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Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 09:11
von GemeineEsche
andallthatjazz hat geschrieben: 14.06.2024, 07:17
RegenbogenSchweinchen hat geschrieben: 12.06.2024, 21:08
Meine Schwiegermutter hat anfangs ja immer mit der Uroma (alsoihter eigenen Sxhwiegermutter, die Hebamme war) argumentiert die meinte das stillen so auslaugt und so und man, wenn man es schon machen muss, aber unbedingt mit 6-8 wochen aufhören muss. Sonst kann sich der weibliche Körper nie erholen.
Dazu hatte ich neulich einen Artikel gelesen, dass Endometriose zunimmt, weil der weibliche Organismus natürlicherweise gar nicht auf so viele Zyklen ausgelegt ist, wie eine Frau, die erst mit um die 30 ein Kind bekommt (statt mit 14/15) und dann vielleicht noch 1 Geschwisterkind (statt 7/8) und diese dann jeweils ein halbes Jahr stillt (statt 4/5 Jahre) und dann wieder normal einen Zyklus hat, erlebt. Also ist das quasi Selfcare

Stillen laugt doch hauptsächlich dadurch aus, dass sich bei vielen das Umfeld (in erster Linie die Väter) total darauf ausruht und Mama dann für alles andere auch Prio Nr. 1 ist, die meiste Care-Arbeit übernimmt, den Mental-Load trägt und dadurch unersetzlich wird, weil die Messlatte irgendwann so hoch ist, dass den Vorsprung an Familienengagement gar keiner mehr realistisch aufholen kann, wenn sie merkt, dass es zu viel war, selbst, wenn von Vater etc. ein Einsehen da ist.
Das klingt interessant, findest du den Artikel noch?
Beim Rest stimme ich dir voll und ganz zu.
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 09:26
von Igerl
Das ist aber auch sehr individuell. Ich habe trotz 1,5 Jahren stillens, davon 6 Monate voll und das erste Jahr mit BLW auch noch fast voll - pünktlich 12 Wochen nach Geburt des Igelchens und 4 Wochen nach Ende des Wochenflusses alle 4 Wochen meine Periode bekommen. Von mir aus hätte das ganze viel, viel länger pausieren können. Endo geplagt bin ich aber nicht. Trotz Erstgeburt mit 32 und zweite Geburt mit 36.
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 09:50
von Serafin
Du hast aber wahrscheinlich ne andere Ernährungsgrundlage als vor nur wenigen Jahrzehnten, geschweige denn Jahrhunderten. Da hat dein Körper keine Schwangerschaft zugelassen beim Stillen.
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 09:58
von GemeineEsche
Vielleicht daher das Bild der ausgemergelten stillenden Mutter? Und was sowas mit ihr macht, kann ja nicht gut sein? (Und heutzutage hoffen viele, durchs stillen ihre Schwangerschaftskilos schnell wieder zu verlieren oder besser noch mehr )
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 10:41
von Mau
Ich hatte ein paar Wochen nach der Geburt wieder das Gewicht von vor der sws, war aber auch echt krank und konnte kaum essen. Dann ging es immer weiter runter bis ins Untergewicht und hat sich erst stabilisiert, als Stillen so mit 2 deutlich weniger wurde. Inzwischen stillt das Kind nur noch einmal am Tag eine kleine Menge und endlich habe ich nicht mehr ständig Heißhunger insbesondere auf Eiweiß. Mens kam trotzdem nach 13 Monaten wieder, Reserven für eine sws hatte ich da eher nicht… war aber ein Jahr lang echt unregelmäßig, hätte als vielleicht eh nicht geklappt. Also mich hat Stillen schon körperlich Energie gekostet, schlechter Verwerter und vegan ist da wohl eine ungünstige Kombination

