Mondenkind hat geschrieben: 25.07.2025, 15:04
Ich habe die KI-Antwort in einem der vorangehenden Beiträge editiert, weil sie nicht korrekt war.
Ich zitiere mich mal selber:
Mondenkind hat geschrieben: 01.10.2016, 10:24
Ich schreibe mal ab aus Schäfer/Spielmann/Vetter/Weber-Schöndorfer, Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit, 8. Auflage, S. 722-723:
Äußere Anwendungen und Kosmetika
Äußere Anwendungen sind in der Stillzeit prinzipiell akzeptabel, solange es sich um begrenzte Hautareale und Therapiezeiträume handelt. Dies gilt für alle Dermatika, auch Antiseptika und Desinfizienzen, Repellents, Antiinfektiva (lokale Antibiotika, Antimykotika und Virustatika), Cortikoide und lokale Antiphlogistika, Adstringenzien, Antipruriginosa und Keratolytika.
...
Bei ausgedehnten Flächen und länger andauernder Behandlung müssen Adsorption und Wirkung der einzelnen Substanz bedacht werden, und man sollte sich an den Ratschlägen zur systemischen Anwendung orientieren (zb Jod und ASS).
Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Ansonsten schließe ich mich bei Dickkopf-Mama an - wenn dir die Fachliteratur nicht die Sicherheit gibt, unbedenkliche Anwendungen zu verwenden, dann weiß ich nicht, ob es dir hilft zu wissen, was andere tun. Bzw ich fände es problematisch, wissenschaftlich belegte Fakten weniger Bedeutung zuzumessen als dem, was irgendwer aus welchen Gründen auch immer tut, aber das musst du selbst entscheiden.
Mir ist es wichtig, dass hier verlässliche Informationen zu finden sind, daher hab ich die Quelle nochmal angegeben.
Reh hat geschrieben: 25.07.2025, 12:45
Das möchte ich gerade noch mal betonen. Fast alles, was man irgendwo irgendwie zum Thema "erlaubt oder nicht in der Stillzeit" liest, ist auf das Vollstillen von Neugeborenen ausgelegt. Nicht auf Kleinkinder, die reifes Obst essen und diverse Medikamente selbst nehmen dürfen, draußen etwas Erde essen und im Bus die Haltegriffe anlutschen.
Das finde ich auch ganz wichtig zu betonen! Die Stillzeit umfasst ja in vielen Fällen mehr als nur die Vollstillzeit. Deswegen gibt es auch kein "Langzeitstillen". Wir bezeichnen ja auch niemanden, die kürzer gestillt haben als "Kurzzeitstillende". Ich denke auch, dass es wichtig ist, sich klar zu machen, dass Stillen nichts mit "Verzicht" zu tun haben muss, abgesehen vom "Verzicht" auf wirklich gesundheitsgefährdendes Verhalten, v.a. Drogen sind in diesem Zusammenhang gemeint. Und für es gibt keine sichere Untergrenze für Alkohol, das weiß man mittlerweile. Aber gelegentlicher moderater Alkoholkonsum führt nicht zu wesentlichem Alkoholgehalt in der Muttermilch (Promille im Blut ist gleich Promille in der Muttermilch, reife Früchte und auch Medikamente enthalten mitunter auch Alkohol und das gibt man den Kindern auch). Und hier gilt wieder: ein Frühgeborenes ist da anders zu bewerten als ein Kleinkind.
Zum Alkohol: "Stillende
In der Studie Stillverhalten in Bayern (2005–
2006) gaben 39 % der Mütter an, mindestens
einmal in der Stillzeit Alkohol getrunken zu
haben. In den ersten drei Monaten nach der
Geburt waren es 29 %; 23,6 % tranken nur
zu bestimmten Anlässen Alkohol, 4,7 % gaben
an, 1–3 Gläser und 0,7 % mehr als drei Gläser
alkoholischer Getränke bei einer Trinkgelegen-
heit konsumiert zu haben [25]."
Aktuelle Empfehlungen: "Alkohol kann durch passive Diffusion in die
Frauenmilch übergehen. Die Alkoholkonzen-
tration in der Frauenmilch deckt sich zu allen
Zeitpunkten weitgehend (etwa zu 95 %) mit
der mütterlichen Blutalkoholkonzentration
[42]. Daher sollten auch Stillende Alkohol
meiden. Trotz mangelnder belastbarer Daten
hinsichtlich der negativen Wirkungen eines
Alkoholkonsums während der Stillzeit wird
im Sinne des präventiven Gesundheitsschut-
zes von Mutter und Kind dazu geraten, in der
Stillzeit und
insbesondere während des aus-
schließlichen Stillens auf Alkohol zu verzich-
ten [43]." (Hervorhebung durch mich)
Quelle: Alkohol – Zufuhr in Deutschland,
gesundheitliche sowie soziale Folgen und
Ableitung von Handlungsempfehlungen
Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
Margrit Richter, Jessica Tauer, Johanna Conrad, Eleonore Heil, Anja Kroke, Kiran Virmani, Bernhard
Watzl für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Hier wird auch betont, dass v.a. die Zeit des Vollstillens eine besondere Relevanz hat.
Auch hier musst du für dich selbst entscheiden, welche Konsequenzen du daraus für dich ziehst.