Gartenplanung 2022

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Elena
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Elena »

königsmadl hat geschrieben: 16.08.2022, 21:49 Also aktuell geht das Regenwass bei uns in die Kanalisation, 50m weiter in den Fluss und ist dann weg.
Wenn ich damit gieße oder was auch immer geht das in den Boden. Das trägt dann zur Grundwasserneubildung bei.
(Also der Stand aus der Ausbildung von vor ü10 Jahren)
Genau. Wenn man einfach über die Regenrinnen und Fallrohre das Wasser vom Dach holt, geht es in die Kanalisation und fließt schnell über die Flüsse ab. Da ist Regentonne und zum Gießen verwenden viel besser, auch wenn das Wasser, das man in Trockenperioden zum Gießen nimmt, vermutlich nicht wirklich im Grundwasserleiter ankommt, sondern vorher verdunstet. Aber dafür verdunstet weniger Wasser aus dem Porenraum im Boden und das Grundwasser wird geschont.

Eine Möglichkeit ist noch, das Regenwasser vom Dach über Rigolen (d.h. mit Kies gefüllte, dann mit Rasen abgedeckte Gruben) in den Garten zu leiten. So machen wir das mit der einen Dachfläche. Da endet das Fallrohr unterirdisch im Kiesbett. Allerdings geht das nicht überall problemlos, man will ja nicht aus Versehen Nachbars Keller mit dem Wasser füllen...
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zierfisch
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von zierfisch »

Ah!
Danke für die Erklärungen! Stimmt! Irgendwie war in meinem Kopf, dass das Regenwasser in den Boden gehen würde. Aber klar... Durch die Dachrinne in den Kanal und tschüss...

Rigolen fallen hier aus. Hardcore Lehmboden und die Nachbarn hatten letztes Jahr schon so nen feuchten Keller.
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Elena
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Elena »

fruba hat geschrieben: 16.08.2022, 17:47
Seit letzter Woche nutze ich den Sprinkler um einen kleinen Teil des Gartens zu bewässern. Das ist die einzige Möglichkeit um Wasser etwas in die Tiefere Bodenschichten zu bekommen. Ich schalte den Sprinkler sehr selten an dann aber etwas länger.

Ich kann nicht verstehen wie andere einen grünen Rasen haben und täglich automatisch den Rase wässern. Um die Gärten herum geht die Natur kaputt und viele Bäume und Sträucher vertrocknen. Da kann man doch das wesentliche bewässern und nicht den englischen Rasen. :roll:
Das finde ich auch total pervers. Das Gras ist doch auch ruckzuck wieder grün, wenns dann mal regnet. Bäume, Sträucher, Stauden dagegen kriegen Probleme.
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Elena
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Elena »

fruba hat geschrieben: 16.08.2022, 20:54 Es ist spannend in der Natur in der Umgebung genau zu schauen wo noch was wächst und wo es grüne Stellen gibt. Ich versuche dabei für den Garten zu lernen,
Ja! Genau hinschauen, Schlüsse ziehen, anpacken und umgestalten. Das mache ich auch gerade. Dabei ist der Garten eigentlich schon sehr naturnah, aber wenn man aufpasst, sieht man schon, dass manche Pflanzen es eben doch noch besser haben könnten, wenn man sie z.B. umsiedelt. Ich hatte schon überlegt, den relativ durstigen Phlox weitgehend zu verbannen, aber jeden Abend kommt ein Taubenschwänzchen und sammelt da Nektar. :) Der Phlox wird im Herbst in einer großanlegten Platztauschaktion umgesiedelt, glaube ich.
die erste Lektion ist Schatten schaffen. Für lichten Schatten sorgt bei mir der Teefenchel, der wächst schnell und kommt gut mit Trockenheit zurecht. Meine Feigensträucher und Bäume wachsen leider nur sehr langsam, sollen aber in ein paar Jahren für reichlich Schatten sorgen.
Die Kehrseite der Medaille ist dann allerdings, dass die Bäume und Sträucher wiederum viel Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen... Teefenchel klingt spannend. Was machst du damit? Nur anschauen (bzw. den Schatten nutzen) oder auch ernten? Für Tee?
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fruba
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von fruba »

Der Fenchel ist der totale Insektenmagnet. Ich schaue ihn hauptsächlich an und knabberte ab und zu ein paar Blüten/Blätter.

Ich hab auch schon viele Pflanzen umgesiedelt. Mal erfolgreich Mal weniger erfolgreich.

Bäume und Sträucher brauchen natürlich auch Wasser aber es ist glaube nicht so einfach das man sagen kann das sie das Wasser der andern Pflanzen aufbrauchen. Ich hoffe auf positive Pflanzengemeinschaften, vielleicht etwas utopisch.
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Hoffnung und Zuversicht verstecken sich manchmal wie die Sonne hinter einem Berg - und obwohl man sie nicht sieht, trotzdem ist es hell.
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Jia »

