gestillt, und wenn sie irgendwann essen möchte, dann bekommt sie was ab."
Im zweiten Teil fragt sie nochmal nach und statt einer Erklärung und Informationen sagst du, dass ihr "sowas" auf keinen Fall macht. Du gehst da direkt in eine Abwehrhaltung und ich könnte mir vorstellen, dass das für sie auch verletzend war.
Ich kenne das von mir auch, habe aber die Erfahrung gemacht, dass es ganz gut ist seine eigene Kommunikation im Familienkonstrukt zu reflektieren (ich bin da irgendwie auch total schnell angetriggert und auf 180) und dass ältere Verwandte (meine Eltern und meine Schwiegermutter) dann doch ganz glücklich waren, wenn wir Aufklärungsarbeit geleistet haben.
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Allfein
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ihr habt recht! Im Nachhinein betrachtet war ich ziemlich harsch und habe sie abgewürgt, obwohl das eine gute Möglichkeit gewesen wäre, zu erklären, weshalb man keinen zusätzlichen Brei benötigt.
Wahrscheinlich fragt sie deshalb immer wieder nach. Oh man. Ich nehme es mir zu Herzen und werde sie am besten gleich heute mal anrufen, um das zu klären. Vielen Dank für eure Sichtweisen!!!
Unsere Reaktionen waren nicht gut und haben sie überfahren. Eigentlich ziemlich fies von uns, sie so zu behandeln, wo sie doch nur das Beste fürs Kind möchte.
Ich hatte in dem Moment nur vor Augen, dass sie ja dieses "365 Tage Baby" Buch gekauft und durchgearbeitet hat um zu gucken, was es für Unterschiede zu früher gibt. Und irgendwie dachte ich, dass da bestimmt drinsteht, wie es sich mit der Muttermilch verhält (sie meinte nämlich auch schonmal zu mir, dass ich zufüttern müsse, weil die Muttermilch ja "zu dünn" wäre). Und weshalb sie dann trotzdem damit ankommt. Aber ich weiß eben nicht, was da drinsteht, weil ich es noch nie gelesen habe. Ich werde sie, wenn wir das nächste Mal bei ihnen sind, fragen, ob ich das Buch mal durchblättern kann,
Unsere Reaktionen waren nicht gut und haben sie überfahren. Eigentlich ziemlich fies von uns, sie so zu behandeln, wo sie doch nur das Beste fürs Kind möchte.
Ich hatte in dem Moment nur vor Augen, dass sie ja dieses "365 Tage Baby" Buch gekauft und durchgearbeitet hat um zu gucken, was es für Unterschiede zu früher gibt. Und irgendwie dachte ich, dass da bestimmt drinsteht, wie es sich mit der Muttermilch verhält (sie meinte nämlich auch schonmal zu mir, dass ich zufüttern müsse, weil die Muttermilch ja "zu dünn" wäre). Und weshalb sie dann trotzdem damit ankommt. Aber ich weiß eben nicht, was da drinsteht, weil ich es noch nie gelesen habe. Ich werde sie, wenn wir das nächste Mal bei ihnen sind, fragen, ob ich das Buch mal durchblättern kann,
Mit Haselmaus 10/24
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich kenne das total gut und muss mir das bis heute immer wieder vor Augen führen, wenn ich mit meinen Eltern kommuniziere. Manchmal sehe ich die und bin schon genervt und patzig, obwohl die noch gar nichts gesagt haben 
Ich drücke die Daumen, dass die Schwiegereltern offen für eure Informationen und Sichtweisen sind.
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