Meeresbrise hat geschrieben: 21.08.2025, 14:12
ShinyCheetah hat geschrieben: 21.08.2025, 14:00
Auf den Kigastart warten klingt sinnvoll. Sag den Erzieherinnen im Zweifel ruhig Bescheid, dass seine Schwester so unruhig war, dass er wenig Schlaf hatte - da finden die bestimmt eine Lösung.
Bei F hat es ja erst im zweiten Anlauf geklappt. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass die Meeresprinzessin es einfach akzeptiert und es viel entspannter abläuft als du gerade befürchtest.
Magst du mir ein bisschen berichten, wie du es angegangen bist und warum und wann du abgebrochen hast. Wie lange ging das Weinen und wie hast dus begleitet? Wie viele Nächte waren hart?
Mit etwas Glück bekomme ich Ende August Bescheid, ob es ein Leihoma Match gibt

ich habe ja niemanden, der mir unbezahlt außer wenn ich arbeite, die kids nimmt.
Bei uns war die Situation so, dass F nach einer anfänglichen Schlafphase von 2h oder so alle 20 - 30 min wach wurde und stillen wollte. Ich habe gearbeitet und war quasi alleinerziehend (wegen Fernbeziehung), das war extrem zermürbend. Ich habe also einen guten Zeitpunkt - die Weihnachtsferien - abgewartet und mit dem Gordon-Programm gestartet. Es lief auch erst ganz gut: Ich habe im ersten Schritt die Zeit, die F an der Brust sein durfte reduziert. Streng nach Gordon lässt man am Anfang das Kind ja immer, wenn es sich meldet, stillen, aber dockt es "kurz vorm Einschlafen" wieder ab. Dann muss es im Bett liegend ohne Stillen einschlafen (Kuscheln, Streicheln, Schuckeln, Singen ist "erlaubt", aber aufstehen nicht). Wenn es das geschafft hat, darf es, sobald es wieder wach wird, wieder stillen. Selbst, wenn es nur 5 min geschlafen hat.
Das habe ich so nicht geschafft umzusetzen, weil F quasi schlafend gestillt hat. Darum habe ich stattdessen die Zeit, die ich ihn gestillt habe, begrenzt. Zuerst sowas wie 3 min (2 oder 3 Nächte lang), dann 2min (wieder 2 oder drei Nächte lang), dann 1 min, dann 30 s, dann 10 s. Die Phase lief gut. Dann habe ich eine Stillpause von 4h oder so eingeführt - zwischen 22:00 und 2:00 oder so. In der Zeit habe ich ihn dann gar nicht mehr an die Brust gelassen, sondern im Bett liegend beruhigt. Unsere Methode war, dass ich ihn auf meinen Bauch gelegt habe, ihn da geschuckelt habe (also selbst so von oben nach unten und zurück gerutscht bin) und ihm etwas vorgesummt habe. Der Plan wäre gewesen, die stillfreie Zeit immer weiter auszudehnen.
Im ersten Versuch war das Problem, dass F es zwar grundsätzlich geschafft hat, dann wieder ohne Stillen einzuschlafen, aber er als Alternative 100% Körperkontakt gefordert hat, wie als Neugeborenes. Sobald ich ihn von mir runtergerollt habe, war er wach und hat geweint. Vor dem Abstillversuch hatte er es außerdem akzeptiert, nachts mal 2 - 3h von meinem Mann getragen zu werden, dadurch hatte ich am Wochenende manchmal Schlafphasen von mehr als 20 min. Sobald wir aber das Abstillen begonnen haben, hat er es nachts nicht mehr akzeptiert, von meinem Mann auch nur angefasst zu werden. Sobald er es versucht hat, wurde F regelrecht hysterisch und panisch.
Und dann sind wir auch noch krank geworden. Ich hatte mehrere Wochen lang richtig schlimme Halsschmerzen und F ist immer wieder nachts, durch den Vollkörperkontakt, an meinen Hals gestoßen, was trotz Ibu zu kaum aushaltbaren Schmerzen geführt hat. Darum habe ich abgebrochen.
Als wir es dann in den Osterferien nochmal versucht haben, hat es geklappt. Er ist dann trotzdem noch oft wachgeworden, so alle 2h vielleicht, aber hat sich mit streicheln und summen wieder zum Schafen bringen lassen.
Nach Gordon hätte man das auch noch ausschleichen sollen, sodass das Kind sich quasi einfach selbst umdreht und weiterschläft - das hat aber nicht geklappt und ich hab es nicht forciert. Alle 2h ein bisschen zu summen und zu streicheln fand ich damals total OK.
V habe ich nicht nach Gordon abgestillt, zumindest nicht so richtig. Die hatte sich eh deutlich selterner nur gemeldet. Irgendwann hab ich dann nachts "einfach" nicht mehr gestillt und mein Mann hat nachts das Beruhigen übernommen. Ich glaube, ich bin da tatsächlich eine zeitlang ins Kinderzimmer ausgezogen, weil ich einfach mit ihr im Bett überhaupt nicht schlafen konnte, weil sie so furchtbar unruhig geschlafen hat. Für sie war das aber so total OK - ich war ja nur einen Raum weiter, aber sie hat das Stillen bei dem Abstand nicht mehr eingefordert. Sie war aber auch eh nie so stillversessen wie F.