Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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glückskind
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von glückskind »

kroschka hat geschrieben: Apropos Uhr, ich komme schon nicht klar wenn mir Einer was von viertel Eins erzählt. Ich muss jedes Mal innehalten und überlegen, ob es jetzt Viertel VOR oder NACH Eins ist.
Weder noch ;)
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emm
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von emm »

glückskind hat geschrieben:
kroschka hat geschrieben: Apropos Uhr, ich komme schon nicht klar wenn mir Einer was von viertel Eins erzählt. Ich muss jedes Mal innehalten und überlegen, ob es jetzt Viertel VOR oder NACH Eins ist.
Weder noch ;)
Das kommt aber darauf an, wo Du bist...
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kroschka
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von kroschka »

Ach Mist, viertel nach 12 wärs gewesen oder?! Ich sags ja, ich komme damit nicht klar. :mrgreen:
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kleineRaupeN
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von kleineRaupeN »

Es hatte jemand (carolina?) gefragt, woher die komischen Zahlen im Französischen kommen. Ich bin zwar kein Experte, aber ich denke, dass das von den keltischen Sprachen kommen könnte. Ich spreche nämlich auch Bretonisch (Gleiches gilt für Walisisch) und da gibt es ein 20er-System. Also, 40 ist 2*20, 60 ist 3*20 und 80 ist 4*20. Ach ja, und den "deutschen" Zahlendreher gibt es auch. Und zusätzlich werden Einheiten in diesen Zahlendreher eingefügt. Sprich: 45€ ist dann "5 Euro zwei mal zwanzig " :mrgreen:

Bisher hat die Miniraupe keine Probleme mit den Zahlen trotz dieser drei recht komplizierten Zählweisen (also Deutsch, Französisch und Bretonisch). Das ist wohl von Kind zu Kind unterschiedlich.

Ich selbst bin einsprachig aufgewachsen, spreche Französisch auf muttersprachlichem Niveau und habe festgestellt, dass ich Telefonnummern nicht mehr ganz "deutsch" lese. Auf Deutsch werden ja alle Zahlen einzeln gelesen, auf Französisch immer in Zweierpaaren. Und da die französischen Nummern immer aus zehn Zahlen bestehen, geht das auch sehr gut. Ich kenne meine eigene Nummer also auf Deutsch in Zweierpaaren und muss beim diktieren dann umdenken und entweder auf Französisch sprechen oder auf Deutsch die Zahlen einzeln sagen :lol:
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 7240 »

Ja, das war ich. Das ist ja interessant! Wenn auch kompliziert :shock: ... Stehst Du dann immer an der Supermarktkasse und rechnest wild, wieviel Geld die gerade von dir wollen?
Lulilaj
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lulilaj »

@coccolone, danke für die Erfahrung, sehr interessant. Es wird bei mir noch dauern aber mit sowas kann ich klar kommen. Kopf hoch und nicht aufgeben ;) vllt eines Tages werde ich mich mit meinem Kind und Oma unterhalten können.
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Lulilaj
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lulilaj »

@coccolone, wobei paar fragen habe ich noch.
zweitsprache buecher - meistens weigert sie sich zuzuhoeren. ich probiere es immer wieder aber will kein druck machen. mag sie nicht? oder zu wenig sprachkenntnis?
kann es sein dass sie viel aus dem kontext und koerpersprache versteht und daher sind buecher ein bisschen zu abstrakt, noch? ich weiss nicht wie ich das thema angehen koennte.
ein paar filme haben wir gemeinsam geschaut, wobei ich nicht so der TV fan bin, und sie hat alles verstanden. die ganze geschichte. bloss sie hat es sich wieder selbst uebersetzt, also erzaehlung darueber faellt wieder ins deutsch ;) und ich weiss, tv sind bilder, aber die geschichte hat sie echt bis ins detail wiedergegeben.
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kleineRaupeN
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von kleineRaupeN »

carolina hat geschrieben:Ja, das war ich. Das ist ja interessant! Wenn auch kompliziert :shock: ... Stehst Du dann immer an der Supermarktkasse und rechnest wild, wieviel Geld die gerade von dir wollen?
Nein, das alltägliche Leben hier in der Bretagne läuft (leider) komplett auf Französisch. Es gibt nur noch wenige Leute, die auch zu Hause Bretonisch sprechen. Immerhin bekommen die bretonischen Schulen mehr Zulauf, die Beschilderung in Städten wird mittlerweile konsequent zweisprachig gemacht und in den Bibliotheken findet man immer mehr bretonische Bücher. Es wird tapfer um den Erhalt der Sprache gekämpft (und Frankreich will immer noch nicht diesen EU-Text zu Minderheitensprachen ratifizieren). Ob es reicht wird sich noch zeigen. In der Familie meines Mannes (alles Bretonen durch und durch) bin ich die Einzige (jetzt mit Verstärkung durch die Miniraupe), die Bretonisch spricht. :(
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coccolone
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von coccolone »