Hier hat es in der Nacht endlich etwas geregnet, und morgen/übermorgen soll (hoffenlich) noch mehr Regen kommen. Farblich konnte man hier nämlich die Wiesen kaum mehr von den abgeernteten Stoppelfeldern unterscheiden. Der Garten sieht besser aus, weil wir hier viele grosse alte Bäume haben (also wirklich alt, 150-300 Jahre), die geben viel Schatten und haben selbst Wurzeln bis runter in sehr tiefe Schichten. Die meisten Sträucher profitieren vom Schatten und halten sich tapfer. Nur die Hortensien leiden, weil die Bewässerung übers Schuppendach halt wochenlang weggefallen ist, und der "Rasen" ist braun. Der ist allerdings auch sonst keine Pracht, in den schattigen Regionen ist viel Moos dabei, auf den Sonnenflächen dominieren Gänseblümchen und Klee. Aber der Garten ist so gross, dass keine Zeit bleibt, sich um den Rasen zu kümmern, der muss mit Mähen alle 3 Wochen auskommen.
Und ich sehe mit Freude, dass bei Trockenheit die Minzen und die Zitronenmelisse über den Giersch triumphieren! Das wuchert zwar alles ungestört als Bodendecker in den Rabatten, weil auch hier keiner Zeit und Lust hat, sich wirklich drum zu kümmern, aber sowohl für Insekten als auch für uns Menschen finde ich duftende und blühende Nutzkräuter netter als Giersch.
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zierfisch
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von zierfisch »

Hier soll es angeblich heute Nachmittag regnen. Ich bin gespannt. Ich hoffe, nicht plötzlicher starker Regen...

Ich sehe hier auch, wo Haus Schatten wirft, ist es grüner, als da, wo halt ganztägig Sonne scheint.
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von EliseG »

Was ich zum Thema Regenwasser auffangen noch schreiben wollte: Hierorts ist die Trockenheit da, aber nicht ganz so arg. Dank Berge rundum, die doch auch beschatten und Wetterlagen, die schlichtweg anders sind, als anderswo (Hier bleiben Wolken einfach an den Zentralalpen "hängen"). Trotzdem hat es sich jetzt seit ein paar Jahren gezeigt, dass Trockenperioden mit Starkregen abwechseln. Diesen Regen kann der Boden gar nicht mehr so aufnehmen und das Wasser rinnt über Bäche, Kanal und Co ab. Es sickert viel weniger nach unten. Darum ist das schon sinnvoll.
Hierorts haben wir zum Teil bei manchen Bächen sogar Hochwassergefahr ohne Regen, schlichtweg, weil die Gletscher so stark abschmelzen. Die gewaltigen Gletscherzungen meiner Jugend sind mehr und mehr graue abbröckelnde Schneeflächen geworden :(
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Waldbewohnerin »

HerbstMama hat geschrieben: 16.08.2022, 18:59 Mit Holz verkleiden finde ich eine gute Idee. Am Besten gleich zum Spielgerät mit Rutsche und Kletterwand um funktionieren.
Hihi, ja das hatte ich auch entdeckt, als ich kurz gegoogelt habe.

königsmadl hat geschrieben: 16.08.2022, 21:22
Waldbewohnerin hat geschrieben: 16.08.2022, 17:58 Hier ist gerade die Förderung für Regensammelsysteme wieder ausgeschrieben worden. Wir werden jetzt auch so einen hübschen 1000 l Kanister holen. 50% der Kosten werden übernommen. Mein Mann möchte ihn gerne mit Holz verkleiden.
Ist das das, was heute im Radio kam? Meine das wäre WDR2 gewesen?
Bist du eventuell aus NRW? Dann könnten ir da vll noch was beantragen?
Ich hab es heute tatsächlich per Zufall gesehen, weil ich schauen wollte, wie stark Lastenräder dieses Jahr gefördert werden. Ich bin aus NRW, aber die Förderung läuft über den Kreis. Ob die natürlich einen Topf des Landes anzapfen weiß ich nicht, könnte aber gut sein.

Insgesamt haben wir hier auch nicht sooo ein krasses Wasserproblem. Wir sind ja nicht am öffentlichen Netz und haben daher eine eigene Trinkwasser Versorgung und eine eigene Kläranlage. Unser Brunnen ist knapp 30m tief, da sollte eigentlich auch erstmal nichts austrocknen. Das geklärte Abwasser wird auf unsrer Streuobstwiese verrieselt. Wasser vom Dach wird allerdings auch in dieses System gespeist, da kommt ja aber eigentlich genug an durch unser Brauchwasser. Daher soll jetzt der 1000l Kanister kommen.

Achso und ich wusste gar nicht dass Hortensien so durstig sind. Wir haben vorm Haus 3 Stück in Kübeln, besonders oft muss ich die nicht gießen. Die Stauden im Vorgarten wurden bisher auch nur 1x gewässert. Da muss jetzt eine natürliche Auslese geschehen... Über kurz oder lang wird das ja nicht besser. Also muss da wachsen was da klar kommt. Was das ist sehen wir dann wohl erst richtig in einigen Jahren.

So genug geschrieben und ran ans Birnen schälen, das Kind ist nur noch eine Stunde weg 😅
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Dickkopf-Mama
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Bei den Hortensien ist der Standort nicht ganz unwichtig.
Meine Mutter hat 2 Hortensien in Kübeln. Eine stand ziemlich sonnig, die andere eher halbschattig bzw. der Kübel hat immer Schatten. Die in der Sonne hat die 3 Tage in denen meine Eltern nicht da waren und nicht gegossen wurde nur evtl. überlebt, der anderen geht es prächtig.
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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