Danke schonmal für alle eure Antworten. Es beruhigt mich, dass es anderen auch so geht (und ich drück euch die Daumen, dass die Phase bald vorbei ist). Beim Schreiben und Lesen sind mir noch zwei Dinge in den Kopf gekommen: Es könnte auch ein bisschen ein Teufelskreis sein - sie schläft abends zu spät ein und ist deshalb am Mittag so müde. Und vor allem: Vielleicht sollte ich mich nicht nur fragen, was Knöpfchen braucht, um zur Ruhe zu kommen, sondern auch, was ich brauche, um die Abende so, wie sie sind, lockerer anzugehen.
ShinyCheetah hat geschrieben: 31.08.2023, 07:33
Hey, solidarische Grüße

Ich denke, es ist das Alter. V besteht im Übrigen darauf, dann ins Bett zu gehen - rauszögern klappt einfach nicht. Und sie ist dann auch wirklich müde, was man auch bei uns an extremer Tollpatschigkeit merkt.
Unser aktueller Plan ist: Abwarten, wird hoffentlich in ein paar Monaten von alleine besser.
Und, dass meistens mein Mann die Einschlafbegleitung macht. Der hat mehr Geduld abends.
Ach ja, aufstehen erlauben wir nicht. Das führt aber leider manchmal zu großem Geschrei.
So nach ca. 1h wird sie dann recht schnell ruhiger, kuschelt sich ein und schläft einfach.
Dass sie nicht aufstehen darf, hätte ich auch schon probieren wollen. Aber ich habs dann nicht geschafft, es durchzuziehen. Ich nehme gern die Anregung mit, dass wir die Einschlafbegleitung wieder mal versuchsweise abwechseln. Bis jetzt haben wir es noch nicht geschafft (wenn ich nicht daheim bin, klappts gut), aber vielleicht ist die Zeit reif für einen neuen Versuch. Wir haben jetzt immerhin abgemacht, dass wir uns mit dem Spaziergehen abwechseln.
Sommerkind16 hat geschrieben: 31.08.2023, 08:15
Ich reihe mich ein.... Es liegt ganz sicher am Alter... Unser Kleinster schafft es auch nicht wirklich ohne Mittagsschlaf. Abends will er dann zwar kuscheln und ins Bett aber er kämpft richtig gegen das Einschlafen. Die Einschlagbegleitung dauert dann auch locker mal 1,5 bis 2 Stunden. Wenn ich ihn aufstehen lasse hält sich extrem lange wach. (Vorletzte Nacht getestet... Bis 2:30 hat er durchgehalten, dann hab ich die Kreise bekommen)
Am Besten funktioniert bei ihm eine körperliche Begrenzung. Aaaaallerdings wehrt er sich auch stark gegen diese weshalb wir es sein lassen...
Früher haben wir ihn halt in eine dünne Decke eingewickelt und kurz getragen. Aber das macht er halt nicht mehr mit. Angeschnallt im Kinderwagen geht auch mal gut, aber ist bei uns im Alltag nicht immer möglich.
Ich bin auch ratlos und versuche mich damit abzufinden, dass das Kind hält erst zwischen 10 und 12 schlafen geht...
Läuft darauf hinaus, dass ich ihm nach bestimmt einer Stunde kuscheln erlaube aufzustehen und mir hinterher zu laufen bis ich schlafen gehen will. Danach dauert es nur noch 5-10 Minuten bis er schläft.
Wenn sie völlig erschöpft ist und weint, halte ich sie manchmal auch fest, obwohl sie sich fest wehrt. Ich halte das fast nicht aus, deshalb mach ich das höchst selten. Aber wenn wir in die Situation kommen (und in die kommen wir eben manchmal, weil ich sie irgendwann davor schützen muss, sich selbst weh zu tun, weil sie sich irgendwo runterstürzt), dann kommt sie auch relativ gut zur Ruhe. Aber wie du schreibst, das ist auch keine Lösung für jeden Tag.
Ich habe auch schon überlegt, ob sie spürt, dass ich eigentlich noch aufstehen will / muss, und ob ich mehr Ruhe ausstrahlen könnte, wenn ich tatsächlich auch selbst schlafen gehe.
Immorta hat geschrieben: 31.08.2023, 08:32
Sorry, Nachtrag weil du schreibst, sie macht dann nur gefährliche Sachen: das Kinderzimmer ist der einzige Raum, wo sie eigentlich nichts gefährliches machen kann/keine Klettermöglichkeiten etc. Sonst würde das hier auch nicht klappen.
Theoretisch ist die Wohnung kindersicher. Praktisch findet sie dann doch immer wieder was... Danke für die Erinnerung mit dem Spielenlassen. Ich hab das im Frühlung manchmal gemacht, da hat es manchmal geklappt. Aber jetzt sicher auch schon eine Weile nicht mehr. Schwierig sind die Abende, an denen sie so durch ist, dass sie nur noch Blödsinn macht (weil sie, so meine Interpretation, halt nicht mehr spielen, sondern eigentlich schlafen will, und aber die Ruhe nicht findet).
Heute hatte ich dann gleich schon nicht mehr die Erwartung, dass sie gut einschläft, und siehe da, sie ist beim Spazierengehen um halb neun eingeschlafen. Und der Transfer ins Bett hat auch schon geklappt

Ich nehm die gute Energie mal mit für die nächsten Tage... danke euch allen fürs Erzählen und Mitdenken.