Geht trotzdem niemanden was an, was ich mit meinem Körper mache und vorübergehend leichtes Untergewicht finde ich auch echt im Rahmen.
Ich habe auch erst mit 15 meine Mens bekommen, wahrscheinlich weil ich so dünn war. War das nicht in schlechter genährten Zeiten eher üblich als 11/12 so wie heute?
Wobei ich dieses „von Natur aus ist es eigentlich so und so“ auch zweifelhaft finde. Die Natur will, dass wir unsere Art erhalten um langfristige Gesundheit oder gar Glücks geht es da nicht. Schwanger, 2-3 Jahre stillen und dann erst wieder Zyklus und dann von vorne, würde für mich zB auch bedeuten, dass ich nur alle paar Jahre mal für ein paar Monate Libido hätte. Mag für die Fortpflanzung reichen…
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 12:35
von RegenbogenSchweinchen
Ja früher hatten die Frauen deutlich später erstihre periode, und ich hab zumindest gelernt das das auch an der Ernährung lag.
Der Artikel mit der Endometriose würde mich auch interessieren.
Ich hab übers voll stillen auch immer schnell abgenommen, wobei ich bei Stress eh immer schnell abnehme und die ersten Tage mit neuem Baby waren immer stressig. Meine periode bekam ich von mal zu mal etwas später, das letzte mal aber auch 19 Monate nach Geburt
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 12:38
von erdbeerbrot
Geht es da nicht um Multiple Sklerose? Von Endometriose habe ich in dem Zusammenhang noch nicht gehört (was erstmal nichts heißt

).
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 20:14
von andallthatjazz
Ich glaube, es war ein anderer Artikel, aber hier
https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erk ... %C3%BCrzer.
wird das unter "mögliche Risikofaktoren" auch kurz erwähnt.
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 14.06.2024, 21:15
von Landliebe88
erdbeerbrot hat geschrieben: 14.06.2024, 12:38
Geht es da nicht um Multiple Sklerose? Von Endometriose habe ich in dem Zusammenhang noch nicht gehört (was erstmal nichts heißt

).
Endometriose klingt für mich in dem Zusammenhang aber deutlich logischer als MS
Re: Kommentare zum Stillen...
Verfasst: 15.06.2024, 07:52
von Furlica
andallthatjazz hat geschrieben: 14.06.2024, 07:17
RegenbogenSchweinchen hat geschrieben: 12.06.2024, 21:08
Meine Schwiegermutter hat anfangs ja immer mit der Uroma (alsoihter eigenen Sxhwiegermutter, die Hebamme war) argumentiert die meinte das stillen so auslaugt und so und man, wenn man es schon machen muss, aber unbedingt mit 6-8 wochen aufhören muss. Sonst kann sich der weibliche Körper nie erholen.
Dazu hatte ich neulich einen Artikel gelesen, dass Endometriose zunimmt, weil der weibliche Organismus natürlicherweise gar nicht auf so viele Zyklen ausgelegt ist, wie eine Frau, die erst mit um die 30 ein Kind bekommt (statt mit 14/15) und dann vielleicht noch 1 Geschwisterkind (statt 7/8) und diese dann jeweils ein halbes Jahr stillt (statt 4/5 Jahre) und dann wieder normal einen Zyklus hat, erlebt. Also ist das quasi Selfcare

Stillen laugt doch hauptsächlich dadurch aus, dass sich bei vielen das Umfeld (in erster Linie die Väter) total darauf ausruht und Mama dann für alles andere auch Prio Nr. 1 ist, die meiste Care-Arbeit übernimmt, den Mental-Load trägt und dadurch unersetzlich wird, weil die Messlatte irgendwann so hoch ist, dass den Vorsprung an Familienengagement gar keiner mehr realistisch aufholen kann, wenn sie merkt, dass es zu viel war, selbst, wenn von Vater etc. ein Einsehen da ist.
Nur als Randanmerkung zum Erstgebärendenalter: Ich hoffe doch der Autor des Artikels meinte nicht ernsthaft 14/15. Das war und wird immer zu früh sein. Ja man kann, aber die körperlichen Folgen für Mutter und Kind sind verheerend.
Die Spartaner hatten zB deshalb 18 als Heiratsalter für Frauen festgelegt, weil frühere Geburten zu schwächeren Kindern und kränklicheren Frauen führten (wie bei den anderen hellenistischen Gesellschaften sichtbar) und das für eine Kriegs-zentrierte Volksgruppe sehr, sehr suboptimal war.