Lulilaj hat geschrieben:@coccolone, wobei paar fragen habe ich noch.
zweitsprache buecher - meistens weigert sie sich zuzuhoeren. ich probiere es immer wieder aber will kein druck machen. mag sie nicht? oder zu wenig sprachkenntnis?
Hmm, schwer zu sagen. Ich denke den Druck rauszunehmen ist schon mal gut. Das würde ich auch tun bzw. habe ich mit unserem Sohn damals auch getan. Er hat, als wir in UK gelebt haben, ab ca. 2 1/2, 3 deutsch abgelehnt. Mittlerweile wohnen wir in D und er spricht beide Sprachen gleich gut, wobei er immer noch Englisch bevorzugt. Aber das ist für mich OK, da D eh als Umgebungssprache die dominante Sprache ist. Aber ich schweife ab, sorry. Hört deine Tochter denn wirklich überhaupt nicht zu oder beschäftigt sie sich anderweitig während sie doch zuhört? Wie ist nochmal eure Konstellation? Mein Bauchgefühl würde sagen gib ihr Zeit und mit Druck erreichst du vielleicht eher das Gegenteil von dem, was du eigentlich willst. Aber ich bin auch kein Verfechter von OPOL, sondern finde vielmehr, dass jede Familie ihren eigenen bilingualen Weg finden sollte und es so handhaben sollte, wie es für alle Beteiligten am besten passt.
Lulilaj hat geschrieben: kann es sein dass sie viel aus dem kontext und koerpersprache versteht und daher sind buecher ein bisschen zu abstrakt, noch? ich weiss nicht wie ich das thema angehen koennte.
ein paar filme haben wir gemeinsam geschaut, wobei ich nicht so der TV fan bin, und sie hat alles verstanden. die ganze geschichte. bloss sie hat es sich wieder selbst uebersetzt, also erzaehlung darueber faellt wieder ins deutsch ;) und ich weiss, tv sind bilder, aber die geschichte hat sie echt bis ins detail wiedergegeben.
Ich denke wenn sie die Zweitsprache konsequent von Anfang an gehört hat, dann versteht sie sie auch ohne Kontext und Körpersprache. Dass deine Tochter sich die Geschichte zwingend übersetzt hat muss ja gar nicht sein, nur weil sie auf Deutsch darüber erzählt. Es klingt für mich wirklich so, als ob sie Deutsch bevorzugen würde. Wie gesagt, so ging es mir früher auch. Ach Quatsch, so ist es immer noch. :lol: Wenn ich die Wahl habe, spreche ich immer lieber Deutsch oder Englisch als eine andere Sprache. Was macht sie denn im Umgang mit anderen Kindern, die nicht zweisprachig sind?
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Nusserl »

Meine Grosse hat erst angefangen in der Zweitsprache zu sprechen als sie mit demItalienischkurs angefangen hat. Da war sie 5 Jahre alt. Vorher hatte sie alles verstanden, aber nur deutsch gesprochen und maximal einzelne Wörter übersetzt. Da hatten wir schon 1 Jahr die italienischsprachige Nanny.
Irgendwie hat sie der Kurs (von der Botschaft für Kinder mit der ital. Staatsbürgerschaft) voll motiviert mehr zu sprechen. Vor allem die Kinder, die auch als Familiensprache Italienisch haben und dementsprechend gut sprechen.

Ich hatte echt schon fast die Hoffnung verloren und mich damit abgefunden, dass sie die Sprache nur passiv kann.

Bei uns gibt es schon immer Mama und Papa Bücher. Ich lese nur deutsch vor, die anderen Bücher müssen GG oder die Nonna lesen. DVDs sind zu 80% in der Zweitsprache. Die Kinder können aber garantiert nicht sagen, welche Filme sie in welcher Sprache gesehen haben.

Also nicht verzweifeln, es kann nur besser werden.


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