Montessori ist aber eben nicht AP, wer mit dem gedanken ran geht kann ja von jedem Buch nur enttäuscht werden.
Mir stoßen einige Sachen bei den Büchern auch auf, so kommt mir etwas zu oft so der "Tyrannen"-Gedanke auf (ich meine sogar mehrmals das Wort Tyrann gelesen zu haben)
Aber bringt man es in Zusammenhang mit den Beispielen aus dem Alltag (und der ist bei ihr der Kindergartenalltag), kann ich das dann wieder in Bezug setzen und über diese paar Sachen hinweg lesen. Allerdings kenne ich auch den Alltag in einer KiTa und muss sagen, dass viele Beispiele eben da hin passen und eher weniger zu Hause.
So ist es ja allgemein bei pädagogischen Ansichten, man muss schauen, was zu einem passt, kritisch hinterfragen und dann eben seine Schlüsse draus ziehen.
Nur weil eine Montessori-Pädagogin etwas schreibt und man selbst Dinge zu Hause umsetzen möchte, heißt das ja nicht, dass man alles so machen muss.
Die Grundidee hinter ihren Lösungen der "Problembeispiele" sind für mich trotzdem nachvollziehbar und auch einige gute Sachen dabei, die ich im KiTa-Alltag vor allem gut umsetzen konnte und die ich mir auch für viele Eltern zu Hause gut vorstellen kann. Allerdings war ja alles was sie schrieb auch eher an schon größere Kinder angelehnt.
Und doch, erziehen und Montessori geht für mich zusammen (und ich würde behaupten überhaupt nicht ohneeinander, auch M.M. nutzt ja oft den Begriff Erziehung), denn das gesamte "Regelwerk" in einer Montessori-Einrichtung, im Umgang mit den Materialen usw usw, das ist doch Erziehung
Die Umsetzung für mich zu Hause ist ja wieder etwas anderes.
zB halte ich nix davon sich "richtige" Montessorimaterialien zu kaufen und in Masse hinzustellen, die Arbeit mit den Materialien sollte man meiner Meinung nach den Leuten überlassen, die damit richtig umgehen können und den Umgang damit gelernt haben, denn eine Einführung in die Materialien zu geben ist für einen Laien nicht leicht.
Eher würde ich angelehnt an die Materialien ähnliche Dinge anbieten (in dem Montessori für zu Hause-Buch sind schöne Beispiele) und eher die Grundidee der Darbietung übernehmen (Spielzeug immer frei zugänglich, schön präsentiert, kein Überangebot, an Entwicklung des Kindes angepasst) und den Umgang. Auch für die Auswahl der Spielzeuge finde ich die Gedanken interessant (eine isolierte Eigenschaft usw)
Und im häuslichen Umfeld eben die Erziehung (da ist sie wieder

) zur Selbstständigkeit, also dem Kind möglich machen selbst tätig zu werden, den Haushalt danach auszurichten, dass das Kind mit tätig werden kann. Da sind ebenfalls in dem Montessori für zu Hause Buch schöne Beispiele